mojoreads
Community
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Warum musste Rita sterben? Wer hat die Supermarktverkäuferin, die doch nie jemand etwas zuleide getan hat, auf dem Gewissen? Hat die 53-jährige wirklich ihr Todesurteil unterschrieben, als sie eines Tages etwas mit nach Hause genommen hat, was sie besser im Laden gelassen hätte? Offiziell ist der Fall abgeschlossen - aber da ist einer, der nicht aufgibt. Ein Polizist, der scheinbar wie besessen Fragen stellt - und Ritas Tod bis zum Ende nicht akzeptieren will...
BIOGRAFIE
Bernhard Aichner (1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017. Die Thriller seiner Totenfrau-Trilogie standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft, u.a. auch nach USA und England. Mit BÖSLAND schloss er 2018 an seine internationalen Erfolge an.
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von lesewunder, stefanb und 3 andere
emislesewunder
stefanb
aly
mattisbuecherecke
jennyweichsel
Der Fund war das erste Buch, welches ich vom Autoren gelesen habe und ich bin wirklich begeistert. Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Ich habe vorher noch nie etwas vergleichbares gelesen. Wir bekommen die Geschichte zum einen aus Dialogen erzählt die der Ermittler mit den Verdächtigen führt. Zum anderen erleben wir mit Rita Dalek ihre Geschichte. Der Autor hat die Gefühlswelt und die Gedankenwelt von Rita Dalek unfassbar gut dargestellt. Das große Ganze fügt sich durch diese beiden Arten die Geschichte zu erzählen zusammen. Dadurch das wir die anderen Figuren nicht nur aus Rita's Erzählungen kennenlernen sondern auch aus den Dialogen kann man sich von diesen ein sehr gutes Bild machen. Ich muss zugeben das ich zu Beginn ein wenig Skeptisch war da mir die Richtung in welche die Geschichte gegangen ist nicht ganz so gefallen hat. Aber der Autor hat alles raus geholt es ist einfach nur Spannend und unvorhersebar. Ich habe mit diesem Ende überhaupt nicht gerechnet. Das war definitiv nicht das Letzte Buch von dem Autoren für mich. Ganz klare Empfehlung
1 Wow
„An einem bestimmten Punkt im Leben kann jeder zum Verbrecher werden. Auch Sie und ich.“ [62] Mit „Der Fund“ gelingt dem Autor Bernhard Aichner ein Roman, ich sage extra nicht Thriller, da es für mich eher ein Spannungsroman war, der sich von dem Gros abhebt. Sprachlich macht Aichner keine Eskapaden, der Schreibstil ist sehr eingängig. Am Anfang der Geschichte bekommen wir als Leser*innen eigentlich schon alles geliefert, was bei anderen Thrillern sich peu à peu präsentiert. Immer wieder werden die Rückblenden in Ritas Leben durch Dialoge eines namenlosen Polizisten unterbrochen. Wobei unterbrochen wahrscheinlich das falsche Wort ist, denn mit den Befragungen nimmt auch der Kenntnisstand der Leser*inenn zu. Es sind Puzzlestücke, die sich zu einem großen Gesamtbild zusammensetzen. Die Geschichte selbst ist eigentlich ziemlich geradlinig: Ein Fund der dein Leben verändern könnte bzw. auch wird. „Rita Dalek, dreiundfünfzig Jahre alt. Ehefrau, Hausfrau, Putzfrau. Keine Wünsche, keine Träume, kein Aufbegehren in all den Jahren, unsichtbar ist sie. Nie hat sie ein Risiko eingehen wollen.“ [53] Und doch geht die Protagonistin Rita ein Risiko ein, in der Hoffnung es böte sich „ein Ausweg aus ihrem tristen Leben.“ [148] Wo so oft bekommt man selten die ganze Wahrheit geliefert. Man ist mit Wendungen konfrontiert, die man nicht alle so kommen gesehen hat. „Der Fund“ ist ein Roman in dem nicht arg viel passiert, der aber trotzdem so spannend ist, dass man immer weiterlesen möchte, neugierig ist auf das, was einen erwartet.
Wow
Susanne Matiaschek
Eine unbescholtene Supermarktverkäuferin , ein Fund , der ihr Leben komplett verändert. Eine tote Frau und ein Polizist, der die Wahrheit aufdecken will und nicht ruht. Bis zum letzten Moment. Wo Aichner draufsteht, ist ein ziemlich genialer Thriller versteckt. Seit der Trilogie um Brunhilde Blum, bin ich ein großer Liebhaber seiner Bücher. Was vor allem an seinem unverwechselbaren Schreibstil liegt. Kurz,knackig, präzise. Einnehmend, bildhaft, fesselnd. Den Plot, den er rund um Rita Dalek aufgebaut hat, ist simpel wie auch genial zugleich. Wir haben zwei Möglichkeiten im Leben. Wir können auf der Stelle treten und mit dem Strom schwimmen. Oder wir brechen aus, wagen etwas und stellen uns der größten Herausforderung unseres Lebens. Rita entscheidet sich für letzteres. Als sie ein für sich, lebensverändernden Fund macht. Ein Fund, der sie von einer pflichtbewussten, unscheinbaren Frau, in einen Mensch verwandelt, den niemand wiedererkennen würde. Am wenigsten sie selbst. Doch Rita ist tot. Was also ist passiert? Bernhard Aichner entwirft hier eine Person, die wandlungsreicher und vielschichtiger kaum sein könnte. Dabei lernt man Stück für Stück , die wahre Rita Dalek kennen. Eine Frau, die vom Leben nie etwas geschenkt bekam. Mit Verlust und Schmerz kämpfen musste. Ich mochte Rita von erster Sekunde an. Sie ist eine Frau, die an ihre Grenzen geht und zum ersten Mal entdeckt, was tatsächlich in ihr steckt. Sie akzeptiert nicht länger ihr Dasein. Sie verändert es von Grund auf und fängt an zu leben. Von Anfang an hatte ich keine Zweifel, das der Plot sich bewahrheiten würde. Der Autor hat hier eine Geschichte entworfen, die genialer und nervenzehrender kaum sein könnte. Dabei wird das Ganze von unterschwelliger Spannung begleitet. Er versieht es mit sehr viel Tiefgründigkeit und sehr viel Finesse. Wir haben es mit zwei Handlungssträngen zutun, die ziemlich genial ausgearbeitet wurden. Dabei begleitet man zum einen den Polizisten, der den Fall aufklären will. Er erinnerte mich etwas an Columbo, was mir wirklich gut gefallen hat. In Form von Gesprächen lernt man nicht nur den Polizisten, sondern auch die Leute in Ritas Umfeld näher kennen. Was für mich unheimlich interessant zu beobachten war. Wir bewegen uns in Kreisen, die nicht immer schön und glanzvoll sind und so einige Abgründe offenbaren. Und daneben lernt man auch Rita immer besser kennen. Versteht was sie tut und was ihre wahren Ziele im Leben sind. Mich hat ihr Schicksal wirklich berührt. Aber noch mehr tat dies Gerda. Denn da hat mich der Autor wirklich überrascht. Er geht sehr einfühlsam zu Werke und zeigt wie wertvoll Freundschaft und Vertrauen sind. Er zeigt wo Schmerz , Angst und Verzweiflung verborgen sind. Er zeigt , warum die Freundschaft zwischen Gerda und Rita so ungemein wertvoll ist und was sie im Endeffekt ausmacht. Diese Geschichte hat mich vollkommen fasziniert. Ich war erstaunt, wie simpel und genial zugleich alles aufgebaut wurde. Ich weiß nicht wie der Autor das macht. Aber ich habe ihm jedes einzelne Wort abgenommen. Denn hier geht es nicht nur um Mord und Verbrechen. Es geht auch um Moral, Verständnis und Vertrauen. Machtmissbrauch, Gier und Rivalität. Und was wäre das Ganze ohne die Liebe. In diesem Punkt kommen sehr viele Emotionen ins Spiel. Ich hab geschmunzelt, es ausgekostet und einfach inhaliert. Es wurde hier nicht nur ein sehr brillianter Thriller geschrieben, der durchweg in Atem hält. Er gibt auch etwas zum nachdenken