Beate Sauer

Der Hunger der Lebenden

KrimiHistorische Romane
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Der Sommer 1947: heiß und tödlich

Köln, Juni 1947. Eine Hitzewelle plagt die von Krieg und Hunger gezeichnete Stadt. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei untersucht den Mord an einer früheren Kollegin. Die Beamtin überwachte während des Nationalsozialismus die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Polizeilichen Jugendschutzlagern. Die Zustände dort gehen Friederike nahe, Erinnerungen an ihre Flucht aus Ostpreußen werden in ihr wach. Der Fall bringt sie und Richard Davies von der Royal Military Police wieder zusammen. Der Offizier Richard schwankt zwischen beruflichem Ethos und seinem Hass auf die Deutschen. Friederike überschreitet einmal mehr ihre Befugnisse, um den Fall aufzuklären.

Der zweite Fall für Friederike Matthée

BIOGRAFIE
Beate Sauer studierte katholische Theologie und Philosophie und absolvierte danach eine journalistische Ausbildung. Dabei stellte sie fest, dass ihr Herz noch viel mehr für fiktive Geschichten schlägt. Mit ihren historischen Romanen begeisterte sie eine riesige Fangemeinde genauso wie mit ihren Krimis um Friederike Matthée.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
25.01.2019
Ausgabe
eBook
ISBN
9783843718110
Sprache
German
Seiten
385
Schlagworte
Militärpolizei, Hilke Lorenz, Eifel-Krimi, Mechtild Borrmann, Besatzungszone, Köln, Babi Yar, Alex Beer, Babylon Berlin, Sabine Bode, Vertreibung, schuld, Ermittlerduo, weibliche Ermittlerin, 1947
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REZENSIONEN
Bewertet von Oneofthefoxes, kimvi und andere
oneofthefoxes
kimvi
flieder
Der Roman setzt einige Monate nach den Ereignissen von "Echo der Toten" ein. Da Richard eigentlich nicht vorhat nach Deutschland zurück zu kehren und Friederike dies mehr oder weniger klar ist, hat sie mit diesem Wissen stark zu kämpfen. Überhaupt liegt schon ein stärkerer Fokus auf der komplizierten Beziehung zwischen den beiden. Trotzdem gelingt es Sauer eine Balance zwischen den Ermittlungen und dem Privatleben der beiden zu finden. Der Mordfall wirkt insgesamt stimmiger als dies in Band 1 der Fall war. Ich hatte hier den Eindruck die Autorin hat sich nun richtig in ihre Handlung eingefunden, sich quasi warmgeschrieben^^ Auch wenn ich fand, das eine bestimmte Verbindung zu den beiden Fällen etwas übertrieben war. Mir gefiel aber, das die Autorin wieder versucht, verschiedene Aspekte der Verbrechen wärend der NS-Zeit aufzuzeigen. Vor allem die Verbrechen der Wehrmacht und die Zustände in den damaligen Jugendanstalten, in die als schwererziehbare eingestufte Teenager eingewiesen wurden, stehen dabei im Fokus. Die Erlebnisse die die Mordverdächtige Franziska aus ihrer Zeit in einer dieser besagten Heime schildert, sind unfassbar. Das traurige dabei in der Realittät (und auch im Roman) , der Vermerkt in den Akten blieb bestehen und die Einweisung wurde auch von den Beamten nach der NS Zeit nicht hinterfragt. Oft genug waren sie es ja noch selbst gewesen, die diese überhaupt erst befohlen hatten. Wärend Friederike sich nach wie vor mit ihrer eigenen politisch passiven Rolle beschäftigt ist und plötzlich mit einem Teil der Familiengeschichte konfrontiert wird, der sie fast verzweifeln lässt, hat Richard nach wie vor damit zu kämpfen, ob er als Jude in Deutschland sein möchte und kann. Ich finde gerade bei Richard ist es Beate Sauer sehr gut gelungen seine wiedersprüchlichen Gefühle in Worte zu fassen. Auf der einen Seite sind da diese schrecklichen Erinnerungen, auf der anderen aber auch Glückliche. Und dann ist da noch Friederike. Gerade was die Beziehung der beiden angeht, entsteht nach und nach eine ziemlich nervenaufreibende Spannung. Die Ermittlungen enden dann doch etwas reißerisch, dafür aber in sich trotzdem logisch. Ich fand das Ganze wartete immer wieder mit glaubwürdigen Wendungen auf. Sie zeigen auch, das passiert, wenn man Aufgrund eigener Vorurteile in nur eine eigene Richtung ermittelt und dabei vergisst, das es möglicherweise noch andere Verdächtige gibt. Franziskas Schicksal zeigt zudem, wie die alten Denkmuste natürlich nicht nach Ende des Krieges sofort verschwunden sind. Im Grunde hätte sie ohne Friederikes Beharrlichkeit überhaupt keine Chance gehabt. Die historischen Hintergründe wirken meiner Meinung nach auch stimmiger in die Handlung integriert als das noch bei Band 1 der Fall war. (Das meine ich mit dem warmgeschrieben vorhin) Dennoch hätte ich mir - wie auch schon bei "Echo der Toten" einen etwas stärkeren Fokus auf die Weibliche Polizei gewünscht. Wieder erscheinen Friederikes Kolleginnen als einzige etwas lahmes Hintergrundrauschen. Tauchen im Grunde kaum auf. Schade. Wenigstens Friederikes Vorgesetzte hätte ich mehr als nur ein paar Worte gegönnt. Zu Mal es bei der Ermordeten ja um eine ehemalige Kollegin geht. Da hätte ich mir eine stärkere Einbeziehung schon erwartet. Auch wenn es andererseits schon der historischen Warheit entspricht, das die Weibliche Polizei nicht in Mordermittlungen eingebunden wurde, außer um Vernehmungen durchzuführen, wenn es um Frauen, Jugendliche und Kinder ging. Fazit: Ínsgesamt gelingt Beate Sauer ein spannender Roman, der sich nicht scheut unangenehme Wahrheiten in den Blick zu nehmen und die Verbrechen zwischen 1933 und 45 klar zu benennen.
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Im Juni 1947 wird Köln von einer Hitzewelle heimgesucht. Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei wird bei einem Mordfall an einer ehemaligen Kollegin als Unterstützung angefordert. Der Fall scheint klar, da die vermeintliche Mörderin mit der Tatwaffe am Tatort angetroffen wurde. Doch Friederike fallen Ungereimtheiten auf. Deshalb überschreitet sie ihre Kompetenzen und beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Diese werden erleichtert, als Richard Davies von der Royal Military Police wieder nach Deutschland zurückkehrt, um die Ermordung britischer Soldaten aufzuklären.... "Der Hunger der Lebenden" ist nach "Echo der Toten" der zweite Fall für Friederike Matthée. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen auch dann problemlos folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Wichtige Hintergrundinformationen zu beruflichen und privaten Nebenhandlungen fließen so in die Handlung ein, dass alles gut verständlich und nachvollziehbar ist. Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet und ist in einzelne Kapitel unterteilt. Da diese mit Handlungsort und Datum gekennzeichnet sind, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Handlungsorte und Personen problemlos vorstellen und so ganz in die kniffeligen Ermittlungen eintauchen. Es gelingt der Autorin außerdem hervorragend, nicht nur die Hitzewelle, sondern auch die Sorgen und Nöte, die in der damaligen Nachkriegszeit herrschten, in die Handlung einzuflechten, sodass die Hintergrundkulisse authentisch wirkt. Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos, da das Interesse am Fall sofort vorhanden ist. Man kann Friederikes Zweifel an der Schuld der vermeintlichen Täterin nachvollziehen und verfolgt deshalb gespannt Friederikes Bemühungen, mehr über diese Frau und ihren Hintergrund zu erfahren. Friederike wirkt sehr sympathisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Man kann beim Lesen spüren, wie beschränkt ihre Kompetenzen sind und mit welcher Hingabe sie dennoch versucht, Licht ins Dunkle zu bringen. Dabei kommt es zu einigen Wendungen, die dafür sorgen, dass man erst spät erfährt, was wirklich geschehen ist. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Ich habe mich beim Lesen dieses Krimis sehr gut unterhalten, da ich von Anfang an in den Sog der Geschichte geriet und unbedingt erfahren wollte, was hinter dem Mord steckt und wer dafür verantwortlich ist. Die historische Hintergrundkulisse wirkte auf mich so authentisch, dass ich mühelos in die damalige Zeit und den spannenden Kriminalfall eintauchen konnte. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung mühelos folgen und die spannenden Ermittlungen genießen.
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Juni im Jahre 1947. Friederike Matthee hat die Kriegswirren einigermaßen  gut hinter sich gebracht. Endlich konnte sie mit ihrer Mutter aus dem ausgebombten Haus ausziehen und sie leben jetzt in einem kleinen Häuschen in einer Kleingartenkolonie. Vor gut einem Jahr, eher aus der Not geboren, ging sie zur weiblichen Polizei in Köln. Den Beruf mochte sie zuerst gar nicht doch seit ihrem letzten Fall im Winter hat sie Gefallen daran gefunden. Jetzt wird ihre Hilfe wieder gebraucht. Eine frühere Kollegin wurde auf ihrem Gut ermordet aufgefunden. Alles scheint nach Rache auszusehen, da der Frau mitten ins Gesicht geschossen wurde. Eine Verdächtige ist rasch gefunden, Franziska, ein Mädchen das auf der Straße lebt, wurde mit einer Waffe in der Hand direkt neben der Toten festgenommen. Doch sie weigert sich etwas zu sagen. Friederike kann an die Schuld nicht glauben und so ermittelt sie im weiteren Umfeld der Toten. Die Sympathien schwinden, als Friederike erfährt das Ilse Röder früher während des Nationalsozialismus für die Einweisung junger Mädchen verantwortlich war. Das polizeiliche Jugendschutzlager war die Hölle, denn Misshandlungen standen an der Tagesordnung. Zur gleichen Zeit ermittelt Richard Davies, von der Royal Military Police an einem Fall der in unmittelbarer Nähe stattfand. Es wurden die Knochenreste von 3 britischen Soldaten gefunden, die mit ihrem Flugzeug abgestürzt sind und dann totgeschlagen wurden. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass die beiden Fälle miteinander verknüpft sind. Friederike ahnt zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass es wahrscheinlich ihr persönlichster Fall werden wird. Nach Echo der Toten ist dies  mittlerweile der 2. Band rund um Friederike Matthee. Schon das erste Buch hat mir sehr gut gefallen, dementsprechend hoch waren  meine Erwartungen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder ziemlich schnell fesseln. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Spannung wird recht hoch gehalten. Auch werden die Nöte der immer noch hungernden Bevölkerung in der Nachkriegszeit sehr gut in Szene gesetzt. Mir hat es wieder sehr gut gefallen und ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung
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