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Die Stadt der Träumenden Bücher
Walter Moers

Die Stadt der Träumenden Bücher

UnterhaltungFantasy
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4.1/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Als der Pate des jungen Dichters Hildegunst von Mythenmetz stirbt, hinterlässt er seinem Schützling nur wenig mehr als ein Manuskript. Dieses aber ist so makellos, dass Mythenmetz sich gezwungen sieht, dem Geheimnis seiner Herkunft nachzugehen. Die Spur führt nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher. Als der Held sie betritt, ist es, als würde er die Tür zu einer gigantischen Buchhandlung aufreißen. Er riecht den Anflug von Säure, der an den Duft von Zitronenbäumen erinnert, das anregende Aroma von altem Leder und das scharfe, intelligente Parfüm von Druckerschwärze. Einmal in den Klauen dieser buchverrückten Stadt, wird Mythenmetz immer tiefer hineingesogen in ihre labyrinthische Welt, in der Lesen noch eine wirkliche Gefahr ist, in der rücksichtslose Bücherjäger nach bibliophilen Schätzen gieren, Buchlinge ihren Schabernack treiben und der mysteriöse Schattenkönig herrscht.

BIOGRAFIE
Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie »Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers«, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim.

Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie »Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär«, »Die Stadt der Träumenden Bücher«, »Der Schrecksenmeister« und zuletzt »Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr« waren Bestseller.

Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

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REZENSIONEN
Bewertet von awogfli, Sabrina K und andere
awogfli
sabrinak
onkelvolker
So nun habe ich zweieinhalb Jahre lang dieses Hörbuch ausschließlich auf längeren Autofahrten genossen und muss sagen, es war teilweise genial, zwar annähernd aber doch nicht ganz von der Qualität eines Käpt'n Blaubär. Warum ich die Art der Rezeption hier in die Rezension hineinnehme, ist leicht erklärt: Ich stelle die These auf, dass erstens beim Hörbuch Szenen, die nicht ganz so spannend sind, weit mehr negativ ins Gewicht einer Beurteilung fallen und weiters mein Vortasten Stück für Stück und nicht in einem Rutsch sich sicher auch eher kritischer auf meine Meinung zu diesem Werk ausgewirkt haben. Grundsätzlich erschafft Walter Moers ein wundervolles zamonisches Universum in Buchhain, in dem sich alles um Bücher dreht. Dabei nimmt er sowohl bestimmte reale Autoren, als auch den Buchbetrieb - vor allem in Frankfurt - sehr gekonnt und witzig auf die Schippe, um gleichzeitig aber auch eine einzigartige Fantasywelt zu erschaffen, in der sich Haifischmaden, Buchlinge, Buchjäger, Buchparfümeure, Drachen, ein Homuculus geschaffen aus Büchern und Papier und viele andere herumtreiben. Etwa in der giftigen Gasse gibt es gedungene Literaturkritiker, die aus Ecken hervorhüpfen und TotalVerrissssse anbieten (da hat man gleich den Reich-Ranicki im Kopf 😂😂), aus dem Viertel der Lektoren dringen Flüche und Verzweiflungsschreie. Hier muss ich gleich anmerken, dass dieses Hörbuch noch vom verstorbenen Dirk Bach wundervoll interpretiert und vorgelesen wird. In der Story macht sich der Drache Hildegunst von Mythenmetz von der Lindwurmfeste auf den Weg nach Buchhain, um einen unbekannten Autor zu finden, der ein geniales Manuskript verfasst hat. Dort trifft er auf den Antagonisten, die Haifischmade Themistopheles Smike, dessen verdorbenen Verwandten man ja schon vom Käptain Blaubär kennt. Dieser will die hohe Kunst der Literatur zu Gunsten von mittelmäßigem Kommerz abschaffen und Künstler vernichten - Allmachtsfantasien & Größenwahn par excellence -erinnert sehr frappant an geldgeile Verlagsdirektoren. Neben Längen in mehreren Kapiteln bei einem Konzert und vor allem als Hildegunst durch die Katakomben von Buchhain irrt, gibt es andererseits unerreicht einzigartige innovative wundervolle Ideen und geniale Konversationen: Buchlinge ernähren sich vom Lesen. Trivialliteratur macht nicht satt wie Fast Food - Romane machen fett - mit Lyrik kann man eine Diät starten und Totalverrisse hinterlassen einen schalen Nachgeschmack :D "Bücher erschaffen kannst Du noch nicht, aber umbringen kannst Du sie schon, bist Du sicher, dass Du nicht lieber Kritiker werden möchtest? oder die Anspielung auf Zettel's Traum von Arno Schmidt: "Das Buch ist so schwer, alleine vom Umblättern kannst Du einen Muskelkater kriegen. Niemals ist ein Buch hergestellt worden, das sich sehr gegen jeden Gebrauch sträubt, es nicht nur schwer zu tragen sondern auch extrem schwer zu lesen […]. Niemand versteht das - zu diesem Zweck ist es geschrieben worden. Das finde ich arrogant man sollte schreiben, um gelesen zu werden." Alles endet in einem grandiosen Finale - einem Happy End - in dem die Haifischmade vernichtet wird und das ORM (Literarische Kreativität und Genialität) den Sieg über den Kommerz und das Mittelmaß davonträgt. Fazit: Absolute Empfehlung von mir für Kinder genauso wie für Erwachsene.
1 Wow
Vorweg: Ich muss zugeben ich habe das Hörbuch gehört und nicht das Buch gelesen. Aber die Geschichte ist ja dieselbe. Deswegen nicht wundern, wenn ich hier vom Hörbuch schreibe. ich mag eigentlich kein Fantasy. Doch was man so im Internet lesen kann, klang dieser Titel ganz vielversprechend trotz Fantasy. Mir hat die Geschichte auch gut gefallen auch wenn mich anfangs die unsagbar vielen Wortneuschöpfungen irritiert haben. Was es manchmal schwer gemacht hat, der Story zu folgen, da wäre mir ein Buch in dem man den Satz einfach zweimal lesen kann fast lieber gewesen. Doch die Geschichte um Hildegunst von Mythenmetz ist so haarsträubend und fesselnd, dass es total Spaß gemacht hat, das Hörbuch zu hören – doch ich musste feststellen, dass es kein gutes „Autofahr“-Hörbuch ist, einfach weil man sich zu sehr auf die Geschichte konzentrieren muss um folgen zu können, was auf der Autobahn nicht so schlau ist. Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich auch gesehen, dass es das Buch mit Zeichnungen versehen gibt und das hat mich optisch sehr angesprochen. EIn tolles Buch zum lesen aber weniger zum hören ;)
4 Wows
Auch wenn ich vorher bereits den Verdacht hatte, dass Walter Moers einer unserer besten Erzähler ist, war ich spätestens mit Lektüre der Stadt der träumenden Bücher nun endgültig davon überzeugt und bekenne freimütig: Ich liebe ihn! Nicht nur, dass die Print-Ausgabe wahre Augenweide ist, was die wundervolle Gestaltung anbelangt, auch der Text macht einfach Spaß und es ist eine Freude, jemandem bei der Arbeit, d.h. in diesem Falle beim Schreiben zuzusehen, der sein Handwerk wirklich versteht. Man kann Die Stadt der träumenden Bücher selbstverständlich auch einfach als nette Unterhaltung nebenbei lesen, richtig Laune macht es aber erst dann, wenn man sich auf die Spielchen des Autors einlässt, Blut leckt und die Fährte aufnimmt – und mit immer größer werdenden Augen bestaunt, welch spektakuläre Blüten die Phantasie zu treiben imstande ist (wenn man sie lässt) und durch welch einen faszinierenden Irrgarten diese literarische Schnitzeljagd mit all ihren Verweisen, Anspielungen und sonstigen Exkursen führt. Hier lauert sprichwörtlich hinter jeder Ecke eine andere Überraschung. Um als bekennender Schnitzelfan bei der Metapher der Schnitzeljagd zu bleiben: Das hier ist wirklich ein Schnitzel, und zwar ein verdammt großes. Fazit: Gerade für den gestandenen Germanisten ein gefundenes Fressen – also haut rein und lasst es euch schmecken!
8 Wows

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