mit und das finde ich besonders wichtig. Ein Thriller der ohne viel Blut, aber dafür mit extrem hoher Spannung und mit Charakteren auskommt, mit denen man sich identifizieren kann. Denn diese Story könnte überall passieren. Was sie für mich auch so authentisch macht. Die Charaktere sind absolut lebendig und greifbar. Man hasst und liebt sie gleichermaßen. Keiner ist wie der andere. Sie entwickeln und entfalten sich stetig weiter und so tut es auch diese Geschichte. Beendet wird das Ganze mit einem ziemlich überraschenden und raffinierten Schlussgong, der es nicht nur perfekt abrundet, sondern mich auch komplett sprachlos gemacht hat. Fazit Mit der Trilogie rund um Brunhilde Blum, hat Bernhard Aichner richtig eingeschlagen. Mit “Der Fund” bringt er erneut eine ziemlich gewagte, wie auch simple Thematik ins Spiel, die enorm interessant und vielschichtig aufgebaut wurde. Aufs neue bin ich absolut begeistert über seine Art zu schreiben. Kurz, knackig, präzise, rasant. Ein typischer Aichner eben. Ein Thriller, der nicht nur extrem spannend und wendungsreich ist. Sondern auch etwas zum nachdenken mit auf den Weg gibt. Ein absolutes Highlight. Ich bin komplett begeistert
Wow
mattisbuecherecke
Meine Meinung Der Schreibstil und der Aufbau des Buches sind sehr speziell. Und auch wenn ich das so nicht kenne, war ich sehr schnell im Rhythmus der Geschichte. Mir gefällt dieser wechselnde Blickwinkel unheimlich gut. Ich denke, das trägt dazu bei den Spannungsbogen kontinuierlich auf einem hohen Niveau zu halten, was hier meiner Meinung nach hervorragend gelingt. Auch die Undurchschaubarkeit der beiden Hauptcharaktere (Rita und der Kommissar) finde ich unheimlich gut gemacht. Ich war direkt in der Geschichte drin, und dadurch, dass ich ja tägliche Leseabschnitte von ca. 50 Seiten hatte, hab ich das Buch noch viel intensiver gelesen, als ich es sonst vielleicht getan hätte. Fazit Dieses Buch hat mich vom Beginn bis zum Ende einfach überzeugt und wahnsinnig gut unterhalten. Spannung und Schreibstil hat für mich hundert Prozent gepasst, und es war sicher nicht das letzte Buch, das ich von Bernhard Aichner gelesen habe. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung für all diejenigen, die literarisch gerne mal besondere Wegen beschreiten.
1 Wow
Leider eher eine faule Banane, als der glorreiche Drogenfund. Es war mein erstes Buch von Ihm und wird auch mein letztes bleiben. Es hat mich einfach nicht überzeugt. Der Schreibstil ist das erste was ich schrecklich fand. Kurze, abgehackte Sätze. Kann er denn nicht einen einzigen Satz zu Ende führen? Das war sehr nervig und anstrengend zu lesen. Gut fand ich die abwechselnden Erzählformen zwischen den Rückblenden, den Verhören des Kommissar und den Dialogen der Protagonisten. Denn diese einzelnen Stränge führen am Ende die Story zusammen. Spannung kam bei mir leider gar nicht auf. Und die Handlung fand ich für mich doch sehr vorhersehbar. Das Ende hat mich zwar überrascht, konnte mich aber trotzdem nicht überzeugen, da ich es doch sehr weit hergeholt finde. Auch fand ich die Handlungen der Protagonisten oft nicht nachvollziehbar und nicht sehr glaubwürdig. Ich bin leider mit keinem der Protagonisten warm geworden. Dadurch, dass bei mir keine Spannung aufkam, würde ich es als Kriminalroman bezeichnen. Es wird mein einziges Buch von ihm bleiben, da mir sein Schreibstil leider gar nicht gefällt. Ich kann leider keine Leseempfehlung geben.
Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook