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Alexandra Holenstein

Auszeit bei den Abendrots

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ZUSAMMENFASSUNG
Wenn die Auszeit Nathalie heißt - nach "Das Heinrich-Problem" Alexandra Holensteins nächster Frauenroman mit funkelndem Humor. Sowas kann doch nicht mir passieren, denkt Helene Abendrot. Aber ihr Mann Josef hat sie tatsächlich einfach an einer Autobahnraststätte sitzenlassen. Er bräuchte eine Eheauszeit, sagt er. Blöd nur, dass Josefs Auszeit Nathalie heißt und seine Assistenzärztin ist. Helene ist sauer! Doch dann wagt sie, endlich all das zu unternehmen, wozu nur Josef nie Lust hatte. Sie bricht auf in die Provence und Toskana, lernt neue Leute kennen und tut Dinge, die sie selbst überraschen. Helenes Welt wird auf einmal ziemlich aufregend. Will sie da die Liebe in der Ehe noch einmal entdecken? "Unterhaltsam und witzig." Tina
BIOGRAFIE
Alexandra Holenstein lebt und arbeitet im Tessin. "Das Heinrich-Problem" ist ihr erster Roman. In ihrem Leben ist ihr der eine oder andere Heinrich über den Weg gelaufen. Zum Glück in gemäßigten Varianten und ohne zu verweilen.
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REZENSIONEN
Bewertet von Bücher in meiner ..., merlin78 und 3 andere
buecherinmeinerhand
merlin78
hasirasi2
daffodil
bambisusuu
Bücher in meiner Hand
Nachdem in Alexandra Holenstein erstem Roman Heinrich das Problem war, ist es in ihrem zweiten Josef. Josef ist Arzt, Vater von Tobi, Ehemann von Helene und lässt diese sitzen. In ihrem Auto. An einer Maustelle in der Nähe von Piacenza in Norditalien. Eigentlich waren die beiden unterwegs nach Venedig, wo sie 10 Tage Urlaub mit Sabine und Rüdiger, Josefs Freund, geplant haben. Doch da kommt Helene alleine an. Nach dem ersten Josef- und zweiten Rüdiger-Schock hat sie sich aber gefangen, und fährt zurück nach Bern. Nach Hause. Inzwischen weiss Helene, dass Josef eine angebliche Auszeit braucht und für einige Monate in ein Studio zieht. Die Auszeit verbringt Josef jedoch nicht mit Überlegen, was er in seinem Leben ändern könnte, sondern mit der jungen Nathalie - die ihn immer öfters mit ihrem Vater vergleicht und somit Josefs Ego schwächt. Auch immer öfters vermisst Josef einige Dinge aus seinem alten Alltag, das hätte er wahrlich nicht gedacht. Helene hingegen plant drei Dinge, die sie schon immer mal machen wollte: ein Aquarellkurs in der Provence, ein Weinseminar an Österreichs Grenze zu Ungarn und ein Schreibkurs in der Toskana. Wenn man den ersten Roman der Autorin gelesen hat, weiss man, dass Helenes Kurse nicht langweilig werden. Dass man als Leser gespannt sein darf, was sie alles erleben wird und ihr dabei zuschauen kann, wie sie ihr aktuelles Leben so gut es geht geniesst. Begeistert hat mich, dass Helene zwar durchaus zu geniessen weiss, aber sich gut überlegt, was sie tatsächlich will und was nicht. Auch wenn ihre Freundin Adrienne weitaus weniger zögerlich ist. Nicht alles muss Helene Josef nachmachen. Realitätsnah, aber äusserst pointiert mit witzigen Szenen kommt "Auszeit bei den Abendrots" daher, der ansprechende Schreibstil lässt die 400 Seiten über eine Auszeit nach 26 Ehejahren schnell lesen. Fazit: Mit viel Wortwitz geschriebener Ehe-Roman, der gut unterhält. 4 Punkte.
