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Muse, Künstlerin, Geliebte. Klimt war ihre erste Liebe, für Gustav Mahler wird sie zur Muse – Alma Schindler wächst inmitten der Wiener Boheme auf, ist in den Salons der schillernden Metropole zu Hause, verfolgt den Aufstieg der Secession, inspiriert und verführt. Und sie ist Künstlerin, ihre Leidenschaft gehört dem Klavierspiel, vor allem der Komposition. Bis sie Gustav Mahler trifft und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Gustav erwidert ihre Liebe, jedoch zu einem hohen Preis: Für ihn soll sie ihre Kunst aufgeben … Die Geschichte einer der faszinierendsten Frauen im Wien der Jahrhundertwende.
BIOGRAFIE

Caroline Bernard ist das Pseudonym von Tania Schlie. Die Literaturwissenschaftlerin arbeitet seit zwanzig Jahren als freie Autorin. Sie liebt es, sich Geschichten über starke Frauen auszudenken. Neben "Die Muse von Wien" und "Rendezvous im Café de Flore" erschien von ihr zuletzt im Aufbau Taschenbuch der Bestseller "Frida Kahlo und die Farben des Lebens", der monatelang die Bestsellerlisten anführte und in zahlreichen Ländern erscheinen wird. 

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Bewertet von Anne (milkysilver..., Bücher in meiner ... und andere
milkysilvermoon
buecherinmeinerhand
loewenzahnmaedchen
Anne (milkysilvermoon)
Wien zur Zeit der Jahrhundertwende: Der Maler Gustav Klimt war die erste Liebe von Alma Schindler. Für den österreichischen Komponisten Gustav Mahler, Direktor der Wiener Oper, wird sie zur Muse. Alma, Tochter eines Künstlers, wächst nicht nur mitten unter der Wiener Boheme auf. Sie ist auch selbst Künstlerin. Mit Leidenschaft spielt sie Klavier und komponiert ebenfalls. Mit Anfang 20 verlobt sie sich mit Mahler und heiratet ihn im Jahr 1902. Doch sie zahlt einen hohen Preis: Sie muss für ihn die Komposition aufgeben. Und auch sonst fällt ihr das Glück nicht in den Schoß… „Die Muse von Wien“ von Caroline Bernard ist der sechste Band der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ des Aufbau-Verlags, kann aber unabhängig gelesen werden. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 55 Kapiteln und einem Epilog. Erzählt wird aus der Sicht von Alma. Die Handlung deckt einen Zeitraum von einigen Jahren ab. Leider sind die Kapitel nicht mit Jahreszahlen versehen, was die Orientierung erleichtert hätte. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und anschaulich. Die Beschreibungen von Wien laden dazu ein, sich in frühere Zeiten zu träumen. Einige Ereignisse aus Almas Leben wurden zwischendurch vor allem in den ersten Kapiteln jedoch so knapp wiedergegeben, dass ich mich stellenweise an einen Schulaufsatz erinnert gefühlt habe. Das hat das Eintauchen in die Geschichte ein wenig erschwert. Ich habe ein wenig gebraucht, um mich mit der Hauptprotagonistin Alma anzufreunden, da sie von sich selbst ziemlich eingenommen ist. Ihre selbstbewusste und mutige Art ist jedoch auch reizvoll. Insgesamt kommt sie authentisch rüber und ich habe gerne verfolgt, wie sich ihr Leben entwickelt. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. Auch die übrigen Personen wirken realitätsnah. Die Handlung ist abwechslungsreich. Trotz der eher hohen Seitenzahl hat der Roman nur wenige Längen. Gut gefallen hat mir, dass eine historisch belegte Persönlichkeit im Vordergrund der Geschichte steht. Auf unterhaltsame Art verwebt die Autorin Fiktion und Faktion. Nebenbei erfährt man so einiges über das Leben in Wien zur damaligen Zeit und insbesondere über die Kunst- und Musikszene. Auch das Nachwort ist interessant und liefert weitere Informationen, die die Recherchearbeit der Autorin belegen. Das Cover und die Aufmachung der broschierten Ausgabe sind sehr hübsch geworden. Der Titel ist knackig und treffend gewählt. Mein Fazit: „Die Muse von Wien“ von Caroline Bernard ist ein unterhaltsamer Roman mit historischer Kulisse, der für kurzweilige Lesestunden sorgt.
Wow
Bücher in meiner Hand
Ende der 80er Jahre reiste ich mit zwei Freunden nach Wien - einzig um das Hundertwasserhaus und das Secession-Gebäude mit Klimts Beethoven-Fries zu sehen. Klimts Bilder faszinieren mich heute noch. Gustav Mahlers Symphonien hingegen mag ich nicht so, aber mich interessierte die Geschichte um die Frau, die diesen beiden (und vielen anderen) Männern den Kopf verdrehte. In "Die Muse von Wien" begleiten wir Alma Schindler von 1886 bis 1911, also von ihrem siebzehnten Lebensjahr an bis kurz nach dem Tode Gustav Mahlers. Alma wird als schöne und lebenslustige Frau beschrieben, die gerne die Oper und Gesellschaften besucht und zu flirten weiss. Ganz Wien ist angetan von Alma, doch sie will eigentlich nur den Maler Gustav Klimt. Als dies nicht klappt, lässt sie sich auf Gustav Mahler ein und heiratet bald darauf den viel älteren Musiker. Alma ist eine begnadete Klavierspielerin und liebt es stundenlang am Klavier zu sitzen, zu spielen, Texte zu vertonen und zu komponieren. All dies gibt sie mit der Hochzeit auf, denn Mahler wünscht es sich so. Ob sie wirklich weiss, auf was sie sich da einlässt? Mir gefiel Caroline Bernards "Rendezvous im Café de Flore" einiges besser als der vorliegende Roman. Im erstgenannten Buch konnte die Autorin aufgrund zweier Zeitebenen kreativer schreiben und konnte bei der Gegenwartsgeschichte ihre Fantasie walten lassen. Da "Die Muse von Wien" ausschliesslich historischen Persönlichkeiten gewidmet ist, bleibt logischerweise die Fantasie auf der Strecke. Die Autorin muss sich an Fakten halten und hat nur einen kleineren Spielraum, um eigene Ideen einzubringen. Wenn dann noch die Protagonistin eine diffizile Person ist, wird es als Leser schwierig, Begeisterung für das Gelesene aufzubringen. Alma ist leider genau solch eine Protagonistin, eine anstrengende Person, zu der ich keine Verbindung aufbauen konnte. Unreif, über weite Strecken fordernd, dann aber auch übertrieben unterwürfig. Es macht den Schein als ob sie nur auf Mahlers Forderungen einging, damit sie als verheiratete Frau von ihrer Mutter wegkommt. Die Männer aber fand ich alle noch schwieriger. Gustav Klimt, der hinter allen Rockzipfeln her war; Walter Gropius, der sich unmöglich verhält; und der egozentrische Gustav Mahler. Eindrücklich geschildert waren in dem Zusammenhang die Szenen bei der Sommerfrische, als Alma sich auf Familienzeit freute, Gustav sich aber erneut absonderte und absolute Ruhe, sogar von den Nachbarn und Bauern ringsherum, verlangte. Man ärgert sich beim Lesen total und würde die eine oder andere Figur am liebsten auf den Mond schiessen. Für Autoren ist es sicher nicht leicht, solche schwierigen historischen Persönlichkeiten darzustellen, denn viele Leser mögen solche Figuren nicht sehr. Caroline Bernard ist es aber gelungen, eine flüssige und gut lesbare Geschichte über Alma zu erzählen und die Figuren glaubhaft darzustellen. Gerade in der oben beschriebenen Situation konnte ich gut mit Alma mitfühlen, wenn sie sich allein gelassen fühlte. Trotzdem fehlte mir in Almas Darstellung teilweise eine gewisse Tiefe, damit man ihr Tun oder ihre Gefühle besser nachvollziehen hätte können. Fazit: "Die Muse von Wien" liefert einen interessanten Einblick ins Wien Anfang des 20. Jahrhunderts und ins Leben von Alma und Gustav Mahler. 3.5 Punkte.
Wow
loewenzahnmaedchen
Derzeit beschäftige ich mich unfassbar gerne mit den Schicksal von Künstlerinnen und Künstlergattinen Anfang des 20. Jahrhunderts. Demnach laß ich das Buch "Die Muse von Wien". Dieses berichtet über Alma Schindler, die sich aufgeben musste um an der Seite des Dirigenten und Komponisten Gustav Mahler zu leben. Doch bis das Leben während der Ehe erzählt wird, liest man erstmal von Almas Leben davor. Ich empfand es als traurig zu sehen, dass auch in dieser Zeit sich alles um Schönheit und Ideale dreht. Die junge Alma entspricht all diesen und wird von allen Seiten begehrt und geliebt. So viele Heiratsanträgen, die abgelehnt wurden, bekommen sicherlich nur wenige Menschen im Laufe ihres Lebens. Anfangs plätscherte die Handlung so dahin. Irritiert hat mich, dass beide Gustav hießen, sodass ich anfangs dachte Klimt und Mahler sind eine Person, doch schnell merkte ich, dass dem nicht so war. Das Buch sollte man nicht lesen, wenn man nur aus dem Leben von Schindler und Mahler erfahren will, eher wenn man sich mit Schindler intensiv beschätigen möchte. Um ihre Lebensgeschichte zu erzählen, müsste man noch sehr viele Bücher schreiben, da dieses Buch nur aus ihrer Ehe von Mahler erzählt und nicht von den nachfolgenden. Mahler war mir zu Beginn sympathisch, später wurde er mir zunehmend unsympathischer, da er alles für sich einnehmen möchte und vor Egoismus nur so strotzt. Schindler war auch keine einfache Person, die mir jedoch in den meisten Fällen um einiges sympathischer als Mahler war. Ihre Liebe zum Theater teile ich, jedoch ohne musikalische Fähigkeiten, denn die sind bei mir kaum vorhanden. Der Schreibstil hat mich schnell vorankommen lassen. Mir fehlten aber genauere Beschreibungen und Umschreibungen, vielleicht wurden diese aber weggelassen, da das Buch sonst viel zu lang geworden wäre. Zum Ende hin erschlossen sich für mich viele Dinge nicht mehr so ganz. Dabei hatte ich das Gefühl, dass das Buch schnell zu Ende erzählt werden sollte, nach mehrmaligen lesen, erschlossen sich die Dinge wieder mehr. Nach Beendigung des Buches habe ich wieder richtig Lust Klavier zu spielen, auch wenn ich weiß, dass es Millionen von Menschen gibt, die besser sind als ich. Mir macht es Spaß auch ohne Rhythmusgefühl. So kann ich zusammenfassend sagen, dass es ein schöner Roman über das Leben von Alma Schindler ist, den ich Dir empfehlen kann. Mir hat es während dem Lesen geholfen nochmal ein paar Kurzbiographien im Internet über sie zu lesen, da manche Zusammenhänge nicht ganz so schnell klar wurden. Ich gebe 4 von 5 Schweinchen.
Wow

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