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Der Gesang der Flusskrebse
Delia Owens

Der Gesang der Flusskrebse

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ZUSAMMENFASSUNG
"Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert." The New York Times Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben - mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.
BIOGRAFIE
Delia Owens, geboren in Georgia, lebt auf einer Ranch in Idaho. Über zwanzig Jahre erforschte die Zoologin in verschiedenen afrikanischen Ländern Elefanten, Löwen und Hyänen. Als Kind verlebte Owens die Sommerurlaube mit ihren Eltern in North Carolina, wo auch ihr Romandebüt spielt.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
22.07.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783446264199
Sprache
German
Seiten
459
Schlagworte
North Carolina, Lily King, Krimi, Prozess, Reese Witherspoon, Biologin, Liebe, Familiengeschichte, Hello sunshine, 50er, Mord, Harper Lee, Marschland, Delia Owens, Grüne Tomaten
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REZENSIONEN
Bewertet von everywherebooksan..., nonostar und 3 andere
everywherebooksandtea
nonostar
seehase1977
coffee_and_goodbooks
kate
everywherebooksandtea
Chase Andrews stirbt plötzlich in der Küstenstadt Barkley Cove. Die Bewohner sind sich einig, dass ein Marschmädchen namens Kya diesen Mord ausgeübt hat. Kya Clark, die Protagonistin ist ein sechs Jahre altes Mädchen, welches eine zerbrochene Familie hat . Sie wird als Marschmädchen betitelt, da sie unter sehr einfachen Bedingungen lebt. Da das Buch zwei verschiedenen Zeitebenen aufweist, verfolgen wir die Geschichte von der Protagonisten als sie heran wächst. Auf der zweiten Zeitebene wird der Mord an Chase in Bezug zu kya thematisiert. So stellt man sich die Frage, inwiefern die Protagonistin in Bezug zum Mord steht. Warum wird ausgerechnet sie beschuldigt? Das Cover so wie der Titel sind sehr ungewöhnlich, so dass man hinterfragt wie sie in Beziehung zu der Geschichte stehen - vor allem die Flusskrebse. Der Einstieg in das Buch war ein bisschen holprig, jedoch nach ein paar Seiten hab ich das Konzept des Buches verstanden. Detaillierte Beschreibungen der Umgebung sowie ein konkretes Charakterbild der Protagonisten, unterstützen hier den gut gelungenen Roman. So entwickelt man auch als Leser eine starke Bindung zur Protagonistin. Begriffe wie Emotionen, Liebe und die persönliche Stärke werden in diesem Roman groß geschrieben. Ich hatte sehr viel Spaß diesen Roman zu lesen, da ich mich in diesen sehr gut hineinversetzen konnte. Zusammengefasst ein sehr gelungener Roman.
1 Wow
In "Der Gesang der Flusskrebse" begleiten wir Kya, die von allen nur das Marschmädchen genannt wird. Sie lebt ganz alleine in der Marsch nach und nach verlassen von ihren Familienmitgliedern. Die Menschen aus der Stadt meiden sie oder lachen sie sogar aus, so dass sie sich immer mehr zurück zieht und nur wenig Kontakt zur Außenwelt hat. Dieser Kontakt ist v.a. geprägt durch zwei jungen Männern denen sie ihr Herz schenkt und einen älteren Mann der sich ihrer annimmt. Delia Owens hat einen unglaublich berührenden und gleichzeitig sehr spannenden Schreibstil. Bis zum Schluss wusste ich nicht, was mich erwartet und was wirklich passiert ist. Der Roman springt zwischen den Ermittlungen der Polizei in der Gegenwart und dem Aufwachsen von Kya über die Jahre. Wir begleiten Sie auf ihrem Weg und als Leser eröffnet sich nur langsam ein Bild. Bruchstückhaft aber dennoch chronologisch werden die Puzzleteile zusammengefügt und man beginnt hinter die Kulissen zu schauen. Die Figuren fand ich alle sehr authentisch und oft war mir lange nicht klar, was ich von manchen halten sollte. Kya ist eine unglaubliche Protagonistin. Sie findet sich zurecht in ihrer Einsamkeit und dem Alleinsein. Oft wurde sie enttäuscht vo den Menschen, die in ihr Leben traten und doch keimt immer wieder Hoffnung in ihr auf und sie "Verschenkte ein weiteres Stück von ihr selbst, nur, um jemand anderen in ihrer Nähe zu haben." Kya hat mich unglaublich berührt, traurig zurückgelassen und doch gleichzeitig mit Hoffnung erfüllt. Sie lebt ihr Leben und lässt sich niemals unterkriegen, sie kommt immer wieder auf die Füße und findet einen Weg mit Enttäuschung und Schmerz umzugehen. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und ihr gesagt, dass alles gut wird und dass sie nicht alleine bleiben muss. Die Einsamkeit und das Verlorensein die Kya immer wieder einholen sind sehr eindrücklich und gefühlvoll geschildert. Ihre Mutter sagte immer "Geh soweit du kannst - bis dahin, wo die Flusskrebse singen." Das hat Kya getan und damit eine Welt entdeckt, in der sie sich mehr zu Hause fühlt als sie es unter Menschen jemals tun wird. Diese Welt beschreibt Owens so wunderbar detailreich und mit den Augen von Kya, die sich über jede Entdeckung freut und ihr ganzes Wesen darauf ausrichtet. Sie fühlt sich zu Hause und bezeichnet die Marsch als eine Freundin bei der sie geborgen ist. Diese Geborgenheit hat mich sehr gefreut, auch wenn sie im Kontrast zu der immer wieder geschilderten Einsamkeit steht. In der Marsch hat Kya einen Zufluchtsort gefunden, ja sogar eine Art Freundin, die ihre Tränen trocknet und ihre Wunden heilt. Delia Owens hat mit "Der Gesang der Flusskrebse" ein unglaublich tolles Buch geschaffen, dass kein Krimi aber auch kein Roman ist, sondern eine berührende Mischung aus allem.
