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ZUSAMMENFASSUNG
Neujahr 1889. In Edinburghs berüchtigter Irrenanstalt ermordet ein gefährlicher Psychopath eine Krankenschwester. Kurz bevor ihm die Flucht gelingt, unterhält er sich mit einer jungen Patientin, die seit Jahren kein Wort gesprochen hat. Wieso hat sie ihr Schweigen gebrochen? Sind die Gerüchte von schwarzer Magie wahr, die in den Fluren der Anstalt kursieren? Inspector McGray geht der Fall sehr nahe, denn die junge Frau ist seine Schwester. Zusammen mit seinem Partner Ian Frey verfolgt er den Mörder durch das ganze Königreich - bis zum Pendle Hill, Sitz der gefürchteten Hexen von Lancashire, wo die beiden genialen Ermittler einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur kommen ...
BIOGRAFIE
Oscar de Muriel wurde in Mexico City geboren und zog nach England, um seinen Doktor zu machen. Er ist Chemiker, Übersetzer und Violinist und lebt heute in Cheshire. Mit seiner viktorianischen Krimireihe um das brillante Ermittlerduo Frey und McGray feiert er in seiner neuen Heimat und darüber hinaus große Erfolge.
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REZENSIONEN
Bewertet von phantastische_flu..., misery3103 und 3 andere
phantastische_fluchten
misery3103
gwen
archer
wuschel
phantastische_fluchten
Eigentlich hatte Ian Frey nicht vor lange im verhassten Edinburgh zu bleiben. Als zivilisierter und gebildeter Engländer hasst er den breiten Dialekt der Schotten, ihr Auftreten und ihr bäuerliches Gehabe. Vor allem Adpolphus McGray, mit dem er zusammen arbeiten muss, ist das klassische Beispiel eines verhassten Schotten, laut und vulgär. An Neujahr 1889 werden er und Inspector McGray in die Irrenanstalt gerufen, in der auch McGrays kleine Schwester Patientin ist. Ein Mord hat stattgefunden und ein Patient ist geflohen. Doch für den schottischen Ermittler ist dies nicht das wichtigste Ereignis der Nacht. Eine der Pflegeschwestern sagt aus, dass Amy McGray das erste Mal seit fünf Jahren gesprochen hat. Und zwar mit dem flüchtigen Patienten. Nun setzt der Inspector alles daran, diesen Mann ausfindig zu machen. Dabei lässt er jedes Vorschrift und jede Vorsicht außer acht. Das schon sehr angespannte Verhältnis zwischen Ian Fray und McGray wird auf eine harte Probe gestellt und bald stehen sich die beiden Männer feindlich gegenüber. Ist McGray noch er selbst oder wurde er verhext? Nicht anders vermag sich sein Kollege dessen irrationales Verhalten erklären. Kommentar: Während der erste Band noch voller Lokalkolorit und Humor war, bleibt dem Leser hier das Lachen im Halse stecken. Zu furchtbar sind die Szenarien, zu brutal die Morde, als das die Frotzeleien der beiden Ermittlern uns noch ein schmunzeln entlocken könnten. Zumal sich beide immer mehr entfremden und nicht mehr an einem Strang ziehen. Ian Frey möchte, dass McGray von dem Fall abgezogen wird, da seine Schwester involviert scheint. Frey weiß, dass der Schotte seine Schwester abgöttisch liebt und alles für sie tun würde. Was er auch bald unter Beweis stellt. Sie verfolgen die Spur des Täters und kommen einem Jahrhunderte altem Fluch auf die Spur. Am 31. Oktober 1624 wurden auf Pendle Hill sechs Hexen an den Galgen geführt. Sie verfluchten den Mann, der für ihre Verurteilung verantwortlich war und dieser verstarb noch in der gleichen Nacht. Nun scheint dieser Fluch bis in die Gegenwart zu reichen und sich zu erfüllen. Ian Frey ist zwar ein moderner und aufgeklärter Mann, doch auch er kann sich dem Unheimlichen nicht entziehen. Die Spur führt die beiden Ermittler bald nach England. Hier haben sie keinerlei Befugnisse doch das ist McGray egal. Wie eine Axt im Wald schiebt er jeden aus dem Weg und bricht alle Regeln des Anstandes, um des Flüchtigen habhaft zu werden. Als Frey sich weigert, ihm weiter zu helfen, schlägt McGray ihn nieder und entführt ihn kurzerhand. Mir hat der zweite Band bei weitem nicht so gut gefallen wie Band eins. Das erste Drittel ist durchaus spannend und der Leser fiebert mit, um zu erfahren, was Amy gesagt hat. Auch die Ereignisse in Lancaster sind durchaus noch glaubhaft aber die weitere Entwicklung Richtung Pendle Hill erinnert eher an einen Schauerroman von Wilkie Collins. Hexen, Flüche, Zaubertränke, Verschwörungen, das ist des Guten zu viel und weniger wäre mehr gewesen. Leider geht das auf Kosten der beiden Charaktere, von deren Entwicklung ich wesentlich mehr erwartet hätte. Ich finde, da hat der Autor seine Chance vertan, ein tolles, sehr ambivalentes Duo zu kreieren und damit den Leser zu fesseln und an sich zu binden. Das Sittengemälde der damaligen Zeit hat Oscar de Muriel allerdings sehr gut getroffen und anschaulich, in klaren Worten beschrieben. Ich mag Romane, die Ende des 19. Jahrhunderts spielen und habe schon viele davon gelesen. Der Autor braucht sich hinter seinen Kollegen nicht verstecken. Ich werde sicherlich auch Band drei lesen, in der Hoffnung, dass das Augenmerk wieder auf die beiden unterschiedlichen Ermittler gelegt wird und der daraus resultierende Humor wieder aufblitzt. In diesem Fall ist die Stimmung zu aggressiv, McGray zu sehr außer Rand und Band und Frey agiert wirklich fast wie ein Mädchen, als dass mir die Geschichte
2 Wows
Hexen hexen 3,5 Sterne In der Anstalt, in der McGrays Schwester Patientin ist, wird eine junge Frau getötet. Lord Ardglass, der ebenfalls ein Zimmer in der Anstalt bewohnt, ist verschwunden. Frey und McGray machen sich auf die Suche nach dem Mann und geraten mitten in ein Gewirr aus Hexenwerk. Können sie den Lord zurückbringen und die Hexen besiegen? Frey und McGray sind zurück – und wieder müssen sie sich mit dem Bösen herumschlagen, während sie sich immer noch nicht mehr mögen. Das macht auch diesen Teil wieder sehr amüsant, weil die beiden sich so sehr streiten und schlagen, bis sie sich endlich zusammenraufen. Dieser Fall hat mir nicht ganz so gut gefallen wie der erste Teil, weil hier zu wenig Interaktion zwischen Frey und McGray ist. Im Gegenteil: Sie bekämpfen sich richtiggehend, weil Nine Nails so besessen davon ist, Lord Ardglass zu finden, der angeblich mit seiner seit Jahren verstummten Schwester geredet haben soll. Um zu erfahren, worüber sich die beiden unterhalten haben, ist ihm jedes Mittel recht. Trotzdem ist der Fall wieder spannend, denn diesmal bekommen es die beiden Ermittler mit einer Menge rücksichtsloser Hexen zu tun, die alles tun, um einen alten Fluch wahr werden zu lassen. Ich bin trotz allem noch gespannt auf den nächsten Teil der Reihe und werde die beiden Ermittler gerne wieder begleiten. Für diesen Fall gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen!
Wow
Diese Buch hat mich von vorne bis hinten begeistert. Schon jetzt zählt es zu meinen Jahreshighlights und ich kann einfach nicht oft genug betonen, wie fantastisch das Buch ist. Das Cover ist in Schwarz und Weiß mit roten Akzenten gehalten und verrät nichts von der Handlung. Die Umgebung wurde traumhaft beschrieben, die Charaktere haben sich wunderbar weiterentwickelt und Witz hat dieser Geschichte auch nicht gefehlt. Ian Frey und McGray könnten kaum unterschiedlicher sein, dennoch wachsen sie in der Geschichte ein wenig zusammen und decken ein unfassbar komplexes Geheimnis auf. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn nie wurde es langweilig- im Gegenteil, man wollte immer sofort wissen, wie es weitergeht, da so viele Dinge geschahen, die man gar nicht erwartet hatte. Die Geschichte enthält so ziemlich alles, was man für ein grandioses Buch braucht (zumindest in meinen Augen): es spielt in Schottland, Sagen und Legend und der Glaube an das Übernatürliche kommen vor, es geht um Hexen und es hat wunderbare und einzigartige Charaktere. Frey, der mich oft an mich erinnert, ist sehr pflichtbewusst und ordnungsliebend und scheut vor Regelbruch zurück. Zudem ist er immer darum bemüht, höflich und freundlich zu sein und versucht, alles immer jedem rechtzumachen. McGray ist da ein wenig anders. Er ist ein kleiner Miesepeter und lässt seine schlechte Laune an anderen aus. Er scheut nicht davor zurück, Dinge mit der Faust zu regeln und sagt frei heraus, was und wie er über andere denkt. McGray glaubt- im Gegensatz zu seinem Partner- an das Übernatürliche und ist davon fasziniert (dem kann ich mich nur anschließen, ich lese und schau unheimlich gerne etwas für Paranormale Sachen). Ich kann dieses Buch jedem weiterempfehlen, der sich (so wie ich) sowohl für Schottland als auch für Hexen interessiert und ein Herz für ein wenig dunklen Humor hat.
Wow
Chief Propaganda Officer
Es ist nicht gerade so, dass sich der snobistische, englische Dandy Frey besser in Edinburgh eingelebt hat, und mit seinem polternden, groben Chef McGray kommt er auch noch nicht besser aus. Da werden sie ausgerechnet in die Einrichtung gerufen, in der McGrays jüngere, verrückte Schwester behandelt wird. Der Schotte hat die Hoffnung nie aufgegeben, dass sie wieder normal wird und mit ihm redet, doch das tut sie nie. Als jetzt eine Krankenschwester tot aufgefunden wird und ein flüchtiger Patient der Tat verdächtig ist, verfolgen Frey und McGray ihn quer durch Schottland und bis nach Lancashire. Sie werden mit grausigen Taten, Hexen und Flüchen konfrontiert und mehr als einmal muss der modern denkende Frey seine Ansichten neu ausrichten. Also erst einmal war der Fall selbst genauso spannend wie der erste. Auch das Eintauchen ins Ende des 19. Jahrhunderts gelang wieder wunderbar, der Autor schafft es gut, die historischen Gegebenheiten einzubinden. Manches Mal scheinen die Sprüche der beiden vielleicht etwas zu modern, aber so lässt es sich zumindest besser lesen. Was mir nicht gefallen hat, war die übertriebene und fast schon eines Supermannes würdige Fähigkeit der beiden Polizisten einzustecken. Sie wurden extrem verprügelt, angezündet, auf sie geschossen samt Kugeln im Körper, vergiftet und wanderten halb verhungert und mit nicht angemessener Kleidung quer durch einen Schneesturm. Dazu kommt, wie schnell diverse Mordanschläge mal einfach abgewinkt wurden - na ja, der mögliche Täter hatte ja einen Grund. Ich weiß nicht, ich wäre wohl nicht so schnell in der Lage zu verzeihen. So habe ich das Buch zwar recht gern gelesen, aber so manches Mal gedacht, dass weniger manchmal einfach mehr wäre. 3,5/5 Punkten.
5 Wows
Beschreibung: Neujahr 1889, Edinburgh Nachdem Frey in die wohlverdienten Ferien gereist war, wartet nach seiner Rückkehr schon der nächste suspekte Fall mit McGray auf ihn. Ein Insasse aus der örtlichen Irrenanstalt ermordet eine Schwester und flieht aus dem gut gesicherten Gebäude. Auf seiner Flucht hinterlässt er eine Spur aus Toten, denen die Ermittler versuchen zu folgen um den Psychopathen aufzuhalten. McGray hat außerdem noch einen ganz persönlichen Grund den Flüchtigen zu fassen. In der Anstalt wurde berichtet, dass seine Schwester, die seit Jahren kein Wort gesagt hat, scheinbar mit eben diesem Mann geredet hat. Eine Hetztjagd durch das Königreich beginnt, doch mit dem was die Ermittler schließlich entdecken, hätte keiner von ihnen gerechnet. Meinung: Nach dem ersten Band, hätte ich eigentlich erwartet, dass die Beiden einen Weg finden um besser miteinander zu arbeiten. Eventuell einen halbwegs normalen Umgang zu pflegen. Doch stattdessen wurde ich in diesem Band mit einer Brutalität seitens McGray konfrontiert, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ich muss ihm zugutehalten, dass er nichts dafür konnte, aber dennoch hat mich das etwas überrascht und der Geschichte einen dezenten Dämpfer gegeben. Es war nicht nur McGray, der verhältnismäßig über die Stränge schlug. Im Vergleich zum Vorgänger, war es in meinen Augen um einiges gewalttätiger. Die Ermittlungsarbeit rückte dadurch ziemlich in den Hintergrund. Stellenweise hat man außerdem das Gefühl, dass Tage vergangen sind, dabei scheinen es oftmals nur wenige Stunden zu sein, bis sich die Protagonisten – halb tot geprügelt – zum nächsten Ort des Geschehens schleppen. Was jedoch wieder sehr schön in die Geschichte integriert wurde, war die Tatsache, dass so vieles Übernatürliches doch auf plausible Art erklärt werden kann. Wer sich ein wenig mit den damaligen Verhältnissen auseinander setzt, wird schnell feststellen, dass Hexen oftmals einfach Frauen waren, die sehr viel Geschick und Wissen in Kräuterkunde an den Tag legten. Sie waren nichts anderes als Heilerinnen, oder eben das Gegenteil. Dies hat der Autor in meinen Augen richtig gut in dem Buch zur Geltung gebracht. Nach wie vor bin ich sehr hin und hergerissen, wie ich das Buch nun finden soll. Es hat mich gut unterhalten, aber bei weitem nicht so gut, wie der erste Band. Die Charaktere haben sich nicht ganz so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt hatte – was aber wie gesagt auch Gründe hatte, wodurch sich ein Bild ergibt. Die Geschichte war mir fast etwas zu rasant und brutal. Nichts desto trotz war die Story an sich gut und schlüssig. Auch der Schreibstil war wie gewohnt schön zu lesen. Fazit: Eine nette Unterhaltung, aber man sollte nicht dasselbe erwarten wie vom Vorgänger. 3,5 von 5
Wow
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