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Jodi Picoult

Die Spuren meiner Mutter

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ZUSAMMENFASSUNG
Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter, die nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire spurlos verschwand. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat der Polizei beim Aufspüren vermisster Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen finden sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil, der als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Das kuriose Trio macht sich auf eine spannende, erkenntnisreiche und bewegende Spurensuche - mit verblüffender Auflösung.
BIOGRAFIE
Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire. "Die Spuren meiner Mutter" ist nach dem Weltbestseller "Bis ans Ende der Geschichte" ihr zweiter Roman bei Penguin.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
09.10.2017
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783328101451
Sprache
German
Seiten
526
Schlagworte
Spurensuche, Medium, Elefanten, Vermisste Mutter, Mutter-Tochter-Beziehung, Frauenroman, Privatdetektiv, Spiegel Bestseller, Bis ans Ende der Geschichte, Trauerverhalten
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Bewertet von harakiri, daslesendesatzzei... und 2 andere
harakiri
daslesendesatzzeichen
kate
jennyfischer
harakiri
Die dreizehnjährige Jenna ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die verschwand als Jenna 3 Jahre alt war. Die beiden lebten zusammen mit Jennas Vater und drei Tierpflegern in einem Elefantenreservat in Neu-England, wo sie ehemaligen Zirkus- und Zooelefanten das Gnadenbrot boten. Als Jenna 3 Jahre alt ist, gibt es einen Todesfall in dem Reservat und Jennas Mutter Alice verschwindet. 10 Jahre später will Jenna sie unbedingt finden und findet ein Medium und einen Privatdetektiv, die ihr bei der Suche helfen. Ganz so begeistert war ich anfangs nicht von dem Buch. Allerdings hat das Ende dann wieder einen Wow-Effekt, wie man es von Picoult kennt. Und dennoch ist das Buch diesmal anders. Sonst verfolgt die Autorin immer kontroverse Themen und baut diese aus, dieses Mal basiert ihr Roman auf dem Leben der Elefanten. Außerdem haben mich die übersinnlichen Effekte, die gerade am Anfang noch vermehrt vorkamen, sehr gestört. Entweder ich lese einen Roman, oder Sci-Fi. Beides zusammen passt nicht in mein rationell denkendes Gehirn. In mehreren Handlungsebenen erzählt Picoult die Geschichte von Alice, Virgil, Jenna und Serenity. Besonders in dem Strang von Alice war es mir manchmal schon etwas zu viel Input über Elefanten für einen Roman. Dennoch fand ich das Buch wieder toll recherchiert und mit Fakten unterlegt und was man jetzt nicht über die Trauerarbeit von Elefanten weiß, gibt es nicht ;) Wieder einmal gelingt es Picoult, den Leser zu fesseln. Förmlich fühlt man sich mit ihr in die Savanne genommen und mit den Elefanten umgehen. Auch ihre Charaktere sind liebenswert und sympathisch. Allen voran Jenna, die freche Göre, deren Schlagabtäusche mit Privatdetektiv Virgil ich geliebt habe. Unaufhörlich strebt die Handlung auf den Höhepunkt zu, nicht ohne von der Autorin so manches Mal wieder gedreht zu werden. Und am Ende wartet dann auch noch eine Überraschung auf den Leser, die ich nie vermutet hätte, auch wenn die Autorin im Laufe der Handlung ein paar Hinweise einwebt.