3 Wows
Ein berührendes, bildgewaltiges Debüt Kya Clark ist das Marschmädchen. Als sie 6 Jahre alt ist, verlässt ihre Mutter die Familie, schon bald folgen die größeren Geschwister. Kya lebt fortan alleine mit ihrem Vater, dessen Leben vom Alkohol geprägt ist. Irgendwann verschwindet auch er für immer. Völlig isoliert verbringt das Mädchen sein Leben im Marschland, kennt jeden Stein und jeden Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Zwar werden die Behörden irgendwann auf das Kind aufmerksam, doch Kya hat längst gelernt, unterzutauchen und sich selbst zu versorgen. Es sind zwei Männer, die das Leben der jungen Frau schließlich verändern. Als einer von Ihnen, Chase Andrews tot aufgefunden wird, sind sich alle einig: Das Marschmädchen hat es getan. Kya muss den Schutz der Natur verlassen und sich den Anschuldigungen stellen… Meine Meinung: Das Buch war ein Geschenk, verbunden mit einer absoluten Leseempfehlung. Ein ungewöhnlicher Titel und eine ganz außergewöhnliche, berührende und bildgewaltige Geschichte. „Der Gesang der Flusskrebse“ ist das Debüt von Delia Owens, die Zoologin erforschte über zwanzig Jahre in verschiedenen afrikanischen Ländern Elefanten, Löwen und Hyänen. In Ihrer Kindheit verbrachte sie die Sommerurlaube zusammen mit ihrer Familie in North Carolina, wo auch ihr Roman spielt. Der Einstieg war etwas zäh, weil ich nicht einzuordnen wusste, auf welche Reise mich die Autorin schickt. Kriminalfall oder Gesellschaftsroman. Es ist eine Mischung aus beidem, die diese Geschichte zu etwas Besonderem macht. "Endlich machte sie einen Brei aus warmem Wasser und Grieß und ging damit zum Strand, um die Möwen zu füttern. Als sie aus dem Wald trat, stoben alle auf, schwirrten und flatterten um sie herum, und sie viel auf die Knie, war das Futter auf den Boden. Dann drängten die Vögel um sie, und Kya spürte die Federn, die ihre Arme und Beine streiften, und sie warf den Kopf zurück, lächelte mit ihnen." Abwechselnd erzählt Owens in zwei Zeit- und Handlungsebenen. Zum einen wird Kyas Leben beleuchtet, der Verlust der Eltern und der Geschwister, ihre Einsamkeit, die sie umgeben von Marschland zu bewältigen versucht. Bald verschmilzt das Mädchen mit der Landschaft und der Natur, Seevögel und andere Tiere der Marsch sind ihre Freunde, sie kennt jeden Baum, jedes Blatt und die Eigenheiten des Meeres. Kontakt zu anderen Menschen versucht sie auf das Nötigste zu beschränken. Zu oft wird sie enttäuscht, verletzt und diskriminiert. Nur ein paar wenige Bewohner des kleinen Ortes kann sie zu ihren Freunden zählen. Gerade deshalb ist es unglaublich, was für eine Entwicklung das Mädchen aus der Marsch durchlebt. "Ein Schmerz so groß wie ihr Herz wohnte in ihrer Brust. Nichts konnte ihn lindern. Weder die Möwen noch ein grandioser Sonnenuntergang, noch die seltensten Muschelexemplare." Im Fokus des zweiten Erzählstrangs steht der Tod von Chase Andrews. War es ein Unfall oder wurde Andrews ermordet? Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf und führen bald zu einer verdächtigen Person, hier kommt der Moment, in dem die beiden Handlungsstränge aufeinandertreffen und hervorragend und schlüssig ineinander verschmelzen und zum Schluss eine Überraschung bereithalten. Delia Owens erzählt fesselnd und einfühlsam und projiziert bildgewaltig wundervolle und wilde Landschaftsbeschreibungen in die Köpfe der Leser. Es ist, als wäre man selbst Teil der Marschlandschaft, vielleicht sogar ein Teil von Kya, weil man ihren Schmerz und ihre Einsamkeit spüren, die salzige Luft fast riechen und die unterschiedlichen Stimmen der Seevögel beinahe hören kann. Mein Fazit: Ein großartiger, berührender und doch auch spannender und fesselnder Roman über Verlust und Einsamkeit, Beziehungen und einer faszinierenden Liebe zur Natur. Ein Buch mit einer unverwechselbaren Protagonistin, deren Persönlichkeit, Charakter und Stärke in den Bann zu ziehen vermag. Herzergreifend schön!
