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Mick Finlay

Arrowood - In den Gassen von London

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ZUSAMMENFASSUNG
Privatdetektiv William Arrowood ist ein Mann vieler Talente - und einiger Laster. Die Tagelöhner und Straßenmädchen im armen South London können sich keinen besseren Detektiv leisten und kommen daher mit allen Anliegen zu ihm. Voller Verachtung und Neid blickt er über die Themse auf seinen bekannten Kollegen Sherlock Holmes und dessen betuchte Klientel. Auch Arrowoods neuester Fall scheint nicht geeignet zu sein, ihn berühmt zu machen: Eine junge Französin bittet darum, ihren verschwundenen Bruder aufzuspüren. Doch hinter dem simplen Auftrag verbergen sich weit mehr Geheimnisse und Leichen, als Arrowood für möglich hielt. Und so führen ihn seine Ermittlungen von den Tiefen der Londoner Unterwelt bis in höchste Regierungskreise ... »William Arrowood ist keinesfalls perfekt, aber sympathisch, und die Geschichte bewegt sich rasant von Gefahr zu Gefahr und Twist zu Twist.« The Times
BIOGRAFIE
Mick Finlay wurde in Glasgow geboren und verbrachte seine Kindheit in Kanada und England. Er arbeitete als Marktverkäufer in der Portobello Road, in einem Wanderzirkus, als Schlachtergehilfe, als Portier und in verschiedenen Positionen im Gesundheits- und Sozialdienst. Mittlerweile lehrt er an einer Psychologischen Fakultät und lebt mit seiner Familie in Brighton.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
06.08.2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783959671743
Sprache
German
Seiten
428
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von phantastische_flu..., Annabelle und andere
phantastische_fluchten
ella_liest
malin_ronsdorf
phantastische_fluchten
Obwohl die Polizei total überlastet ist und Detektive im ausgehenden 19 Jahrhundert Hochkonjunktur haben, ist es für den privaten Ermittler William Arrrowood sehr schwer, einen Auftrag zu ergattern. Alle Welt redet nur noch über Sherlock Holmes und seine großartigen Erfolge. Jeder Mensch möchte nur noch mit diesem berühmten Detektiv zusammenarbeiten. Daher ist Arrowood froh, als die junge Caroline Cousture ihn beauftragt, ihren verschwundenen Bruder zu suchen. Normalerweise eine leichte Aufgabe aber der junge Mann hat als Koch im »barrel of beef« gearbeitet, ein Ort, den der Detektiv nicht mehr betreten darf, wenn er sein Leben nicht verlieren möchte. Vor vier Jahren ermittelten er und sein Gehilfe Norman Barnett in dem Etablissement des zwielichtigen Stanley Cream und kamen nur knapp mit dem Leben davon. Doch da er der charmanten Französin sein Wort gegeben hat übernimmt Arrowood den Fall, trotz der Proteste seines Gehilfen. Kommentar: William Arrowood lebt auf der Schattenseite von London, im Gegensatz zu seinem berühmten Kollegen Holmes, der alle lukrativen Aufträge erhält. Für den etwas übergewichtigen und trinkfreudigen Detektiv ein Ärgernis. Es ist amüsant zu lesen, wie er die erfolgreich gelösten Fälle des Kollegen in der Luft zerreißt und auf die Logikfehler und Ermittlungsfehler hinweist. Nach dem Desaster im »barrel of beef« vor vier Jahren, das zum Tod eines Unschuldigen geführt hat, ist William nicht mehr der Alte. Er trinkt zu viel, ist oft depressiv, was dazu führte, dass seine Frau ihn verlassen hat. Nur Norman Barnett und der junge Neddy halten ihm die Treue und helfen ihm bei seinen Ermittlungen. Die Atmosphäre des viktorianischen London hat der Autor sehr gut eingefangen. Teilweise ist es erschütternd zu lesen, in welchen Verhältnissen die Armen in diesem Zeitalter lebten. Sie wohnten oft zu viert oder mehreren Personen in einem einzigen, winzigen Zimmer, sie haben sich in Lumpen gekleidet und mussten täglich darum