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ZUSAMMENFASSUNG
Ein Leben für die Kunst, ein Leben für die Liebe. Norwegen 1922: Signe ist talentiert, ambitioniert und vor allem eins: frei! Endlich hat sie sich aus ihrer unglücklichen Ehe gelöst, und damit von einem Mann, der für ihre große Leidenschaft, die Malerei kein Verständnis hat. In ihrer Jugend lernte sie, an der Seite ihres Onkels, dem Genie Edvard Munch, die schillernde Osloer Bohème kennen. Nun nimmt Signe Unterricht beim Sohn von Paul Gauguin, sie hat sich geschworen, ihr Leben ausschließlich der Kunst zu widmen. Sie will ein Werk hinterlassen, das – ebenso wie die Bilder ihres Onkels – die Menschen bewegt und aufrüttelt. Dann lernt sie Einar kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Als er sich dem Widerstand anschließt, begreift Signe, dass man manchmal alles wagen muss – in der Liebe und in der Kunst. »Kaum eine Lebensgeschichte hat mich so fasziniert wie die von Signe Munch – von ihr will ich erzählen!« Lena Johannson
BIOGRAFIE

Lena Johannson, 1967 in Reinbek bei Hamburg geboren, war Buchhändlerin, bevor sie als Reisejournalistin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Reisen verbinden konnte. Sie lebt als freie Autorin an der Ostsee.

Bei Rütten & Loening und im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Dünenmond“, „Rügensommer“, „Himmel über der Hallig“, „Der Sommer auf Usedom“, „Die Inselbahn“, „Liebesquartett auf Usedom“, „Strandzauber“, „Die Bernsteinhexe“, „Sommernächte und Lavendelküsse“ sowie die Bestseller „Die Villa an der Elbchaussee“, "Jahre an der Elbchaussee" und "Die Malerin des Nordlichts" lieferbar.

Mehr zur Autorin unter www.lena-johannson.de

 

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REZENSIONEN
Bewertet von meinnameistmensch, coffee_and_goodbo... und 2 andere
meinnameistmensch
coffee_and_goodbooks
loewenzahnmaedchen
furbaby_mom
meinnameistmensch
Wenn mensch an bekannte norwegische Maler_innen des 20. Jahrhunderts denkt wird recht schnell der Name von Edvard Munch fallen. Das aber auch seine Naíchte Signe Munch eine talentierte Malerin war, die wundervolle Bilder schuf ist wahrscheinlich nur den wenigsten bekannt, was sicher u.a. daran liegt, das ihre Werke während des Zweiten Weltkrieges von den Faschist_innen zerstört wurden. So war ich auf jeden Fall neugierig darauf, was mich wohl in diesem Buch erwarten würde. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Die Autorin Lena Johansson entführt die Leser_innen in das Norwegen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und lässt sie teilhaben am Leben der Malerin Signe Munch, ihren Kämpfen um Anerkennung, dem Wunsch nach Liebe, ihrer künstlerischen Entwicklung, ihres Kampfes gegen den Faschismus und ihres Endes, das sie selbst wählte. Das Buch konnte mich richtig packen und wollte mich nicht wirklich mehr loslassen, bis die letzten Worte verklungen waren. Ich danke der Autorin Lena Johansson für dieses grandiose Buch und ihre Neuentdeckung Signe Munch und ich hoffe, dass es noch viele weitere Leser_innen geben wird, die sich auf diese Malerin und ihr Leben einlassen können.
6 Wows
coffee_and_goodbooks
Eine wunderschöne Liebesgeschichte die bewegt und sehr spannend ist ! Signe Munch hat sich scheiden lassen um endlich ihrer Berufung dem Malen nach gehen zu können. Ihr Onkel ist der berühmte Maler Edvard Munch, den sie bewundert aber auch stolz machen will. Von nun an will sie ihr Leben ganz dem Malen widmen. Da ihr geschiedener Mann nichts mit Malerei anfangen kann, will sich Signe nicht wieder binden. Doch dann trifft sie auf Einar und beide verlieben sich Hals über Kopf. Doch dieses junge Glück wird bedroht, denn auch vor Norwegen macht das braune Gedankengut nicht halt. Der Leser erfährt in dem Buch auch einen Teil der Geschichte Oslos, welches damals noch Christiania hieß. Es ist ein ruhiges aber dennoch sehr emotionales Buch. Signe war eine starke Persönlichkeit, die mich ordentlich beeindruckt hat ! Der Roman hat mich sehr berührt und wird mir noch ne ganze Weile im Gedächtnis bleiben ! eine schöne aber sehr tragische Liebesgeschichte mit so vielen krassen Szenen die sehr schockiert haben. Ich gebe eine Klare Empfehlung!
Wow
loewenzahnmaedchen
Ich wusste, als ich das Buch im Buchladen entdeckte, gar nicht, dass es diese Geschichte in der Buchreihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ gibt, genauso wenig wusste ich wer Signe Munch war. Ihr Name, ihre Herkunft, ihr Leben und ihre Bilder waren mir bis dahin völlig unbekannt. Dennoch war für mich klar dieses Buch zu kaufen, denn zum einen liebe ich Künstlerinnen, den Beginn des 20. Jahrhunderts und insbesondere Skandinavien. Dahin möchte ich auch unbedingt einmal reisen, am liebsten mit einem Van quer durch die Länder und die Natur genießen, das wäre toll und kommt meiner Definition von Freiheit und Unbeschwertheit ziemlich nahe. Allein der Titel lässt unzählige Bilder in meinem Kopf abspielen, Naturphänomene, die zu sehen unbezahlbar sein muss. Der Name des Buches passt so gut zur Geschichte, sowie zur Künstlerprotagonistin Signe. Das Cover gefällt mir richtig gut, ich mag Bilder an Seen und dann trägt die Frau auf dem Bild auch noch ein Outfit, das total mein Geschmack ist. Der Koffer löst bei mir etwas Melancholie aus, da es bedeutet, dass die Frau von etwas weggeht und es hinter sich lässt. Überträgt man das auf Signe merkt man, dass dieses Fortgehen für sie total positiv ist und ein bedeutender und schöner Lebensabschnitt für sie beginnt, den sie sich nach all den Strapazen ihres Lebens redlich verdient hat. Ich informierte mich vor Beginn des Lesens überhaupt nicht über Signe Munch, das ermöglichte es mir, dass Buch unvoreingenommen zu lesen. In der Mitte der Geschichte fragte ich jedoch Ecosia und erfuhr einige kleine Details aus ihrem Leben, die mich das Buch natürlich nicht spoilerfrei beenden ließen. Von ihrem Onkel Edvard Munch hatte ich bis zu dieser Geschichte ebenfalls noch nichts gehört, nachdem ich mich jedoch auch über sein Leben informierte, merkte ich, dass ich sein Bild „Der Schrei“ sehr wohl kenne, nämlich von den Socken einer Freundin. Mit seinem Leben werde ich mich aber nochmal intensiver auseinandersetzen, einfach weil es spannend ist die Persönlichkeit in Verbindungen mit ihren Bildern und Gemälden kennenzulernen. Im Nachhinein der Geschichte ist mir klar, weswegen Signe Munch kein Begriff oder Name ist, bei dem die Alarmglocken schrillen, da man sie kennt. Ihre Bilder gelten bis heute als verschollen, einige beschriebene Gemälde aus dem Buch entspringen der Fantasie der Autorin und nichtsdestotrotz gewährt sie dadurch mögliche Einblicke in die Kunstwelt, die für uns nachfolgende Generationen verborgen bleibt. Aber wer weiß vielleicht hat jemand ein Gemälde von ihr im Wohnzimmer hängen und weiß es nur nicht? Signe ist zu Beginn der Geschichte deutlich älter als alle anderen Protagonistinnen aus der Reihe, man könnte meinen sie hat deswegen viel Lebenserfahrung, doch da täuscht man sich. Ihr bisheriges Leben bestand aus Entbehrungen, selbst schon ihre Kindheit, die sie nach der Scheidung ihrer Eltern bei ihrem Vater verleben musste. Ihre Mutter opferte die Familie, um weiterhin ihre Karriere als Autorin vorantreiben zu können, wäre sie in eine andere Zeit geboren, hätte sie vielleicht bei ihrer Familie bleiben können. Der Schmerz und die Sehnsucht der Kindheit begleiten die Künstlerin ihr Leben lang. Auf Wunsch der Familie heiratet sie früh einen Mann, den sie gar nicht liebt, im Buch fast verachtet. Er war sicherlich kein schlechter Mann, hatte aber für Signe eine zu konservative Ansicht, die sich einfach nicht mit ihren deckten. Sie lassen sich scheiden. Nach der Scheidung beginnt, so jedenfalls mein Gefühl, erst richtig Signes Leben. Sie kann ihren Träumen folgen und wird Künstlerin. Nach einiger Zeit trifft sie dann auf Einar, der sie total umhaut, denn an die wahre Liebe hat sie schon lange nicht mehr geglaubt. Signe ist eine starke Protagonistin. Ihre Ansichten und ihr Streben würde ich als sehr fortschrittlich beschreiben, auch wenn ich aus ihrem Verhalten oft nicht schlau geworden bin. Wahrscheinlich tobten in ihrem Kopf noch Klischees, denen sie ihr Lebtag nie gerecht wurde und es trotzdem immer wieder versuchte. Ansonsten lebte sie ziemlich in ihrer eigenen Welt, vom Krieg bekam sie Anfangs nichts mit, beziehungsweise wollte es nicht, das passte nicht in ihre Blase, für mich reiner Selbstschutz. Trotzdem würde ich sie stellenweise als naiv und zu gutgläubig beschreiben. Mir war Signe Munch von Beginn an sehr sympathisch, ich mochte ihre Art, auch wenn ich sie oftmals nicht nachvollziehen konnte, aber das störte mich bei diesem Buch nicht. Einar war richtig goldig, so einen bräuchte jede Frau an ihrer Seite und die Welt wäre eine bessere. Glaubt mir, ein absoluter Traummann. Ich schätzte seine liebevolle, einfühlsame Art und konnte mich mit ihm gut identifizieren, da er für seine Liebsten auch viele Kompromisse einging, damit es ihnen gut ging und dann war er auch glücklich. Man könnte meinen Edvard Munch spielt in der Geschichte auch eine große Rolle, dem ist jedoch nicht so. Es wird zwar viel von ihm gesprochen, aber viel mehr als wäre er eine Art „Gott“, etwas „Übernatürliches“. Im wahren Leben und im aktiven Handlungsverlauf tritt er jedoch kaum auf. Er wurde im Laufe der Erzählungen immer weiter idealisiert, bis er noch magischer wirkte. Der Ausgang der Geschichte machte mich traurig, ich hätte mir für alle Beteiligten ein Happy End gewünscht. Aber so spielt nun mal nicht immer das Leben. Im Grunde genommen, war es für die handelnden Personen ein Happy End auf dem zweiten Blick. Jetzt würde ich jedoch gern viel mehr über Signe erfahren, da vieles im Buch auch fiktiv war, aufgrund dessen, dass es kaum noch etwas aus ihrem einstmaligen Leben gibt. Der Schreibstil gefiel mir unfassbar gut. Er war oft nicht tiefgründig, aber dann doch an den richtigen Stellen. Am meisten gefielen mir die detaillierten Beschreibungen von Norwegen. In vielen Büchern hätten mich die großen Zeitsprünge gestört, hier war es nicht der Fall, ich fühlte mich weiterhin in der Geschichte willkommen. Wie du sicherlich gemerkt hast, gefiel mir das Buch super gut, sodass ich ihm 5 von 5 Schweinchen gebe und es dir nur empfehlen kann!!
Wow
Die Kunst war ihr Leben: größte Freude und letztlich einziger Trost Signe lebt für die Kunst. Sie ist 38 Jahre alt und geschieden – ihre Ehe zum zackigen Offizier Johannes, der im Sinne einer klassischen Rollenverteilung erzogen worden war und dies auch von seiner Ehefrau erwartete (der Mann verdient das Geld, die Frau ist zuständig für den Haushalt), war auf ihren eigenen Vorschlag hin aufgelöst worden. - Nicht, weil Johannes sich längst zu einer anderen Frau hingezogen gefühlt hatte, sondern weil er Signes Passion für die Kunst, die Malerei weder gutheißen noch nachvollziehen hatte können. Zwar fand er ihre "Bildchen", ihr "Gekleckse" teilweise ganz nett, aber es stand außer Frage, dass Signe ihre Werke verkaufen dürfte. Sollten die Leute etwa denken, dass er seine Frau nicht ernähren und ausreichend versorgen könne? Das wäre eine Blamage! Signe entschied sich gegen ihren Mann und für die Kunst. Unterstützt wird sie in diesem Entschluss von der lebensfrohen Lilla, ihrer 20-jährigen Kommilitonin an der Kunsthochschule. Diese steht mit ihrem frivol-koketten, energiegeladenen, leicht naiven Wesen in starkem Kontrast zu Signe, die deutlich besonnener und bodenständiger wirkt. "Nicht nur achtzehn Jahre trennten sie, sondern im Grunde ihr ganzes Leben. Und doch waren sie Freundinnen geworden." Signe hat ihr Talent für die Malerei quasi geerbt, denn ihr Onkel Edvard war niemand Geringerer als der berühmte Maler Edvard Munch. Er hatte sie gelehrt, dass wahre Kunst jene sei, die es verstünde, Gefühle in den Menschen zu wecken bzw. den Menschen dabei zu helfen, sich über ihre Emotionen klarzuwerden. Im Rahmen ihres Stipendiums hatte Signe ihre Technik in Paris verfeinert und nimmt sogar Unterricht beim Sohn von Paul Gauguin. Sie kann sich nicht vorstellen, je etwas mehr lieben zu können als die Kunst. Dann begegnet sie eines Tages Einar Siebke – er wird ihre große Liebe. Beim Lesen des Klappentextes kam mir sofort der Titel von Munchs Gemälde 'Der Schrei' in den Sinn: ein Kunstwerk, dass mittlerweile selbst dem größten Kunstverächter ein Begriff sein dürfte. Leider war mir bis dato überhaupt nicht bekannt, dass auch Signe Munch eine Kunstgröße gewesen war. In der Tat hatte ich ihren Namen noch nie gehört und war umso gespannter darauf, mehr über sie zu erfahren. Es ist kein temporeiches Werk, vielmehr bezaubert es durch seinen Schreibstil: mitreißend, atmosphärisch und einladend, oftmals humorvoll und direkt, dann wieder verträumt und melancholisch. Man kann mühelos in die Geschichte, die im Jahre 1922 in Norwegen beginnt, eintauchen - Oslo hieß damals noch Kristiania. Die weibliche Hauptfigur ist sehr greifbar gestaltet worden; ich habe mich sofort mit Signe identifizieren können; ihre Gedankengänge sind durch und durch nachvollziehbar und lassen tief in ihren Charakter blicken. In diesem Punkt hat mich der Roman sogar mehr überzeugt als Johannsons Werk "Die Villa an der Elbchaussee". Auch die fundierte Recherche der Autorin muss gelobt werden. Das Cover des Romans an sich finde ich (- Achtung, Wortspiel! –) absolut 'malerisch', ein ganz typisches Merkmal für die historischen Werke des Aufbau Verlags, deren Covergestaltung stets bedacht, stilvoll-elegant und einfach wunderschön ist. Nun könnte man meinen, die Geschichte habe einzig und allein Malerei im Fokus – dies ist nicht der Fall, auch wenn mich speziell die detaillierten Farbbeschreibungen in ihrer Intensität begeistert haben. Stattdessen erfährt man unheimlich viel über die geschichtlichen Hintergründe Norwegens, das im Jahr 1940 von deutschen Truppen besetzt wurde, und wie harsch mit Widersachern umgegangen worden ist. Es ist bewundernswert, wie sehr Signe sich für ihren Traum von der Malerei eingesetzt hat. Die Tatsache, dass der Großteil ihrer Gemälde seit der Beschlagnahmung durch die Gestapo verschollen geblieben ist, wiegt umso schwerer, da ich das Gefühl hatte, sie dank dieses Romans ein Stück weit kennengelernt zu haben und zu wissen, wieviel Herzblut sie in ihre Bilder gesteckt hatte. "Man darf nicht mit dem Schicksal hadern, man muss es einfach schlucken." Signe war eine mutige, starke, blitzgescheite Frau mit einem sanften Wesen, vor allem aber war sie eine eigenständige Künstlerin. In jedem Fall hat die Autorin ihr mit diesem Roman ein verdientes Denkmal gesetzt. Fazit: Ein wundervoller historischer, feinfühliger Roman, der durch eine starke weibliche Protagonistin brilliert und für alle Kunstliebhaber ein Muss ist!
Wow

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