mojoreads
Community
Reiner Engelmann

"Alodia, du bist jetzt Alice!"

Geschichte
!
5/5
1 Bewertung
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Vergessene Opfer: Geraubte Kinder im Nationalsozialismus Alodia Witaszek ist fünf Jahre alt, als ihr Vater von Nationalsozialisten hingerichtet wird. Ihre Mutter wird nach Auschwitz deportiert. Die blonde und blauäugige Alodia gilt als »rassenützlich«. Sie kommt in ein »Lebensborn«-Heim und wird als »Geschenk des Führers« einer deutschen Familie zur Adoption übergeben. Nach Kriegsende sucht Alodias leibliche Mutter zwei Jahre lang nach ihrem verschleppten Kind. Kurz vor Weihnachten 1947 hat sie Erfolg: Alodia kehrt in ihre fast vergessene Familie zurück und muss ihre Muttersprache neu lernen. Reiner Engelmann hat die Zeitzeugin getroffen und ihr Leben aufgeschrieben. Mit Originaldokumenten und Fotos.
BIOGRAFIE
Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Für Schulklassen und Erwachsene organisiert Reiner Engelmann regelmäßig Studienfahrten nach Auschwitz. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien und Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
09.09.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783570312681
Sprache
German
Seiten
240
Schlagworte
Geraubte Kindheit, Adolf Hitler, Schullektüre, Zwangsgermanisierung, Drittes Reich, Zwangsadoption, Lebensborn, Unterrichtsmaterialien, Litzmannstadt
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Sarah
sarahmaria
Alodia Witaszek ist der Name eines fünfjährigen Mädchens, deren Vater gegen die Nationalsozialisten arbeitet. Als dieser hingerichtet wird und ihre Mutter nach Auschwitz deportiert wird, handelt ihre restliche Familie schnell und verteilt sie. Dabei versuchen sie auch, die Kinder zu verstecken, denn mit ihren blonden Haaren und den blauen Augen sind sie „rassennützlich“. Doch die Familie kann Alodia und Daria nicht beschützen und so werden sie ihnen abgenommen und sie müssen sich in Deutschland einleben und werden an deutsche Adoptiveltern weitergegeben. Nach Kriegsende sucht ihre leibliche Mutter jedoch verzweifelt nach ihren Kindern. Hier wird Alodias Geschichte erzählt, wie sie die NS-Zeit überlebt hat. Aber auch die Geschichte ihrer Mutter und der gesamten Familie wird erzählt. Man lernt alles nach und nach kennen und fühlt mit allen mit. Der Schreibstil ist einfach, sodass man alles gut verstehen kann. Manche Fachwörter aus der damaligen Zeit werden hinten im Glossar erklärt, sodass man bei Verständnisproblemen immer schnell nachgucken kann. Durch die Bilder der Familie, die manchmal eingefügt wurden, kann man sich die Personen nochmal besser vorstellen und es fühlt sich noch realer an. Während man beim lesen gar nicht glauben kann, dass so etwas wirklich passiert ist und dass das eine Biografie ist, wird einem das durch die Bilder noch viel mehr bewusst. Der Autor hat hier ein gutes Werk geschaffen, in welchem er nichts beschönigt und zeigt, wie grausam damals mit den Kindern umgegangen worden ist. Ich kann dieses Buch allen empfehlen. Es behandelt eine wichtige Thematik und es ist so geschrieben, dass man es wirklich schnell lesen kann.
Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook