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Jonas Jonasson

Die Analphabetin, die rechnen konnte

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ZUSAMMENFASSUNG
Mit fünf fing sie an zu arbeiten, mit zehn wurde sie Waise, mit fünfzehn von einem Auto überfahren. Im Grunde deutete alles darauf hin, dass Nombeko ihr Dasein in ihrer Hütte im größten Slum Südafrikas fristen und sehr früh sterben würde. Aber Nombeko war ein Rechengenie - und schon bald lag das Schicksal der Welt in ihren Händen ...
BIOGRAFIE
Jonas Jonasson, geboren im schwedischen Växjö, arbeitete zunächst als Journalist, bevor er beschloss, seinen ersten Roman zu schreiben. »Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand« wurde zum legendären weltweiten Erfolg, ebenso sein zweiter Roman »Die Analphabetin, die rechnen konnte«. Im April 2016 erschien bei carl's books sein dritter Roman »Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind«, der ebenfalls sofort zum Bestseller wurde.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
08.08.2016
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783328100157
Sprache
German
Seiten
463
Schlagworte
Atombombe, Schweden, Der Hundertjährige, Bestseller, Südafrika, Nombeko, Mörder Anders, Spiegel Bestseller
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REZENSIONEN
Bewertet von sommerlese, _bookish_cat_ und 2 andere
sommerlese
bookish_cat_
sbs
franziskaschönbach
Jonasson beginnt seine Geschichte im Apartheidsystem Südafrikas. Wir begleiten die junge Nombeko, die dank einer Hochbegabung ein Rechengenie ist und dank ihrer harten Lehre im Slum eine Kämpferin wurde und so ohne Zugang zu Bildung trotzdem Lesen und Schreiben lernte, außerdem noch Chinesisch und Atomphysik. Nach einem Unfall arbeitet sie als Putzfrau beim Chef der südafrikanischen Atombehörde und eignet sich das nötige Fachwissen an. Schliesslich kommt sie illegal nach Schweden, im Gepäck eine von den Behörden unbekannte Atombombe. Doch Nombeko weiß sich zu helfen. Ihr Ehrgeiz und ihr Kämpfergeist ist weiterhin ungebrochen und so lernt sie Holger 2 kennen, ihre Liebe des Lebens und gemeinsam erleben sie einige Abenteuer, die sie bis auf höchstes politisches Parkett bringt. Inhaltlich zeigt Jonasson hier einerseits die Kritik an der Apartheid und andererseits zeigt er die Problematik der Gefahr durch Atomwaffen und deren politische Machthaber. Mit seinen vielen skurrilen Figuren weiß er gut zu unterhalten. Nombeko ist zwar Putzfrau, hat aber politische Einflussnahme und ist den Mächtigen der Weltpolitik überlegen. Es wird hier sehr deutlich, wie sehr menschliche Marionetten im politischen Getriebe wirken können. Ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Das Buch war zwar völlig abstrus, aber auch sehr witzig und durch die tolle Mischung aus Absurditäten und Weltgeschichte wirkte es auf mich wie eine Humoreske. Es ist zwar eine völlig irreale Geschichte, aber dennoch zeigen die Themenrealen und aktuellen Bezug und man erlebt die Kritik am Wettrüsten, an der Apartheid und politischen Machenschaften im Allgemeinen hier sehr deutlich. Der Autor kann toll schreiben, ohne Frage! Wie er fast beiläufig politische Themen und die kritische Sicht auf die Apartheidspolitik verbindet, ist sensationell. Dabei legt er mit viel Witz eine Geschichte hin, die seinesgleichen sucht. Mit den skurrilen Figuren, den unglaublichen Ideen und den unerwarteten Wendungen hat mich der Roman wirklich mitgerissen. Ab der Mitte des Buches hatte er jedoch einige Längen. Vielleicht haben auch die unerhört vielen absurden Situationen bei mir auch zu einer Art Reizüberflutung geführt. Es waren zum Teil die politischen Themen, die sich um Mossad-Geheimdienst und Apartheid drehen und dann noch die allgegenwärtige Atombombe im Gepäck. Da geht einem als Leser fast die Puste aus. Doch man sollte weiter lesen, das Unrealistische ausblenden und dann bringt ein spannendes Ende das Buch wieder ins rechte Lot. Dieses Buch hat mit seiner unglaublich absurden Handlung und der humorvollen Erzählweise eine fesselnde Wirkung auf mich gehabt. Dabei war für mich der Erzählstil Neuland und hat mich überrascht. Die kritischen Untertöne finde ich gelungen. Von der Latrine zur Weltpolitik könnte der Lehrsatz des Romans heißen!
