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Julia Freidank

Das Brauhaus an der Isar

Ist Teil der Reihe
Die Brauhaus-Saga
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ZUSAMMENFASSUNG
Ein aufstrebendes Münchner Brauhaus. Eine Zeit voller Intrigen. Eine junge Frau, die sich beweisen will - die große mitreißende Familiensaga von Julia Freidank Bayern 1897. Antonia Pacher verlässt den verarmten Hof ihrer Familie, um in München Geld zu verdienen - und entdeckt die schillernde Welt der Schwabinger Boheme. Als die junge Frau schließlich Arbeit in einer Brauerei erhält, muss sie von Anfang an um ihren Platz im Unternehmen kämpfen. Denn unter den Angestellten - Schankmädchen, Brauburschen und Brauknechten - findet Antonia nicht nur Freunde, sondern auch Gegner, die ihr bei jeder Gelegenheit Steine in den Weg legen. Dass es zwischen ihr und dem Erben der Brauerei, dem unberechenbaren Melchior Bruckner, gewaltig knistert, macht das Ganze nicht eben leichter. Melchiors ehrgeizige Mutter Franziska kämpft ebenfalls. Sie will endlich den großen Erfolg und auf dem Oktoberfest ausschenken. Doch auch sie hat Feinde, konkurrierende Bierbrauer, die bereits eine vernichtende Intrige in Gang gesetzt haben ...
BIOGRAFIE
Julia Freidank ist das Pseudonym einer vielfach veröffentlichten Autorin von Romanen und Sachbüchern. Als gebürtige Münchnerin hat sie die aufregende Geschichte ihrer Heimatstadt immer schon sehr fasziniert. Da München ohne das Brauereiwesen nicht zu denken ist, lag es nahe, irgendwann einmal über ein Münchner Brauhaus zu schreiben. Das Ergebnis ist die mehrbändige große Familiensaga «Das Brauhaus an der Isar».

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
23.07.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783499276736
Sprache
German
Seiten
445
Schlagworte
Löwenhof, Familienroman, Oktoberfest, Tuchvilla, Bayern, Bier, Liebe, München, Erster Weltkrieg, Brauerei, Kaiserzeit, Schicksal, München Roman, Familensaga
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REZENSIONEN
Bewertet von Elizas Bücherpara..., Elisabeth und andere
elizas_buecherparadies
elis_bookworld
bienchen
Elizas Bücherparadies
Mit einer großen Portion Vorfreude auf den Roman über die Brauhausdynastie Bruckner, habe ich die Geschichte gelesen und bin sehr begeistert über die schöne, vielfältige und herausfordernde Geschichte der Autorin. Das Brauhaus an der Isar - Spiel des Schicksals ist ein wundervoller Auftakt in das Leben und den Alltag der Menschen in Bayern gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Als Freund des flüssigen Brotes habe ich viele Facetten rund um den Braualltag der damaligen Zeit kennengelernt. Das Cover ist sehr bunt gehalten. Im Vordergrund sieht man die Rückansicht einer jungen Frau in einer typisch bayerischen Tracht mit einer schicken Hochsteckfrisur. Im Hintergrund schaut der Leser auf den mondänen Marienplatz in München. Der Klappentext beschreibt den wesentlichen Hintergrund der Handlung, ohne dabei die Haupthandlungsstränge vorwegzunehmen. Auf der Innenseite der Buchklappe ist ein Stadtplan von München zur damaligen Zeit abgebildet. Des Weiteren sind am Anfang des Buches ein Personenverzeichnis, sowie am Ende des Romans ein kleines Glossar für Nichtbayern aufgeführt. Eine Anleitung für die eigene „Bierherstellung“, runden den Roman süffisant ab. Diese Ideen der Autorin haben mir sehr gut gefallen und machen die ohnehin schöne Story noch interessanter. Die Geschichte erzählt von einer jungen Frau, Antonia Pacher, welche