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Nina Lacour

Alles okay

Jugendbücher
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4.3/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Poetisch und einfühlsam schreibt Nina LaCour über Einsamkeit, Freundschaft und "über eine zerbrechliche, aber zutriefst menschliche Welt" (New York Times). Ein Roman über das Erwachsenwerden, so berührend und großartig, dass man kaum atmen kann. Eine schmerzlich schöne Darstellung von Trauer und ein Lobgesang auf die Kraft der Wahrheit. Marin hat alles hinter sich zurückgelassen, ist Tausende Kilometer geflohen vor ihrem alten Leben, vor dem Verlust ihres geliebten Großvaters. Doch eines Tages steht plötzlich ihre beste Freundin Mabel vor der Tür. Und mit ihr all die Erinnerungen an zu Hause, an Sommernächte am Strand. Mit ihrer Beharrlichkeit gelingt es Mabel, Marin aus ihrem Kokon der Einsamkeit zu befreien. Und Marin begreift, dass sie eine Wahl hat: weiter im Verdrängen zu verharren oder zu ihren Freunden und ins Leben zurückzukehren.
BIOGRAFIE
Nina LaCour lebt mit ihrer Familie in der Bay Area nahe San Francisco, wo sie auch aufgewachsen ist. Aus ihrer Abschlussarbeit am College entstand ihr erster Jugendroman. Ihre Bücher sind in den USA Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet. Alles okay gewann 2018 den Michael L. Printz Award und ist ihr erstes Jugendbuch bei Hanser (2019). Nina LaCour arbeitete als Buchhändlerin und Englischlehrerin, und unterrichtet heute u. a. an der Hamline University. In ihrer Freizeit kocht und gärtnert sie gern, außerdem liebt sie Ausflüge durch den Norden Kaliforniens.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.09.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783446264359
Sprache
German
Seiten
200
Schlagworte
Universität, Liebe, Weihnachten, Bewältigung, Kälte, Vergangenheit, beste Freundin, Großvater, Homosexualität, Winter, Freundschaft, Suche, Surfen, Familie, Bisexualität
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REZENSIONEN
Bewertet von Mia, himmelsvogel und 3 andere
justmiaslife
himmelsvogel
nasty
woerterwald
annalenasbuecherwelt
Alles okay" handelt von Marin, die nach dem Verlust ihres geliebten Großvaters ihr altes Leben zurücklässt und kurzerhand tausende Kilometer Reitweg verschwindet, um dort zu studieren und ir altes Leben zu verdrängen. Doch dann steht ihre ehemalige beste Freundin Mabel vor der Tür und mit ihr all die wunderbaren Erinnerungen ihres alte Lebens. Schafft Marin es, den Schmerz hinter sich zu lassen und sich wieder mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen? Ich finde Bücher, die sich mit der Thematik Einsamkeit auseinandersetzen eigentlich immer ziemlich spannend. Doch ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch leider gar nicht überzeugen konnte. Mit der Protagonistin wurde ich gar nicht warm, da sie mir auch in keinerlei Hinsicht sympathisch war. ihre Vergangenheit konnte mich, trotz ihres Schicksals nicht richtig berühren, vielleicht dadurch, dass ir Großvater sehr unsympathisch beschrieben wurde? Vielleicht war das Buch mit seinen knapp 200 Seiten auch einfach zu kurz und it etwas mehr Seiten könnte mir Marits Geschichte vielleicht Nähergehen. Wichtig ist mir immer, dass ich etwas aus dem Buch mitnehmen kann, aber das ist mir mit diesem Buch leider nicht gelungen.
Wow
himmelsvogel
Eine Geschichte voller Trauer, Hoffnung und Freundschaft. Alles Okay zeigt, dass man sich auf seine besten Freunde immer verlassen kann, denn sie verstehen einen am Besten. Es ermutigend zu lesen, wie Milan aus ihrer selbst gewählten Einsamkeit - die die Trauer versteckt - entbricht, in dem sie über ihr Schicksal bzw. die Ereignisse, welche sie zur Flucht ans andere Ende des Landes getrieben haben, redet.  Die Spannung wird gewährt bis zum Schluss, da man mit jedem neuem Rückblick mehr über Milans Leben vorm College erfährt. Ebenfalls möchte man unbedingt in Erfahrung bringen, wieso und weshalb sie so einsam ist, dass sie alleine über Weihnachten Wohnheim bleibt. Die 200 Seiten vergehen gehen somit im nu vorbei.  Nina LaCour spricht in dieser Geschichte selten genannte Themen wie Einsamkeit und Trauer an und es gelingt ihr hervorragend, in dem sie den Wert von Liebe und Freundschaft hoch anrechnet. Eine tolle Geschichte, die man einfach nicht aus der Hand legen kann. Die Atmosphäre wird umrahmt von Weihnachten und Schnee, sodass ich diese tolle Kurzgeschichte eher für den Winter empfehle.
