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Walter Moers

Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Fantasy
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3.6/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Nehmt euch in Acht: Gefährlicher können Bücher nicht sein! Hildegunst von Mythenmetz, der größte Schriftsteller Zamoniens, suhlt sich auf der Lindwurmfeste in seinem Erfolg. Da erreicht ihn ein mysteriöses Schreiben, das ihn verlockt, dem Wohlleben Adieu zu sagen und nach Buchhaim zurückzukehren, der »Stadt der Träumenden Bücher«. Dort trifft er auf eine neuerbaute Stadt, die vor Leben rund um das Buch nur so vibriert. Und er begegnet alten Freunden, wie dem Lindwurm Ovidios und den Antiquaren Hachmed Ben Kibitzer und Inazea Anazazi, aber auch neuen Phänomenen und Wundern der Stadt.
BIOGRAFIE
Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie »Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers«, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim. Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie »Die 13 ¿ Leben des Käpt'n Blaubär«, »Die Stadt der Träumenden Bücher«, »Der Schrecksenmeister« und zuletzt »Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr« waren Bestseller. Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
11.09.2017
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783328102991
Sprache
German
Seiten
426
Schlagworte
Reihe, Hildegunst von Mythenmetz, Buchhaim, Schriftsteller, Fantasy, Rätsel, Roman, Träumende Bücher, Zamonien, Serie
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REZENSIONEN
Bewertet von Babscha und Julie's Bookhismus
babscha
nickssweety
Die Rückkehr des Hildegunst von Mythenmetz. Nach über zweihundert Jahren. Nach Buchhaim, der sagenhaften zamonischen Stadt der Träumenden Bücher, in und unter der er damals seine halsbrecherischen Abenteuer mit den Bücherjägern und den vielen anderen kuriosen Zeitgenossen und Geschöpfen erlebte und der er in einem Feuersturm zuletzt mit knapper Not entronnen war. Nach vielen Jahrzehnten des guten Lebens als gefeierter Dichterfürst auf seinem Rückzugsort, der Lindwurmfeste, die ihn sowohl träge und fett wie auch orientierungslos und realitätsfremd haben werden lassen und sogar dazu führten, dass er das Orm verloren hat, ist es erneut ein mysteriöser Brief aus den Buchhaimer Katakomben, der ihn aus seiner Lethargie reißt und an den halb vergessenen Ort des Schreckens zurück treibt. Und was erwartet ihn dort? Eine neu erbaute, moderne Metropole, in der nur noch wenige düstere Hinterlassenschaften an die seinerzeitige Katastrophe erinnern und in der sich der so liebenswerte wie egozentrische und umständliche Mythenmetz anfänglich nur schwer zurecht findet. Schnell wird ihm klar, dass der Zug der Zeit schon lange an ihm vorbei gefahren ist und sein dichterisches Gesamtwerk nur noch in der sentimentalen Verklärung eines großen, jedoch inzwischen abgehalfterten Dichters gewürdigt wird. Ein Wiedertreffen mit alten Weggefährten wie dem Eydeeten Ben Kibitzer und der Schreckse Anazazi, die ihm die neue Welt in vielfältiger Weise nahe bringt, erweist sich als Labsal für seine geplagte Seele. Während er immer tiefer in das vielfältige künstlerische Leben der pulsierenden Stadt abtaucht, wird ihm jedoch nur ansatzweise bewusst, dass sein Weg ihn zuletzt unaufhaltsam erneut in die beklemmende Welt des unterirdischen Labyrinths unter Buchhaim führen wird. Moers legt mit seinem Buch die stimmige und gelungene Fortsetzung des Romans „Stadt der Träumenden Bücher“ vor und brilliert auch hier wieder mit einer Ideenvielfalt, einer Fantasie und einem Wortwitz, die ihresgleichen suchen. Vor allem die Umsetzung der diesmal erkennbar am realen Leben orientierten Themen wie z. B. Nichtraucherschutz oder Fastfoodmüll in seine fiktive Stadt bereitet großen Lesespaß. Die Figur des hypochondrischen Hildegunst ist wie gewohnt schön akzentuiert mit Ecken und Kanten, ein echter Sympath, dieser Lindwurm. Wermutstropfen ist aus meiner Sicht die in ihrer Vielfalt und Tiefe einfach zu breit ausgerollte Welt der die gesamte Stadt beherrschenden „Puppenspielerei“ mit ihren Theatern und hier insbesondere der über diverse Kapitel episch beschriebene Besuch des Puppaecircus Maximus, in dessen Verlauf quasi der Inhalt des gesamten ersten Bandes noch mal nacherzählt wird. Dies lässt den Spannungsbogen im Mittelteil des Buches leider deutlich abflachen. Für einen abgeschlossenen Roman wäre der „Actionanteil“ des Buches für mich damit eindeutig unzureichend gewesen. Versöhnen kann jedoch, dass Moers zum Ende hin das Tempo nochmal rasant anzieht und mit einem geschickten cliffhanger auf den zu erwartenden weiteren Folgeband verweist, in dem dann hoffentlich die Ouvertüre des vorliegenden Bandes wie angekündigt zum furiosen Crescendo gesteigert wird. In der Gesamtbewertung sehe ich insgesamt vier Sterne.
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Julie's Bookhismus
Die Illustrationen sind der Wahnsinn, die Story eher nicht… Ich habe selten so lange gebraucht, um mich an einen Protagonisten zu gewöhnen bzw. mich in ihn hineinzudenken, wie in Fall von Hildegunst. Mal abgesehen von seinen ständigen Selbstgesprächen, die keinerlei Sinnhaftigkeit haben, genauso wenig wie seine Abschweifungen, die alle paar Sätze kommen, hatte das Buch erst ab Seite 150 oder so mein Interesse geweckt. Warum ich nicht abgebrochen habe, fragt ihr euch? Naja, ich bin ein verdammt neugieriger Mensch und wenn alle dieses Buch so toll finden, muss ja irgendwas dran/drin sein, was dieses Urteil verdient. Tja, weit gefehlt… Ich langweilte mich des Todes, wie auch Inazea, als sie das letzte Werk von Hildegunst laß. Der Tod des Kibitzer hat mich dennoch berührt und beeindruckt. Man muss schon sehr willensstark sein, um genau dann zu sterben, wenn man es will. Sein Vermächtnis an die beiden war auch extravagant. Im Großen und Ganzen eine interessante Geschichte, aber viel zu viel drumherum und Details und vor allem ABSCHWEIFUNGEN. Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne ich vergebe und ich habe mich für 3 Sterne entschieden. Die Illustrationen gefallen mir sehr, vor allem, da sie vom Autor selbst sind. Außerdem gefällt mir der Schreibstil gut, wenn schon nicht die Geschichte dazu. Der Protagonist ist ebenfalls nicht meins. Ich bin leider nicht schlauer geworden, da irgendwie nichts wirklich auf den Punkt gebracht wurde. Schade eigentlich.
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