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Brigitte Riebe

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten

Ist Teil der Reihe
Die 50er-Jahre-Trilogie
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ZUSAMMENFASSUNG
Aufbruch, Petticoats und Rock 'n' Roll - drei Schwestern und ihr Kaufhaus am Ku'damm in turbulenten Zeiten. Teil 2 der packenden 50er-Jahre-Trilogie von Bestseller-Autorin Brigitte Riebe. Berlin, 1952: Man muss das Leben tanzen, das war schon immer Silvie Thalheims Motto. Während für Schwester Rike das Kaufhaus am Ku'damm an erster Stelle steht, will Silvie nach der dunklen Zeit des Krieges nur eins: das Leben in vollen Zügen genießen. In den Wirtschaftswunderjahren laufen die Geschäfte ohnehin bestens, das Kaufhaus Thalheim bietet die neueste Mode an. Petticoats und Nylonstrümpfe, dazu feine Kollektionen aus Italien. So träumt Silvie ihren eigenen Traum: als Rundfunkredakteurin beim RIAS Karriere zu machen. Doch seit ihr Zwillingsbruder aus dem Krieg heimgekehrt ist, hat sich die Dynamik in der Familie verändert. Oskar soll das Unternehmens leiten, gibt sich aber lieber dem Rausch durchfeierter Nächte hin. Als dann auch noch ein verhasster Konkurrent die Geschäfte torpediert und den Thalheims alles zu nehmen droht, wird Silvie klar, dass sie Verantwortung für das Kaufhaus und ihre Familie übernehmen muss...
BIOGRAFIE
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte lebendig werden lässt. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
17.09.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783805203340
Sprache
German
Seiten
477
Schlagworte
Berlin, Mode, Zeitgeschichte, Roman, Frauenroman, 50er Jahre, Saga, Schwestern, Ku'damm, Wirtschaftswunder, Kaufhaus, Geschichte, Nachkriegszeit, Familensaga
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REZENSIONEN
Bewertet von Harakiri, claudi-1963 und 3 andere
harakiri
claudiastückner
buecherinmeinerhand
mattisbuecherecke
bienchen
Was ist Glück? „Wunderbare Zeiten sollten wir mal wieder haben“. Dieses Zitat trifft den Kern des neuen Buches von Brigitte Riebe sehr genau. Denn das Schicksal schlägt hart zu und verlangt den Schwestern aus dem Modehaus Thalheim so einiges ab. In „Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Zeiten“ lesen wir mehr von Silvie, der zweiten Schwester. Sie sieht ihre Berufung nicht im Kaufhaus, sondern beim Radio. Und dort bringen ihre frischen Ideen einiges an Belebung für den Sender. In ihrem Privatleben läuft es hingegen weniger gut: die Liebe zu Wanja steht unter keinem guten Stern, und auch ihr Zwillingsbruder Oskar sorgt dafür, dass Silvie nicht zur Ruhe kommt. Doch die Thalheim-Schwestern halten zusammen… Der Schreibstil von Brigitte Riebe hat mich wieder von der ersten Seite an mitgerissen und diese Begeisterung hielt bis zur letzten Seite an. Ihre Schilderungen sind toll recherchiert und fangen den Zauber dieser Zeit, aber auch die Mühsal, sehr gut ein. Der Krieg ist vorbei, die Leute haben wieder Geld, aber auch das sorgt für Probleme und ich finde, dass Riebe ihre Thalheim-Frauen sehr gut in diese Zeit einbindet. Durch den „bösen“ Herrn Brahm bekommt das Buch sogar noch eine spannende Note. Oskar blieb mir in diesem Band allerdings zu blass, hier hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht bei seinen Eskapaden. Fazit: Ein tolles Buch über Liebe und Leid, Freude und Trauer, Höhen und Tiefen und sympathische Charaktere.