Wow
Buch: Alles Okay Autorin: Nina LaCour Rezension: Das Buch ist schwierig zu beschreiben. Die Schreibweise ist trocken und einfach. Dies macht es einfach und schwer zu gliech. Auf der einen Seite kann man dadurch gut folgen. Dennoch macht es dieses Trockene schwierig eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Sie waren alle einfach...da (wenn ihr versteht was ich meine ;) Die Handlung ist ebenfalls simpel und nichts besonderes. Das fand ich doch nicht weiter schlimm. Der Fokus, die Verarbeitung der Trauer, geht dadurch nur noch weiter hervor. Leider muss ich aber sagen, dass das Buch mich nicht dazu gebracht hat weiterzudenken oder weiter damit zu beschäftigen. Es hat ein paar gute Denkansätze, aber irgendwie nie weitergeführt. Dennoch hat das Buch ein paar Passagen die mich literarisch echt beeindruckt haben. Das Cover finde ich schön und passend. Fazit: Ich schätze, zum Schluss bereue ich es ganz sicher nicht das Buch gelesen zu haben. Trotzdem hatte ich mir mehr erhofft. Ich hatte mit mehr Tiefagang gerechnet.
Wow
Alles Okay“ von Nina LaCour handelt nicht nur vom Erwachsenwerden, dem Abschließen mit der Vergangenheit, Liebe und Freundschaft, sondern auch (und vor allem) von der Einsamkeit. Marins Einsamkeit, um genau zu sein. Denn sie ist geflohen. Hunderte Kilometer. Nicht vor Krieg, nicht vor Hunger und nicht vor einer Naturkatastrophe, sondern vor allem, was war. Vor der Erinnerung an ihren toten Großvater, vor ihrem ehemaligen Zuhause, welches sie nun mehr als nur in Frage stellt, vor ihrem alten Ich und ihrer ehemaligen Freundin Mabel. Doch als eben diese dann plötzlich vor ihrer Tür auftaucht, mit ihrem Lächeln, ihrem Leben und all den Bildern in Marins Kopf, die sie nie wiedersehen wollte, wird es immer schwerer, die Vergangenheit zu vergessen und zu ignorieren. Schnell wird Marin klar, dass sie eine Wahl hat. Dass sie selbst entscheiden darf, wie es für sie weitergeht, auch wenn es ihr schwerfällt. Wie möchte sie leben? Allein, abgeschottet von der Welt, oder mit Mabel, obwohl nie wieder so werden wird, wie früher. Sie nimmt uns mit auf die Reise in sich selbst, zu ihren poetischen Gedankenströmen, ihren Ängsten und Hoffnungen und zeigt uns, dass es immer noch eine Chance gibt, immer noch ein Licht, das leuchtet, um uns aufzunehmen, immer noch Freunde, die auf uns warten. Und immer noch die Vergangenheit, die wir akzeptieren müssen, denn wenn wir weglaufen, wird sie uns einholen. Man kann nicht sagen, dass es nur ein Motivationsbuch ist. Vielmehr geht es tatsächlich um eine Person, mit ihrer Kindheit, ihren Erinnerungen, ihren Ängsten und ihren Freunden, aber eben auch mit ihren Hoffnungen. Und um die Wahrheit. Egal, wie oft es eine Lüge ist, „Alles okay“ zu sagen: Es geht doch immer noch um die Wahrheit. Und genau diese Wahrheit möchte ich jenen ans Herz legen, die Hilfe brauchen und auch jenen, die Solche verstehen möchten. Spannungsbogen: 5/5 Trotz langer Gedankengänge wurde die Spannung stets aufrechterhalten. Auch die Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit waren genau an den richtigen Stellen eingebaut. Idee: 4/5 Die Idee der Geschichte kann ich in einem einzigen Wort zusammenfassen: Großartig. Jedes Detail wirkte komplett aufeinander abgestimmt – bis auf Marins Vater, welcher in keinem Satz erwähnt wurde. Ich hätte gerne etwas mehr über ihn erfahren. Charaktere: 5/5 Die Charaktere waren sehr authentisch und sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen – jeder auf seine eigene Art. Länge: 4/5 Um schnell zum Punkt zu kommen: Das Ende hätte für mich etwas länger und ausführlicher sein können, sonst fand ich die Länge allerdings perfekt gewählt. Schreibstil: 5/5 Ich finde es einfach nur bewundernswert, wie die Autorin allein durch Satzbau, Wortwahl und einige Stilmittel den Charakter der Hauptfigur perfekt zur Geltung kommen lässt und auch die Zweifel und die Gedanken sehr gut da legt. Meine Meinung: Ein wundervolles Buch mit einer phantastischen Botschaft und zurecht ein Träger der 5-Sterne-Marke.
