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Die Frauen des Hauses Wu
Pearl S. Buck

Die Frauen des Hauses Wu

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ZUSAMMENFASSUNG
Ein Klassiker der Unterhaltungsliteratur von der Nobelpreisträgerin Pearl S. Buck >Die Frauen des Hauses Wu< ist ein großer Liebesroman, in dem Pearl S. Buck ihre intime Kenntnis der chinesischen Kultur gestaltet. Madame Wu ist die Gattin eines reichen Kaufmanns. Als Oberhaupt einer weitverzweigten Familie lenkt sie fast unmerklich die Schicksalsfäden ihrer Söhne und Schwiegertöchter. Aber dann tut sie etwas Unerhörtes: In der Nacht nach ihrem vierzigsten Geburtstag beschließt sie, ihre scheinbar so harmonische Ehe zu beenden, und führt dem Gatten eine Nebenfrau zu. Es ist die Begegnung mit einem italienischen Priester, die ihr eine völlig neue Welt eröffnet. Die Liebe zu diesem fremden Mann, die sie über seinen Tod hinaus erfüllt, verändert ihre Seele. Durch ihn und mit ihm findet sie zu den letzten Erkenntnissen über die Ehe und das Wesen der Liebe. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Zeitschrift für Literatur TEXT+KRITIK.
BIOGRAFIE
Pearl S. Buck, 1892 in West Virginia, USA geboren, kam mit ihren Eltern im Alter von fünf Monaten nach China. Dort verbrachte sie, mit Unterbrechung ihres Studiums in England, 40 Jahre ihres Lebens. 1931 schrieb sie den Roman >Die gute Erde<, für den sie den Pulitzerpreis erhielt. 1938 bekam die Autorin als erste amerikanische Frau den Nobelpreis für Literatur. Zahlreiche Romane, Erzählungen, die überwiegend in Ländern des Fernen Ostens spielen, folgten. 1973 starb Pearl S. Buck in Danby,Vermont/USA.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
21.06.2012
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783596903986
Sprache
German
Seiten
336
Schlagworte
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REZENSIONEN
Bewertet von Gabriele und monerl
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monerl
Ailien Wu weiß, was sie will. Als ihre Schwiegermutter 40 Jahre alt wurde, übergab sie ihr die Herrschaft über das Haus. Seitdem regiert sie mit strenger Hand die Dienstboten und setzt ihren Willen durch, ohne dass die Umgebung das wirklich merkt. Nun wird sie selbst 40 Jahre alt und beschließt, ihrem Mann eine Konkubine zu suchen. Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, in diese völlig andere Welt in China in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts abzutauchen. Die anderen Lebensgewohnheiten und der Umgang miteinander war gewöhnungsbedürftig. Doch der Autorin gelang es schnell, mich mit ihren Schilderungen regelrecht gefangen zu nehmen. Sie beschreibt das Leben im Hause Wu sehr lebendig, stellt nach und nach die Söhne des Hauses und deren Ehefrauen vor und ließ mich als Leserin auch mehrmals herzlich auflachen. Als Madame Wu einen Lehrer für ihren Sohn findet, ändert sich ihre Einstellung zum Leben. Sie, die immer versucht hat, gerecht zu sein, wird sanft, gibt ihren Söhnen mehr Freiheit und kann sich auch in die anderen Frauen des Hauses hineindenken. Insgesamt ein sehr weises und trotzdem gut lesbares Buch, aus dem man so einiges für sein eigenes Leben ableiten kann. Pearls S.Buck hat 1938 für ihr bis dahin entstandenes Werk den Nobelpreis für Literatur erhalten. Sie war zwar umstritten, aber angesichts des drohenden Weltkrieges war sie die am wenigsten gefährliche Kandidatin, denn die amerikanische Schriftstellerin holländischer Herkunft hatte sich mit ihrem „vielfarbigen und wirklichkeitsgetreuen Gemälde des Lebens in China“ aus der europäischen Geschichte herausgehalten. Nicht nur der Inhalt des Romans (der übrigens erst acht Jahre nach der Nobelpreisverleihung erschien), hat mich gefesselt. Auch das Buch an sich begeistert mich: Es ist eine Sonderausgabe aus dem Coron-Verlag in der Reihe Literaturpreis für Literatur, in weißer Taftseide gebunden mit erhabener Prägung und goldenen Buchstaben. Darin enthalten sind außer dem Roman eine „Kleine Geschichte der Zuerkennung des Nobelpreises an Pearls S.Buck“, die Verleihungsrede anlässlich der feierlichen Überreichung des Nobelpreises, Informationen zum Leben und Werk der Autorin und eine ausführliche Bibliographie ihrer Werke.
