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Christine Féret-Fleury

Das Mädchen, das in der Metro las

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4.5/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Jeden Morgen fährt Juliette mit der Metro zu ihrer Arbeit in einem tristen Maklerbüro. Doch sobald sie im Zug sitzt, taucht sie ein in die fremden Welten ihrer Romane. Manchmal beobachtet sie die Lesenden um sich herum: den Mann mit dem grünen Hut, der in seinem Buch über Insekten blättert, die feine Dame mit dem Gedichtband, das junge Mädchen, das auf den letzten Seiten seines Schmökers zu weinen beginnt. Voller Neugier fühlt Juliette mit ihnen, so als könnten die Lesestoffe, Leidenschaften und Leben der anderen ihrer eigenen eintönigen Existenz Farbe verleihen. Bis zu dem Tag, an dem sie entscheidet, zwei Stationen früher auszusteigen. Auf dem Weg lernt sie den kauzigen Soliman kennen, der zurückgezogen inmitten seiner Bücher lebt. Er glaubt, dass jedes Buch, wenn es an die richtige Person weitergereicht wird, die Macht hat, den Lauf eines Lebens zu verändern. Auserwählte Bücherboten liefern diese besondere, kostbare Fracht aus, an die, die sie bitter nötig haben. Juliette wird zu einer Botin und findet Stück für Stück ihren Platz in dieser aus der Zeit gefallenen Bücheroase mit Soliman und seiner Tochter Zaïde. Und zum ersten Mal in ihrem Leben haben die Bücher einen wirklichen Einfluss auf ihr Schicksal ...
BIOGRAFIE
Christine Féret-Fleury arbeitete viele Jahre als Lektorin in einem französischen Verlagshaus, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Sie hat mehrere Jugendbücher und Erwachsenenromane geschrieben, die prämiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Sylvia Spatz hat Romanische Sprachen studiert und sowohl in Deutschland als auch in Italien als Lektorin gearbeitet. Sie hat u.a.François Garde, Valentina Cebeni, Federica de Paolis, Magnus Mills und Bret Anthony Johnston ins Deutsche übertragen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
12.07.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783832165000
Sprache
German
Seiten
174
Schlagworte
Bücher, familie, cover mit büchern, Fabel, kauziger Mann, die in der U-Bahn las, Bücherbotin, Buchhandlung, Bücherboten, Maklerbüro, junge Frau, Frankreich, Soliman, vater-tochter-beziehung, Metro
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von kimvi, Buchensemble und 3 andere
kimvi
buchensemble
daffodil
lenislesestunden
lesemama
Jeden Morgen, den Juliette auf der Fahrt zur Arbeit in der Metro verbringt, liest sie in einem Buch oder beobachtet weitere Mitfahrende bei deren Lektüre. Da ist zum Beispiel die Frau mit dem Kochbuch, ein Mann, der sich für Insekten zu interessieren scheint, oder die Frau, die stets an einer bestimmten Stelle in einem Liebesroman besonders ergriffen zu sein scheint. Juliette beobachtet alles fasziniert und lässt dabei ihrer Fantasie freien Lauf. Eines Tages steigt sie spontan ein paar Stationen früher aus der Metro und lernt dabei Soliman kennen. Er lebt mit seiner Tochter Zaide, umgeben von riesigen Bücherstapeln, und ist davon überzeugt, dass jedes Buch die Macht hat, ein Leben zu verändern, wenn es an die richtige Person übergeben wird. Da Soliman seine Bücherstapel nicht verlässt, liefern ausgewählte Boten für ihn Bücher aus, in der Hoffnung, das passende Buch an die richtige Person zu übergeben. Juliette ist fasziniert und wird ebenfalls zu Botin..... Der Schreibstil von Christine Fèret-Fleury ist geradezu poetisch und macht dieses Buch zu einer besonderen Lektüre, die man genießen sollte. Denn es gibt wundervolle Zitate und Lebensweisheiten zu entdecken, die zum Nachdenken anregen. Zwischen den Zeilen schwebt eine Leichtigkeit, die dafür sorgt, dass man sich beim Lesen einfach wohlfühlt und mühelos in Juliettes Geschichte eintauchen kann. Dennoch sollte man aufmerksam lesen, da es teilweise lange und verschachtelte Sätze zu entdecken gibt und die Handlung manchmal etwas sprunghaft verläuft. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant. Sie wirken durchaus sympathisch, allerdings baut man beim Lesen keine besondere Nähe auf, sondern bleibt eher distanziert. Das mag vielleicht an der Kürze der Lektüre liegen. Ich habe mich beim Lesen dieses recht dünnen Büchleins im Großen und Ganzen sehr gut unterhalten gefühlt, da ich den poetischen und leicht melancholischen Schreibstil genossen habe. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir ein wenig mehr Nähe zu den Protagonisten gewünscht hätte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf möglichen Sternchen.