1 Wow
Nachdem Alexandra Holensteins Debütroman „Das Heinrich-Problem“ bereits ein richtiger Gute-Laune-Roman gewesen ist, darf ihr neustes Werk „Auszeit bei den Abendrots“ dem nur gerecht werden. So hat sie es wunderbar verstanden, eine humorvolle Idee mit einer durchaus ernsten Hintergrundgeschichte zu kombinieren, und so den Leser durch ihre Worte einfach zu verzaubern. Natürlich steht in diesem Roman Helene Abendrot im Mittelpunkt der Erzählung. Ihre Erfahrungen und Gefühle sind der Dreh- und Angelpunkt der Handlung und wecken durch ihre Erlebnisse starke Emotionen. Helene ist unglaublich sympathisch, ihre Figur wird schnell zu einer festen Größe, mit der der Leser sich herrlich verbinden kann. Es ist einfach, einen guten Bezug zu ihr herzustellen. Doch interessant ist es auch, die anderen Protagonisten kennenzulernen, denn Frau Holenstein lässt auch die anderen Charaktere nicht zu kurz kommen. So wir natürlich auch Josef genau beleuchtet und seine kleine Auszeit mit Nathalie herrlich in Szene gesetzt. Das Thema ist von Grundsatz her sehr ernst. Doch Frau Holenstein schafft es perfekt, aus dieser tristen und durchaus tragischen Geschichte einen idealen und mitreißenden Sommerroman zu kreieren, der für aufregende und lustige Unterhaltung sorgt. Nicht unbedingt nur ein Frauenroman, sondern eher eine Geschichte für alle Menschen, die sich gerne einmal auf neue Wege wagen wollen, doch nicht so recht wissen, ob es sich lohnen wird. Einen ganz besonderen Blick dürfen wir auf das Cover werfen. Hier hat der Verlag wirklich gezaubert, denn es ist ein richtiger Blickfang. Schon vor dem Lesen wird hier das Interesse geweckt, was mit einer großartigen Geschichte belohnt wird. Gelungenes Werk, das mich verzaubert hat. Mein persönliches Fazit: Vorweg muss ich anmerken, dass ich bereits das Heinrich-Problem gelesen und verschlungen habe, weshalb ich hier einfach zugreifen musste. Die Schriftstellerin verfügt über das Talent, durch ihre bildliche und liebevolle Erzählweise, die Atmosphäre in ein herrliches Licht zu rücken und die gesamte Geschichte positiv und aufgeschlossen wirken zu lassen. Dieses Werk ist einfach ein Gute-Laune-Roman, der für herrliche Stimmung sorgt. Durch die authentischen Charaktere, die glaubwürdige Kulisse und die herrliche Handlung wird hier einfach großartige Unterhaltung geboten. Selten hat mich ein Buch so mitgerissen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Sehr liebevoll und sensibel, zeitgleich so humorvoll und aufgeschlossen, dass ich dem Werk bedenkenlos meine vollste Leseempfehlung aussprechen kann. Hiervon darf es gerne noch mehr geben. Vielen Dank.
2 Wows
Szenen einer Ehe „Mein Mann hat mich hier sitzen lassen. Keine Ahnung, was ich jetzt tun soll.“ (S. 7) Helen ist irritiert. Eigentlich waren Josef und sie unterwegs nach Venedig zum Urlaub mit Freunden, doch dann ist Josef an einer Autobahnmautstelle ohne ein Wort aus dem Auto gestiegen, hat seine Tasche genommen und ist gegangen. Am nächsten Tag schreibt er ihr eine Mail, dass er eine Auszeit von der Ehe bräuchte, sich auf sich selbst besinnen will und das Studio im Haus eines Freundes mieten wird. Für 2-3 Monate vielleicht. Dass die Auszeit Nathalie heißt, Josefs Assistenzärztin und so alt wie ihr gemeinsamer Sohn Tobi ist, zieht Helene dann endgültig den Boden unter den Füßen weg. 26 Jahre sind sie jetzt verheiratet. Sie hat ihm die ganze Zeit den Rücken frei- und die Familie zusammengehalten. Und dass soll es jetzt gewesen sein?! Ihre Freundin Adrienne beruhigt sie. Josef hat sicher nur eine Midlifecrisis und sie kann abwarten, bis er sich wieder fängt und ihn dann zurücknehmen oder sich überlegen, ob sie das überhaupt will. „Was wünschst du dir denn?“ (S. 170) „Auszeit bei den Abendrots“ von Alexandra Holenstein ist ein sehr unterhaltsamer und überraschender Selbstfindungsroman mit bitterbösem Humor. Erstens kommt es nämlich anders und zweitens, als man denkt. Während sich Josef nach der Entdeckung ganz auf sein junges Glück konzentriert, sucht Helene nach einer neuen Aufgabe für ihr weiteres Leben. Sie wollte schon immer einen Kurs in Aquarellmalerei, ein Wein- und ein Schreibseminar besuchen. Das alles macht sie jetzt auf Josefs Kosten. Natürlich nicht an der VHS, sondern in der Toskana, Österreich und der Provence. Dabei lernt sie neben neuen Dingen und Orten auch ein paar sehr interessante neue Männer kennen die ihr zu verstehen geben, dass sie durchaus noch attraktiv ist. Helene findet zu neuem Selbstvertrauen und verdient sich ihren (und meinen) Respekt. Ihre beste Freundin Adrienne steht ihr dabei die ganze Zeit zur Seite, gibt Tipps und Ratschläge und rückt ihr den Kopf zurecht., wenn sie sich mal wieder verrennt. So eine Freundin braucht jede Frau! Wie schon in „Das Heinrich-Problem“ lebt die Geschichte von den skurrilen, mitten aus dem Leben gegriffenen Protagonisten und ihren alltäglichen Problemen. Mit spitzer Feder zeigt die Autorin, wie schnell und amüsant Träumen können. Da ist die jüngere Geliebte nämlich nicht das naive Schäfchen und die Ehefrau wartet geduldig, bis der Herr seine Krise überwunden hat – so wie er es sich erträumt, sondern die Frauen haben selber Wünsche und Vorstellungen, wie ihr Leben verlaufen soll. Mein besonderes Highlight war das Pärchen, mit denen Helene und Josef eigentlich den Venedig-Urlaub verbringen wollten. Ein selbstgefälliges und besserwisserisches, ach so romantisches und harmonisches Pärchen, dass mich stark an Hedwig und Hellmuth aus „Papa ante Portas“ erinnert hat – ein (Alb)Traum! 5 Sterne und meine Leseempfehlung!
3 Wows
Josef ist anerkannter Arzt, sogar Professor, hat ein treu sorgendes Heimchen am Herd und eine junge attraktive Geliebte. Die verheimlicht er und zieht für eine „Selbstfindungspause“ in ein durchdesigntes Apartment. Heimchen am Herd namens Helene bekommt lange Zeit nichts mit, jammert ihrer Freundin Adrienne die Ohren voll und bekommt Avancen von einem Bekannten, dessen Frau sie dafür heftig beschimpft. Als Helene endlich die Fakten realisiert und vom bis jetzt maulfaulen Gatten gesagt bekommt, dass die Geliebte seine Herzensdame ist, rafft sie sich auf, eine eigene Zukunft zu planen. Sie malt gern, also soll ein Malkurs; sie schreibt gern, also soll ein Schreibkurs; sie kennt sich mit Wein nicht aus, also soll ein Weinseminar die spätere Zeit vorbereiten. Sie überrascht ihren Gatten damit, sich selbst einiges an Geld zuzugestehen, eigene Reisen zu unternehmen und nicht mehr zum Tee kochen und ähnlichem zur Verfügung zu stehen. Abenteuerliche und amouröse Zeiten folgen. Ist es das, was Josef und Helene wollen? Alexandra Holenstein beschreibt Szenen einer Ehe, in der Liebe und Leidenschaft erkaltet sind. Helene sucht neue Möglichkeiten, zeigt unerwartete Eigenschaften ( stark, wie sie sich einen Schlafplatz im Hotel erobert), ändert sich. Josef erscheint mir teilweise sehr unrealistisch. Klar, die junge Geliebte passt, aber lässt sich ein Herr Professor, Halbgott in weiß, wirklich so behandeln? Die Ausgangssituation ist drastisch, die Konstellation kommt sicher öfter vor, Männer tauschen die langjährige Partnerin gegen ein jüngeres Modell aus. Wie das ablaufen kann, zeigen die Abendrots. Ein unterhaltsamer Frauenroman aus dem S. Fischer Verlag.
Wow
bambisusuu
Der Roman "Auszeit bei den Abendrots" ist das zweite Buch der Autorin Alexandra Holenstein und wieder genau so amüsant und unterhaltsam wie der Vorgänger "Das Heinrich-Problem". Da steht Helene plötzlich, ganz alleine an einer Autobahnraststätte. Ihr Mann Josef weit und breit nicht zu sehen. Er hat sie tatsächlich sitzengelassen. Helene ist sprachlos, aber immerhin hat sie das Auto und kann ihre Reise dennoch fortsetzen. Josef meldet sich mit einer Auszeit und das ausgerechnet mit seiner Assistenzärztin Nathalie. Helene ist wütend, dennoch wagt sie ihr eigenes Abenteuer und unternimmt alles, wozu Josef nie Lust hatte. Mit humorvollem Schreibstil und authentischen Charakteren hat mich auch diesmal die Autorin erneut begeistern können. Eine Beziehungskrise hatte ich noch nie so gelungen bildhaft vor Augen, wie bei diesem Roman. Die überspitzten Szenen lassen keine Auge trocken und haben mich ständig zum Schmunzeln gebracht. Helene und ihr Hund Lego sind mir regelrecht ans Herz gewachsen. Aber auch die Nebencharaktere sind amüsant geschildert worden. Helenes und Josefs Beziehung, die unausgesprochenen Probleme und ihr eintöniger Alltag bringen beide an ihre Verzweiflung. Auch wenn es ein Frauenroman ist, erhält man durch den Wechsel der Perspektiven nicht nur Helenes Sicht, sondern auch Ausschnitte aus Josefs Situation. Beiden tut die Auszeit zu Beginn gut, dennoch geraten sie ungewollt andauernd aneinander. Als Leser war dabei Helenes schroffe und taffe Art ziemlich amüsant. Ihre Wut und Gefühle kamen dabei sehr authentisch herüber. Mit Rat ihrer Freundin versucht Helene mutig ihre eigenen Träume zu erfüllen, reist an verschiedene Orte und begibt sich zu unterschiedlichsten Seminaren. Wohin die Ehekrise hinausläuft bleibt ungewiss. Erst Stück für Stück kann der Leser mehr erahnen. Daher ist die Handlung für mich sehr abwechslungsreich und überraschend gewesen. Die Autorin überzeugt mit ihrem lockeren Schreibstil und köstlichen Humor für einen gelungen Beziehungsroman, der für unerwartete Wendungen und lustige Momente sorgt. Das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen!
1 Wow
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