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Ava und die STADT des schwarzen Engels
Andreas Dresen

Ava und die STADT des schwarzen Engels

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ZUSAMMENFASSUNG
Ein Golem mitten in der Stadt, am helllichten Tag - Fahrat traut seinen Augen nicht. Normale Menschen können das Lehm-Wesen nicht sehen, aber selbst für den jungen Schwertler ist das ein besorgniserregender Anblick. Obwohl er normalerweise einen guten Wein jedem Abenteuer vorzieht, folgt er dem Ungeheuer. Und stößt auf Ava. Die junge Frau ist offenbar ein gewöhnlicher Mensch. Aber verstört behauptet sie, ein schwarzer Engel habe ihre neugeborenen Zwillinge geraubt. Doch was sollte ausgerechnet Morton, Vizekanzler des STADTrates und Veranstalter des Hexensabbats, mit zwei Menschenkindern anfangen? Haben die Vorfälle etwas mit dem Grauen zu tun, das außerhalb der STADT lauert? Fahrats Gutmütigkeit und sein Schwertler-Stolz lassen ihn nicht mehr von Avas Seite weichen. Doch bald weiß der junge Abenteurer nicht mehr, für wen sich eine neue Welt auftut - für die Menschenfrau Ava, die auf der Suche nach ihren Kindern fluchenden Hexen, LKW-Chimären und lauernden Waldwürgern begegnet - oder für Fahrat, dessen Welt nicht die zu sein scheint, für die er sie immer gehalten hat.
BIOGRAFIE
Andreas Dresen, Jahrgang 1975, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Aachen. Schon immer war er von fremden Welten fasziniert - von der wilden Atlantik-Küste Südirlands genauso wie von den Sagen und Legenden seiner Heimat. Und so findet sich in seinen Kurzgeschichten genauso wie in seinem Debütroman "Ava und die STADT des schwarzen Engels" eine fesselnde, gleichsam skurrile und charmante Mischung aus Fantasy-Elementen, klassischer Mythologie und einem scharfen Blick für die Kuriositäten der Gesellschaft und des Alltags.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.02.2011
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783862820023
Sprache
German
Seiten
196
Schlagworte
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REZENSIONEN
Bewertet von phantastische_flu...
phantastische_fluchten
phantastische_fluchten
Die STADT ist wie die zwei Seiten einer Medaille. Auf der einen Seite existiert die magische Welt, bewohnt von allerlei merkwürdigen Wesen, Hexen, Zauberern und Kriegern. Auf der anderen Seite gibt es die Stadt der Menschen, nicht anders als Berlin, New York oder Hongkong. Die Menschen können die Welt der Magie nicht sehen. Nur einige besonders aufmerksame und sensible Bewohner schaffen es, durch den Schleier und die Schatten zu sehen und das Besondere dahinter zu erkennen. Die junge Ava ist eine dieser Personen, die diese merkwürdigen Dinge sieht, doch niemand glaubt ihr und sie wird in eine psychiatrische Anstalt gesperrt. Dort soll sie den Verlust ihrer Kinder überwinden, die angeblich direkt nach der Geburt an plötzlichem Kindstod gestorben sind. Doch Ava ist fest davon überzeugt, dass ihre Zwillinge von den „Anderen“ entführt wurden., doch warum, ist ihr ein Rätsel. Als sie erkennt, dass niemand ihrer Geschichte Glauben schenkt und sie nur aus der Klinik entlassen wird, wenn sie widerruft, schweigt sie fortan über die Ereignisse. Nach einem Jahr erlangt sie ihre Freiheit wieder und begibt sich sofort auf die Suche nach Ihren Kindern. Doch kaum wieder in Freiheit, wird Ava von einem Golem gejagt. Der junge Krieger Fahrat rettet Ava vor dem Ungeheuer. Er, der