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Sheila O'Flanagan

Das Haus am Orangenhain

Ist Teil der Reihe
Insel-Taschenbücher
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5/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Für Juno Ryan bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass ihr Freund Brad bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen ist. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, stellt sich heraus, dass der Mann, den sie liebte und mit dem sie von einer gemeinsamen Zukunft träumte, verheiratet war und einen Sohn hat. In ihrer Verzweiflung flüchtet sie nach Spanien in das Ferienhaus einer Freundin, in die idyllische Villa Naranja. Der blaue Himmel, ein streunender Kater und nicht zuletzt Pep, der attraktive Sohn des benachbarten Weinbauern, sind Balsam für ihre Seele.Nach und nach scheint sie die Vergangenheit hinter sich lassen zu können, doch als eines Tages Max, der Bruder ihres Geliebten, in ihr kleines Refugium einbricht, muss Juno sich ihren Gefühlen stellen und herausfinden, was sie im Leben wirklich will ...
BIOGRAFIE
Sheila O'Flanagan arbeitete viele Jahre sehr erfolgreich als Börsenmaklerin in Dublin, bevor sie ihre Lust am Schreiben entdeckte. Mittlerweile hat sie zahlreiche Romane veröffentlicht und ist in England und Irland eine gefeierte Bestsellerautorin. Nebenbei schreibt sie eine wöchentliche Kolumne in der Irish Times.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
08.03.2020
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783458364740
Sprache
German
Seiten
418
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von lese_inge, SasaRay und 2 andere
lese_inge
sasaray
leseratte_sasi
maya_rottenmeier
"Das Haus am Orangenhain" hat mich durch sein umwerfend schönes, sommerliches Cover auf sich aufmerksam gemacht. Dazu der interessante Klappentext und es war um mich geschehen. Die Geschichte startet spannend und man steht gemeinsam mit Protagonistin Juno am Flughafen von Alicante in der Schlange einer Autovermietung. Parallel zu ihrer Ankunft in der Villa Naranja erfährt man durch Junos Erinnerungen, dass sie von ihrem Freund Brad verlassen wurde. In Form von Erinnerungen und Rückblicken entdeckt der Leser nach und nach die Vergangenheit von Juno. Und da gibt es so einige Überraschungen. Im spanischen Beniflor will sich Juno eine Auszeit nehmen um ihren Schmerz mit sich selbst auszumachen. Und wie sich heraus stellt, ist die Villa, samt geisterhaftem Mitbewohner, genau der richtige Ort um alles zu verarbeiten und einen klaren Kopf zu bekommen. Juno erlebt eine tolle und denkwürdige Zeit. Lernt viele Leute kennen und überrascht einige Menschen mit ihrer angenehmen und unaufgeregten Art. Als Leser macht es einfach Spaß Juno durch den spanischen Sommer zu begleiten. Das Setting ist sehr bildlich beschrieben und unheimlich realistisch. Auch die Menschen denen sie begegnet, sind sehr interessant skizziert. Die spanische Mentalität wird sehr deutlich und glaubwürdig vermittelt. Juno selbst merkt man die Veränderung die in ihr vorgeht an und nimmt ihr diese auch ab. Die ganze Geschichte ist sehr tiefgründig und überhaupt nicht oberflächlich. Zusammen mit dem grandiosen Setting hat dieser Roman alles was man für ein gelungenes Buch braucht. Ich persönlich fühlte mich sehr wohl in Spanien und der Villa Naranja. Am liebsten hätte ich sofort meine Koffer gepackt um gemeinsam mit Juno und einem Glas Wein die lauen Sommerabende zu genießen. Der bzw. die Mitbewohnerin von Juno hat die Geschichte so richtig abgerundet und das Lesevergnügen komplett gemacht. Von mir eine klare und uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses schöne Buch.
Wow
Erfrischend. Genüsslich. Beflügelnd. Leseerlebnis : Zuerst möchte ich die grandiose Übersetzung durch Susann Urban loben. Sie hat Sheila O'Flanagans Worte perfekt ins Deutsche übertragen. Nun aber zum Buch! "Das Haus am Orangenhain" beginnt mit Junos Ankunft in Spanien. Sofort bekomme ich einen Bezug zu der vom Schicksal gebeutelten, jungen Frau. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive in der Ich-Form erzählt. Dann durchlebt mit Juni gemeinsam eine Vielzahl an Emotionen und geht gefühlt gestärkt daraus hervor. Es ist traumhaft mitzuerleben, wie die Protagonistin immer mehr bei sich selbst ankommt. Sheila O'Flanagans Schreibstil ist erfrischend, charmant, amüsant und mitreißend. "Das Haus am Orangenhain" sprüht vor spanischem Flair und ich wäre am liebsten auch direkt nach Beniflor aufgebrochen. In die Villa Naranja habe ich mich ein bisschen verlesen, sowie auch in eine ganz besondere Katze. Fazit: Ein absoluter Wohlfühlroman. Für mich eine klare Leseempfehlung. Dieses Buch würde es auch schaffen, die Sonne im tiefsten Winter strahlen zu lassen und einem den spanischen Sommer ins Haus zu holen.
2 Wows
leseratte_sasi
Bei dem Buch "Das Haus am Orangenhain" von Sheila O´Flanagan handelt es sich um einen wunderschönen Wohlfühlroman mit einer Liebesgeschichte der anderen Art. Inhalt: Juno, in eine Künstlerfamilie hineingeboren, ist ein sehr pragmatischer Mensch und geht in ihrem Job als Röntgenassistentin auf. Nebenbei hat sie eine perfekte Beziehung, doch dann bricht ihre Welt völlig zusammen, als sie feststellen muss, dass sie ihren geliebten Brad nicht wiedersehen wird und ihre scheinbar perfekte Beziehung doch nicht so wunderbar war, wie sie geglaubt hat. In ihrer Verzweiflung nimmt sie sich eine Auszeit in Spanien und zieht dort in das etwas heruntergekommene Haus der verstorbenen Großmutter ihrer Kollegin und Freundin Pinar. Mit der Zeit lebt sie sich in die Gemeinschaft des Örtchens Beniflor ein und nicht nur das Haus, sondern auch Junos Leben richtet sich wieder auf. Alles scheint perfekt, als sie auch noch den schönen Pep von Nebenan kennen lernt, bis eines Tages ein Besuch aus ihrer "abgeworfenen" Vergangenheit erscheint. Das einzigartige, wunderschöne Cover, das meiner Meinung nach schon aussieht wie ein Gemälde, ist ein richtiger Eyecatcher, sodass man sich das Buch unbedingt näher anschauen muss und es auf jeden Fall ins Auge sticht. Einmal in der Hand landet dieses Buch aufgrund seines verheißungsvollen Klapptextes unbedingt auf der Leseliste. Der Einstieg ist sanft gestaltet, sodass man die Figur Juno und ihr Leben langsam kennen lernt und sich langsam in ihre Gefühlswelt einfühlen kann. Der angenehme Schreibstil der Autorin ist nicht kompliziert, sondern passt perfekt in diese wunderschöne Geschichte und bringt einem die Charaktere näher. Man entwickelt viel Verständnis für Junos wechselnde Gefühlswelt und freut sich, dass es bergauf mit ihr geht. Besonders sind die malerischen Beschreibungen von Beniflor und der Villa Naranja, sodass sich während dem Lesen ein richtiges Bild inklusive Orangenduft entwickelt hat und ich so gerne dorthin reisen würde, um die salzige Meerluft oder die Orangen zu schmecken. Auch die Nebencharaktere finde ich äußerst gelungen, da sie alle ein harmonisches und passendes Bild darstellen. Zusätzlich zu Junos Charakterentwicklung gefällt mir die Entwicklung der Beziehung zu ihrer Familie. Leider finde ich das Ende etwas kurz, da ich mich beim Lesen immer mehr mit der authentischen Juno verbunden gefühlt habe, hätte ich gern erfahren wie es weitergeht in ihrem "neuen" Leben. Manche würden eventuell sagen, das bestimmte Stellen typisch vorhersehbar und etwas kitschig wären, aber mir persönlich ist dies nie so vorgekommen, da manchmal grad diese Leichtigkeit einen in den Bann zieht. Das Buch eignet sich perfekt als Urlaubslektüre, da es einfach, trotz des ein oder anderen Gefühlsausbruchs, eine sonnige und heimelige Atmosphäre wiedergibt, die die Reiselust in einem weckt. Einmal in der Hand kann man diesen Wohlfühlroman nicht mehr aus der Hand legen und träumt in den "Schlafenspausen" von wunderschönen Orangenhainen und einem verträumten Städtchen.
