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Maja Lunde

Die Letzten ihrer Art

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ZUSAMMENFASSUNG
Drei Familien, drei Jahrhunderte und der alles entscheidende Kampf gegen das Aussterben der Arten.

Über Mensch und Tier und das Tier im Menschen: Vom St. Petersburg der Zarenzeit über das Deutschland des Zweiten Weltkriegs bis in ein Norwegen der nahen Zukunft erzählt Maja Lunde von drei Familien, dem Schicksal einer seltenen Pferderasse und vom Kampf gegen das Aussterben der Arten. Ein bewegender Roman über Freiheit und Verantwortung, die große Gemeinschaft der Lebewesen und die alles entscheidende Frage: Reicht ein Menschenleben, um die Welt für alle zu verändern?

BIOGRAFIE
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.
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REZENSIONEN
Bewertet von Harakiri, _bookish_cat_ und 3 andere
harakiri
bookish_cat_
naraya
renee
lisa_zeilenzauber
Petersburg 1881 Mongolei 1992 Norwegen 2064 3 einzelne Geschichten und doch hängen alle irgendwie zusammen. Hätte Michail 1881 sich nicht aufgemacht, um eine Expedition zu starten um Wildpferde zu fangen, wären diese wohl mit der Zeit ausgestorben. Karin, 1992 versucht aus 13 übrig gebliebenen Przewalskipferden wieder eine Herde zu erschaffen und diese auszuwildern. Und Eva, 2064, hat die Chance, die letzten beiden ihrer Art zu retten. 3 unterschiedliche Geschichten und doch ist allen etwas gemein: die Liebe zu den besonderen Pferden und fast schon die Manie, diese Rasse zu erhalten. Alle 3 Storys konnten mich voll und ganz überzeugen. Michail, der sich aufmacht, etwas Besonderes zu suchen und schließlich auch etwas ganz Besonderes findet; Karin, die über ihrer Liebe zu den Pferden fast ihren Sohn verliert und Eva, die nicht zugeben will, dass sie ihren Kampf bereits verloren hat. Sehr eindringlich schildert Lunde ihre jeweiligen Handlungen und reißt den Leser mit. In die Kälte der Mongolei, die Tristesse des Jahres 2064, nachdem der Klimakollaps bereits stattgefunden und die Welt sich verändert hat und die Menschen, die nie aufgeben, um ihr Ziel zu erreichen. Sehr schön fand ich auch ein Wiedersehen aus „Die Geschichte des Wassers“, denn Lundes Büchern ist eins gemein: die offenen Enden und so fand sich hier eine Protagonistin wieder, von der ich beim Lesen des Buches gerne gewusst hätte, wie es ihr weiter ergeht. Fazit: Lunde hält dem Leser den Spiegel vor: passt besser auf eure Welt auf, sonst ist es bald zu spät. Dies aber ohne zu moralisieren, einfach durch ihre anschauliche Schreibweise, die immer wieder schön zu lesen ist.