Wow
Hinten auf dem Buch steht ein Zitat, das Alles okay treffend beschreibt, sodass ich euch dieses gleich verraten will, ohne zu Beginn direkt erst mal über das Cover zu plappern. "Ein Buch so überwältigend wie die schönsten Erinnerungen, so traurig wie die besten Songs, so hoffnungsvoll wie die wunderbarsten Träume" Im großen und Ganzen gibt es tatsächlich nicht mehr zu sagen. Denn genau das ist Alles okay. Es ist überwältigend und traurig, gleichzeitig erkennt man aber mit jeder Zeile die Hoffnung, die sich hinter Nina LaCours Worten versteckt und sich dem Leser langsam aber sicher, manchmal vielleicht sogar unbewusst, einpflanzt. Ihre Worte und ihr ganzer Schreibstil sind poetisch und man muss einfach sagen, sie hat etwas Grandioses geschrieben, so unerwartet und unscheinbar, wie es von außen wirken mag, so besonders ist es doch von innen. "Ich hatte die Traurigkeit verdrängt. Fand sie in Büchern. Weinte über Romane statt über die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit war schnörkellos, bodenlos. Sie hatte keine poetische Sprache, keine gelben Schmetterlinge, keine epischen Regenfälle. In Wirklichkeit gab es keine Stadt unter Wasser, keine Generationen von Männern mit dem gleichen Namen, die dazu verdammt waren, immer die gleichen Fehler zu wiederholen. Die Wirklichkeit war tief genug, um darin zu ertrinken." (S. (80/81) Etwas ganz Wichtiges aber zum Schluss noch, was ich zwar oben schon erwähnt habe, es aber einfach noch mal tun möchte, da ich es wirklich als Höhepunkt dieser Geschichte empfinde: Ja, die Geschichte ist traurig, überwältigend und bewegend. Aber noch wichtiger: Sie gibt einem Hoffnung. Und genau das machte die Geschichte schlussendlich so perfekt und mich wieder so glücklich. "Ich schließe die Augen, atme sie ein, denke über das Zuhause nach, in dem wir hier sind, wo wir beide nicht zu Hause sind, und lausche dem Knistern des Kamins. Ich spüre die Wärme, die Wärme des Zimmers und ihre Wärme, und es ist okay. Alles ist okay." (S. 118) Doch trotz meinen ganzen Schwärmereien, kann ich keine vollen 5 Sterne geben, sondern eben nur 4,5; weil ich das Gefühl habe, etwas hat gefehlt.  Vielleicht ein bisschen mehr, vielleicht ein wenig Spannung, wobei das auch schon wieder die Geschichte hätte zerstören können. Wie ihr seht, weiß ich selber nicht so ganz was mir denn schlussendlich gefehlt hat, aber dieses Fehlen macht das Buch natürlich nicht weniger lesenswert. Ich möchte euch allen, die ihr diese Rezension lest, Alles okay von Nina LaCour ans Herz legen, ich möchte dass ihr alle spürt wie es ist, Hoffnung zu haben. "Irgendwann ist ein großes Wort. Es kann morgen heißen oder in Jahrzehnten." (S. 195)
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