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Brigitte Riebe

Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung

Ist Teil der Reihe
Die 50er-Jahre-Trilogie
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4.7/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Teil 3 der packenden 50er-Jahre-Trilogie von Bestsellerautorin Brigitte Riebe. Berlin 1958: Farben und Formen, Augenblicke, eingefangen mit Bleistift und Papier. Seit sie denken kann, will Florentine Thalheim nur eines: sich ganz dem Zeichnen und der Malerei hingeben. Die ju¿ngste von drei Töchtern hatte schon immer einen rebellischen Geist. Nur wenn sie zu malen beginnt, wird alles hell und leicht, dann singen die Farben in ihr. Während ihrem Vater fu¿r Florentine eine Zukunft im Kaufhaus am Ku'damm vorschwebt, beginnt sie ein Studium an der Kunstakademie. Hier ist sie voll in ihrem Element, arbeitet wie im Rausch. Doch schon bald legt sich ein Schatten auf ihr Glu¿ck. Rufus Lindberg, ihr herrischer Lehrer, macht ihr das Leben an der Schule zur Hölle, und die politischen Spannungen zwischen Ost und West drohen die Stadt und die Thalheims zu entzweien. Gibt es Hoffnung fu¿r Florentine und ihre Familie? Gibt es Hoffnung fu¿r Berlin?
BIOGRAFIE
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte lebendig werden lässt. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
21.04.2020
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783805203333
Sprache
German
Seiten
461
Schlagworte
Träume, Berlin, Mode, Roman, Frauenroman, Kunstakademie, 50er Jahre, Schwestern, Kunst, Ku'damm, Kaufhaus, Familiensaga, 1950er Jahre
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REZENSIONEN
Bewertet von Harakiri, claudi-1963 und 3 andere
harakiri
claudiastückner
elizas_buecherparadies
petzi_maus
patricianossol
Im 3. Band der Kaufhaus-Trilogie steht Flori im Mittelpunkt. Flori, die nach Paris geflüchtet ist, jetzt aber wieder nach Berlin zurückkommt und ein neues Leben beginnen mag. Sie ertrotzt sich die Aufnahme an der Kunsthochschule und macht das, was sie schon immer wollte: malen und fotografieren. Doch das Leben stellt ihr immer wieder Steine in den Weg. Aber Flori wäre nicht Flori wenn sie nicht für alles eine Lösung hätte. Auch für die Liebe? Schade, dass das Kaufhaus ein wenig in den Hintergrund rückt in diesem Band. Dennoch habe ich es genossen, zu lesen, wie es mit der Familie Thalheim weitergeht. Man trifft zwar wieder auf die Familie, dennoch ist der Großteil Florentine gewidmet. Man kann diesen Band auch ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bücher lesen, jedoch ist es schöner, wenn man diese Bände kennt, denn immer wieder gibt es Andeutungen auf diese. Zudem versteht man die verwickelten Familienverhältnisse mit Vorkenntnissen besser. Riebe erzählt in altbekannter, mitreißender Manier von Florentine und ihrem Schicksal, aber auch der deutschen Geschichte nach dem 2. Weltkrieg und dem Mauerbau. Die Story ist abwechslungsreich, ohne überfrachtet zu wirken, auch wenn ziemlich viel passiert, das ich teilweise jetzt nicht gebraucht hätte, die Geschichte aber zu einem runden Abschluss gebracht hat. Flori ist ein interessanter Charakter. Sie geht ihren Weg wie die anderen Thalheim-Schwestern, hat aber für das Kaufhaus nicht so viel übrig. Auf ihrer Suche nach sich selbst und ihrem Glück geht sie durch Höhen und Tiefen und verspricht dem Leser so ein tolles Lesevergnügen. Fazit: Ein würdiger Abschlussband, der auch Handlungen aus dem zweiten Band zum Abschluss bringt. Insgesamt fand ich Band 1 und 2 aber etwas stärker und interessanter. Fazit komplette Trilogie: Brigitte Riebe ist hier eine wunderbare Reihe gelungen, die den Leser mitnimmt ins Berlin des frühen 20. Jahrhunderts. Sie bringt dem Leser die damalige Zeit mit der Familie Thalheim nahe und flicht diese beeindruckend in historische Geschehnisse ein.