Wow
_bookish_cat_
Der dritte Teil der Klima-Reihe von Maja Lunde konnte mich auch wieder mitreißen. Diesmal geht es in Die Letzten Ihrer Art um das Aussterben der Przewalski-Wildpferde beziehungsweise eben wie dieses verhindert wurde. Einmal im St. Petersburg der Zarenzeit und der Mongolei, wie die Wildpferde aus der Ursprünglichen Natur heraus eigentlich nur für einen Zoo gefangen wurden. Hier wird in Form eines Reiseberichts des Zoologen Michail berichtet. Aber es geht nicht nur um die Pferde, denn es steckt auch eine Liebesgeschichte mit drin, die für die damalige Zeit mehr als prekär ist. Dann in der Gegenwart aus Sicht der Tierärztin und Forscherin Karen zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, die die Pferde wieder in der Mongolei ansiedeln will, aber mit den Schwierigkeiten zu kämpfen hat, dass die Tiere den Launen der Natur ausgesetzt sind. Hier geht es außerdem um die Beziehung zu ihrem drogenabhängigen Sohn, der sie dabei unterstützen will. Er bräuchte ihre Zuneigung, aber Karen hat fast nur Augen für die Auswilderung der Pferde und den damit auftretenden Schwierigkeiten. Und eine Sicht im Norwegen der Zukunft: Hier sind fast alle Bewohner abgewandert und nur noch einige wenige kämpfen um das Überleben. Eva und ihre Tochter Isa wohnen in den Überresten einen ehemaligen Tierparks, in welchem auch noch Przewalski-Pferde leben. Eva will nicht weg, damit die Pferde geschützt werden. Auf einmal taucht auch noch eine Fremde auf, die Hilfe benötigt und eine Geschichte hat, die an die Geschichte des Wassers anknüpft (was ich wirklich gut gelungen finde!), verändert alles. Bei genauerer Betrachtung geht es in allen drei Handlungssträngen um Familie, Liebe und die Aufopferung für eine andere Sache, nämlich das Erhalten der Przewalzki-Pferde. Der Schwerpunkt liegt hier klar auch auf den klimatischen und vom Menschen herbeigeführten Veränderungen, aber anders als bei den ersten beiden (wirklich fabelhaften) Bänden doch anders.
Wow
St. Petersburg, 1881: Der Zoologe Michail braucht dringend eine neue Attraktion, um die desolaten Besucherzahlen des Zoos zu verbessern. Als er erfährt, dass in der Mongolei das Urpferd schlechthin aufgetaucht ist, begibt er sich auf eine Expedition, um einige Exemplare zu fangen und nach Russland zu bringen. Mongolei, 1992: Die Tierärztin Karin arbeitet an einem Projekt, die in der Wildbahn ausgerotteten Wildpferde wieder in ihrer Heimat anzusiedeln. Begleitet wird sie von ihrem Sohn Mathias, zudem sie sich aufgrund seiner Drogensucht entfremdet hat. Norwegen, 2064: Gemeinsam mit ihrer Tochter Isa harrt Eva nach einer Klimakatastrophe auf ihrer Farm aus. Obwohl ihnen das Überleben zunehmend schwerer fällt, will sie die beiden letzten Wildpferde, die ihr noch geblieben sind, nicht allein zurücklassen. Nachdem Maja Lunde sich in den beiden ersten Teilen ihres Klimaquartetts bereits dem Insektensterben und der Wasserknappheit gewidmet hat, zeichnet sie in diesem Buch ein Bild davon, wie das Artensterben und der menschengemachte Wandel der Natur zusammenhängen. Die Handlung wird erneut aus verschiedenen Perspektiven erzählt, neben den drei Hauptcharakteren kommen auch Evas Tochter und Karins Sohn zu Wort. Bindeglied sind dieses Mal die Takhis, die Wildpferde der Mongolei. Ein Wiedersehen gibt es auch mit einer Figur aus "Die Geschichte des Wassers" - so erfährt der Leser zumindest etwas darüber, wie es nach Band 2 weiterging. Klimawandel und die Bedrohung bestimmter Tierarten sind die vordergründigen Themen des Romans, aber eigentlich geht es auch um menschliche Beziehungen. Jeder der drei Hauptcharaktere hat in dieser Hinsicht zu kämpfen: Michail mit seiner Sexualität und dem Wunsch seiner Mutter, ihr Enkelkinder zu schenken. Karin mit ihrem Sohn, den sie nie so lieben konnte, wie er es gebraucht hätte. Und Eva mit ihrer Tochter, die sie unbedingt beschützen möchte und dadurch einsperrt. Diese zweite Ebene, die die Handlungsstränge miteinander verbindet, macht die Geschehnisse noch eindringlicher und zeigt auf, wie eng das Schicksal aller Lebewesen auf dem Planeten miteinander verknüpft ist. Nach einem großartigen Band 1 und einem mäßigen Band 2 gelingt Maja Lunde eine emotionale Fortsetzung, die nicht nur für Pferdefans und Klimaktivisten lesenswert ist.