aus der Schattenwelt stammt, erkennt sofort die Besonderheit der jungen Frau, die ihn als einen „Anderen“ erkennt. Gemeinsam machen sich der junge Mann aus der Schattenwelt und die verzweifelte junge Frau auf die Suche nach den Kindern. Dabei kommen sie einer gefährlichen Verschwörung auf die Spur, die nicht nur ihr Leben, sondern das Leben aller Bewohner der STADT bedroht, seien es Menschen oder andere Wesen. Andreas Dresen schafft es, was kaum noch ein Fantasy Autor beherrscht. Er kann auf 196 Seiten eine überzeugende, in sich abgeschlossene Fantasygeschichte präsentieren, ohne sich in weitschweifige Landschaftsbeschreibungen oder Kampfszenen zu verlieren. Zwar wirk die Geschichte teilweise holprig, nichtsdestotrotz vermag sie den Leser zu fesseln und zu unterhalten. Nur wenn man genau hinschaut und das Leben hinterfragt, erkennt der Mensch, dass hinter seiner Wahrnehmungsebene noch eine Dimension existiert. Für die normalen Menschen ist die Stadt nur eine Stadt. Ava, eine junge Menschenfrau bekommt Zwillinge. Als sie erzählt, dass Wesen mit einer Aura ihre Kinder geraubt haben, wird sie in die Psychiatrie eingewiesen. Denn ihre Kinder sind angeblich direkt nach der Geburt verstorben. Nur allmählich lernt die junge Frau, dass es besser ist, ihre Beobachtungen zu verschweigen, da anscheinend nur sie diese anderen Wesen sehen kann. Nach einem Jahr wird sie aus der Anstalt entlassen, doch damit beginnt für sie das wahrhaftige Grauen. Ein Golem verfolgt sie und um sie herum tauchen immer mehr Personen mit dieser Aura auf, die auch den Entführer ihrer Kinder umgeben hat. Bald stellt sich heraus, dass Ava eine bedeutende Rolle in dem Schicksal der Stadt spielen wird und ihre Kinder der Schlüssel zur Befreiung aller Wesen sind, die von dem schwarzen Engel unterdrückt werden. Fahrat, ein junger Schwertkämpfer hilft Ava bei der Suche nach ihren Kindern und er muss bald erkennen, dass sein ganzes Leben auf Lügen aufgebaut ist. Auf der Suche nach den Kindern erfüllt sich auch sein eigenes Schicksal. Sowohl Fahrt als auch Ava sind Figuren, die der Leser bald mag und an deren Schicksal er Anteil nimmt. Ava ist eine zarte, verletzliche junge Frau doch in ihr steckt ein harter Kern. Fahrat ist uneins mit sich und seinem Schicksal, er möchte raus aus STADT und Abenteuer erleben, wie einst sein Großvater. Doch seine Angst vor dem Unbekannten ist zu groß. Als er Ava begegnet, die für ihre Ziel, ihre Kinder zu finden, alles auf sich nimmt, erkennt der junge Mann, dass auch er Wagnisse eingehen muss, um seine Träume zu verwirklichen. Der Band ist auf 196 Seiten (ich muss es immer wieder betonen) gefüllt mit liebenswerten, teils skurrilen Personen und präsentiert uns eine spannende Geschichte. Ein Mix aus Fantasy und Realismus, der durchaus gefällt und eine Abwechslung zu den epochalen, oft nicht enden wollenden Zyklen darstellt. Dieser Band erzählt eine abgeschlossene Feschichte, doch wir dürfen von Andreas Dresen sicher noch mehr über die STADT und das DRAUSSEN erwarten. Das Cover zeigt die Ambivalenz der STADT sehr treffend, die Farbgebung des Cover ist gefällig, dezent und nicht so plakativ, wie es einige Verlage oftmals lieben. Fazit: Ein bescheidenes Schmuckstück, das erst auf dem zweiten Blick verrät, wie wertvoll es eigentlich ist. Als Einstieg in das Genre sehr empfehlenswert, denn nicht jeder Leser hat die Ausdauer für lange Serien.
Wow
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