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ZUSAMMENFASSUNG
Es ist ein klirrend kalter Januar. In den Sälen des Geologischen Museums trinken sich die Größen der Modewelt warm für die Copenhagen Fashion Week, als draußen im Schnee der Designer Bartholdy zusammenbricht. Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln in dem Fall. Und der ist besonders brisant, denn Jeppes bester Freund ist seit dem grausamen Mord an Bartholdy unauffindbar.
BIOGRAFIE
>Krokodilwächter< hat sie in der Welt des skandinavischen Thrillers debütiert - mit großem Erfolg, auch international. Nach >Blutmond< ist >Glasflügel< der dritte Fall für Kørner und Werner. Katrine Engberg lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
26.02.2020
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783257245318
Sprache
German
Seiten
496
Schlagworte
Dänemark, Homosexualität, Thriller, Kopenhagen, Skandinavien, Modebranche, Kørner und Werner
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REZENSIONEN
Bewertet von sinnesgleich, maskedbookblogger und 3 andere
sinnesgleich
everywherebooksandtea
tamararothfuss
awogfli
buchstabenfestival
sinnesgleich
In Kopenhagen wird ein Mann tot in einem örtlichen Park aufgefunden. Der anfänglich vermutete Tod durch erfrieren eines vermeintlich obdachlosen Mannes in einer kalten Januarnacht, entpuppt sich schnell als Mord an einem der bekanntesten Modedesigner des Landes. Die Ermitteln Kørner und Werner machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Auch der zweite Band der Kopenhagen-Reihe von Katrine Engberg war wieder bis zur letzten Seite absolut spannend, mitreißend und fesselte einen geradezu an die Seiten. Mir gefällt an den Thrillern der Autorin besonders gut, dass man auch immer recht viel aus dem Privatleben der Ermittler erfährt. Positiv ist mir auch aufgefallen, dass bereits aus dem ersten Band bekannte Gesichter erneut ihren Platz in der Geschichte gefunden haben. Die Handlung war durchweg durchdacht und die Auflösung samt Motiv absolut schlüssig. Das Cover ist dem Diogenes Verlag, wie eigentlich immer, fantastisch gelungen und im typisch schlichten Stil gehalten! Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine sehr gut durchdachte Handlung und eine Menge Nervenkitzel hat.
Wow
maskedbookblogger
Der Thriller „Blutmond“ entführt uns in die dänische Hauptstadt Kopenhagen. Während sich im geologischen Museum die Stars der internationalen Modewelt für die kommende Copenhagen Fashion Week warm feiern, bricht ein bekannter Modedesigner vor dem Museum zusammen. Er ist tot. Wie konnte Alpha Bartholdy sterben und wer ist der Täter? Der Protagonist & Ermittler Jeppe Kørner und Anette Werner nehmen die Ermittlungen zum Fall auf. Aber was hat es mit Johannes, Jeppes besten Freund auf sich, der nach dem Mord von Alpha spurlos verschwunden ist? Ist Johannes der Täter? Bei „Blutmond“ handelt es sich um einen zweiten Krimi aus der Kørner & Werner Reihe und man braucht kein Vorwissen aus dem ersten Band „Krokodilwächter“. Ich konnte gut in die Geschichte einsteigen und schnell merkt man, dass es zahlreiche potentielle Mörder gibt, die für den Tod von Alpha Bartholdy verantwortlich sind. Dies macht die Handlung hinsichtlich der Ermittlungen interessant. Jeppe und Anette sind sehr sympathische Charaktere, die mich von Beginn an überzeugen konnten. Diese wurden vielschichtig entworfen, wodurch man einen detaillierten Einblick in das Leben von verschiedenen Charaktere erhalten hat. Insbesondere Anettes gesundheitliche Probleme verliehen Anette viel Authentizität. Persönlich finde ich, dass der Autorin Engberg ein sehr komplexer Thriller gelingt. Dennoch ist zu hinterfragen, inwiefern „Blutmond“ einem Thriller ähnelt. Hierzu fiel mir auf, dass das Buch zu wenig „Thrill“ beinhaltete und an manchen Stellen, trotz guten Wendungen im Handlungsstrang, zu zäh war. Der Begriff des „Kriminalromans“ würde meiner Ansicht nach, „Blutmond“ besser kategorisieren. So kann man auch sagen, dass das Buch eine geringe bis keine Anzahl an großen Gewaltszenen und Bluttaten aufweist. „Blutmond“ ist ein sehr sympathisch erzählendes Buch mit einer schönen skandinavischen Atmosphäre und sehr gut ausgearbeiteten Charakteren. „Glasflügel“, den dritten Teil der Kørner & Werner Reihe werde ich auf jeden Fall lesen.
Wow
full_bookshelves
Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist schlicht und springt durch den blutroten Mond doch direkt ins Auge. Meinung: Dies ist der zweite Fall des Ermittlerduos bestehend aus Jeppe Kørner und Anette Werner. Den ersten Band der Reihe muss man aber nicht unbedingt gelesen haben, um sich auszukennen. Die beiden Ermittler wurden gut beschrieben und ich konnte mit beiden eine Verbindung aufbauen. Jeppe war mir wesentlich sympathischer, Anette war oft sehr ruppig und unfreundlich. Gegen Ende hatte ich aber beide ins Herz geschlossen und freue mich schon auf weitere Fälle mit ihnen.  Das Buch beginnt mit dem Mord an Modezar Alpha Bartholdy. Er wird vergiftet aufgefunden und kurz darauf stirbt Sängerin Christel Toft unter den selben Umständen. Beide wurden mit Abflussreiniger vergiftet. Anfangs finden die Ermittler keinen Zusammenhang und stochern länger im Dunkeln. Einer der Verdächtigen ist Johannes Ledmark, er ist ein Freund von Jeppe Kørner, was die Sache doch etwas komplizierter macht. Ich hatte leider vor allem anfangs so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte. Der Prolog hat mich direkt gepackt. Doch dann hat die Spannung für mich zunächst nachgelassen. Zum Einen haben mich die wirklich vielen Namen und Orte verwirrt, vor allem weil es für mich doch eher unbekannte, außergewöhnliche Namen waren. Zum Anderen fand ich vieles sehr langatmig beschrieben. Die erste Hälfte war fast schon eine kleine Quälerei. Aber die zweite ging dann auf einmal viel besser weiter. Details wurden nicht mehr zu ausführlich beschrieben, die Spuren der Ermittler waren etwas verständlicher und die Ermittler selber wurden sympathischer. Die Handlung nahm Fahrt auf und war auf jeden Fall spannend und gut durchdacht. Dieses Buch ist ein Thriller, der auch ohne viel Blut auskommt. Fazit: Ein sehr toller Thriller mit ein paar Anfangsschwierigkeiten. Im Endeffekt hat mir das Buch gut gefallen und ich freue mich auf weitere Teile mit den Ermittlern Jeppe Kørner und Anette Werner.
Wow
Diesen dänischen Krimi von Katrine Engberg im Hochsommer bei dreißig Grad Hitze zu lesen, kann ich wärmstens – ähm kältestens – empfehlen, denn schon auf Seite eins begann ich bei den grandiosen Beschreibungen des klirrend kalten Kopenhagens zu frösteln und auf Seite fünf fror ich bereits ordentlich, ob der treffenden, genauen und plastischen Schilderung des Wetters, des Ambientes, der Stadt und der Straßenbedingungen. Wenn Ihr das Buch im Winter lesen wollt, legt Euch bitte mindestens das Strickjackerl und die warmen Socken parat – besser wären noch Daunenjacke und Moon-Boots – Ihr werdet sie brauchen. Eigentlich ist es sehr ungerecht, in einer Krimiserie bei Band zwei einzusteigen und sich dann eventuell über die mangelnde Figurenentwicklung beklagen zu müssen, aber ich kann erfreulicherweise berichten, dass mir keine Information abgegangen ist und die Tiefe der Figuren nicht nur ausreichend, sondern grandios konzipiert ist. Klar kommen auch Protagonisten aus dem ersten Band vor, aber ihre Vorgeschichte ist entweder nicht so relevant für diesen Plot oder sie wird eben hinreichend thematisiert. Im Setting der skandinavischen Düsternis ist die Kriminalpolizei Kopenhagen mit Morden durch Abflussreiniger in der SchickiMicki-Gesellschaft konfrontiert. Diese Taten werden schon sehr grausam geschildert, aber nicht ganz so detailliert brutal wie bei Jo Nesbø, bei dem mich regelmäßig das Würgen beim Lesen heimsucht. Den Modezar Alpha Bartholdy hat es also erwischt, die Mordwaffe ist ein Cocktail gemischt mit Abflussreiniger und am nächsten Tag stirbt auch noch eine weitere Promi-Dame während einer anderen Party auf dieselbe Weise. Das Kripo Team rund um Jeppe Kørner und Anette Werner führt die Ermittlungen, wobei der Protagonist Jeppe sich bald in den