1 Wow
Klimawandel-Quartett Teil 3 Ich habe den dritten Band des Klimawandel-Quartetts von Maja Lunde, "Die Letzten ihrer Art" beendet. Und er hat mir gefallen. Dieses Buch wirkt anders auf mich als seine beiden Vorgänger, "Die Geschichte des Wassers" und auch "Die Geschichte der Bienen" wirkten auf mich weniger emotional, eher nüchtern berichtend. Dies ist nun bei diesem Roman hier anders. Die Struktur der bisherigen Bücher ist dagegen beibehalten worden. Es gibt wieder drei Erzählstränge in drei verschiedenen Zeiten. Aber die Hauptprotagonisten in allen drei Erzählsträngen sind empathischer und deutlich gefühlvoller gezeichnet. Alle drei berühren mich. Und dies ging mir ja bei den vorangegangenen Büchern nicht so, entweder ließen mich da die Charaktere kalt, denn sie waren vollkommen unnahbar gezeichnet oder sie waren so nervend gestrickt, dass es Charaktere waren, die ich schütteln wollte. Dieses nicht emotional Beschriebene habe ich bei beiden Vorgängern sehr bemängelt. Von daher ist dieses Buch ein würdiger Nachfolger im Klimawandel-Quartett und ich bin gespannter auf den vierten Teil. 4 Sterne von mir für dieses Buch. Noch etwas. Es gibt ja einige Meinungen zu diesem Buch, wo die Rezensenten auf die Botschaft/den Appell warten. Welche Botschaft? Wir alle wissen in welcher Welt wir leben und welche Welt auf uns wartet, wenn wir so weitermachen. Wir alle sehen Nachrichten und können uns mittels verschiedener Reportagen in bestimmten Sendern informieren wie sich unsere Welt verändert. Diese Botschaft/dieser Appell ist um uns herum und wir alle sehen es. Diese Veränderungen in der Welt sind mittlerweile so deutlich, dass man blind sein müsste sie nicht zu bemerken, oder borniert, das geht auch noch. Und mal ganz ehrlich, in den dystopischen Welten, die hier gezeichnet werden, liegt doch genug Botschaft, genügend Appell. Diese gesamten Botschaften müssten nur gehört werden. Nicht nur von den Schülern dieser Welt, sondern eher von den Menschen in den Schaltzentralen dieser Welt. Wachstum ist nicht mehr allein das Zauberwort. Wenn es keine Veränderungen gibt, warten die dystopischen Welten der Maja Lunde auf uns. Und mal ehrlich, wollen wir das erleben???
2 Wows
lisa_zeilenzauber
Cover: Sehr simpel und auch um ehrlich zu sein nichtssagend. Aber sehr passend zu den ersten beiden Bänden die im Zuge der Reihe erschienen sind. Schreibstil: Ganz ok, aber an manchmal schon etwas schwergängig und langweilig. Streckenweise zeiht es sich sehr und gestaltet das Lesen uninteressant.Er konnte mich einfach nicht ganz einfangen. Meinung: Ich muss ehrlich gestehen, dieses Buch war das erste der Autorin. Die ersten beiden Bücher über die Bienen und das Wasser habe ich nicht gelesen, doch wirklich zusammenhängen tun die Bücher ja auch nicht. Wirklich überzeugen konnte mich das Buch letztenendes leider auch nicht. Es war sehr langwierig und anstrengend zu lesen. Stellenweise habe ich darüber nachgedacht es abzubrechen und habe mich sehr durchgequält. Aber ich muss trotzdem sagen das es nicht uninteressant war. Das Aussterben der Arten ist ein Thema das immer öfter aufkommt und das viel zu sehr ignoriert wird. Es ist ein sehr wichtiges Thema, das in diesem Buch sehr gut angesprochen und veranschaulicht wird. Fazit: Für Fans der Autorin und der ersten beiden Bücher bestimmt super, aber leider war es einfach nicht mein Buch.
Wow
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