mojoreads
Community
Cainstorm Island – Der Gejagte
Marie Golien

Cainstorm Island – Der Gejagte

Jugendbücher
Ist Teil der Reihe
Cainstorm Island-Reihe
!
4.5/5
2 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
!
KOMMENTARE
ZUSAMMENFASSUNG

»Meine Zuschauer lieben die Gefahr. Zumindest, wenn ich sie erlebe und sie durch meine Augen dabei zuschauen dürfen.«

Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.

BIOGRAFIE

Marie Golien, 1987 in Wiesbaden geboren, wollte schon immer ihre eigenen Geschichten erzählen, nachdem sie ihre Kindheit in den fantastischen Welten von Hergé und Winsor McCay verbracht hat. Nach dem Abitur studierte sie Design mit dem Schwerpunkt auf interaktiven Medien, entwickelte Spiele-Apps und begann parallel dazu zu schreiben. »Cainstorm Island - Der Gejagte« ist nach einigen kürzeren Veröffentlichungen ihr erster Roman.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
28.02.2019
Ausgabe
eBook
ISBN
9783423435420
Sprache
German
Seiten
336
Schlagworte
Action, Dystopie für Jugendliche, Near Future, Social Media, Voyeurismus, Slums, Straßengangs, Überwachung, für Jungen ab 13 Jahre, Thriller, Abenteuer, Livestream, Jugendthriller, Überwachungsstaat, Near-Future-Serie
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Regina, laura1996 und 3 andere
book_seduction
laura1996
eulenmatzliest
mandysbücherecke
ladysunny
Cover: Gelb ist eigentlich sonst gar nicht so meine Farbe, aber zu dieser Geschichte passt das Cover einfach perfekt. Es ist abstrakt (was ich sehr mag) und verrät nicht zu viel, aber doch schon ein paar wichtige Details. Die Schlange steht für die Gang „Las Culebras“ und das Auge für die Firma „Eyevision“, welche ihren Sitz auf dem wohlhabenden Land „Asaria“ hat. Inhalt: Der Protagonist Emilio lebt auf dem armen, überbevölkerten Land Cainstorm Island in der Stadt Milescaleras. Weil seine Familie unter Geldnot leidet, lässt er sich auf eine Deal mit einem Agenten von Eyvision ein und lässt sich einen Chip ins Hirn implantieren, durch den es ihm möglich ist direkt durch seine Augen live zu filmen, diese Aufnahme wird dann live auf seinem Account „EC00“ ausgestrahlt und die Zuschauer können sein Handeln direkt kommentieren. Das Buch beginnt Mitten im Geschehen, bereits auf den ersten Seiten begeht Emilio aus Notwehr ein Mord an einem der Obersten Gangmitglieder, während Tausende ihm dabei durch seine Augen zusehen. Ab diesem Zeitpunkt ist er das Spielzeug der Eyevisioncompany, die ihn für deren Quote missbrauchen. Voyeuristisch veranlagt sind Menschen in dieser fremden Welt mindestens genauso sehr wie heute und „erfreuen“ sich über das Leid anderer, solange sie aus sicherer Entfernung dabei zusehen können. Ich muss gestehen, dass ich mich durch das erste Drittel ca. etwas „kämpfen“ musste.. Aus irgendeinem Grund hat es mich nicht so wirklich gepackt, auch wenn es schon zu Beginn rasant los ging. Daher kann ich auch nicht wirklich definieren, woran das gelegen haben könnte, aber nach dem ersten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr weg legen. Ich war gebannt und total an die Story gefesselt. Das Buch an sich ist sehr gesellschaftskritisch und bringt leider auch viele Aspekte der heutigen Gesellschaft in sich. Die vielen parallelen zur heutigen Gesellschaft lassen einen mit einem unangenehmen Beigeschmack zurück. Es fällt mir wirklich schwer dieses Buch zu bewerten, vom Gefühl schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen, also würde ich 3,5 Sterne geben (wenn das ginge), aber da es mich am Ende doch noch geschafft hat so zu packen, entscheide ich mich für das bessere und vergebe 4 Sterne. Ich bin definitiv gespannt auf die Fortsetzung.
1 Wow