1 Wow
Meine Meinung Diese Geschichte hat mich überwältigt! Ich hatte keine besonderen Erwartungen. Mein Ziel war, mehr über das damalige China zu erfahren und gleichzeitig war ich auf die im Klappentext genannte Liebesgeschichte gespannt. Da die Autorin in China aufwuchs und dort auch als Erwachsene eine lange Zeit lebte, bevor sie sich mit 42 endgültig in den USA niederließ, ging ich davon aus, dass sie in der Lage war einen Roman zu schreiben, der die chinesische Kultur realitätsnah wiedergab. Und ich wurde nicht enttäuscht! Pearl S. Buck schaffte es, dass ich, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, das Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte. Sie erzeugte durch die verschiedenen Familienmitglieder der Wus und das gekonnte verweben ihrer Schicksale eine ganz eigenartige Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte. Das Buch ist sprachlich schön, inhaltlich ungewöhnlich und ausgesprochen weise. Wir bekommen hier eine Geschichte über die Liebe, das Leben, die Vorstellung von angesehenen und gehobenen Familie im damaligen China und dem Zu-sich-selbs-finden. Madame Wu bricht mit den gesellschaftlichen Erwartungen und zieht sich mit ihrer Entscheidung, ihrem Ehemann eine Zweitfrau zu besorgen, aus den ehelichen Pflichten zurück und erkauft sich durch das Leid einer anderen Frau ihre Freiheit. Das ist schon ein starkes Stück, zudem Madame Wu bis dahin immer sehr gerecht gehandelt hatte. All die Jahre in ihrer Ehe hat sich Madame Wu angestrengt, ihrem Mann und dem Wohle der ganzen Familie Wu gedient und ihre Wünsche dem großen Ganzen unterworfen. Ihr zwar schöner, aber nicht sehr kluger Mann bedurfte eine starke führende Hand, die jedoch nicht zu offensichtlich sein durfte. “Manche Männer machen sich selber, er [Madame Wus Mann] aber wird immer von Frauen gemacht werden. Aber du darfst es ihn nicht merken lassen. mach ihm niemals seine Schwächen zum Vorwurf, denn dann wird er ganz schwach werden. Laß ihn nie fühlen, daß er ohne dich nutzlos wäre, denn dann wird er wirklich nutzlos. Du mußt in ihm die wenigen starken Fäden finden und aus ihnen dein Gewebe weben, und wo es schwache Fäden gibt, darfst du dich nicht auf sie verlassen. Nimm statt ihrer insgeheim deine eigenen.” (Buch S. 103) Diese Weisheit erteilte Madame Wus Schwiegervater ihr in einem ihrer Gespräche, nachdem sie Herr Wu geheiratet hat. Es war eine Wonne für mich, Madame Wus Entwicklung zu sich selbst zu verfolgen. Sie war bereits sehr klug und weise bevor sie den italienischen Priester traf. Doch Bruder André eröffente ihr nochmals eine andere (geistige) Welt, die sie im Laufe der Geschichte zu einem noch besseren Menschen machte, da ihre gute Taten nun ohne Forderung von irgendwelchen Gegenleistungen waren. Viele der Sätze im Buch berührten mich sehr und ich dachte gerne über sie nach, wie z.B. über folgende: “Mißhelligkeiten zwischen Mann und Frau entstehen immer aus dem Glauben, daß es gegenseitige Pflichten gibt”, fuhr Madame Wu fort. “Hat man aber diesen Glauben einmal aufgegeben, dann wird der Weg deutlich sichtbar. Jeder hat nur Pflichten gegen sich selbst. In welchem Sinne? Wenn der eine seine Erfüllung findet, findet sie auch der andere.” (Buch S. 337) Fazit Dieses Buch hat mich wirklich umgehauen, sodass ich mir gleich weitere Bücher der Nobelpreisträgerin für Literatur bestellt habe. Ihr Schreibstil und ihre Ausdrucksweise ist wundervoll und ich möchte unbedingt mehr davon! Wer sich für China interessiert und eine ganz andere und eigenartige Liebesgeschichte lesen will, die weder aufdringlich noch kitschig und klischeehaft ist, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen und es genießen! Ein Highlight mit Prädikat Herzensbuch!
11 Wows
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