1 Wow
claudi-1963
"Das Leben ist wundervoll. Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben. Aber dann geschieht etwas Neues, und man glaubt, man sei im Himmel." (Édith Piaf) Berlin 1952: Die Stadt hat sich inzwischen vom Krieg erholt und das Leben ist für viele Berliner wieder lebenswert geworden. Silvies Motto "Man muss das Leben tanzen", scheint ebenso bei vielen anderen angekommen zu sein. Unterdessen ist ihre Schwester Rike weiterhin im Kaufhaus an erster Stelle. Silvie dagegen möchte das Leben in vollen Zügen genießen und weiter beim RIAS ihre Zukunft planen. Jedoch in Sachen Liebe soll es noch immer keine richtige Erfüllung geben. Nachdem sich auch ihr Neuster als Schwerenöter herausstellt, trennt sie sich von ihm. Auch bei Zwillingsbruder Oskar reißen wieder dunkle Wolken auf. Seit er aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt ist, ist nichts mehr wie früher. Silvie macht sich immer mehr Sorgen um ihn, da er zu oft Nächte durchfeiert. Als er dann noch ein dubioses Geschäft mit Brahms eingeht und sie scheitern, stürzt er die ganze Familie mit in seine Probleme. Für Silvie ist klar, dass sie nun dem Kaufhaus und der Familie zur Seite stehen muss und sie nicht alleine lassen kann. Doch nach dunklen Zeiten soll es für Silvie wieder einen Lichtblick geben, mit einer neuen Liebe. Meine Meinung: Das helle Cover mit der schönen Blondine, die Silvie Thalheim darstellt und hinter ihr ein wenig Flair der 50er Jahre passt wieder sehr gut. Im zweiten Band der Schwester vom Ku’damm dreht sich vieles um Silvie Thalheim, die Mittlere der Schwestern. Als begnadete Radiomoderatorin feiert sie ihre großen Erfolge mit der Sendung "Stimmen", für die sie Prominente aus Politik, Kultur, Literatur, Wirtschaft und andere einlädt. Von Willy Brandt, Heinrich Böll bis Günter Pfitzmann jeder ist vor ihrem Mikrofon und erzählt aus seinem Leben. Silvie könnte sich glücklich schätzen, wären da nicht ihre privaten und familiären Probleme. Friedrich ist durch seine Herzschwäche und die Sorgen um Florentine die Jüngste ziemlich eingeschränkt, so bleibt das Kaufhaus immer öfter an Rike hängen. Den Oskar scheint einfach kein Händchen als Leiter des Familienunternehmens zu haben. Zudem hat er noch Pech mit der großen Liebe, die er eigentlich heiraten wollte. Silvie macht sich besonders Sorgen, weil ihn nur noch Alkohol und schnelle Autos zu interessieren scheinen. Sie selbst allerdings träumt immer öfters vom Wunsch nach Familie, Haus und Kinder, doch wird sich dieser Wunsch je erfüllen? Nach Wanjas Trennung glaubt sich nicht mehr groß daran. Mit diesem zweiten Band knüpft die Autorin an die weiteren Zeiten Berlins an, die Petticoat, Rock ’n’ Roll und schnellen Autos die Jugend imponieren. Alle weiteren bewegenden Ereignisse die in diese Zeit fallen, befinden sich im Anhang des Buchs. Auch diesmal erlebt wieder die Historikerin Brigitte Riebe, die alles sehr präzise für die Leser aufgelistet hat, was sich in den Jahren 1952–1957 ereignet hat, zudem kommen im Buch ebenfalls einige der Ereignisse zum Tragen. Wie schon im Vorgängerband leide ich auch hier an vielen Stellen mit Silvie mit, da ihr Leben nicht immer gerade rosig verläuft. Aber welches Leben ist schon erfüllt? Auch diesmal kommen wieder einige Sorgen und Probleme auf die Familie zu, ehe für Silvie wieder der Himmel voller Rosen hängt, weil sie eine neue Liebe findet. Jedoch selbst vor Tod, Trauer und Kummer hat die Autorin ihre Charaktere nicht verschont. Sie stellt eben das Leben mit allen seinen Facetten dar, wie es ist, und das ist gut so. Für mich spiegelt das Buch erneut alle Höhen und Tiefen einer bemerkenswerten, sympathischen Frau, dadurch bleiben die Schwestern interessant, unterhaltsam und abwechslungsreich. Darum von mir erneut eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.
4 Wows
Bücher in meiner Hand
Im zweiten Band der Ku'damm-Schwestern-Trilogie steht Silvies Geschichte im Vordergrund. Silvie mochte ich im ersten Teil, "Jahre des Aufbaus", nicht. Sie war unstet und unvernünftig, brachte durch unüberlegte Aktionen - bei denen sie nicht auf Rike hörte - die Familie mehr als nur einmal in Lebensgefahr. Mit dem Kopf durch die Wand, war in etwa ihr Motto. Dennoch hatte und hat sie ihre guten Seiten. Mit ihrer klaren Stimme beeindruckte sie die britischen Soldaten und später die Radiohörer. Ich war also gespannt, was aus ihr wird. Ruhiger und besonnener auf jeden Fall, trotz ihrer on-off-Beziehung und ihrer Sehnsucht nach dem richtigen Mann, einem Kind, einem Haus. Silvie hat in ihrer Story nettere Züge an sich. Dass sie nun die Freundin von Miriam ist, kann ich nach empfinden. Doch es war wenig plausibel, dass Carl und auch Marcus plötzlich nur noch mit Silvie sprachen und nicht mehr mit Rike. Diese wurde zur besserwisserischen Schwester degradiert, was ich sehr schade fand. Oscar ist noch immer ein unsympathisches Schlitzohr und totaler Egoist, da kann selbst seine Zwillingsschwester Silvie nicht mehr viel gerade rücken. Brigitte Riebe hat extrem viel reingepackt in "Wunderbare Zeiten", pausenlos passiert etwas in der grossen Familie Thalheim, historisch ebenso. Letzteres war spannend zu lesen. Den historischen Teil fand ich enorm interessant, da mir als Schweizerin die Anfangsgeschichte der DDR mit diesen vielen Details nicht so geläufig war, damals ja noch ohne Mauer. Aber "Wunderbare Jahre"? Nicht für alle jedenfalls. Nur für wenige. Denn die Höhen und Tiefen gehen weiter, pausenlos, für die Stadt Berlin wie vor allem auch für die Thalheims. Der Tiefgang kam so natürlich auch wieder zu kurz. Die überladene Familiengeschichte nahm ich für mich als Umrahmung der historischen Begebenheiten. Denn sie ist überfrachtet von Ereignissen, die in der Menge irgendwann nicht mehr glaubhaft wirken. Aber als roter Faden, anhand dem die deutsche Geschichte erzählt wird, war sie okay. Am Ende des Romans habe ich Lieder im Ohr, Modebilder vor Augen und eine Rennfahrt durch die deutsche Geschichte während den Jahren 1952 - 1957 mitgemacht - langweilig wird die Lektüre jedenfalls nicht! Fazit: Eine Reise durch nicht so wunderbare Jahre, spannend geschildert. 4 Punkte.
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mattisbuecherecke
Rezension: Tage des Aufbaus ist der Auftakt der Trilogie rund um die drei Thalheim- Schwestern, welches im zerstörten Nachkriegs- Berlin spielt, und stammt aus der Feder von Brigitte Riebe. Es ist für mich das erste Buch der Autorin, und zugleich auch das erste Hörbuch, dass ich bisher gehört habe. Sprecherin Das Hörbuch wird von der bekannten deutschen Schauspielerin und Synchronsprecherin Anna Thalbach eingelesen, die aus einer berühmten Berliner Künstlerfamilie entstammt. Ihre Stimme ist sehr angenehm und wandlungsfähig, und hat mich sofort gefangen genommen. Meine Meinung Nachdem ich den 2.Band der Trilogie bei Vorablesen gegen meine Bonuspunkte eingetauscht hatte, war natürlich klar, dass ich vorab den ersten Teil lesen möchte und muss. Ich habe mich dann letztlich entschieden, es mal mit einem Hörbuch zu probieren. Un ich habe diese Entscheidung nicht bereut. Anna Thalbach schafft es, einen direkt von Beginn an mit ihrer wandlungsfähigen und sehr angenehmen Stimme in den Bann zu ziehen, der Schreibstil von Brigitte Riebe ist flüssig, spannend und gut verständlich. Das Setting mit dem vom Krieg zerstörten Berlin, und den mühsamen Kampf ums Überleben ist perfekt gewählt. In diesem ersten Band steht Rike, die älteste der drei Schwestern, im Mittelpunkt. Ihr harter Einsatz und Kampf ums Überleben der Familie und den Wiederaufbau des Modekaufhauses Thalheim bestimmt diese Geschichte. Natürlich steht auch ihr Privatleben im Fokus, ihr Kampf um Anerkennung und Liebe. Fazit Eine wirklich starke Geschichte, die den Zustand nach dem 2. Weltkrieg anschaulich übermittelt. Die Stimme und Erzählweise von Anna Thalbach runden das ganze ab, und machen es zu einem tollen Lese- und Hörgenuss. Eine klare Empfehlung für all diejenigen, die gerne zeitgenössische Literatur lesen.
Wow
Silvie Thalheim hat sich entschieden. Sie will beruflich zum Radio und nicht im Kaufhaus der Familie arbeiten. Sie hält sich aus Entscheidungen heraus. Oskar, ihr Zwillingsbruder, ist aus der Gefangenschaft zurückgekehrt und wird nun vom Vater in die Geschäftsleitung gesetzt. Seine Handlungen gefallen Rike nicht, jedoch will ihr Vater nichts davon hören und hält an Oskar fest. Doch dann droht Unheil durch die Konkurrenz und Silvie muß sich doch in die Belange des Kaufhauses einfinden. Dies ist nun der zweite Band rund um die Thalheim-Schwestern. Meiner Meinung nach sind die Bücher untrennbar miteinander verbunden und man sollte sie wirklich nicht einzeln lesen. Die Charaktere machen hier eine starke Entwicklung durch und um diese wirklich zu verstehen ist der erste Band wichtig. Ebenso geht die Geschichte ohne Unterbrechung weiter - es gibt keine Zwischenzeit zwischen den Bänden. Es gibt zwar immer wieder kurze Erinnerungen an die Geschehnisse in Band 1, aber das ersetzt hier nicht das Lesevergnügen, sie dienen eher der Auffrischung der Erinnerung. Die Charaktere sind wunderbar geformt und verständlich dargestellt. Man versteht die Sorgen, die sie umgeben. Denn das Buch spielt in einer schwierigen Zeit und Brigitte Riebe schafft es sehr gut, hier die Realität einfließen zu lassen. Sie verstrickt die Geschichte Deutschlands wunderbar mit ihren Romanfiguren und erweckt sowohl Zeit, Stadt und Charaktere zum Leben.
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