Wow
daslesendesatzzeichen
"Es sind Anekdoten über Elefanten im Umlauf, die Augenzeugen des Tods eines Herdenmitglieds durch die Hände eines Elefantenbeinwilderers wurden und daraufhin nachts in ein Dorf eindrangen, um das Individuum aufzuspüren, aus dessen Gewehr der tödliche Schuss kam." Auch das Mädchen Jenna scheint ein so legendäres „Elefantengehirn“ zu besitzen, reicht seine allererste Erinnerung doch weit in seine früheste Kindheit zurück. Sie beinhaltet seine Mutter, Zuckerwatte und das Wort „Liebling“, das sich in Jennas Gedächtnis so süß eingebrannt hat wie der Geschmack der Zuckerwatte. Damals war Jenna neun Monate alt. Doch als sie drei Jahre alt ist, geschieht etwas derart Schlimmes, dass sie daran gar keine Erinnerungen mehr hat. Jenna nennt es das „große, trostlose weiße Nichts“. Im Elefantengehege, in dem ihre Eltern traumatisierten Elefanten ein Zuhause geben, passiert das zentrale Trauma ihres Lebens: Eine Tierpflegerin wird tot und Jennas Mutter Alice bewusstlos aufgefunden. Wenige Stunden später verschwindet Alice aus dem Krankenhaus. Spurlos. Heute ist Jenna dreizehn Jahre alt und besessen von dem Wunsch, etwas über ihre Mutter zu erfahren. Ihre Großmutter, bei der sie seit dem Verschwinden der Mutter aufwächst, redet nicht gerne über das, was geschehen ist. Ihr Vater ist durch den Vorfall verrückt geworden und lebt in einem Pflegeheim. Es ist niemand da, der ihr weiterhelfen kann. Alles, was sie hat, sind die Tagebücher und die wissenschaftlichen Aufzeichnungen ihrer Mutter über die Elefanten. Also nimmt sie die Sache selbst in die Hand und beginnt zu recherchieren. In den Gelben Seiten sucht sie sich zuallererst eine Hellseherin – Serenity. Jenna weiß anhand der Akte außerdem, wie der Polizist heißt, der das Geschehen damals vor zehn Jahren bearbeitet hat. Virgil Stanhope. Doch Virgil Stanhope ist tot, teilt man ihr auf der Polizeiwache mit, als sie ihn dort sprechen möchte. Jenna kann das nicht glauben, geht ihrer Intuition nach und stöbert Virgil auf. Er ist schwer alkoholkrank und versucht unter neuem Vornamen, Vic, nun als Privatdetektiv sein bescheidenes Einkommen zu verdienen. Dieses äußerst schräge Trio begibt sich, nach kleineren Startschwierigkeiten, auf die Suche nach Alice. Jodi Picoult lässt in ihrem elektrisierenden Roman „Die Spuren meiner Mutter“ mehrere Erzählstränge parallel laufen. Es sind verschiedene Erzählperspektiven, derer sie sich bedient. Und die Personen, die diese unterschiedlichen Blickwinkel auf die Geschichte geben, sind psychologisch äußerst komplex und sehr vielschichtig entworfen: Jenna, die ihre spärlichen Erinnerungen an ihre Mutter beschreibt. Sie skizziert, wie es ist, nicht zu wissen, ob die eigene Mutter tot ist oder lebt – was dann aber wiederum bedeuten würde, dass die eigene Mutter sich für ein Leben OHNE Jenna entschieden hätte. Eine Möglichkeit, die Jenna kategorisch ablehnt. Für sie ist klar, dass ihre Mutter, sollte sie noch leben, aus irgendwelchen Gründen nicht zu ihr kommen kann. Alice, die Mutter, die viel von ihrer wissenschaftlichen Arbeit als Elefantenforscherin erzählt. Ihr Schwerpunkt vor dem Unfall waren das immense Gedächtnis der Tiere und ihr Trauerverhalten. Sie lässt tief in ihr eigenes