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Damals war es Friedrich
Hans Peter Richter

Damals war es Friedrich

Ist Teil der Reihe
dtv- Junior,
dtv- pocket
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3.5/5
13 Bewertungen
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in die selbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und liebevollen Eltern erzogen. Selbstverständlich werden sie gute Freunde und jeder ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist Jude und allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über ihn. Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein unfassbares Dunkel.
BIOGRAFIE
>Damals war es Friedrich< (dtv pocket 7800), der mit einer Auflage von mittlerweile über einer Million zu den bekanntesten und weitest verbreiteten Büchern zum Thema »Judenverfolgung im Dritten Reich« gehört. Millionen von Schülern haben sich durch dieses Buch mit Nationalsozialismus und Judenverfolgung auseinander gesetzt. >Damals war es Friedrich< wurde mit dem Mildred-Batchelder-Award der American Library Association für das beste in Amerika veröffentlichte Jugendbuch eines nicht amerikanischen Autors ausgezeichnet, dem Sebaldus-Jugendbuchpreis und dem Woodward-School-Book-Award. Das Buch stand außerdem in der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis und wurde in viele Sprachen übersetzt. Der Autor starb im November 1993 in Mainz am Rhein.
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REZENSIONEN
Bewertet von biscoteria und Sabrina K
biscoteria
sabrinak
Wenn es Bücher gibt, welche zeitlos sind und jungen Menschen die Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland näherbringen soll, so ist dies eines der bekanntesten neben Anne Franks Tagebuch. Wir erfahren aus der Sicht eines Ich-Erzählers, der für uns ohne Namen bleibt, die Geschichte zweier Jungen in Deutschland mit Start 1925. Der uns unbenannte Erzähler ist hierbei ein deutscher Sohn es arbeitslosen Vaters und der andere ist der kleine Friedrich Schneider. Er ist Sohn einer jüdischen Familie welche keine Geldsorgen haben, da diese sehr wohlhabend sind. Mit dem aus dem Jahre 1979 erschienen Buch, erfährt man in vielen Kapiteln, die wie eine Zeitleiste sind, wie der Judenhass selbst beste Freunde vor schwere Entscheidungen stellt. Es beginnt für die Juden mit kleinen Schikanen, wie das Wechseln der Schule, sie nicht mehr auf jeder Bank sitzen durften, Öffentlichkeiten wie Kino und Schwimmbäder für sie Verboten wurde. Wo zuerst die Kinder versuchen noch zusammen zu halten, wird dies im Alltag und mit den Älter werden immer schwerer. Wenn der Vater des Ich-Erzählers gezwungen ist in eine Partei zu gehen, welche gegen Juden ist, um Geld zu verdienen und ziemlich zeitgleich der Beamtenvater von Friedrich seinen Job verliert. Die Jungs haben immer mehr Schwierigkeiten den Alltag zu verbringen, gerade mit dem Blick der Leute auf Friedrich. So erleben wir wie Friedrich erst seine Mutter und später auch den Vater verlieren soll. Wo du Mutter noch einer Giftspritze den schnellen und überraschenden, aber recht schonenden Tod erlebt, erfährt Friedrich das sein Vater verraten wurde und ins KZ gekommen ist. So steht das Kind alleine auf der Straße und weiß nicht wohin. Sein ehemals bester Freund ist es nicht mehr, darf es nicht mehr. An dem Tag wo dann die Bomben kamen, die Menschen ihm helfen hätten können, entscheiden sie sich jedoch ihn außerhalb des Bunkers sterben zu lassen. Für uns damals, in der sechsten Klasse, war das Buch meines Erachtens nicht passend gewesen. Die Thematik ist alles andere als einfach und sehr schwerwiegend. Wir reden von Rassismus, Mord, davon Menschen auf den Wert eines Gegenstandes herunter zu schrauben. Für meine Klasse war das Buch damals fehl am Platz, weil der Lehrer den Zugang zur Thematik hölzern und nach dem klassischen Prinzip Lehrer- Schüler vermittelte. So blieb uns Kinder keine richtige Haltemöglichkeit. Man kann ja nicht glauben was passiert ist, das Ende so schrecklich mitzuerleben. Wenn würde ich dieses Buch nach wie vor Kindern empfehlen. Aber nicht in der Schule. Sondern privat mit den Eltern. Die es besser vermitteln, mit den Kindern über die Gefühle reden können. Das Verständnis besser fördern. Aber ich hoffe immer, dass dieses Buch noch weitere 30 Jahre in den Zimmern der Menschen leben wird, denn die Geschichte ist für mich zeitlos und zeigt wieviel in einem Land schief gehen kann.
Wow
Friedrich wächst als jüdisches Kind in Hitlerdeutschland auf und muss im Verlauf des Krieges und der Zunahme Hitlers Wahnsinn sich immer mehr Anfeindungen und Benachteiligungen stellen. Dies geht soweit, dass er seine Schule nicht mehr besuchen darf, seine Familie aus der Wohnung geworfen wird und er öffentlich bloß gestellt wird. Als das Kriegsgeschehen kippt und Deutschland mehr und mehr zum Verlierer wird und eben auch angreifbar, steigt Friedrichs Verstoß in Perversion und kostet ihn das Leben. Ein wichtiges Buch um die Geschehnisse einer sehr prägenden Zeit für Deutschland festzuhalten, die niemals vergessen werden darf. Ich mag die Art wie der Autor die Geschichte durch die Augen eines Kindes beziehungsweise Jugendlichen betrachtet und somit die Prägung einer ganzen Generation festhält, die noch bis heute nachwirkt. Das Buch wird zurecht so oft im Schulunterricht gelesen, da wohl die wenigsten ein solches Buch in ihrer Freizeit lesen würden. Zumal hier gerade bei jüngeren Lesern eine Aufarbeitung und Kontextualisierung nötig ist.
2 Wows
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