2 Wows
coffee_and_goodbooks
Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens ist ein wirklich bewegendes und beeindruckendes Buch ! Kya`s Familie lebt in einer baufälligen Hütte im Marschland North Carolinas. Als sie 6 Jahre alt ist, packt ihre Mutter eines Tages die Koffer, zieht ihre Lieblingsstiefel an und geht ohne ein Wort des Abschieds. Der Vater, ein Kriegsveteran und Säufer ist gewaltätig und taucht oft wochenlang nicht auf - auch die Geschwister, weit älter als sie, verlassen Kya nach und nach. Allein und ohne Geld, des Lesens und Schreibens nicht mächtig, kämpft sie ums Überleben. Ein kleines Mädchen, viel zu scheu und verängstigt, um um Hilfe zu bitten und von den Bewohnern des angrenzenden Städtchens Barkley Cove nur abfällig das Marschmädchen genannt. Isoliert lebt sie im Marschland mit seinen Salzwiesen, Sandbänken, Buchten. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Zwei junge Männer werden auf die wilde Schöne aufmerksam, und Kya öffnet sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Als einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich die Bewohner sicher: Das »Marschmädchen« ist schuld.“ Im ersten Erzählstrang geht es um ihre Kindheit. Sie wird von allen Menschen, die sie liebt, die ihr wichtig sind, enttäuscht und verlassen. Im zweiten Erzählstrang wird die Leiche von einem Mann in der Marsch gefunden. Man vermutet einen Mord, hinter dem das mysteriöse, inzwischen erwachsen gewordene Marschmädchen stecken könnte. Gründe genug hätte sie gehabt. Dieses Buch ist in einer unglaublich schönen Sprache und Beschreibung zu lesen und zu genießen!
Wow
Mit „Der Gesang der Flusskrebse“ ist Delia Owens ein beeindruckendes Debüt gelungen. Die Autorin schafft es auf eine unaufdringliche Art und Weise eine Geschichte zu erzählen, die sich zutiefst eindringlich auf den Leser auswirkt. Mit leisen Tönen erzählt Frau Owens die außergewöhnliche Geschichte von Kya und baut somit eine intensive Verbindung auf, die schlussendlich in einem lauten Knall endet, die den Leser schon fast bestürzt zurück lässt. Kyas Geschichte ging mir wirklich unter die Haut. Ihre Lebensumstände, wie sie diese bewältigte und welcher Mensch aus ihr schlußendlich wird, war ein eindringliches und intensives Leseerlebnis. Es war teilweise schwer nachzuvollziehen, wie ein kleines Kind, überhaupt in solch einer Einsamkeit überleben konnte. Ihre Verbundenheit zum Marschland und Owens Schilderungen, haben mich selbst diese innige Liebe, die Kyas verspürte, nachempfinden lassen. „Der Gesang der Flusskrebse“ wird in zwei Ebenen erzählt, in der Vergangenheit und der Gegenwart. Erst nach und nach kristallisiert sich ein Bild heraus und man leidet und fiebert mit Kya mit, weil man eine solch Ungerechtigkeit kaum ertragen kann. Auch wenn die Autorin eher die leisen und sanften Töne anschlägt, klingen ihre Worte dennoch laut und deutlich nach. Und das Ende ist ein solch lauter Knall, dass es den Leser regelrecht durchschüttelt. Und fast schon fassungslos zurück lässt. Fassungslos und mit sich selbst hadernd. „Der Gesang der Flusskrebse“ ist eine Geschichte, die eindeutig noch sehr lange nachklingen wird. Delia Owens ist wahrlich ein beeindruckendes Debüt gelungen und ich erwarte gespannt, die weiteren Werke von ihr. Absolute Leseempfehlung!
1 Wow
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