1 Wow
_bookish_cat_
Manchmal braucht es einfach unmögliche Geschichten - dazu gehören für mich definitiv die Bücher von Jonas Jonasson! Die Analphabetin Die Rechnen Konnte habe ich vor Jahren bereits als Hörbuch gehört, und vor ungefähr einem Jahr im öffentlichen Bücherschrank entdeckt. So lange lag es auf dem SuB! Aber nun habe ich endlich die Zeit gefunden und es gelesen. Es ist eine so unwahrscheinliche, wilde Geschichte, die mit so vielen Zufällen so unmöglich scheint, dass man sich während des Lesens über so garnichts mehr wundert. Man denkt sich, abstruser kann es garnicht mehr werden - und zack, passiert noch etwas unerwarteteres! Trotz allem hat man nie das Gefühl, dass alles furchtbar abwegig ist, denn die Geschichte in sich ist irgendwie stimmig. Ich liebe seine Bücher, in denen natürlich auch etwas Gesellschaftskritik steckt. Aber ich finde, man kann die Geschichten auch ganz gut lesen, ohne zu viel darüber nachzudenken, so auch hier. Es passiert wieder so wahnsinnig in jedem Kapitel, das man genug beschäftigt ist. Der Humor ist toll, ich mag die Charaktere, was will man mehr. Meiner Meinung nach eine super Ablenkung, gerade in der aktuellen Situation. ⭐⭐⭐⭐ von mir für die Lebensgeschichte von Nombeko und Holger (1 und 2).
1 Wow
Irrwitzige Kombination aus realen Fakten und einer hanebüchenen Geschichte Die Erzählung ist über weite Strecken einfach nur sehr witzig und weist kaum Längen auf – vom Mittelteil mal abgesehen. Der Schreibstil ist rund, die Kombination als Fakt und Fiktion hat mich nicht nur einmal laut lachen lassen. Auch Kopfschütteln und ein wenig Entsetzen blieben beim Lesen nicht aus. Dabei erscheint es so, als habe der Autor mit viel Leichtigkeit selbst die komplexesten politischen Bezüge gekonnt eingebaut und man fragt sich beim Lesen, welche Dinge er noch einbauen wird. Die wichtigsten (und irgendwie auch passenden) politischen Hintergründe der vergangenen rund 40 Jahre finden auch ihre Berücksichtigung. Irgendwann wurde es mir aber fast schon ein wenig zu viel, sodass ich das Buch immer wieder mal pausieren ließ. Bestens gelungen sind auch die schrulligen Charaktere. Da ist die hochintelligente Nombeko aus dem südafrikanischen Slum mit einer Kindheit, die den Namen nicht verdient und die beiden Holgers. Sie sehen zwar gleich aus, allerdings ist der eine recht vernünftig, während sich der andere auf die fixen Ideen seines Vaters versteift. Eine junge Zornige, drei chinesische Schwestern, eine Möchtergern-Gräfin, Agenten des Mossad und weitere machen die Geschichte um eine Atombombe einfach nur unterhaltsam. Besonders gut gefiel mir Nombeko, die sich wortwörtlich aus der Schei_*e gearbeitet hat und trotz vieler Widrigkeiten immer wieder auf die Füße fällt. Dazu ist die Kritik des Autors an der Apartheid genauso gelungen, wie die Darstellung von Gefahren durch Atombomben – und das trotz der irrwitzigen Art der Erzählung. Die gesellschaftskritischen Momente so in diese Art Geschichte einzubauen – Chapeau. Unter dem Strich entsprach das Buch genau meinen Erwartungen die ich nach „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ hatte.
2 Wows
franziskaschönbach
Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten, bis ich mich an diesen Stil und diese abgedrehte und rasante Hin und Her gewöhnt hatte, konnte mich das Buch doch noch überzeugen. Es war stets unterhaltsam und brachte mich immer wieder zum Lachen. Ich fand es super, wie einige Politiker aufs Korn genommen werden und das Buch trieft nur so vor Ironie und Sarkasmus, was ich ja immer liebe. Ich kann das Buch also trotz den Anlaufschwierigkeiten empfehlen.
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