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Birgit Jasmund

Das Erbe der Porzellanmalerin

Historische Romane
Ist Teil der Reihe
Das große Meißen-Epos
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Die schöne Malerin von Meißen. Meißen, 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Dann jedoch taucht eine geheime Zusatzklausel des Testaments auf, nach der sie ihr Erbe verliert, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres einen standesgemäßen Mann heiratet. Dabei ist eine Ehe das Letzte, was Geraldine will, jetzt, wo es ihr endlich gelungen ist, sich als Porzellanmalerin einen Namen zu machen. Doch ihr offensichtliches Talent ruft Neider auf den Plan – und schon bald scheint nicht nur Geraldines Erbe in Gefahr, sondern auch ihr Leben. Authentisch und kenntnisreich: eine packende Geschichte vor der Kulisse der Meißner Porzellanmanufaktur
BIOGRAFIE

Birgit Jasmund, geboren 1967, stammt aus der Nähe von Hamburg. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Kiel hat das Leben sie nach Dresden verschlagen. Wenn einem dort der Wind so richtig um die Nase weht, hält sie nichts im Haus.
Im Aufbau Taschenbuch Verlag sind von ihr bereits die historischen Romane „Die Tochter von Rungholt“, „Luther und der Pesttote“, „Der Duft des Teufels“, „Das Geheimnis der Porzellanmalerin“, "Das Erbe der Porzellanmalerin", „Das Geheimnis der Zuckerbäckerin“ sowie bei Rütten & Loening die Liebesgeschichte „Krabbenfang“ erschienen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
14.06.2019
Ausgabe
eBook
ISBN
9783841216861
Sprache
German
Seiten
432
Schlagworte
Meißem, Meißner Porzellan, starke Frau, Porzellan, Epos
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REZENSIONEN
Bewertet von Furbaby_Mom und meinnameistmensch
furbaby_mom
meinnameistmensch
Angenehmer historischer Schmöker für zwischendurch. Dies ist der Folgeband des Romans "Das Geheimnis der Porzellanmalerin", welcher mir inhaltlich nicht bekannt war. Für mich war es das erste Buch der Autorin Birgit Jasmund und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Das Werk verfügt über eine in sich geschlossene Handlung und kann problemlos ohne Vorkenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Zudem geht dem Roman ein ausführliches Personenregister voran, welches nach fiktiven und realen historischen Persönlichkeiten unterteilt und in einem lockeren Ton gehalten ist. Zu meiner Freude findet dort sogar der freche Mops "Otto" Erwähnung. Alle Hintergründe zu Figuren und deren Konstellation untereinander werden im Laufe der Geschichte aufgegriffen und schlüssig erklärt; man kann direkt in die Handlung eintauchen, ohne groß grübeln zu müssen, in welchem Verhältnis die Charaktere miteinander stehen. So wird beispielsweise auch kurz geschildert, wie der weiblichen Hauptfigur, Geraldine von Scholl, einst die Flucht aus Santo Domingo gelungen war, wo sie bei Pflegeeltern gelebt hatte. "Sie hatte sich für das ungeliebte Kind einer armen Frau und ihres Geliebten vom anderen Ende der Welt gehalten." (S. 71) Dank eines Medaillons hatte Geraldine letztlich ihren wahren Vater ausfindig machen können. Inzwischen ist dieser jedoch verstorben und hat Geraldine sein Rittergut vermacht. Als sie unerwartet die offizielle Erlaubnis erhält "außerhalb der Manufaktur auf Porzellan zu malen" (S.13), kann die schöne junge Frau ihr Glück zunächst kaum fassen, stürzt sich anschließend aber mit Feuereifer in die Arbeit. Ihr Halbbruder Peter hingegen sieht sich um sein rechtmäßiges Erbe betrogen und schwört wutentbrannt Rache. Geraldine ahnt nicht, dass er ausgerechnet in jenen Kreisen Unterstützung findet, die ihr bedrohlich nahe sind. Wem kann sie trauen und wer treibt ein falsches Spiel? Als wäre dies nicht dramatisch genug, gilt es plötzlich eine bis dato geheime Zusatzklausel des Testaments zu erfüllen: sollte Geraldine nicht binnen eines Jahres nach dem Tode des Vaters verheiratet