1 Wow
Buchensemble
Was für ein Titel! Juliette ist eine ganz normale junge Frau, mit einem ganz normalen Job und einem auch sonst sehr normalen Leben, die gerne liest. Moment. Was ist eigentlich normal? Und wer bestimmt, was normal ist und warum sollte Juliette sich daran halten. Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Immobilienmaklerin auseinandersetzt, nachdem die dem kautzigen Soliman begegnet. Der verlässt sein zuhause niemals und lebt inmitten von Büchern. Nicht nur das, er lebt sogar in Büchern und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die richtigen Bücher an die richtigen Menschen zu bringen. Nachdem Juliette zunächst eine seiner Kuriere wird, muss Soliman überraschend fort und bittet sie, sich um seine Tochter zu kümmern. Juliette krempelt ihr Leben um. Und das nicht nur einmal. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Das Cover unter dem wunderschönen Schutzumschlag angesehen (schlicht weiß) Die enthaltene Bücherliste nach Titeln durchforstet, die ich bereits kenne (zu wenige) Die nächste Lektüre ausgewählt Mein Eindruck zu Das Mädchen, das in der Metro las: Der Titel hält in diesem Fall, was er verspricht. “Das Mädchen, das in der Metro las” liest sich stellenweise recht umständlich. Lange Sätze, Schachteln, Klammern und alles, was die Welt der Zeichensetzung ermöglicht. Dennoch macht das Buch mit ein bisschen Überwindung Spaß. Die junge, aber dennoch etwas schrullige Protagonistin ist gefangen in sich selbst und findet einen außergewöhnlichen Weg, sich selbst und ihrem Leben zu entkommen. Die schwurbelige Sprache passt da manchmal zu ihrem Charakter. Vielleicht ist sie aber auch eine Folge der Übersetzung aus dem Französischen. Neben der komplizierten Leichtigkeit, sticht die Geschichte jedoch mit einigen thematischen Spitzen, die ich nicht erwartet habe. Eingebettet wird die Handlung in ein skurril anmutendes Setting. Die Figuren wirken isoliert, beinahe weltfremd, einige scheinen grundsätzlich nur von Luft und Bücher zu leben, ohne Gedanken an Lebensunterhalt, Beruf und Einnahmen zu verschwenden. An dieser Stelle leite ich gleich zu den Stärken den Buches über: Die vollständige Rezension findest du beim Buchensemble.