kämpfen, ihre Kinder zu ernähren. Von der Polizei wurden sie weitestgehend gemieden, ihre Nöte sind der Obrigkeit nicht wichtig genug. Arrowood, früher ein erfolgreicher Journalist, kennt und versteht diesen Menschenschlag. Im Gegensatz zu Holmes, legt Arrowood viel Wert auf persönlichen Kontakt zu den Menschen, er liest in ihren Mienen und in ihren Gesten und zieht daraus seine Schlüsse. Auch wenn Holmes vom Intellekt her die Menschen versteht, lebt Arrowood unter ihnen und teilt ihr Leid. Und er übernimmt teilweise auch die dreckigen Methoden der Verbrecher, mit denen er sich abgeben muss. Hier hilft keine höfliche Konversation, hier sind Fäuste gefragt und gerade Barnett muss ebenso viel einstecken, wie er austeilt. Auch der kleine Neddy gerät ins Visier der gefährlichen Verbrecher und hier erlebt der Leser einige sehr emotionale Momente. Nach dem Tod eines unschuldigen Opfers, dem Verlust seiner Frau und seines erfolgreichen Jobs als Journalist ein Neddy das einzig Gute, das dem desillusionierten Mann geblieben ist. Für ihn ist der Junge wie ein Sohn und er setzt alles daran, ihn zu retten. Was als harmloser Fall eines verschwundenen Mannes beginnt, wird der nackte Kampf ums Überleben. Da in diesem Roman viel über Holmes geschrieben wird, möchte ich als Leser einen direkten Vergleich ziehen. Sir Arthur Conan Doyle beherrscht die Sprache des ausgehenden 19. Jahrhunderts perfekt und schafft es daher besser, uns in sein London hineinzuziehen. Dafür ist das London von Finley ungefiltert, direkt und brutal. Somit glaubwürdiger. Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und können überzeugen. Sie wirken menschlicher als Holmes, der über allem steht und unnahbar scheint. Im Gegensatz zu den Holmes Romane weist diese Geschichte einige Längen auf und manche Aspekte habe ich nicht ganz verstanden. Das bezieht sich vor allem auf Barnett und auch auf Ettie, der Schwester von Arrowood. Sie sorgt für einige heitere Momente in dieser sehr düsteren Erzählung. In diesem Roman ist der Helfer ist Norman Barnett der Erzähler, er ist nicht so versiert wie sein Gegenpol und sprachlich etwas grober als Watson, was aber durchaus zu den Ereignissen passt. Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Das Cover hält, was es verspricht und passt perfekt zu diesem Buch. Wer Ripper Street mochte, wird an diesem Buch eventuell Gefallen finden.
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„Die High Society hat Holmes – alle anderen gehen zu Arrowood…“ Arrowood – in den Gassen von London spielt im viktorianischen Südlondon in den 1890er Jahren, jedoch handelt es sich hierbei um eine Szene, die viel dunkler und düsterer ist, als die Gesellschaft, mit der Holmes für gewöhnlich zu tun hat. Arrowood ist weder körperlich fit, noch sehr attraktiv. Er hat eindeutig psychische Probleme, die er oft im Alkoholkonsum erstickt und er hat eine strikte Abneigung gegenüber Sherlock Holmes. Aus verschiedenen Gründen wurde aus Arrowood ein Privatdetektiv. Wie auch Holmes hat er einen Assistenten, Norman Barnett, der ebenfalls wie Watson seine ganz eigene Vergangenheit mit sich bringt. Arrowoods Ansatz Fälle zu lösen, stützt sich auf deduktiven Methoden, auf die Untersuchung des menschlichen Denkens und ist davon sehr überzeugt. Diese Methode hat jedoch sehr gemischte Erfolge - es ist schwer einzuschätzen, ob Arrowood eher inkompetent oder doch nur faul ist, aber gelegentlich löst auch er mit seiner Herangehensweise Fälle. Arrowoods erster Fall beginnt mit dem Besuch eines jungen französischen Mädchen. Miss Costure kommt zu Arrowood und fleht ihn an, ihren vermissten Bruder zu finden. Sie befürchtet bereits das Schlimmste. Arrowood und sein Kollege Barnett sind sich einig, den Fall anzunehmen (nicht zuletzt aus Geldnot), geraten jedoch sehr bald in eine Intrige zwischen den Feniern, dem Besitzer des *** Barriel Beefs und anderen dunklen Machenschaften. Plötzlich müssen auch die beiden sich in Acht nehmen, um am Leben zu bleiben. Finde die Idee eines zweiten Detektivs im viktorianischen London absolut klasse. Ich bin persönlich ein großer Fan von Sherlock Holmes Geschichten, Mr. Arrowood hingegen hält Sherlock Holmes für absolut überbewertet, was er immer wieder laut zur Schau stellt und sich über seinen berühmten Kollegen gern lauthals aufregt. Er verachtet Holmes Methode Fälle zu lösen. Seiner Meinung nach ist Holmes überhaupt nur bekannt, da Dr. Watson die besten Fälle biografisch aufarbeitet und veröffentlicht. Mr. Arrowood hingegen arbeitet lieber mit der Psychologie und Emotionen statt Deduktionen, denn er kann die Menschen wirklich lesen. Was ich an diesem Buch am meisten mochte, ist die Tatsache, dass William Arrowood so ganz und gar nicht perfekt ist. Er macht Fehler und ist oftmals mehr emotional in die Sache involviert, als ihm lieb ist und gut tut. Er lässt sich oftmals von seinem Herzen beeinflussen und führen, setzt dadurch sein Glück aufs Spiel und gerät dadurch gern als Zielscheibe in den Mittelpunkt. Arrowood muss man nicht automatisch gern haben, damit man seine Geschichte mögen muss. Dafür ist er absolut authentisch, glaubwürdig und sympathisch, schrecklich fehlerhaft und trotzdem zielstrebig. Kann euch das Buch wirklich wärmstens empfehlen, wenn ihr Detektivgeschichten (die auch noch im viktorianischen London spielen) gerne lest.
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Malin Ronsdorf
Meine Meinung Cover: Trotz der unterschiedlichen gewählten Grüntönen wirkt das Cover schlicht.Auf dem Cover sieht man einen englischen Gentleman und im Hintergrund die Umrisse Londons.Das Cover machte einen Neugierig auf den Inhalt des Buches. Handlung: Die Handlung von dem Buch ist ingesamt sehr spannend aufgebaut worden und kann einem im Verlauf Inseln Bann ziehen.Zu Anfang läuft die Geschichte vor sich hin, doch im Lauf der Geschichte gibt es viele überraschende Wendungen und zahlreiche besondere Momente. Schreibstil: Der Schreibstil von dem Autor ist sehr angenehm und besonders.Das Buch wurde in dem Stil des klassischen Sherlock Homes Krimis geschrieben.Es ist ein Rätselkrimi, wo man mit raten kann und einen Gedanken freien lauf lassen kann.Mit Witz, viel Ironie und vielen interessanten Wendungen macht es das Buch besonders. Die Geschichte wird aus der Sicht von dem Barnett erzählt. Charaktere: Die Charakter wurden von dem Autor sehr interessant ausgearbeitet und umfassend auf diesigen Art und Weise dargestellt.Die Charaktere kamen bei mir sehr authentisch rüber. Arrowood finde ich super interessant als Charakter. Er ist ein direkter Konkurrent von Sherlock Holmes, aber nicht so erfolgreich und gutaussehend, wie er.Denn er wirkt auf einen träge, ist übergewichtig und kommt auch öfter wütend rüber.Was ich an ihm sehr schätzte ist die Menschenkenntnis. Norman Barnett ist ein besonderer Charakter.Er wirkt auf einen sehr freundlich, strahlt pure Ruhe aus und ist der absolute Sympathieträger in dem Buch. Fazit „Arrowood- In den Gassen von London von Mick Finley ist ein Krimi, der Startschwierigkeiten hatte, sich aber im Lauf der Geschichte so zum positiv wandert, dass man ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte.Die Charaktere, der Schreibstil, die Atmosphäre und der Humor alles passt super zusammen und brachte dem Buch diese besondere Note. Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, konnte spannend mitfiebern und die Geschichte mitverfolgen, wie der der Fall gelöst wird.
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