1 Wow
Maya Rottenmeier
Zur Handlung: Junos Welt hat sich komplett gedreht und sie braucht dringend eine Auszeit. Sie fliegt ins Hinterland an die Costa Blanca, um unter Spaniens Sonne zur Ruhe zu kommen. Der unwiderstehliche Nachbarssohn Pep aktiviert ihre Lebensgeister und damit es nicht zu eintönig wird, hält das Leben einen weiteren Trumpf für sie parat, doch ist Juno in der Lage, dass Wesentliche zu erkennen? Die Protagonisten: Juno Ryan ist 30 Jahre alt, lebt in Irland und liebt ihren Beruf als Röntgenassistentin. Sie teilt sich eine Wohnung mit ihrer Freundin Saoirse. Juno ist rational veranlagt und wünscht sich für jede Regung des Lebens eine plausible Erklärung. Sie packt mit an und ist taff. Neben ihren beiden Geschwistern kommt sie sich manchmal verloren vor. Sie ist ein toller Charakter und ich habe jede Menge Spaß mit ihr. Pep Navarro und Max Hollander, die beiden schenken mir ebenfalls reichlich Spaß. Während Pep offen, herzlich und über ein verflixt gewinnendes Wesen verfügt, punktet Max mit Ehrlichkeit, Undurchschaubarkeit, bleibt für mich schwer einschätzbar, nur um mich auf der nächsten Seite angenehm zu überraschen. Mein Interesse ist geweckt. Die Entwicklung: Junos Weg geht mir nahe und alles liest sich für mich authentisch, was ich prima finde. Ihre Veränderung hat ein angenehmes Tempo und fügt sich glänzend in die Story. Die Umsetzung: Der Schreibstil ist weitestgehend flüssig, minimal poetisch und unglaublich bildhaft. Die Autorin schenkt mir ein grandioses Setting, das mir jede reife Orangenfrucht, die Villa, den Ort und seine Bewohner, ja sogar die Katze, lebhaft vor Augen führt. Was für ein Genuss – das reinste Urlaubsfeeling. Die Story selbst verfolgt ihr eigenes Tempo und Junos Stimmung wird einfühlsam kommuniziert. Zu Beginn spüre ich ihre Trauer und Schwermut. Es ist ein entspannter Einstieg und ich erlebe, wie erdend Spanien und die Bewohner von Beniflor auf sie wirken und langsam wieder die Sonne für Juno scheint. Die Wolken verschwinden nicht komplett und es ist ein berührender Prozess, dem ich mich gerne mit Juno stelle. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Juno im Präteritum geschildert, so das bei ihr keine Fragen offenbleiben. Themen wie Freundschaft, Ehrlichkeit, Vertrauen und Mut, stehen im Vordergrund. Meine Kritik: An manchen Stellen verliert sich die Autorin in Details, was sich problemlos überlesen lässt. Mein Fazit: Das Haus am Orangenhain ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die mir jede Menge Urlaubsfeeling, eine tolle Atmosphäre, herzliche Wärme und berührende Augenblicke schenkt. Es ist keine Geschichte, die vor Romantik und Kitsch strotz, und das macht sie für mich wunderbar stimmig. Das Leben ist selten rosarot und die Endlichkeit greifbar. Die Autorin vermittelt mit Intensität, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu leben und nicht immer alles unnötig zu verkomplizieren. Am Ende lässt mich das Buch zufrieden zurück. Von mir bekommt die Geschichte 4,5 ergreifende Sterne von 5 und eine absolute Leseempfehlung. Wo ich keine halben Sterne vergeben kann, runde ich auf.
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