aus dem kleinen Bayerischen Ort Flechting aufbricht, um in der Großstadt München ihr berufliches Glück zu finden. Die Geschichte beginnt am Ende des 19. Jahrhunderts, welche eine zeitliche Einordnung für die Leser gut ermöglicht. Durch die detailreiche und abwechslungsreiche Beschreibung der damaligen Bräuche und Sitten wird der Leser hervorragend mit dem Zeitgeschehen vertraut. Die Hauptdarstellerin zeichnet sich durch ein, für damalige Verhältnisse, ungewöhnliches Persönlichkeitsprofil aus. Uninteressiert an Sitte und Selbstverständlichkeit in einer „männerdominierenden Gesellschaft“ arbeitet und fügt sie sich mit Fleiß und Geschick in das Brauhaus Bruckner ein. Am Anfang als einfaches „Zimmermädchen“ angestellt, wird sie im Laufe der Geschichte immer mehr Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Auch persönliche Rückschläge bewältigt sie dabei mit Bravour und wird nach und nach zu einer geschäftsbereichernden Persönlichkeit. Sehr ausgeprägt sind die vielfältigen Nebenfiguren der Story. Franziska Bruckner, die Geschäftsführerin der Brauerei Bruckner, Melchior Bruckner ihr Sohn und Erbfolge, Alois Hopf (Inhaber der Hopf Brauerei) der vor nichts zurückschreckende Konkurrent der Brauerei, sowie Quirin ein platonischer Freund, welcher erst zu spät sein wahres Gesicht zum Vorschein kommen lässt. Mir persönlich hat die facettenreiche Persönlichkeit des Melchior Bruckner am besten gefallen. Anfänglich als arroganter und erhabener Erbe der Brauerei auftretend, zeigt er im Verlauf der Geschichte immer mehr sein Interesse an Wissenschaft und dem Fortbestand der Brauerei. Sehr unterhaltsam ist das Zusammentreffen von Antonia, Melchior und seinem Studienfreund Albert Einstein. Der junge Einstein, welcher selbstverständlich allerhand physikalisches Interesse aufweist, beweist dass auch er den menschlichen Genüssen nicht abgeneigt ist. Der gemeinsame Besuch auf dem Münchener Oktoberfest war einer der viele Höhepunkte des Romans für mich. Der Aufbau der Geschichte ist chronologisch und es sind keine großen Zeitsprünge erkennbar. Die Handlung ist sehr detailiert beschrieben und lässt keine offenen Fragen für den Leser entstehen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, detailreich, bildhaft und sprachverliebt. Dabei schafft die Autorin es immer wieder den markanten bayerischen Dialekt in die Geschichte einzubinden. Verschachtelte oder komplizierte Sätze waren nicht zu erkennen. Als Zielgruppe des Romans kommen sowohl Anhänger historischer Romane als auch Fans von Bayern und Brauereikultur in Frage. Er ist wegen seiner starken weiblichen Persönlichkeiten zwar tendenziell für Frauen geeignet, aber auch Männer kommen aufgrund der detailreichen Geschichte rund um das Bier in München auf Ihre Kosten. Als Fazit der Geschichte bleibt für mich festzuhalten, Julia Freidank ist ein wahrhaft wundervoller Auftakt in die Brauhausreihe geglückt. Dieses Buch ist eine Ode an die Brauhauskultur, eine kleine Liebeserklärung an die Stadt München, sowie ein sehr schöner und aufschlussreicher Roman über das Bier und den starken Willen einer Frau, welche sich über alle Maße nicht von ihren persönlichen Zielen abbringen lässt. Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Band und als Einziger Wehrmutstropfen bleibt festzuhalten, dass ich das Buch bereits zu Ende gelesen habe. Allerdings bleibt die Hoffnung, dass der zweite Band der Reihe nicht mehr lange auf sich warten lässt. Ich bedanke mich beim Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Buches.
