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Deine Briefe lege ich unter die Matratze
Astrid Lindgren, Sara Schwardt

Deine Briefe lege ich unter die Matratze

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ZUSAMMENFASSUNG
Ein Blick in die Seele von Astrid Lindgren! Am 15.4.1971 schreibt die zwölfjährige Sara an die von ihr so bewunderte Autorin Astrid Lindgren und bittet sie um eine Filmrolle. Die Rolle erhält sie nicht, aber der Brief markiert den Beginn einer engen Brieffreundschaft, die bis zum Tod von Astrid Lindgren 2002 anhält. 50 Jahren Altersunterschied zum Trotz schreiben die beiden sich rund 80 Briefe, in denen sie ihre Gedanken über das Leben, die Liebe und die Menschen austauschen. Einzigartig und sehr persönlich: eine Neuentdeckung aus dem Astrid-Lindgren-Archiv der Königlichen Bibliothek in Stockholm mit vielen Fotos und Faksimiles der Originalbriefe!
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.10.2015
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783789129438
Sprache
German
Seiten
237
Schlagworte
Sara Schwardt, Astrid Lindgren, Literatur, Schweden, Schriftstellerin, Briefe, Biografie
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REZENSIONEN
Bewertet von sommerlese und Sabrina K
sommerlese
sabrinak
Die zwölfjährige Schwedin Sara Ljungcrantz richtet 1971 einen Brief an die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Sara will Schauspielerin werden und erhofft sich dabei Unterstützung. Die Schriftstellerin, die es sonst bei einem kurzen Brief an ihre Fans belässt, antwortet - und schreibt Sara immer wieder. In 30 Jahren kommen über 80 Briefe zusammen. "Life is not so rotten as it seems" - das Leben ist nicht so mies, wie es erscheint. Astrid Lindgren ist für mich der Inbegriff einer Autorin. Ihre Figuren, allen voran Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga trugen mich durch meine Kindheit. Ihr verdanke ich meinen Leseeifer, Phantasie und viele Geschichten, an die ich mich auch heute noch gern erinnere. Welches Bild zeigt sich nun in den Briefen über die Person Astrid als Mensch? Sara, 12 Jahre alt, schwänzt und ist unbeliebt in ihrer Schule. Sie möchte Schauspielerin werden. In ihrem Brief an Astrid Lindgren bittet sie sie um Hilfe für eine Hauptrolle und kritisiert gleichzeitig die schauspielerische Leistung von Annika und Thomas in der Pippi Verfilmung. Die Absage Lindgrens ist scheinbar überdeutlich ablehnend und Sara entschuldigt sich für ihr Anliegen. Diese erste Antwort Lindgrens ist nicht mehr existent, zu eindeutig war vielleicht die Kritik. Jedenfalls schweigt sich Schwardt über den Inhalt aus, angeblich aus Rücksicht auf die Autorin. Was sie aber nicht davon abhält, diese Briefe zu veröffentlichen, die auf Wunsch Astrid Lindgrens unter Geheimhaltung fielen. Waren es finanzielle Gründe oder der Reiz auch berühmt zu sein? Doch etwas an ihrem Entschuldigungs-Brief rührt die Autorin und es entsteht ein tieferes Interesse für das sprachgewaltige, aber auch schwierige Kind. in den folgenden Jahren gibt es einen regen Briefwechsel, der zeigt wie Astrid Lindgren dem Mädchen Mut zuspricht und sie zu einem positiven Selbst aufbaut, sie immer wieder motiviert. Manchmal kommt mir das Ganze wie eine psychologische Hilfe vor, denn Astrid Lindgren hielt an diesem Briefwechsel trotz eigener Probleme oder Zeitmangel fest. Ich glaube, Astrid Lindgren ist wohl wirklich so ein liebenswürdiger und herzlicher Mensch gewesen, wie es aus den Briefen zu ahnen ist. Sie mischte sich immer wieder in aktuelle politische Debatten ein und kämpfte bis zu ihrem Tod 2002 für die Rechte von Kindern. Doch nun zu Sara! Sie ist ein schwieriger Typ und wurde von Astrid Lindgren stets respektiert und wiederholt ermutigt, ihr Leben in den Griff zu bekommen und auf einen guten Ausgang zu hoffen. Ob es das Schwänzen war, die Raucherei oder ihr angeblich geringes Selbstbild, Astrid fand die richtigen Worte, um dem Kind Verständnis und Nähe zu spenden. Auch als Teenie zeigt Sara wie sie um Aufmerksamkeit buhlt. Sie bezeichnet sich als häßlich, um von ihrer Brieffreundin das Gegenteil zu hören/lesen. Sie bekam stets eine liebevolle Antwort, auch wenn Astrid selbst Sorgen hatte. Wie es Astrid ging, dafür hat sich Sara aber nie wirklich interessiert. Denn als wirklich Trost nötig war, Lindgren hatte ihren Bruder und die Haushälterin verloren, kam von Sara kein Brief, keine Anteilnahme. Diese Brieffreundschaft ist in meinen Augen eine sehr einseitige und zeugt von dem selbstlosen Einsatz einer wunderbaren Frau und einem großherzigen Menschen, Astrid Lindgren. Inwieweit die Briefe von Sara ehrlich waren, bleibt für mich fraglich. Mich hat die Bettelei nach Jobs und Geld unangenehm berührt und besonders die Veröffentlichung der Briefe unter Missachtung des Geheimhaltungswunsches erscheint mir suspekt.
2 Wows
Sara schreibt als junges Mädchen einen Brief an ihr großes Idol Astrid Lindgren und wider Erwarten antwortet diese auch noch. Über die Jahre hinweg entsteht eine Freundschaft und einer tiefer Austausch, der doch grundlegend verschiedenen Frauen. Über 30 Jahre hinweg tauschen sie mehr oder weniger regelmäßig ihre Gedanken in Briefform aus - ohne sich jemals zu treffen. Bis zu Astrid Lindgrens Tod im Jahre 2002 besteht der Kontakt. Sara sammelt und rekonstruiert mit Hilfe von Astrids Nachlass den Briefwechsel und schreibt ihn nieder. Neben uns gewöhnlichen Lesern zeigt sich Astrid auch ihrer Familie mit einer ganz neuen Seite und eröffnet ihre Gedanken- und Herzenswelt ihrer Nachwelt. Ein Muss für jeden Astrid Lindgren-Fan und ein tolles Beispiel dafür welches Level eine Freundschaft erreichen kann. Nicht nur die Jungen können von den Alten lernen, sondern auch andersrum. Das zu erkennen und zuzulassen, zeugt von Weisheit. Manchmal ist Saras Art und Weise zu schreiben und zu erzählen zwar anstrengend, aber so waren wir wohl alle in der Pubertät ;-)
Wow
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