Wow
Eine verträumte Idee: man entflieht dem Stress des Arbeitsweges, der langweiligen Arbeit überhaupt und sucht den passenden Leser zu einem Buch. Genau das erlebt Juliette. Ein junges, empfindsames Mädchen , das morgens in der Metro beobachtet, was die Mitreisenden lesen und sich darüber ihre Gedanken macht. Zufällig gerät sie ins Büro von Soliman, der sie als Kurier anwirbt, um genau das zu tun: Menschen studieren, ihnen das Buch zuzuordnen, dass Einfluss auf ihr Leben haben wird. Soliman verfügt über unzählige Bücher, von denen zahlreiche Titel und oft der Autor erwähnt werden, auch kleine Begebenheiten daraus. Sein Büro ist eine schützende Hülle, die ihn von der Welt fern hält und in dem sich auch Juliette verkriechen möchte. Einzig Solimans Tochter fordert, nicht nur mit den Geschichten bis ans Ende der Welt zu reisen, sondern auch ein Leben ausserhalb des geschriebenen Wortes zu erleben. Allerdings erzielt Juliette eher unbewusst Erfolge und verschenkt Bücher, die Leben verändern. Ein melancholisches, leises Buch. Entfremdet sich „Das Mädchen, das in der Metro las“, dem realen Leben?
Wow
Lenislesestunden
Inhalt: Juliette hat sich in ihrem Leben eingerichtet - alles ist ok, aber auch nicht wirklich mehr. Jeden Morgen beobachtet sie in der Pariser Metro die anderen lesenden Reisenden und malt sich ihre Geschichten aus, geht dann ihrem Job nach, der nicht so ganz zu ihr passen möchte, und fährt wieder nach Hause, wo entweder der Fernseher oder wechselnde, oberflächliche Liebschaften auf sie warten. Als sie jedoch eines Tages spontan ein paar Stationen früher aussteigt und auf Personen trifft, denen die Bücher genau so viel bedeuten wie ihr, ändert sich ihr ganzes, wohlgeordnetes Leben... Meine Meinung: Juliette war mir als Charakter von Beginn an sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Trotzdem hätte ich gerne noch mehr über sie erfahren, um eine noch bessere Bindung aufbauen zu können. Die Grundidee der Geschichte, die ich hier natürlich nicht verraten möchte, lässt meiner Meinung nach das Herz jedes Menschen, der Bücher liebt, höher schlagen. Und ich denke, als das sollte man dieses Buch auch betrachten: eine Hommage auf das Lesen, die Kraft der Worte und auf all die wundervollen Geschichten, die zwischen den Buchdeckeln auf uns warten. Besonders hervorheben möchte ich den poetischen und doch wundervoll fließenden Schreibstil, der mich mehrmals hat innehalten lassen, weil so viele Weisheiten darin steckten. Aus diesem dünnen Büchlein werde ich mir definitiv einige Zitate in mein Book Journal abschreiben. Insgesamt ist "Das Mädchen, das in der Metro las" eine zauberhafte Geschichte, die mich dem Alltag hat entfliehen lassen und mein bücherverrücktes Herz zum Träumen gebracht hat.
Wow
So wunderschön Zum Buch: Juliette arbeitet in einem Maklerbüro und fährt jeden Tag mit der Metro zur Arbeit. Juliette beobachtet sehr gerne ihre Mitmenschen, vor allem solche, die ein Buch lesen faszinieren sie. Eines Tages steigt sie ein Station eher aus und lernt Zaïde und ihren Vater Salimon kennen. Salimon lebt inmitten vieler verschiedener Bücher, die von "Kurieren" zu ihrem ganz bestimmten Menschen gebracht werden. Juliette bekommt eine Tasche Bücher und sucht deren neue Besitzer ... Meine Meinung: Zuerst möchte ich das wunderschöne Cover erwähnen, alleine das ist schon eine Augenweide und für jeden Buchliebhaber fast schon ein muss. Der Schreibstil ist so schön zu lesen und einfach berührend. Normalerweise finde ich französische Romane, genauso wie französische Filme oft eigenartig und sonderbar (man könnte auch sagen, ich mag sie nicht), aber dieses Buch mochte ich von der ersten Seite an. Es ist ruhig erzählt und trotzdem lässt es nicht los. Ich fand die Idee, dass jedes Buch seinen Leser findet sehr schön. Eine wunderschöne, total berührende Geschichte. Ich kann sie nur empfehlen.
Wow
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