Hintergrund zurückziehen muss, ist doch sein bester Freund und Schauspieler Johannes Hauptverdächtiger und Gegenstand der Ermittlungen. Doch Jeppe kann das einfach nicht akzeptieren und versucht, eigenen Spuren nachzugehen. Die Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet mit all ihren Traumata, Beziehungsproblemen, Ressentiments, schlechter Kondition und pathologischen Blutfett- und Insulinwerten. Die tiefe Figurenentwicklung ist ja meiner Meinung nach eine der typischen Stärken von weiblichen Kriminalautorinnen, die Schwächen sind – auch meiner Meinung nach – immer diese romantischen Szenen der Protagonisten und deren schwülstige Begierden. Bis Seite 215 kam erfreulicherweise für mich nichts davon vor, aber dann – die typische weibliche Krimileserin wird es freuen – gab es schlussendlich doch die so unvermeidliche romantische Verwicklung. Sie war aber nicht so breit ausgewalzt, dass sie mich sehr störte, sondern dezent in den Plot eingewoben. Sprachlich war das Ambiente und die Szenerie für mich sehr bildhaft, klug und großartig konzipiert, des Öfteren blitzte sogar einiges an Witz zwischen den Zeilen und den tragischen Ereignissen hervor. "Manchmal war ein Gespräch mit Anette Werner wie ein Furz im Käseladen, die Worte verhallten unbemerkt. Neben ihr posierten zwei junge Mädchen trotz der Eiseskälte in kurzen Röcken vor ihren iPhones, überprüften das Resultat und begannen noch einmal von vorn, mit Kussmund und in die Seiten gestemmten Händen. Vermutlich hatten sie einen Filter, mit dem sie ihre blaugefrorenen Knie kaschierten, bevor die Fotos auf ihrem Blog landeten. An manchen Tagen war die Menschheit ein Verein, in dem man nur ungern Mitglied war." Abgesehen von Polizeiassistent Jeppes Freund Johannes legt die Autorin im rasanten Plot auch eine Menge an Fährten und Spuren aus, die der Leser*in ein lustiges Mörderraten gewährleisten. Diesmal lag ich sogar fast richtig und nur knapp – ein ganz kleines bisschen – daneben, was mich auch auf mein investigatives Talent stolz sein ließ, aber die Handlung trotzdem nicht so durchschaubar machte, weil eben am Ende doch noch ein kleiner Twist als Überraschung dargeboten wird. Die Motivlage ist übrigens plausibel und nicht an den Haaren herbeigezogen, also alles paletti. Fazit: Ein guter, solider skandinavischer Krimi in gewohnter Qualität mit Gruselfaktor, aber nicht nur vordergründig ob der grausamen Morde, sondern vor allem wegen des gut beschriebenen Settings des vereisten Kopenhagens. Ich kann ihn empfehlen.
2 Wows
buchstabenfestival
Blutmond ist der zweite Fall von Jeppe und Anette und Katrine Engberg hat mich wieder gefangen genommen. Der Schreibstil der Autorin ist so gut, dass man durch die Seiten gleitet und das Buch einfach nicht so schnell aus der Hand legen kann. Ihre Charaktere haben ein paar Dellen durch das Leben und den ersten Fall bekommen, dürfen sich aber weiterentwickeln. Es ist noch immer keine „Liebe“ zwischen den beiden Ermittlern und doch wissen sie sich zu schätzen. Der Fall ist eine Zerreißprobe für Jeppe, der aufgrund einer privaten Verbindung in diesem Fall befangen ist. Mir hat der Fall gut gefallen. Mittendrin in der bunten Scheinwelt der Kopenhagener Modewelt. Die vielen Masken, die fallen, wenn das Licht aus und der Trubel abgezogen sind. Ängste, Neid, Eifersucht und Wut werden immer sichtbarer und immer mehr bröckelt die Fassade. Immer mehr Details kommen ans Licht - Sex, Drogen, gescheiterte Geschäfte, Betrug und Verzweiflung. Fast schon zu viel für die Ermittler, die sich auch noch um ihre privaten Sorgen kümmern müssen. Das Ende überrascht, nicht so sehr die privaten Entwicklungen der Ermittler, sondern eher das Ende von dem Fall und irgendwie schreit dieses Ende nach einer Fortsetzung. Ich bin gespannt.
Wow
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