Der siebzehnjährige Emilio lebt auf Cainstorm Island. Einer überbevölkerten, von Armut geprägten Insel, in der Hand von Gangs. Auf der anderen Seite des Meeres befindet sich das Festland: Asaria ist das genaue Gegenteil. Reich, technologisch ganz weit vorn und in der Hand des Unternehmens Eyevision. Der Name ist Programm, wer bei Eyevision mitmacht, bekommt einen Chip in den Kopf implantiert und sendet jeden Tag eine halbe Stunde lang, die Welt durch seine Augen. Emilio trägt so einen Chip, seine waghalsigen Kletteraktionen kommen beim asarianischen Publikum an, bis er in Notwehr ein Gangmitglied tötet. Von da an ist er nicht nur vor der Gang auf der Flucht, denn Eyevision hat keine Skrupel alles für Zuschauerzahlen zu tun. Wir begleiten den Protagonisten auf einer (oftmals fast blinden) Jagd durch Cainstorm, auf der er einige neue Freunde kennenlernt, sich aber mindestens doppelt so viele Feinde macht und definitiv tausende von Fans gewinnt. Auch wenn die Handlung in einer fiktiven Welt spielt, lassen sich die im Roman beschriebenen technischen Möglichkeiten problemlos in unsere Welt übertragen und regen dadurch gründlich zum Nachdenken an.
Wow
MEINUNG: Cainstorm Island – Der Gejagte beginnt gleich sehr rasant mit der Tötung des Gangmitgliedes aus Notwehr durch Emilio. Wie das Ganze mit dem Chip, den Videos und Eyevision funktioniert, musste ich erstmal ein wenig für mich sortieren. Der Chip ist direkt in Emilios Kopf implantiert und ermöglicht ihm direkt über den Sehnerv Videos zu übertragen, quasi eine moderne Version des heutigen Youtubers. Eyevision ist die Firma dahinter. Emilio muss schnell lernen, dass Eyevision kein Erbarmen kennt und auch vor Gewalt und Mord nicht zurückschreckt, nur damit die Zuschauerzahlen hoch sind. Hier wird Geschäftsmodell daraus, dass auf Emilio ein Kopfgeld ausgesetzt wird und er zum Gejagten wird. Recht schnell lernen wir auch die Welt kennen, die sich in Cainstorm Island und Asaria teilt. Das sind für mich klassischen dystopischen Elemente. Cainstorm Island ist Emilios Heimat und von Armut geprägt. Ich habe mir auf Grund der spanisch klingen Bezeichnungen der Wohnviertel beim Lesen südamerikanische Favelas vorgestellt. Über Asaria erfährt man nur, dass im Gegensatz zu Cainstorm reich und perfekt ist. Zwischen den beiden Gebieten liegen Welten. Trotz des sehr rasanten Erzähltempos und der Kürze des Buches werden hier nicht Emilios familiärer Hintergrund und seine Beweggründe außer Acht gelassen, warum er sich für Implantierung des Chips entschieden hat. Diese Tatsache versorgt seine Familie, kann die horrenden Schulden tilgen und die Ausgaben für die Erkrankung seines kleinen Bruders denken. Cainstorm ist eine Welt, die Emilio keine Wahl lässt zu solchen Maßnahmen zu greifen. Emilio macht sich durch seine Tat sehr viele Feinde, auch andere Videostars, die perfiderweise neidisch sind auf seine sehr hohen Klickzahlen, die er als Gejagter erreicht. Für Emilio ist allerdings nur wichtig, dass seine Familie nicht gefährdet wird. Auf der anderen Seite hat Emilio auch Freunde, die zu ihm halten, auch wenn sie sich damit selbst in Gefahr bringen. Am Rand gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, die hier gut mit reinpasst, ohne im Fokus zu stehen. Die Handlung entwickelt eine große Sogwirkung und ließ mich das Buch kaum bei Seite legen. Nur am Ende fängt es ein wenig an zu schwächeln. Als man dachte, es ist doch jetzt alles gelöst, tat sich immer noch eine neue Jagd bzw. ein neuer Konflikt auf. Das Ende dagegen entspricht einem klassischen Cliffhanger und lässt auf Band 2 hoffen. FAZIT: Cainstorm Island – Der Gejagte besticht durch eine äußerst rasanten und vor allem bildhaften Erzählweise gepaart mit viel Action, spannenden Wendungen und einer Fülle futurisch-dystopisch inspirierten Ideen. Das Ende lässt einen nervös auf Band 2 warten, der im Herbst 2019 erscheinen wird unter Cainstorm Island – Der Gefangene. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
1 Wow
mandysbücherecke
Inhalt Emilios Eltern haben Schulden. Denn sie leben in Cainstorm Island und dort herrscht Armut, Gewalt und Überbevölkerung. Um ihnen zu helfen, beschließt Emilio für Asaria zu arbeiten. Dort leben die Menschen in Reichtum und Wohlstand, denn seine Welt ist zweigeteilt. Dafür muss er sich einen Chip in den Kopf implantieren lassen und sendet einmal ein Tag ein Video, das alles aufzeichnet, was Emilio sieht. Doch eines Tages geht alles fürchterlich schief. Er tötet ein Gangmitglied und ab da steht er auf der Abschussliste dieser Gang und wir von jetzt auf gleich gejagt. Aber auch Eyevision, die Firma für die er arbeitet, hat seine Pläne mit Emilio. Meine Meinung Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass es mich so umhauen würde. Für mich war dieses Buch ein Highlight. Es geht direkt spannend los und man begleitet Emilio dabei, wie er für Eyevision arbeitet und sein Video aufzeichnet. Dabei riskiert er viel, klettert auf Häuser und fährt auf dem Dach von Zügen mit. Er möchte seinen Zuschauern eine Show bieten. Doch als er zufällig und aus Notwehr ein Gangmitglied tötet, ist er live auf Sendung und wird ab da gejagt. Und so geht es rasant weiter. Als Leser rast man zusammen mit Emilio durch die Seiten, da er um sein Leben kämpft. Denn auch Eyevision hat ihre Pläne für ihn und es wird immer gefährlicher. Erst nach und nach versteht Emilio was es für ihn wirklich heißt, dass er einen Chip implantiert hat. Doch ganz nebenbei erfährt man als Leser auch, wie seine Welt aussieht. Man erlebt sowohl Cainstorm Island, wie auch Asaria, auch wenn hier Cainstorm Island dominiert, weil es Emilios Heimat ist. Die Unterschiede zwischen Cainstorm Island und Asaria werden eindrucksvoll geschildert und auch sonst fand ich den Weltenentwurf gelungen. Es gibt interessante Technologien und das ganze Buch hat dystopische Züge, gepaart mit einem Mafiahintergrund und einem spannenden Thriller. Der Plot war zu keiner Zeit vorhersehbar. Emilio als Protagonisten mochte ich sehr, weil er für seine Familie alles tun würde, mutig ist und auch wirklich was drauf hat. Er kann Stunts ohne Ende und findet fast immer eine Lösung. Die anderen Figuren blieben hier eher etwas im Hintergrund, aber das fand ich nicht schlimm, sondern sehr passend. Der Schreibstil gefiel mir ebenfalls sehr, denn alles wird atmosphärisch geschildert und ich hatte beim Lesen richtige Gänsehaut. Die Autorin hat es geschafft mit wenigen Worten eine gefährliche Atmosphäre und große Gefühle hervorzurufen. Ich hatte regelrecht Angst um Emilio, was durch die gewählte Ich-Perspektive nur unterstützt wurde. Denn alles wird aus Emilios Sicht geschildert. Das Ende ist dann ebenfalls sehr actionreich, es gibt einen spannenden Showdown und einen ziemlich fiesen Cliffhanger, der mich sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lässt. Dieses Buch ist ein echter Pageturner und das von der ersten bis zur letzten Seite. Ich konnte kaum Luft holen, da war es auch schon wieder zu Ende. Fazit Ich kann dieses Buch jedem Fan von dystopischen Thrillern empfehlen. Es war spannend und ein echter Pageturner. Das Buch ist zu keiner Zeit vorhersehbar und Emilio als Protagonist war nach meinem Geschmack. Als Leser kommt man kaum zum Luftholen, so actionreich und gefährlich ist das Buch. Schade nur, dass es am Ende einen fiesen Cliffhanger gibt und ich am liebsten direkt weiterlesen würde.
Wow
Diesen Debütroman habe ich mit viel Spaß gelesen, denn er ist von der ersten Seite an unglaublich spannend. Die Thematik ist interessant und spannend und hochaktuell, weil sie an vielen Stellen die Verrohung der medial geprägten Gesellschaft widerspiegelt. Menschen sehen dem jungen Emilio zu, wie er um sein Leben kämpft - und freuen sich auf jede einzelne Minute seines rasanten, gefährlichen und traurigen Weges durch Cainstorm - ein Staat, dessen Bevölkerung verarmt ist. Daneben gibt es ein Land, das weit fortschrittlicher und viel wohlhabender ist und von dort verfolgen sie die Streams aus Cainstorm. Ich mochte Emilio von Anfang an und habe begeistert jede Seite gelesen. Leider haben mir im Verlauf der Geschichte die tiefen Emotionen gefehlt, die einfach nicht richtig gezeigt / ausgeschöpft worden sind. Emilio hat ständig Angst um seine Familie, aber diese Angst bzw. die starke Verbundenheit zwischen den Charakteren wurde wenig gezeigt. Auch die Liebesgeschichte war für mich stellenweise wenig bis gar nicht nachzuempfinden. Nichtsdestotrotz hat das Buch mich sehr gut unterhalten und ich freue mich sehr auf einen zweiten Teil. 4 von 5 Sternen.
1 Wow

KOMMENTARE

!
Noch keine öffentlichen Anmerkungen.
Deine öffentlichen Anmerkungen erscheinen hier gemeinsam mit der korrespondierenden Textstelle. Private Anmerkungen bleiben natürlich privat.
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook