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Brigid Kemmerer

Das Schicksal weiß schon, was es tut

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ZUSAMMENFASSUNG

Gemeinsam das Leben meistern – mit allen Höhen und Tiefen

In einem Augenblick ist Rob der beliebte Sportler, mit dem alle Jungs befreundet sein wollen und dem die Herzen der Mädchen zufliegen. Im nächsten Moment steht er vor einem Scherbenhaufen: Sein Vater hat die Familie in Verruf gebracht, Rob wird zum Außenseiter. Auch für Maegan ist die Schule nach einem entsetzlichen Fehler die Hölle. Ausgerechnet diese beiden müssen gemeinsam an einem Schulprojekt arbeiten. Hat das Schicksal etwa einen Plan für Rob und Maegan? Oder besitzt es einfach nur einen besonderen Sinn für Humor?

Trifft mitten ins Herz: Einfühlsam schreibt Brigid Kemmerer über die schwierigen, schicksalhaften Momente des Erwachsenwerdens!

»Man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen, sobald man angefangen hat. Eine klare Leseempfehlung!« jugendbuch-couch.de

BIOGRAFIE
Brigid Kemmerer denkt sich Geschichten aus, seit sie auf der Highschool war. Sie schreibt, wo immer sie einen Platz zum Sitzen findet, je mehr Lärm, desto besser. Das ist auch gut so, denn sie hat vier Söhne zwischen Kleinkind- und Teenageralter und daher eher geringe Chancen auf stille Stunden. Sie lebt in der Nähe von Baltimore.
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REZENSIONEN
Bewertet von biscoteria, zeilenmeer und 3 andere
biscoteria
zeilenmeer
annajenssen
helga
nachtblume
„Das Schicksal weiß schon was es tut“, ist eine Geschichte, welche zeigt wie sehr unsere Taten oder auch die unserer Eltern, unser Leben beeinflussen können. Wir lesen im Wechsel aus der Sicht von Rob und Maegan. Maegan ist in der Schule sehr unbeliebt, seitdem sie beim Schummeln für einen sehr wichtigen Test erwischt wurde, der dafür sorgte, dass für alle der Test als unzulässig erklärt wurde. Da sie immer super Noten hat und als Streberin gilt, glauben nun alle, dass sie immer betrüge. Rob wird geschnitten, da sein Vater mit den Geldern anderer Leute spekuliert hat und unterschlagen hat. Er wurde von seinem Geschäftspartner Bill angezeigt. Robs Vater hat daraufhin versucht Selbstmord zu begehen, was jedoch nicht glückte und nun ein schwerer Pflegefall ist, welcher Rob mit seiner Mutter pflegen muss. Die Leute sehen somit Rob als Dieb und glauben er wäre in der Geschichte mit eingebunden gewesen. Eins der Opfer des Verlustes des Geldes ist Owen mit seiner Mutter. Er bekommt nur die kostenlose Brote der Schule und lebt an der Armutsgrenze. Ein weiterer Charakter ist Connor, ehemals bester Freund von Rob und der Sohn von Bill, welcher Robs Vater, welcher diesen an das FBI verraten hat. In Maegans Leben ist neben ihrem Problem in der Schule geschnitten zu werden, eine weitere Herausforderung der Umgang mit ihrer schwangeren Schwester Samantha. Die 18-jährige Studentin ist ungewollt schwanger und schweigt gegenüber den Eltern wer der Vater ist. Aber Maegan kennt die Wahrheit und steht zwischen den Stühlen. Alle Charaktere bekommen ihre Zeit und ihren Raum, um sich zu präsentieren und um diese kennen zu lernen. Niemand bleibt oberflächlich, auch die Gefühle aller kommen stark rüber. Schön ist dabei zu lesen das auch die Jungs mal Schwäche zeigen dürfen und emotional sein dürfen, anders als es oft in Büchern ist. Die Geschichte beginnt dabei sehr gerade, mit den Geschichten und Problemen der einzelnen welche für sich bleiben und dann aber miteinander verweben, zueinander finden, sich stützen und versuchen zu helfen. Es werden Entscheidungen getroffen, bereut, verteidigt. Es ist realistisch und es ist verständlich. Man versteht das Handeln der Leute, die Kurzschlussreaktionen und die Gefühle. Selten sind Bücher so nah an der Wirklichkeit. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, wenn die Charaktere aufeinandertreffen und eine Verbindung zueinander aufbauen. Schön ist dabei zu sehen wie sehr sie sich versuchen zu helfen. Auch die Gefühle von Rob und Maegan sind angenehm zu lesen und nicht zu übertrieben wie es leider allzu oft ist. Ein fantastisches Jugendbuch, auch für Erwachsene, welches zeigt das man Vorurteile mal sein lassen soll. Das Fehler verziehen werden sollten und nicht für die Fehler der Eltern, die Kinder verantwortlich gemacht werden sollten.
Wow
Die Autorin hat einen extrem fesselnden Schreibstil, der mich sofort packte und nicht mehr los ließ. Sie schreibt locker, bildhaft, gefühlvoll, leicht und flüssig. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive aus den Sichten von Rob und Maegan. Die Charaktere sind total lebendig gezeichnet, was mir großen Spaß machte zu lesen. Sie haben Ecken und Kanten, sind überzeugend, authentisch und sehr gut ausgearbeitet. Besonders auch Owen habe ich in mein Herz geschlossen. Bei Rob mochte ich seine Liebe zu Büchern total. Außerdem ist er total sympathisch und hilfsbereit. Schade nur das er durch so dumme Ereignisse zum Außenseiter wurde. Auch Maegan war mir auf anhieb sympathisch. Auch sie hat dieses Außenseiter Problem. Aber dennoch setzt sie sich trotz ihrer sensiblen Art für andere ein. Sehr gut finde ich auch, wie gut die Nebencharaktere gezeichnet sind. Sie wirken keinesfalls blass. Ebenfalls konnte ich eine sehr schöne Charakterentwicklung mitverfolgen. Die Geschichte ist überzeugend, realistisch, berührend und sehr gefühlvoll. Sehr gut finde ich das auch Fehler gemacht werden aus denen man eben nicht schnell wieder heraus kommt. Die Geschichte ist Tiefgründig, so wie unterhaltsam und prägend. Auch die Themen Ausgrenzung, Verluste, Ängste und Vorurteile, so wie vertrauen fassen fand ich sehr stimmig rüber gebracht. Ein wirklich schönes Buch. Fazit: Ein wundervolles Leseerlebnis, das ich nicht mehr missen will. Wundervolle Charaktere und eine tiefsinnige Geschichte.
Wow
xThelittleRose
Rob hatte einst, was sich jeder in der Schule wünscht: Ansehen und Beliebtheit. Doch nachdem sein Vater aufgrund von veruntreuten Geldern in der ganzen Stadt geächtet wurde und nur noch den Ausweg des Suizids vor sich sah, liegt diese Zeit nun meilenweit hinter Rob. Selbst sein ehemaliger bester Freund hat ihm den Rücken zugekehrt und das, obwohl Rob ihn jetzt mehr den je brauchen könnte. Durch seine neue Außenseiterrolle bleibt ihm auch nichts anderes übrig, als mit Maegan das nächste Schulprojekt zu machen. Denn auch sie hat in ihrer Klasse keine Freunde, wodurch sie übrigblieb. Für die beiden beginnt eine unerwartete Reise. Während sie zunächst meiden miteinander Zeit zu verbringen oder zu sprechen, müssen sie nach und nach feststellen, dass sie vielleicht doch gar nicht so unterschiedlich sind und vor allem, dass in Rob mehr steckt als ein ehemaliger, aufgeblasener Schulsportler. Sie beginnen für einander wichtig zu werden und das Leben des jeweils anderen ein wenig besser zu machen. Doch Maegans Vater ist einer der Polizisten, die vor einigen Monaten Robs Vater vor Gericht brachten. Dementsprechend wütend ist er, als er um die neue Freundschaft seiner jüngsten Tochter erfährt. Prompt verbietet er ihr den Kontakt mit Rob, doch wird diese sich daranhalten? Und sollte nicht ausgerechnet ihr Vater wissen, dass man nicht die Kinder, für die Fehler ihrer Eltern büßen lassen sollte? Charaktere: Für Rob kann man eigentlich nur einen 'soft spot' haben. Als Leser kann man zwar nicht beurteilen, wie er vor der Geschichte mit seinem Vater drauf war, aber so wie er mittlerweile im Buch dargestellt wird, ist er ein wirklich lieber junger Mann. Mir tat wahnsinnig leid, wie furchtbar er sich wegen der Fehler seines Vaters gefühlt hat. Allein, dass er sich kaum unter die Augen des Bibliothekars getraut hat, war so herzzerreißend, wenn man bedenkt, dass Rob nichts mit der Sache zu tun hatte. Außerdem fand ich es auch wahnsinnig traurig, dass seiner Familie so gar kein Geld geblieben ist, mich hat es jedes Mal mit ihm leiden lassen, als er sein Geld dreimal umdrehen musste. Und dennoch hat er versucht anderen zu helfen, bei denen er wusste, dass es ihnen noch schlechter geht. Während Rob die meiste Zeit mit sich selbst im Konflikt stand, kann ich nur sagen, dass er ein wirklich großherziger und liebenswerter Charakter ist. Ich mochte ihn wirklich, wirklich gerne. Im Vergleich zu Robs Problemen sind Maegans doch ein bisschen unspektakulärer. Dennoch natürlich nicht zu ignorieren. Sie wurde ihr ganzes Leben lang mit ihrer älteren Schwester verglichen. Durch diesen enormen Druck hat sie die ziemlich dumme Entscheidung getroffen bei einem Klassenweiten Test zu schummeln. Als dies aufflog, mussten alle Schüler diese Klausur neu schreiben, wodurch Maegans Ruf nicht gerade positiver wurde. Während sie bisher einfach unbemerkt war, ist sie nun verpönt. Dass ihre große Schwester, zickiger denn je, nun vom College wieder nach Hause kam, ist auch nicht gerade angenehm für Maegan. Zumal diese mit einer ganz schön unerwarteten Neuigkeit bei ihrer Familie in der Tür steht. Schreibstil/Spannungsbogen: Ich habe das Buch wirklich wahnsinnig gerne gelesen. Ich finde, es ist wirklich angenehm und emotional geschrieben. Ich hatte teilweise so viel Mitgefühl und auch Mitleid mit den Charakteren, als wären sie nicht fiktive Personen. Auf der anderen Seite war es dann wiederum einfach so schön, wie die beiden sich entwickelt haben und einander nähergekommen sind. Ich mag ja sehr gerne so Jugendromane, in denen zwei Charaktere zueinanderfinden, die so gar nicht damit gerechnet hätten. Auch die Spannung war meiner Meinung nach gegeben. Ich habe immer wieder gerne zu dem Buch gegriffen und bin in der Geschichte versunken. Fazit: Von mir gibt es eine große Empfehlung für dieses Buch. Mit Mitte zwanzig bin ich jetzt schon länger nicht mehr die Kernzielgruppe von Jugendromanen und kann mich in viele auch nicht mehr richtig hineinversetzen. Bei diesem hier ist dies allerdings nicht der Fall gewesen. Dadurch, dass die Protagonisten nicht eher typische Teenagerprobleme haben, sondern die Konflikte schon deutlich größer angelegt sind, finde ich, kann man auch als etwas älterer Leser der Geschichte viel abgewinnen. Allein dadurch, dass es so toll und gefühlvoll geschrieben ist, denke ich, kann es wirklich einer Vielzahl an Lesern gefallen. Also, wenn ihr mal wieder auf einen richtig schönen Jugendroman Lust habt, unabhängig davon, ob ihr selbst noch jugendlich seid, greift unbedingt zu diesem hier. Es würde mich sehr überraschen, sollte er euch enttäuschen.
Wow
Bisher habe ich kein Buch der Autorin gelesen, aber von diesem hier war ich unglaublich begeistert. Brigid Kemmerer hat einen wahnsinnig tollen Schreibstil, der einen richtig mit den wundervollen Charakteren mitfühlen lässt. Ihr Schreibstil ist dabei sehr flüssig und so gut lesbar, ich konnte mich wirklich nur sehr schwer von dem Buch trennen, weil ich so sehr von Rob und Maegan gefangen war, das ich gar nicht aufhören konnte zu lesen, wohin sie ihr Weg führt. Die Charaktere und ihre Kämpfe, um nach ihren Schicksalen irgendwie weiterzumachen, wirkten so real und greifbar, man kann gar nicht anders als mitzufühlen. Das was mir so gar nicht an dem Buch gefallen hat war das es dann doch viel zu schnell zu Ende war, ich hätte Maegan und Rob noch ewig begleiten können. Rob hatte ich aufgrund seiner sehr traurigen Geschichte sofort ins Herz geschlossen. So sehr wie dieser Junge leiden muss, für einen Fehler, den er gar nicht begangen hat war schon mehr als grausam. Auch Maegan war mir sofort sympathisch, denn sie wirkte einfach so normal und real. Maegan und Rob versuchen beide nur, den Kopf einzuziehen und irgendwie das Schuljahr zu überstehen, nachdem zwei Skandale ihr Leben verändert haben. Maegan ist immer eine sehr gute Schülerin gewesen, doch lebt sie seit Jahren im Schatten ihrer großen Schwester. Um auch so erfolgreich wie sie zu sein, betrügt sie bei dem SAT-Test und dies hat die Konsequenz, dass für alle der Test als ungültig gewertet