Wow
Nachdem ich jetzt eine historische Serien gesehen habe bin ich etwas auf den Geschmack gekommen. Und da hat mich dieses Buch hier ganz besonders angelacht. Das Ganze spielt im Ende des 19. Jahrhunderts in München. Antonia, die Protagonistin, wächst in einer armen Familie auf und wagt eines Tages den Sprung und reist in die Großstadt. Insgesamt hat mich die Thematik sehr angesprochen und mich hat es interessiert, wie Bier damals hergestellt wurde. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich wirklich locker und leicht lesen ließ, allerdings für die damalige Zeit doch sehr modern. Etwas gewöhnen musste ich mich auch an den teilweise gesprochenen bayrischen Dialekt. Es war eine coole Idee, allerdings war mir das persönlich schon zu viel. Ihr ist auch die Mischung zwischen Liebe, Intrigen und Spannung sehr gut gelungen. Anfangs wird man natürlich erstmal zugeschüttet mit Namen und Jahreszahlen, die ich erst nicht so richtig einordnen konnte. Am Ende des Buches findet man allerdings ein Glossar, welches zur Orientierung der Figuren dient. Antonia als Hauptfigur hat mir wirklich gut gefallen und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Sie macht auch eine unglaubliche Wandlung im Laufe des Buches durch. Sozusagen vom Entlein zum Schwan. Anfangs ist sie eher schüchtern und traut sich vieles nicht zu. Allerdings merkt sie schnell, dass man so nicht weit kommt in der großen Stadt München und stärkt ihr Selbstbewusstsein. Sie hat es auch nicht leicht, da immer wieder Steine in ihren Weg gelegt werden und die verschiedensten Personen versuchen ihr zu schaden. Natürlich herrschen nicht nur Intrigen in dem Buch, sondern auch eine leichte Liebesgeschichte entsteht. Diese findet allerdings im Hintergrund statt und wird nicht zum Hauptwerk der Geschichte, was ich auch gut fand. Ich fand es sehr interessant, wie die Bierherstellung in der damaligen Zeit vonstatten ging und habe auch noch einiges dazu gelernt. In der Geschichte trifft man auch auf bekannte Persönlichkeiten, wie Albert Einstein und Richard Strauß. Melchior, der andere Protagonist, wächst in einer guten Familie auf, hat aber nach dem Tod des Vaters die Verantwortung für die Brauerei. Und natürlich ist da noch seine Mutter, der alles was er tut ein Dorn im Auge ist. Als sich die Brauerei noch mit einer anderen konkurriert, gerät alles aus den Fugen und weitere Intrigen werden gesponnen. Für mich war die Geschichte schon spannend und lehrreich, aber irgendwie hat das entscheidende I-Tüpfelchen gefehlt. Das Cover finde ich übrigens super schön und es spiegelt auch super die Geschichte wieder. Ich mochte auch das Setting von München und Umgebung total gern, vor allem wie die Autorin die Häuser und die Brauereien beschrieben hat. Das Familienhaus von Melchiors Familie war ein Traum und ich konnte es mir beinahe bildlich vorstellen. Der Auftakt des Buches hat mir gut jeden Fall gefallen und ich bin gespannt, was der nächste Band noch bereithalten wird.
Wow
Als Antonias Vater im Jahr 1897 stirbt, verliert die Familie ihren Hof. Deshalb verläßt Antonia ihre Heimat und versucht in München Geld zu verdienen. Sie kommt zuerst in Schwabing unter und lernt dort einige Künstler kennen, die ihren Blick auf die Welt total verändern. Schließlich findet sie Arbeit in einer Brauerei. Sie fühlt sich wohl in der Gemeinschaft der Brauer und Schankmädchen, obwohl nicht alle freundlich zu ihr sind. Besonders der Erbe der Brauerei, Melchior Bruckner, ist oft herablassend und zynisch. Trotzdem fühlt Antonia sich zu ihm hingezogen. Durch Intrigen und Konkurrenten gerät die Brauerei in Schwierigkeiten. Nur durch Antonias Mut kann der Ruin abgewendet werden. Erst jetzt lernt sie den wahren Charakter von Melchior kennen. Dieses Buch hat mich total begeistert. Es beschreibt den beschwerlichen Weg einer jungen Frau, die sich mit viel Fleiß und noch mehr Mut von einem Mädchen vom Lande mit geringer Schulbildung zu einer selbstbewußten jungen Frau an der Spitze einer Brauerei in München entwickelt. Dies ist noch bemerkenswerter, da sich die Geschichte um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert abspielt. Das Frauenbild in dieser Zeit läßt dem Leser die Haare zu Berge stehen. Beim Lesen dieses Buches erhält man ein klares Bild von der Stadt München, wie sie damals ausgesehen hat. Auch die Menschen erscheinen dem Leser hier bildlich vor Augen. Man spürt die innere Zerrissenheit der Menschen. Da ist die zwanghafte Moralvorstellung, der sie sich unterwerfen müssen und dagegen steht der Wunsch nach mehr Freiheit. Dies alles vermittelt die Autorin mit einem gut lesbaren Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Das Buch ist ein toller Spiegel dieser Zeit, zumal auch reale Personen darin eine Rolle spielen. Wer wußte vorher schon, daß Albert Einstein auf dem Oktoberfest Glühbirnen eingeschraubt hat? Gerade diese kleinen Geschichten nebenbei machen das Buch so menschlich und zeigen, mit wieviel Liebe und Recherchearbeit daran gearbeitet wurde. Danke dafür an die Autorin Julia Freidank!
Wow
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