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Die Callas - la Divina, die Göttliche, die ewige Stimme der Liebe. Venedig, 1957: Maria Callas ist die größte Sängerin ihrer Zeit, doch die künstlerische Perfektion, die sie auf der Bühne verkörpert, beginnt ihren Tribut zu fordern. Ihre Stimme droht zu versagen, und Maria sehnt sich nach einer Auszeit - die ihr jedoch weder von der Welt der Oper noch von ihrem Mann und Manager Meneghini zugestanden wird. Dann begegnet sie dem Reeder Aristoteles Onassis, und gegen alle Widerstände verlieben sich die beiden - bis Onassis die Bekanntschaft von Jackie Kennedy macht ... Ein zauberhaft schöner Roman über die Callas als Inbegriff von Glamour und Charisma, als Künstlerin jenseits aller Maßstäbe, vor allem aber - als leidenschaftlich liebende Frau
BIOGRAFIE
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Durch ihren Vater, den Komponisten Michael Jary, entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für französische Chansons. Lange Jahre lebte sie in Paris, heute wohnt sie mit Mann und Hund in Berlin und München.
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REZENSIONEN
Bewertet von Hortensia13, patricianossol und 3 andere
veronika1
patricianossol
pmelittam
dreamworx
meinnameistmensch
Hortensia13
Die Sopranistin Maria Callas ist ein grosser Operstar und berühmt für ihre künstlerische Perfektion. 1957 zehrt das an ihren Kräften und Maria sehnt sich zunehmend nach einer Auszeit. Doch das Hamsterrad will nicht aufhören zu drehen. Als sie dem Reeder Aristoteles Onassis begegnet, kommt ihre Welt zum Stillstand. Gegen alle Widerstände verlieben sich die beide und Maria fühlt sich angekommen. Doch da lernt Onassis Jackie Kennedy kennen. Ich war neugierig etwas über berühmte Maria Callas zu erfahren, denn ausser dass sie eine berühmte Sopranistin war, wusste ich gar nichts über sie und ihr Leben. Die Erzählung war von Anfang an lebhaft. Die aufkeimende und enge Beziehung zwischen Maria Callas und Aristoteles Onassis ist beeindruckend geschildert. Ich war fasziniert über den tollen Einblick in die Leben dieser legendären Menschen. Als einzigen Tipp kann ich geben, dass man gut auf die Zeitsprünge achtet, um den Faden nicht zu verlieren. Für dieses Buch kann es trotzdem nur 5 Sterne geben.
Wow
patricianossol
Auf Empfehlung einer Lesefreundin habe ich Buchautorin Michelle Marly für mich entdeckt. Mit ihren beiden biografischen Romanen „Mademoiselle Coco“ und „Madame Piaf“ konnte sie mich bereits fesseln. Neugierig erwartete ich ihren neuen Roman „Die Diva“, der im Februar 2020 beim Aufbau Verlag erschienen ist. Wieder ist das romantische Buchcover ein Hingucker, der perfekt in die Verlagsserie „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ passt und zum Schmökern einlädt. Maria Callas ist eine der bedeutendsten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts und offenbar auch eine sehr emotionale, gefühlvolle Frau auf der Suche nach Liebe und Erfüllung. Die Geschichte beginnt in Venedig im Jahre 1957, als Maria Callas Aristoteles Onassis beim Herbstball der Filmfestspiele erstmals begegnetet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Diva, die von Kindesbeinen an von ihrer Mutter zum Singen getrimmt wurde, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Doch ihre Stimme droht zu versagen. Sie sehnt sich nach Ruhe, braucht eine Auszeit. Aber ihr Ehemann und Manager Meneghini drängt Maria immer wieder zu neuen Arrangements, gönnt ihr keine Pausen. Leider ist er auch als Verwalter ihrer Einnahmen eine Fehlbesetzung. Schon beim ersten Treffen stellen die beiden fest, dass sie auf einer Wellenlänge sind und sie mehr als nur ihr Herkunftsland miteinander verbindet. Es funkt gewaltig. Maria und Aristoteles verlieben sich ineinander, trennen sich von ihren Ehepartnern und leben zusammen bis Jackie Kennedy den Platz an Aristoteles Seite für sich beansprucht. Bei Lesen der ersten Kapitel wurde mir klar, dass sich die Autorin intensiv mit der Lebensgeschichte der Callas auseinandergesetzt hat. Ihr umfangreiches Faktenwissen hat sie für eine beeindruckende biografische Interpretation genutzt, die mir sehr gut gefällt. Michelle Marly lässt Maria Callas für mich lebendig werden. Ich sehe nicht nur die große Künstlerin vor meinem geistigen Auge, die Perfektionistin auf der Bühne, die in den Schlankheitswahn verfällt um ihrem Idol Audrey Hepburn zu ähneln, sondern auch die emotionale Frau, die sich von ihren Gefühlen lenken und leiten lässt. Die Story ist mit viel Zeitkolorit untermalt, mit authentisch wirkenden Charakterdarstellungen bestückt und wird in zwei Zeitebenen erzählt. Da ist zum einen die Phase um 1957, in der sich die Beziehung zwischen Maria Callas und Aristoteles Onassis entwickelt. Ein zweiter Erzählstrang blickt in die Jahre 1968/69, in denen Maria von ihrem Ari getrennt lebt und von einer tiefen Traurigkeit befallen ist. Ich leide mit ihr und kann ihre Verletztheit nachempfinden. Die Geschichte reißt mich mit. Es fällt mir schwer, den Roman aus den Händen zu legen. Intelligent ausgearbeitete, unterhaltsame Romanbiografie voller Leidenschaft und starker Emotionen, sie mich begeistert hat.
1 Wow
1957 lernt Maria Callas auf einem Ball in Venedig Aristoteles Onassis kennen, mit dem sie später eine Liebesbeziehung eingeht. 1968 kommt wegen Onassis Liaison zu Jackie Kennedy zur Trennung. Bereits zweimal hat die Autorin bestimmte Zeitabschnitte bekannter Frauen in Romanen verarbeitet, und auch hier geht es nicht um das gesamte Leben der Callas, sondern beschränkt sich auf ihre Beziehung mit Onassis. Erzählt wird mit vielen Zeitsprüngen, etwas was ich generell mag, mir hier aber zu viel ist, mir scheint, hier wäre ein chronologischer Aufbau, ggf. mit Rückblenden in die Kindheit, sinnvoller gewesen, vor allem, um Maria Callas' Gefühle besser nachvollziehen zu können. War ich von den beiden Romanen über Coco Chanel und Edith Piaf schnell gepackt und insgesamt begeistert, tat ich mir hier schwer, leider kam ich der Protagonistin nicht nahe, sie blieb mir fremd und unsympathisch. Auch scheint mir der Roman zu reduziert zu erzählen, so habe ich wenig über die Zeit der Beziehung zwischen Callas und Onassis erfahren, sondern vor allem über die Zeit davor und danach, so dass ich die Beziehung zwischen den beiden bis zum Schluss nicht nachvollziehen kann. Dabei zeigt sich die Callas als absolute Dramaqueen, zudem ist sie sehr egozentrisch, tablettensüchtig, macht sich, ziemlich blauäugig, von Männern abhängig, ist aber auch selbst recht manipulativ, offene Gespräche scheint sie zu scheuen, Sicher entwickelte ich auch ein gewisses Mitleid mit ihr, vor allem, was ihre Kindheit angeht, aber unterm Strich reicht das eben nicht. Ich bin alt genug, dass ich mich noch an Zeitungsberichte über Maria Callas, die Familie Onassis und Jackie Kennedy erinnern kann, so hatte ich immer ein Bild vor Augen. Gefallen haben mir die Szenen, in denen Personen der Zeitgeschichte auftreten, u. a. erlebt man Marilyn Monroe und Winston Churchill. Man erfährt einiges über die Beziehung Griechenland-Türkei, insgesamt ist der historische Background hier jedoch weniger interessant. In einem Nachwort, „Fußnote“ genannt, erzählt die Autorin schließlich ein bisschen über die tatsächlichen Ereignisse, auch nach den erzählten Geschehnissen. Leider hat mich dieser Roman nicht packen können, die Protagonistin kam mir nicht nahe, ich hätte gerne ein bisschen mehr über die tatsächliche Beziehung und weniger Drama gelesen. Da dennoch auch hier manches interessant zu lesen war, vergebe ich 3 Sterne. Wer Liebesgeschichten mag und sich für die Callas interessiert, kann einen Blick riskieren.
Wow
„Die Liebe ist viel schöner, wenn man nicht verheiratet ist.“ (Maria Callas) 1958. Die berühmte Operndiva Maria Callas hat jahrelang ihre Stimme zu Höchstleistungen gezwungen, doch nun fordert der Körper seinen Tribut und zahlt es ihr mit dem baldigen Versagen ihrer Stimme zurück. Eine Erholungsphase ist nicht in Sicht, denn Maria ist ein gefragter Star, der auf den Bühnen der Welt für ausverkaufte Häuser sorgt. Als sie dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis begegnet, entbrennt zwischen den beiden eine gefährliche Liebesbeziehung, obwohl beide noch mit ihren jeweiligen Partnern verheiratet sind. Onassis und Maria sind jahrelang fast unzertrennlich, bis er die ehemalige amerikanische First Lady Jackie Kennedy trifft und diese 1968 heiratet. Für Maria Callas kam dies einem Todesstoß gleich, von dem sie sich nie richtig erholte… Michelle Marly beleuchtet mit „Die Diva“ die explosive Liebesbeziehung zwischen der weltbekannten griechisch-amerikanischen Sopranistin Maria Callas und dem berüchtigten Reeder Aristoteles Onassis. In ihrem Roman mit autobiographischen Zügen lässt Marly in flüssigen und einfühlsamen Worten die charismatische, die Göttliche „La Divina“ Maria Callas für die Zeitspanne von 1958 bis 1969 wiederauferstehen. Der Leser begibt sich auf eine Zeitreise in die Mitte des letzten Jahrhunderts, um die Begegnung zweier schwieriger Persönlichkeiten und ihre teils recht ungesunde Beziehung mitzuerleben, die sich in der schillernden Welt des glamourösen Jet Sets bewegen und deren Verhalten nie unauffällig und unkommentiert blieb. Die Autorin stellt dabei die besondere Abhängigkeit Marias heraus, die schon seit ihrer Kindheit unter Ablehnung, Verlustängsten und dem Ehrgeiz anderer litt. Die Autorin lässt den Leser während der Lektüre hinter die Kulissen der Opernwelt schauen und gewährt auch einen tiefen Blick in das Seelenleben ihrer Protagonistin. Mit der farbenfrohen Erzählweise erreicht Marly einmal mehr, dass der Leser sich eher mittendrin statt nur dabei fühlt und sowohl die Operndiva als auch den exzentrischen Reeder von einer etwas persönlicheren Seite kennenlernt, was nicht nur kurzweilig, sondern auch sehr spannend ist. Die Charaktere hat Marly wunderbar eingefangen und lebendig werden lassen. Sie verströmen den elitären Flair eines glamourösen Paares, lassen aber auch einen Blick in ihre Seelen zu, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Maria Callas wurde schon in ihrer Kindheit durch den Weggang des Vaters und den Drill der Mutter geprägt. Sie konnte es nie jemandem recht machen, setzte deshalb an sich selbst extrem hohe Maßstäbe. Ihr außergewöhnliches Talent machte sie an den Opernhäusern dieser Welt zu einem Star der Superlative. Doch auch als gefeierter Star war sie eine Frau, die unter Verlustängsten und Ablehnung litt, die hemmungslos und mit jeder Faser ihres Herzens bis zum Exzess liebte, aber auch so unsäglich unter der Trennung litt und nie darüber hinweg kam. Onassis war ein Selfmade-Billionaire, der mit Kunst nichts am Hut hatte und Frauen als schmückendes Beiwerk betrachtet. Nicht gerade attraktiv, aber unermesslich reich war er ein egozentrischer Playboy, dem eine Frau nicht reichte. Seine Beziehung zu Maria war allerdings anders, denn sie stammten aus ähnlichen Verhältnissen und verdankten ihren Erfolg unermüdlichem Fleiß und harter Arbeit, gerade deshalb passten sie so gut zusammen. „Die Diva“ ist ein tiefgründiger, gut recherchierter Roman mit autobiographischen Zügen über einen wichtigen Lebensabschnitt des Jahrhunderttalents der Opernszene, Maria Callas. Ihre unglückliche Liebesbeziehung zu Aristoteles Onassis berührt ebenso wie ihre göttliche Stimme. Nach dieser Geschichte hört man einige ihrer Interpretationen mit anderen Ohren. Absolute Leseempfehlung!
5 Wows
meinnameistmensch
Wer an Maria Callas denkt, wird recht schnell zum Thema Oper kommen, aber auch bald zu den Gerüchten, die sich um sie und Aristoteles Onassis drehten. Das folgende hier zu rezensierende Buch von Michelle Marly versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen, indem es beschreibt, wie sie Onassis kennenlernte, sich mit ihn verband, verraten wurde und vielleicht ein neues geheimes Glück fand. Dabei wird deutlich, wie Maria eingezwängt war unter Menschen, die nur ihren eigenen Vorteil sahen und nicht für sie als Mensch in ihrem So - Sein interessierten: Ob nun ihr erster Ehemann Meneghini, dem es nur um Geld und Erfolg ging, Onassis, der sich mit ihr schmücken und sie seiner Trophäensammlung hinzufügen wollte, ihre Mutter, die sie in Jugendtagen zwingen wollte, sich gegen Nahrung von Wehrmachtssoldaten vergewaltigen zu lassen oder den "Freund" Larry, der nur ihre weitere Karriere im Sinn hatte. Wer war wirklich für sie da, wer interessierte sich für Sie als Mensch? Aber trotz allem zerbrach sie nicht und ging weiter ihren ureigenen Weg. Mit "Die Diva" ist der Autorin ein unvergleichbar berührendes Portrait einer mutigen und verletzten Frau gelungen, die nie aufgab, trotz des toxischen Umfeldes, in dem sie sich bewegte. Das Buch ist definitiv lohnenswert und zwar nicht nur für Callas Liebhaber_innen.
3 Wows
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