wird. Von da an wird sie als Lügnerin und Betrügerin gebrandmarkt und niemand will mehr etwas mit ihr zu tun haben. Rob war ein reicher und erfolgreicher Lacrosse-Spieler und ein sehr beliebter Schüler, bevor sein Vater die halbe Stadt betrogen hat. Da er als Praktikant in dem Unternehmen gearbeitet hat wird er von allen beschuldigt, von dem Vergehen gewusst zu haben. Er schwört, von nichts gewusst zu haben, doch niemand glaubt ihm und niemand will mehr irgendetwas mit ihm zu tun haben. Rob ist buchstäblich nichts geblieben. Er macht in der Schule und auch zuhause die Hölle durch, denn sein Vater hat einen Selbstmordversuch unternommen und ist seitdem in einem vegetativen Zustand und Rob muss seiner Mutter bei der Pflege dieses Mannes behilflich sein. Beide sind nur noch darauf bedacht, irgendwie die Schultage hinter sich zu bringen und irgendwie mit sich selbst klarzukommen. Ein Matheprojekt führt die Beiden zufällig zueinander. Widerwillig beginnen sie, sich zu treffen, um an ihrem Projekt zu arbeiten, und stellen ziemlich schnell fest, dass man nicht immer glauben kann, was man über Menschen hört. Sie beginnen sich anzuvertrauen und entdecken, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie dachten.
Wow
Ich weiß gar nicht genau, woran es lag, aber ich habe bei diesem Buch eigentlich mit einer Liebesgeschichte gerechnet. Irgendwie, ist das wohl so eine Angewohnheit bei Jugendbüchern. Nach dem Klappentext rechnete ich damit, dass Maegan und Rob sich über das Matheprojekt näherkommen und sich verlieben. “Das Schicksal weiß schon, was es tut” hat allerdings mehr zu bieten als nur eine schnöde 08/15 Lovestory. Vielmehr geht es um tiefergehende Fragen, die ich mir mit 17 Jahren – zum Glück - nicht stellen musste, um ehrlich zu sein. Es ist interessant zu sehen, wie die Figuren mit ihren Leben umgehen, die momentan alles andere als einfach verlaufen. Das Buch regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern zeigt einem auch, dass man aufhören sollte, vorschnell zu urteilen, dass nicht immer alles ist, wie es scheint und noch viel mehr zeigt es auf, wie wichtig Kommunikation ist. Dabei steht eine Liebesgeschichte absolut im Hintergrund, weil es viel eher um essenzielle Fragen geht. Das hat mir unheimlich gut gefallen! Die Figuren sind nicht nur da, um zu unterhalten und um möglichst sympathisch zu sein, sondern um lebendig und authentisch zu sein. Sie haben ihre Ecken und Kanten, sie sind nicht durchgehend sympathisch und schon gar nicht machen sie alles richtig und das macht sie wirklich besonders, weil man am Ende verstehen kann, wieso ihr Verhalten für sie selbst richtig erschien. Brigid Kemmerer schafft es, durch die Reihe weg, Figuren zu erschaffen, die menschlicher kaum sein könnten. Sie schildert die innere Zerrissenheit und das Abwägen von “richtig” und “falsch” sehr gut und ihr Schreibstil ist generell absolut angenehm. Ich wollte das Buch tatsächlich nicht mehr aus der Hand legen, bis ich mich irgendwann fix und alle ins Bett geschleppt habe. Man liest sowohl aus Maegans Perspektive, als auch aus Robs Sichtweise, was es einfacher macht, die Beiden zu verstehen – was mir durch den grandiosen Stil von Kemmerer auch wirklich nicht schwerfiel. “Das Schicksal weiß schon, was es tut” ist einnehmend und fesselnd. Ich habe die Figuren ins Herz geschlossen und möchte mich eigentlich noch gar nicht von ihnen verabschieden, weil es so viel Spaß gemacht hat, Maegan und Rob auf ihrer Reise durch den Dschungel voller Fragen, die das Leben so mit sich bringt, zu begleiten. Ich bin so froh, dass es mehr ist, als nur die seichte Liebesgeschichte, die ich zu Beginn erwartete, denn nun fehlen mir trotz allem ein bisschen die Worte um zu beschreiben, wie sehr ich mich in das Buch und in das, was es aussagen möchte, verliebt habe. Dieses Buch hat meine Erwartungen in allen Belangen weit übertroffen. 5 Sterne, Jahreshighlight, dicke Leseempfehlung.
Wow

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