Seelenleben blicken, beschreibt die Beziehung zu ihrem Mann, Jennas Papa, und lässt in jeder Zeile, die sie schreibt, mitschwingen, wie wichtig ihr ihre Tochter ist. Im Leser lässt sie die Hoffnung keimen, dass sie tatsächlich noch lebt – hat sie doch eine äußerst lebhafte Stimme, mit der sie im Roman zu Wort kommt. Serenity, die Hellseherin, die sich seit Jahren in einer großen Schaffenskrise befindet. Schon als Kind hatte sie bemerkt, dass in ihr die Gabe steckt, Personen wahrzunehmen, die andere nicht sehen. Irgendwann begriff sie, dass diese Personen tot waren und dennoch mit ihr kommunizieren konnten – und sie mit ihnen. Sie wurde erfolgreich, prominent sogar, doch dann verkrachte sie sich mit ihren Geistführern, wie sie ihre beiden besten Freunde von dort nennt, und seither herrscht in ihrem Kopf gähnende Leere. Kein Kontakt zu toten Personen ist mehr möglich, so sehr sie sich auch anstrengen mag. Nach einem katastrophal falschen Versuch, ohne ihre Geistführer hellzusehen, stürzt sie aus der Riege der A-Promis in die Bedeutungslosigkeit, in der sie nun seit Jahren vor sich hindümpelt. Dass Jenna dennoch an sie glaubt, gibt ihr Kraft und Zuversicht. Virgil, der ehemalige Polizist, ist eine verkrachte Existenz. Weil er den Fall im Elefantengehege nicht lösen konnte, verfolgte dieser ihn auch in seinen Träumen. Er begann zu trinken, suchte Zuflucht im Alkohol und baute sich eine mickrige Neu-Existenz als privater Ermittler auf. Er spricht der Hellseherin Serenity jegliche Kompetenz ab, kann mit diesem „Firlefanz“ nicht das Mindeste anfangen und beschließt, dass er, als einzig wahre Hilfe, Jenna zur Seite stehen muss, um ihre Mutter wiederzufinden. Einzig der Vater kommt nicht selbst zu Wort. Das Bild, das vor dem Auge des Lesers entsteht, ist wie aus Puzzleteilen zusammengesetzt. Es wird gespeist durch die Aussagen und Beschreibungen der Protagonisten. Warum wird seine Sicht auf die Dinge nicht gezeigt? Liegt es daran, dass er verrückt geworden ist? Ist er zu unwichtig? Wie bei einem guten Krimi gibt Picoult hie und da Hinweise, die man erkennen könnte, wüsste man zu dem Zeitpunkt schon, wie das Buch enden wird. Sie klärt Ungereimtheiten auf, so dass der Leser sich immer mal wieder auf der korrekten Fährte wähnt, nur um dann beim nächsten Perspektiv-Wechsel wieder perplex und staunend vor dem Nichts zu sitzen. Als brillante Erzählerin, die sie unbestritten ist, erschafft die amerikanische Bestseller-Autorin einen ganz eigenen Kosmos, in dem Jenna und ihre Gehilfen sich bewegen. Eine Welt voller Vergleiche zwischen dem Verhalten der Elefanten und dem der Menschen. Ein ganz besonderer Zauber entsteht, wenn Alice von den unmittelbaren Begegnungen mit den großen Dickhäutern spricht und damit eine außergewöhnliche Atmosphäre heraufbeschwört. Man meint die Lösung zum Greifen nah zu haben, so klar sind die Parallelen, die man erkennen möchte zwischen der Trauer der Elefanten um ihre Kinder und der Trauer von Alice um ihre Tochter Jenna, die sie zurücklassen musste, weil … Und dann gibt es wieder einen Perspektiv-Wechsel in diesem grandiosen Roman, gerade wenn man sich alles so schön zusammengereimt hat, und die Auflösung kommt wie ein großer Knall, denn nichts ist, wie es scheint.