1 Wow
claudi-1963
„Wenn du einen Traum hast, dann greife danach und höre niemals auf, daran zu glauben.” (Carol Burnett) Berlin 1958: Florentine die jüngste der Thalheim Schwestern hat schon sehr jung mit zeichnen begonnen, ehe sie rebellisch wurde und mit ihrem Freund Patrick nach Paris verschwand. Reumütig kehrt sie nun zurück und ihre Schwestern hoffen nun das sie sich im Modekaufhaus mit einbringt. Jedoch Florentine möchte mit ihrer Begabung lieber an der Kunstakademie studieren. Doch leider hat Florentine ihr Abitur nicht zu enden gebracht und so wird die Aufnahme für sie schwierig werden. Mit viel Engagement darf sie schlussendlich dann doch dort studieren. Allerdings ist ihr Dozent Rufus Lindberg ein schwieriger, herrsüchtiger Mensch, der Florentine das Leben an der Akademie schwer macht. Zudem machen die Spannungen zwischen Ost und West in Berlin immer mehr Probleme, dass bekommt besonders das Mordkaufhaus Thalheim zu spüren. Meine Meinung: Das Cover spiegelt wieder ein wenig das Ende der 50 Jahre wieder ganz Deutschland ist weiter im Umbruch, was man vor allem in Berlin spürt. Der Schreibstil ist wieder recht informativ, bildhaft und unterhaltsam. Im letzten Band über die Thalheim Schwestern geht es diesmal in der Hauptsache um Florentine (Flori) die jüngste der drei Schwestern. Durch ihre rebellische Art hat sie sich selbst in Schwierigkeiten gebracht, die sie nun ausbaden muss. Ohne Ausbildung oder einem Abschluss wird es schwer für sie werden etwas in Berlin zu finden. Doch Flori wäre nicht sie wenn sie nicht längst wüsste was sie will. Sie setzt sich durch um ihre künstlerische Begabung für die Malerei zu studieren. Brigitte Riebe beschreibt hier weiter eine junge Frau die versucht weiter ihren Weg zu gehen auch wenn er steinig und schwer werden wird. Zudem nimmt sich mich als Leser mit in eine Zeit als Berlin die florierende Stadt für Künstler wird. Doch auch politisch kommen auf Berlin immer größere Probleme zu. Eingekesselt abgekoppelt vom Rest Deutschlands spüren sie sehr gut das sie eine Sonderstellung einnehmen. Jedoch die zunehmenden Auswanderer aus der DDR scheinen der kommunistischen Regierung immer stärkere Probleme zu bereiten. Kein Wunder also, das man im Jahr 1961 dann beginnt eine Mauer mitten duch Berlin zu errichten. Ich erlebe mit wie furchtbar dieser Mauerbau für die Berliner war, den es wurden Freunde von einander getrennt und sogar Familien auseinandergerissen. Selbst die Thalheims trifft dieser Mauerbau hart, nicht nur das Modekaufhaus ist betroffen, sondern selbst die Familie trifft es ganz hart. Wunderbar bindet die Autorin die damaligen Gegebenheiten Berlins mit in ihre Geschichte ein. Selbst der damalige Berliner Bürgermeister Willy Brandt und seine zweite, norwegische Frau Rut werden hier erwähnt. Das Highlight bildet dann der Besuch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. Ebenfalls erlebe ich wie schwierig sich das Liebesleben vom homosexuellen Paar Gregor und Hotte sich weiterentwickelt. Es ist eine undankbare Zeit für gleichgeschlechtliche Beziehungen, besonders wenn man sich wie Gregor als Architekt einen Namen machen möchte. Selbst in einer Großstadt wie Berlin scheinen sich solche Dinge zu schnell herumzusprechen. Natürlich wird auch wieder viel über das Thema Mode in dieser Zeit berichtet. Schön war es natürlich auch das ich weiter von den anderen Thalheims erfahren habe. Besonders das die Geheimnisse aus den beiden Bänden endlich aufgelöst und angesprochen wurden in der Familie war gut. Und natürlich kam auch der Bösewicht Brahm wieder mal der Familie viel zu nahe. Alles in allem wieder ein gelungenes Buch, bei dem ich erneut die Historikerin Brigitte Riebe zu spüren bekam und dem ich 5 von 5 Sterne gebe.
3 Wows
Elizas Bücherparadies
Mit dem dritten Teil ihrer Saga setzt Brigitte Riebe Berlin ein würdiges Denkmal über eine Zeit, die prägend für diese Stadt war. Das Cover des dritten Teils passt wunderbar in die Trilogie und sorgt für einen guten Wiedererkennungseffekt. Zudem merkt man wieder sehr gut, dass es um Mode geht und um den Aufbruch in eine neue Zeit. Der Roman beginnt 1958 und endet 1963, er umschreibt somit fünf Jahre in einer Stadt, die noch nicht zur Ruhe kommen soll. Im Mittelpunkt des Romans steht die jüngste der Thalheim-Schwestern, Florentine, genannt Flori. Sie hat sich anders als ihre Schwestern nicht so sehr der Mode verschrieben, sondern der Kunst. Ihr Studium an der Kunstakademie steht von Beginn an unter keinem guten Stern. Sie muss sich ihren Weg erkämpfen und so manche Niederlage einstecken. Wird es ihr gelingen ihren Weg zu gehen und einen Stil zu finden sich mit ihrer Kunst ausdrücken zu können? Eine spannende Frage, die die Leser durch dieses Buch begleitet. Auch das Liebesleben von Kitty entwickelt sich als nicht so einfach. Auch hier muss sie ihren eigenen Weg gehen und ihre Gefühle immer wieder hinterfragen, bis sie an ihr Ziel kommt. Manchmal muss man sich selbst etwas eingestehen, um zum Ziel zu gelangen, denn viel zu oft machen wir Menschen uns etwas vor. Aber es geht natürlich auch um die Familie Thalheim, ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Figuren bereitet zusätzlichen Lesespaß und viele Anknüpfungspunkte. Wie ist es in der Zwischenzeit Rike mit ihrem Mann und ihren Kindern ergangen? Was ist mit Silvie und ihrer Erfolgssendung „Stimmen“, ist sie glücklich in ihrer Ehe? Was machen Gregor und Hotte? Wie sieht es bei Carl und Kitty aus? Die Familie Thalheim hat wie immer viele Geschichten zu erzählen, es wird einfach nicht langweilig. Hinzukommen die bewegten Jahre in einem „neuen“ Berlin, die das Leben der Protagonisten beeinflussen. Der Roman ist chronologisch aufgebaut und nimmt uns mit zu wichtigen Stationen, nicht nur im Leben der Thalheims sondern auch zu epochalen Ereignissen für Berlin. Bei etwas mehr als 400 Seiten ist klar, dass die Autorin sich nur auf bestimmte Ereignisse konzentrieren kann, somit sind Zeitraffungen und Zeitsprünge selbstverständlich. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr gut zu lesen und besticht zwischendurch vor allen Dingen durch den unverkennbaren Berliner Dialekt, der einige Dialoge damit unverwechselbar echt erscheinen lässt. Am Ende des Romans befindet sich eine ausführliche Zeittafel für Berlin in den Jahren 1958 bis 1963, welche den historischen Kern der Geschichte noch einmal untermauert. An diesem Roman werden sowohl Männer als auch Frauen ihren Spaß haben, auch wenn Frauen durch den Modeaspekt sicherlich eher angesprochen werden. Dennoch ist dieser Roman auch für alle Kunstinteressierten und Berlin-Liebhaber eine wunderbare Zeitreise, die ich wirklich nur empfehlen kann. Ein gelungener Roman, der die Trilogie um die Thalheim-Schwestern zu einem würdigen Abschluss bringt. Am Ende waren es für mich ein paar zu viele Zufälle und glückliche Wendungen, sodass ich mir ein vielleicht nicht ganz so „glattes“ Ende gewünscht hätte. Aber dies ist sicherlich Geschmacksache. Alles in allem aber ein guter Roman, dem ich viele Leser wünsche, da er wichtige Ereignisse in Berlin zum Greifen bereithält. Ich bedanke mich bei Brigitte Riebe für dieses wunderbare Zeitzeugnis und beim Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplar.
1 Wow
Großartiger Abschluss der Schwestern vom Ku'damm-Trilogie Kurz zum Inhalt: Berlin, Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre: Florentine Thalheim muss von Paris nach Berlin zurückkehren, da sie in Paris von der Kunst nicht leben konnte. Ihre Schwestern wollen gerne, dass sie im Familienunternehmen, dem Modekaufhaus Thalheim, mitarbeitet, doch Flori möchte sich lieber ihrer großen Liebe, der Kunst, widmen und träumt von einem Studium an der Hochschule für bildende Künste... Meine Meinung: "Tage der Hoffnung" schließt direkt an "Wunderbare Zeiten" an und ist der Abschluss der Thalheim-Schwestern-Trilogie. In dieser Geschichte, die von 1958 bis 1963 spielt, steht die jüngste Thalheim-Schwester, Florentine "Flori", im Mittelpunkt. Man kann Floris Entwicklung zur erwachsenen Frau hautnah miterleben und begleitet sie bei ihrem Kampf für ihre große Liebe, die Kunst, und wie sie es schafft, doch zum Kunst-Studium zugelassen zu werden. Sie ist eben eine andere Thalheim, die künstlerisch sehr begabt ist, und deren Mittelpunkt nicht das Modekaufhaus ist, und das setzt sie auch durch. Obwohl sie dann doch dafür tätig wird, aber anders als ihre Schwestern. Die Autorin schafft es wieder wunderbar, historische Details in die Geschichte zu verweben, man bekommt durch die Protagonisten direkten Einblick in den Mauerbau und die schreckliche Zeit damals; die Ängste der Menschen, von ihren Liebsten getrennt zu sein; die gefährlichen Fluchtversuche; und die Hoffnung, die der Besuch Kennedys gibt. Die Atmosphäre der damaligen Zeit ist sehr gut eingefangen. Die Schreibweise ist angenehm zu lesen, mit viel direkter Rede. Man fiebert mit den Figuren mit, über ihr Schicksal, und hofft, dass sich alle Probleme lösen lassen. Man leidet mit Flori und ihrem Herzschmerz und Liebeskummer, von dem sie leider viel erdulden muss, und möchte sie manchmal einfach nur schütteln. Dafür freut man sich umso mehr über alle positiven Ereignisse. Flori wird zu einer starken Frau, und ihre Kunst-mehr die Fotografie als die Malerei-wird mit der Zeit ein voller Erfolg. Es gibt aber auch wieder etliche Schicksalsschläge, die die Familie und einzelne Figuren erleiden müssen. Gut fand ich, obwohl Flori im Mittelpunkt steht, dass man wieder viel über alle anderen Familienmitglieder liest. Rike und Silvie sind verheiratet und haben Kinder. Man trifft zB auch Onkel Carl und die beiden Cousins wieder, wo es v.a. Gregor mit seiner Liebe zu Hotte nicht leicht hatte in der damaligen Zeit. Und man trifft auf einen unliebsamen Zeitgenossen aus den vorigen Bänden. Diesmal stehen auch Miri Sternberg und Floris Freundin Franzi, die jetzt eine berühmte Schauspielerin ist, noch mehr im Mittelpunkt, denn auch über diese gibt es ein großes Geheimnis zu erfahren. Sehr interessant und lehrreich ist auch die ausführliche chronologische Zeittafel am Ende des Buches, in der sämtliche historischen Ereignisse aus dieser Zeit detailliert aufgezählt sind. Fazit: Großartig gelungener Abschluss der Familiensaga im Berlin Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre mit vielen geschichtlichen Details, die geschickt in die Handlung verwoben sind.
