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Diogenes Taschenbücher
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Ein rares Meisterwerk zeitgenössischer Prosa, eine dicht gesponnene, psychologisch raffiniert umgesetzte Erzählung, die an die frühen Stücke von Patricia Highsmith erinnert, in ihrer Kunstfertigkeit aber an die Novellistik großer europäischer Erzähltradition anknüpft.
BIOGRAFIE
Patrick Süskind wurde 1949 in Ambach am Starnberger See geboren.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.10.2000
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783257228007
Sprache
German
Seiten
336
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Ella Liander, sommerlese und 3 andere
ellaa_
sommerlese
annalenasbuecherwelt
veronikasbuecherhimmel
yourheartbooks
Ella Liander
Meine Meinung:  Ich habe den Klappentext und somit die Lesemeinung etwas verkürzt, damit nicht allzu sehr gespoilert wird. :)  Ein Meisterwerk und zurecht ein Klassiker in der Literatur! Hier erwartet den Leser ein schauriges Wunderkind und zugleich ein brutaler Mörder.  Cover: Das Cover des Buches gefällt mir super Gut! Nicht nur das es perfekt zum Inhalt passt- es ist auch total schlicht und strahlt trotzdem das Gewisse etwas aus. :)  Der Hintergrund ist in einem satten schwarz gehalten- was mir natürlich absolut gut gefällt, aber gleichzeitig auch etwas düsteres/böses ausstrahlt! Auffällig ist jedoch das was sich von dem Hintergrund abhebt. Wir sehen eine oberkörperfreie Frau, mit blonden Haaren, welche sie zu einem knoten zusammengesteckt hat. Sie liegt auf der Seite und hat einen Arm unter den Kopf gelegt. Zudem liegt diese auf einer Art Gewand.  Der andere Arm hängt schlapp herab.  Dieses Bild wirkt wie ein Gemälde. Einfach fantastisch.  Schreibstil: Der Schreibstil des Autors hat mir wirklich sehr Gut gefallen. Er war sehr detailliert, gut verständlich, wenn auch etwas anspruchsvoll durch den altmodischen Stil. (:  Mich konnte das allerdings nicht abschrecken.  Besonders schön fande ich die Erzähler Perspektive, denn so lernen wir nicht nur Grenouille näher kennen, sondern auch die anderen Charaktere.  Auch die Kapitel waren von angenehmer Länge.  Idee: Die Idee war richtig grandios!  Tatsächlich war ich absolut begeistert von der Idee und eigentlich ihrer Simpelheit.  Denn Jean Baptiste Grenouille wurde mit einer Gabe geboren- er kann Gerüche viel deutlicher wahrnehmen und aufnehmen als alle anderen Menschen. Und er ist auch nicht wählerisch- egal ob es ein guter oder schlechter Geruch ist. Er will sie alle in sich versammeln.  Als er dann nach Jahren mitbekommt, dass er selbst keinen Eigengeruch verströmt möchte er nur eines: Ein Parfum für sich entwickeln- mit 13 Geruchsnoten und somit einer alten Legende gerecht werden.  Dafür nimmt er die Eigengerüche von jungen, unberührten Frauen- da diese einen besonderen Duft ausströmen. Und tötet sie kurzerhand.  Der Leser sitzt zwischen zwei Stühlen: Ist er ein Mörder oder ein Wunderkind? Oder gar beides?  Dieser Roman zeigt jedoch auch sozialkritische Aspekte auf: Viele Menschen die uns begegnen sind absolut unsympathisch und auch aus der Sicht von Grenouille sind die meisten von uns nur stinkende Wesen.  Allgemein gab es zu dieser Zeit viel Unreinheit- sich waschen oftmals Fehlanzeige. Genau wie die Zustände damals waren was das Ganze absolut authentisch macht.  Die einzige Szene die ich nicht ganz so mochte, da ich diese als etwas zu langatmig fande, war wo Grenouille in die "Wildnis" flieht.  Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel tauchen wir immermehr in die damalige Zeit ein- die Zustände, die Menschen. Und schließlich sind wir in einem Sog gefangen, den wir uns nichtmehr entziehen können.  Das Ende gefiel mir recht Gut- ich war überrascht, was das Parfum mit den Leuten anstellte- aber noch überraschter war ich, was Grenouille zum Schluss mit sich anstellte.  Obwohl es ja dazu kommen musste- er hatte dieses Parfum erschaffen und war letzten Endes angeekelt von den Menschen. Seine Mission war sozusagen erfüllt.  