1 Wow
Schon mit „Beim Leben meiner Schwester“ konnte mich Jodi Picoult damals vor Jahren begeistern. Letztes Jahr hat sie mit „Bis ans Ende der Geschichte“ bewiesen, warum ich ihre Bücher so gerne gelesen haben. Und mit „Die Spuren meiner Mutter“ hat sie es erneut geschafft mich vollständig zu begeistern und zu überzeugen. Ich frage mich immer wieder, wie sie es schafft solche Geschichten entstehen zu lassen. Jodi Picoult ist eine wahre Geschichtenerzählerin. Sie versteht es wie kaum eine Zweite dem Leser eine Story zu präsentieren, die nicht nur völlig authentisch ist, sondern es auch schafft dich voll und ganz in die Geschichte abtauchen zu lassen. Ich war zu Anfang skeptisch, weil ich jetzt nicht unbedingt ein großer Fan von Elefanten bin. Ich habe keine besondere Verbindung zu den Tieren oder war von ihnen fasziniert, wie Alice im Buch. Aber Frau Picoult hat es geschafft, dass ich es doch war. Ich habe jede kleinste Information über sie aufgesaugt wie ein Schwamm, weil es einfach furchtbar interessant und eben doch faszinierend war. Da zeigt es sich erneut, dass die Autorin einfach eine Meisterin im Bezug auf Recherche ist und nicht nur einen Geschichte, einen Unterhaltungsroman liefert, sondern immer auch ein Stück weit ein Lehrbuch. Und dafür verbeuge ich mich erneut vor Frau Picoult. Bei ihrem letzten Werk „Bis ans Ende der Geschichte“ hatte ich ja ein wenig bemängelt, dass mir dieser Wow-Moment gefehlt hat, weil ich es schon im Vorfeld erahnen konnte, was der Überraschungsmoment sein wird. Frau Picoult baut nämlich gerne so ein paar Wahnsinns Wendungen ein, die dich völlig umhauen. Das hat sich Jodi Picoult anscheinend zu Herzen genommen und gedacht, dann nimm das! Und zwar in Form von „Die Spuren meiner Mutter“. Ich saß wirklich staunend und mit offenem Mund da und konnte es kaum fassen, weil ich es absolut Null habe kommen sehen. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper, weil ich alles nochmals Revue habe passieren lassen und es in komplett neuem Licht erstrahlt ist. Über den Inhalt werde ich nichts verraten, weil sich jeder selber auf die Geschichte einlassen und sich überraschen lassen sollte. Ich kann nur so viel sagen, jede einzelne Seite, jeder einzelner Satz ist es mehr als wert gelesen zu werden, weil dieses Buch einfach so verdammt großartig geschrieben ist. Ich weiß schon jetzt, dass „Die Spuren meiner Mutter“ zu meinen Highlights in diesem Jahr gehören werden. Fazit Ich bin absolut und völlig hin und weg von „Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult. Die Autorin beweist erneut eindrucksvoll, warum sie eine wahre Geschichtenerzählerin ist und jede einzelne Seite dieses wundervollen Buches ist es wert gelesen zu werden. Ich kann schon jetzt sagen, dass es zu meinen Highlights in diesem Jahr gehören wird. Lest unbedingt dieses Buch! Absolut klare Leseempfehlung meinerseits.
Wow
Books_of_Namine
Cover: Ich liebe die Farben dieses Covers! die Elefanten passen perfekt zur Geschichte und die "Punkte und Striche im Hintergrund" lockern das Ganze auf. Schreibstil: Es ist bei weitem nicht das Erste und Letzte Buch von Jodi Picoult für mich. Sie zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, was auch durch ihren wunderbaren Schreibstil so ist. Jedes Buch ist bisher lesenswert gewesen! Rezension: Ich liebe Jodi Picoult! Bald habe ich jedes Buch von ihr gelesen, weshalb auch dieses unbedingt bei mir einziehen musste. "Die Spuren meiner Mutter" ist fiktiver als so manch anderes Buch von ihr! Dennoch merkt man die Liebe der Protagonisten zueinander, man merkt lässt sich komplett in die Geschichte einwinden und (zumindest ich) konnte gar nicht aufhören zu lesen. Die Bedeutung der Elefanten und wie sie in diese liebevolle Geschichte einspielen, konnte mich absolut überzeugen! Auch wenn es anders ist als "Beim Leben meiner Schwester" (was wohl die meisten kennen werden) oder "Kleine große Schritte", kann ich es jedem Fan nur empfehlen!
Wow
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