1 Wow
patricianossol
Schon Wassily Kandinsky hatte diese besondere Gabe. Er war ein Synästhetiker, konnte Töne sehen und Farben hören. Er sprach von einer engen Verbindung zwischen der Malerei und der Musik. Auch Florentine, die jüngste Schwester der Thalheims, hört Farben. Oft sind es Worte, die für sie zu Farben werden. Auch in ihrem künstlerischen Schaffen spielt Musik eine große Rolle. Buchautorin Brigitte Riebe ist den Töchtern der Kaufhausdynastie Thalheim schon länger auf den Fersen und hat ihre Geschichten in einer Trilogie mit dem Titel „Die Schwestern vom Ku‘damm“ niedergeschrieben. Am 21.04.2020 ist Band 3 - „Tage der Hoffnung“ beim Rowohlt Verlag erschienen, in welchem die jüngste Thalheim-Schwester eine tragende Rolle spielt. Wir schreiben das Jahr 1958 als Florentine von Paris nach Berlin zurückkehrt. Mit dem Modekaufhaus Thalheim hat die junge Rebellin wenig am Hut. Viel lieber möchte sie an der Hochschule für bildenden Künste studieren. Schließlich ergattert sie einen dieser begehrten Studienplätze und geht voll und ganz in der Malerei auf. Doch Professor Lindberg macht ihr das Leben an der Hochschule zur Hölle. Währenddessen spitzen sich die politischen Spannungen zwischen Ost und West zu. Schmerzhaft bekommt die Familie Thalheim die Teilung Berlins zu spüren. In Band 2 verabschiedet sich Flori von der Leserschaft als aufmüpfiger Teenager, der die Welt abseits des Familienclans erobern möchte. Zurück kehrt sie als erwachsene junge Frau voller neuer Visionen. Mit ihrem offenen Wesen und ihrem künstlerischen Talent zieht sie mich schnell in den Bann ihrer Geschichte. Es fühlt sich an, als würde ich neben Flori an der Staffelei stehen. Während sie Musik in Farben verwandelt, übertrage ich die gelesenen Worte in Bilder. Plötzlich bin ich mitten in den 50er Jahren und sehe die Frauen in ihren Vintage Kleidern durch Berlin spazieren. Hautnah erlebe ich, wie die Spaltung Deutschlands Schritt für Schritt voranschreitet. Auch die Familie Thalheim wird auseinandergerissen. Die politische Lage spitzt sich dramatisch zu und Florentine entdeckt eine neue Leidenschaft- das Fotografieren. Buchautorin Brigitte Riebe beschreibt das Zeitgeschehen bildgewaltig und spannungsreich. Historisches Faktenwissen bindet sie gekonnt und wohldosiert in ihre Geschichte ein. Sie gewährt interessanten Persönlichkeiten aus Kultur und Politik, wie Marlene Dietrich oder Rut und Willy Brandt kleine Gastauftritte. Das verleiht der Story Authentizität. Derweil kann ich mich der Sogwirkung dieses Romans kaum noch entziehen. Zwischen Hoffen und Bangen begleite ich Florentine beim Kampf um ihre große Liebe. Erneut brilliert Brigitte Riebe mit ihrem lebendigen und klugen Schreibstil. Ihre Story ist nicht nur akribisch recherchiert und detailgetreu ausgearbeitet, sie überzeugt auch durch eindrucksvolle Charakterdarsteller, eine stimmungsvolle Buchatmosphäre und hohen Unterhaltungswert. Eine Buchautorin in Hochform! Fulminanter Abschluss der Trilogie rund um die Thalheim-Schwestern. Bestnoten für diesen Wohlfühlroman!
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