sein, verliert sie ihr Erbe…ausgerechnet an Peter! Zusätzlich zur Suche nach einem geeigneten Gatten muss sich Geraldine noch gegen die Machenschaften eines Neiders wehren – ohne sich dessen doppelten Spiels bewusst zu sein. Eine Gefahr, die sie ihr Leben kosten könnte… Geraldine hat in ihrer Jugend schon viele Schicksalsschläge erleben müssen und je mehr ich über ihre Vergangenheit erfahren habe, desto mehr gönnte ich ihr die jetzige wohlhabende Position. Dass sie sich ihren gütigen Charakter bewahrt hat und ihr der neue Reichtum keineswegs zu Kopf gestiegen ist, wird deutlich an der liebevollen, beinahe familiären Umgangsweise mit ihren Bediensteten. Weiterhin bewundert habe ich ihre Engelsgeduld (mit dem unerzogenen Hund, ihren Kunden, Jannes Tochter, etc.) und die Entschlossenheit, mit denen sie ihre Ziele verfolgt. Der Schreibstil ist angenehm und verständlich; besonders gut gefallen hat mir, dass die Recherche der Autorin nicht nur historische Fakten beinhaltet hat, sondern dass auch die damalige Umgangssprache miteingebunden wurde, was die Dialoge sehr glaubwürdig macht. Das Leben auf dem Rittergut wird authentisch wiedergegeben. Insgesamt hätte ich mir lediglich eine intensivere Auseinandersetzung mit den Figuren gewünscht; wir erfahren zwar durchaus von deren Emotionen und Gedanken, aber die Charaktere blieben für mich dennoch ungewohnt flach. Normalerweise habe ich beim Lesen immer einen Film vor Augen laufen – hier war mir Geraldine zwar äußerst sympathisch, ihr Schicksal berührte mich allerdings nicht. Irgendwie blieben alle Figuren eher oberflächlich. Das Ende ließ mich kurz stutzen und erschien mir ziemlich unrealistisch: Widrigkeiten wurden angesichts der Tiefe des vorherigen Verrats und der Intrigen zu simpel und nahezu überstürzt aufgelöst. Da Meißner Porzellan noch heutzutage in aller Munde ist, war ich gespannt darauf, mehr über die Hintergründe zur Herstellung der feinen Ware zu erfahren. Tatsächlich wird eindringlich auf die Porzellanmalerei eingegangen, was mir gut gefallen hat. Auch das geschmackvolle Cover hat mich begeistert. Fazit: Zwar kein Werk, das einem bedeutend unter die Haut geht und noch ewig nachwirkt, aber durchaus empfehlenswert für Fans von historischen Frauenromanen.
Wow
meinnameistmensch
Geraldine tut nichts lieber als auf Porzellan zu malen und ist in dieser Kunst so begnadet, dass sie immer mehr Aufträge aus dem angesehenen Bürgertum und dem Adel, bis hin zum Kurfürsten von Sachsen erhält. Durch das Testament ihres verstorbenen Vaters wurde sie auch Erbin eines Rittergutes, so dass sie sich auch finanziell erst einmal keine Sorgen machen muss. Wäre da nicht ihr Halbbruder Peter von Scholl, ein Testament, das verlangt, dass sie innerhalb eines Jahres heiraten muss um ihr Erbe nicht zu verlieren, der mißgünstige Ehemann ihrer Zofe Hann oder ein nicht so erfolgreicher italienischer Maler, die ihr alle das Leben schwer machen und ihren Untergang wollen. Geraldine lässt sich aber nicht unterkriegen, glaubt an ihre Fähigkeit der Porzellanmalerei und findet Unterstützer_innen und die große Liebe. Wird es ihnen gemeinsam gelingen die Angriffe gegen Geraldine zurückzuschlagen und ihr einen Platz in einer Welt, wo es eigenständige Frauen schwer haben, zu ermöglichen? Der Autorin gelingt mit "Das Erbe der Porzellanmalerin" ein sehr authentisches und berührendes Bild der sächsischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts und einer Frau, die es wagt ihre Träume zu leben und zu verwirklichen. Die Leser_innen werden direkt Teil der Geschichte, können in diese eintauchen und werden von ihr nicht so schnell wieder los gelassen. Hier findet sich eine gute Mischung aus Gefühl, Spannung und historischen Gegebenheiten, so dass die Leser_innen hier gut etwas für sich mitnehmen können. Ein sehr gelungenes Buch dem ich weitere Verbreitung wünsche.
Wow

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