Charaktere: Zunächst haben wir unseren Hauptcharakter: Jean- Baptiste Grenouille.  Er schien für mich zunächst durch seine Gabe ein wahres Wunderkind zu sein. Wenn er auch geistlich und körperlich etwas zurückgeblieben erscheint, schlummert in ihm ein Monster. Denn er kann nicht zwischen gut und böse unterscheiden, eigentlich tut er sich mit menschlichen Gefühlen im allgemeinen sehr schwer. Das machte ihn zu einem wahnsinnig faszinierenden Charakter.  Zeigt aber auch gewisse Kriterien an den Menschen- denn ehrlich gesagt war mir keiner recht sympathisch. :D Viele waren zu gierig oder hatten einfach einen schlechten Charakterzug.. das wiederrum fande ich sehr interessant, denn es hat einfach zum  Buch gepasst! Viele meckern ja sonst- Charaktere unsympathisch- Punktabzug. Hier ist es allerdings wie der Topf zum Deckel.  Ich kann insgesamt also sagen, dass ich alle Charaktere sehr Gut ausgearbeitet fande. :)  Mein Fazit: Ich gebe diesem Klassiker herzliche 4,5 Sternchen! (: Eine Stelle im Buch empfand ich als ein wenig langatmig, aber ansonsten war es ein faszinierendes Werk, welches mir im Kopf bleiben wird.  Macht euch auch, auf die sensationelle Reise der Gerüche und wandert auf den Spuren eines Mörders. 📚
1 Wow
Von Jean-Baptiste Grenouille, dem finsteren Helden, sei nur verraten, daß er 1738 in Paris, in einer stinkigen Fischbude, geboren wird. Die Ammen, denen das Kerlchen an die Brust gelegt wird, halten es nur ein paar Tage mit ihm aus: Er sei zu gierig, außerdem vom Teufel besessen, wofür es untrügliche Indizien gebe: den fehlenden Duft, den unverwechselbaren Geruch, den Säuglinge auszuströmen pflegen. Dieser Roman ist wirklich ein echter Klassiker. Die beschriebene Atmosphäre ist einzigartig und versetzt den Leser in eine andere Welt. Eine Welt der Grausamkeit, Angst, Emotionen, Neugier und der Düfte. Man wird von dieser Geschichte angezogen und gleichzeitig auch abgestossen. Die Figuren sind lebendig und die kranke Obsession Grenouilles ist fühlbar und angstmachend. Der Autor Süskind spielt mit der Sprache und schafft eine unglaubliche literarische Kraft, die mich in den Bann zieht und nicht wieder los lässt. Sagenhaft gut und sehr beeindruckend in seiner ganzen Form. Die Szenerie wird so bildhaft und genau beschrieben, die Düfte riecht man förmlich und die grausamen Taten scheinen fast real zu sein. So ein Schreibtalent sollte man gelesen haben. Dazu kommt eine Handlung, die zwar abstossend wirkt, aber nachvollziehbar erscheint, weil die Gedanken Grenouilles dem Leser bekannt sind. Dieses Werk einzigartiger Erzählkunst Patrick Süskinds sollte man gelesen haben. Es ist ein Feuerwerk der Emotionen, die beim Lesen explodieren und mitreißen.
1 Wow
In Patrick Süskinds Roman Das Parfum geht es um den in Frankreich im frühen 18. Jahrhundert geborenen Jean-Baptiste Grenouille, der mit einem außerordentlich ausgeprägtem Geruchssinn zur Welt kam. Er durchläuft verschiedenste Lebensstationen, immer auf der Jagd nach neuen Gerüchen, bis er sogar beginnt, für diese zu töten.
Direkt zu Beginn wird man an den ersten Schauplatz von Grenouilles Leben eingeführt und es wird mehr als einmal verdeutlicht, wie sehr Paris zu dieser Zeit doch stank. Schon in den ersten Seiten wird dem Leser bewust, dass Gerüche eine sehr große Rolle in Grenouilles Welt spielen.
 
Den Protagonist Jean-Baptiste Grenouille würde ich als merkwürdig, furchteinflößend und sogar unmenschlich beschrieben. Er interessiert sich nicht für Menschen oder Lebewesen im Allgemeinen; alles, was für ihn zählt, sind die Gerüche von Dingen.
Dadurch, dass er nur durch Gerüche lernt, fällt ihm allerdings auch der Umgang mit abstrakten Begriffen wie Gerechtigkeit, Freude oder Verantwortung schwer. Dies macht ihn zudem umso unberechenbarer.
Ich finde Grenouilles Charakter sehr gut ausgearbeitet. Süskind schafft es, dasss man Grenouille im einen Moment einfach nicht leiden kann, ihn vielleicht sogar abstoßend findet, während man in andere Momenten fast Mitleid mit ihm hat.
Alles in allem würde ich den Protagonisten auf jeden Fall als sehr wechselhaft beschreiben.
 
Des weiteren sind auch die Nebenpersonen gut ausgearbeitet. Es hat mir gefallen, dass der Leser fast immer erfahren hat, wie es den Personen vor und nach Grenouilles Auftauchen erging. Dabei ist mir allerdings auch aufgefallen, dass so ziemlich alle davon ein schlechtes Ende einholt..
 
Durch den drastischen Erzählstil des auktorialen Erzählers nimmt die Geschichte auch relativ schnell an Fahrt auf und wird spannender.
Jedoch, und das wäre mein erster Kritikpunkt: die 7 Jahre, die Grenouille in der menschenleeren Höhle verbracht hat, haben die Spannung sehr abflachen lassen. Außerdem kam mir das ganze zu übertrieben und unrealistisch vor.
Erst als Grenouille in die Zivilisation zurückkehrt, wird die Geschichte wieder spannendner und seine "Laufbahn als Mörder" beginnt so richtig. Dieser Teil hat mir wieder gefallen und ich war gespannt, was das Ende bereit halten würde.
Dieses allerdings hat mir dann gar nicht geallen. Ohne zu viel zu verraten kann ich sagen, dass ich das Ende sehr verstörend und überzogen fand. Im Prinzip ist die ganze Geschichte ja schon relativ unrealistisch, aber das Ende übertraf alles. Es war generell einfach zu viel.
 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich froh bin, dass wir Das Parfum als Schullektüre gewählt haben. Es war spannend, düster und merkwürdig. Und trotz meiner Kritikpunkte kann ich das Buch weiterempfehlen. Es ist definitv etwas Anderes und bietet darüber hinaus sehr viel Platz für Diskussionen und Interpretationen, was Das Parfum zu einer sehr guten Schullektüre macht.
1 Wow
Einige Tage sind nun vergangen, und die Worte fehlen mir noch immer. Den Einstieg empfand ich als ziemlich schwierig, weil ich vom Schreibstil anderes gewohnt bin. Daran muss man sich definitiv erstmal gewöhnen, aber nach dieser "Hürde" wird es definitiv besser. Worum geht's? Es geht um einen Jungen, der anfangs von seiner Mutter nach der Geburt verstoßen wird, da sie vor ihm schon einige Fehlgeburten hatte. Seitdem wird er immer wieder weitergereicht, bis er alt genug ist, für sich selbst zu sorgen. Er selbst hat keinen "Duft", den andere Menschen um ihn herum umgeben. Daraus entwickelt sich eine Faszination an der Geruchswelt, und Parfums haben es ihm besonders angetan. Er lernt bei einem Meister in Paris, wie viele verschiedene Düfte es gibt und wie sie zusammengesetzt ein (gutes) Parfum ergeben. Zunächst jedoch kopiert er jedoch Parfums, die von der Konkurrenz rausgebraucht wurden - und bringt seinem Meister damit wieder den Erfolg ins Haus. Gegen Mitte des Buchs war ich wie gebannt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, so eine krasse Wendung nahm es dann. Man hat auch schon eine Befürchtung, welche Richtung das ganze noch nehmen könnte, und in meinem Fall hat sie sich bewahrheitet. Es versprüht eine Faszination, die einen zugleich erschrecken lässt, wie leicht beeinflussbar der Mensch tatsächlich ist. Ich bin immer noch fasziniert von diesem Buch und werde es wohl noch sehr lange sein!
1 Wow
Dieses Buch musste ich vor wenigen Monaten in der Schule lesen und noch immer beschäftigt es mich sehr. Die Handlung war höchst interessant, denn es geht um Grenouille, der schon seit seiner Kindheit anders ist. Er möchte ein einzigartiges Parfum herstellen und wird aus diesem Grund zum Mörder. Der Schreibstil war absolut fantastisch! Nicht zu langatmig, altbacken oder gruselig. Ebenfalls die Charaktere wurden großartig beschrieben und hatten allesamt ein individuelles Flair. Teils war mir persönlich der Inhalt ein wenig zu verwirrend und die Taten von Grenouille konnte ich ab und zu nicht nachvollziehen. Gegen Schluss des Buches spitzt sich die Handlung ziemlich zu, weshalb ich "Das Parfum" eigentlich nur noch so schnell wie möglich zu Ende lesen wollte. Es hat leider einfach nicht meinen Gedchmack getroffen und mein Herz ist höchstwahrscheinlich lediglich zu sensibel für solche Geschichten. Ich mochte Grenouille natürlich nicht, denn er war mir durchaus unsympathisch und die ganze Atmosphäre des Buches wird ebenfalls irgendwann anstrengend. Meiner Meinung nach ist dies ein Buch, das man gelesen haben sollte, weil es zur Allgemeinbildung gehört. Trotz allem wird es aber sicherlich nicht euer nächstes Lieblingsbuch!
Wow
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