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Fiona Barton

Die Witwe

Ist Teil der Reihe
Detective Bob Sparkes
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4/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
DER BESTSELLERERFOLG AUS DEN USA UND GROSSBRITANNIEN Die Frau. Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe. Der Mann. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht. Die Witwe. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen ... Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß. Perfekt konstruierte psychologische Spannung und komplexe Charaktere, erzählt von einer authentischen Stimme.
BIOGRAFIE
Fiona Barton wurde in Cambridge geboren und arbeitete lange bei der «Daily Mail», beim «Daily Telegraph» und bei der «Mail on Sunday». Für ihre Tätigkeit gewann sie den britischen Preis «Reporter of the Year». Viele Jahre war sie als Prozessbeobachterin und Gerichtsreporterin für verschiedene Medien tätig. Heute arbeitet sie als Medientrainerin. Ihr Erstling "Die Witwe" landete auf Anhieb auf den internationalen Bestsellerlisten.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
21.05.2016
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783805250979
Sprache
German
Seiten
432
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von sbs und Ladybug
sbs
ladybug
Eine Zweijährige verschwindet spurlos. Warum und von wem wurde das Mädchen entführt? Lebt sie noch? Die Ermittlungen über Jahre werden aus verschiedenen Blickwinkeln geschildert. Immer deutlicher scheint es zu werden, dass Glen Taylor das Mädchen entführt hat - aber stimmt das oder ist er eine Art Justizopfer? Das Buch berichtet aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln und Zeiten das Geschehen, sodass sich erst nach und nach ein Gesamtbild ergibt. Lange Zeit hat man nur eine vage Ahnung um was es gehen wird und was wirklich gespielt wird. Dafür bekommt man tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der handelnden/erzählenden Personen. Mir gefiel das sehr gut – allerdings muss man schon bei der Sache sein und das entsprechende Interesse aufbringen, um das Geschehen komplett zu verstehen. Der Fall als solcher ist nicht leicht verdaulich und die Auflösung, der Ermittlungsweg und vor allem die Berichterstattung über den Fall, haben mich überzeugt. Das Buch wird unter anderem damit beworben, dass es Lesern, denen „Gone Girl“ oder „Girl on train“ gefiel, gefallen wird und das würde ich so auch unterschreiben. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass es wahrscheinlich denen nicht gefallen wird, die damit auch schon ihre Schwierigkeiten hatten. Außerdem würde ich eine Leseprobe empfehlen, denn man wird schnell merken, ob man gepackt wird oder nicht.
1 Wow
Was weiß Jean wirklich? Jean Taylor kämpft seit vier Jahren gegen die Anfeindungen an, die sie ertragen muss, seit ihr Mann unter dem Verdacht steht, ein kleines Mädchen entführt und getötet zu haben. Sie hielt all die Jahre zu Glen, wurde immer einsamer – und dann überfährt ein Bus ihren Mann. Jean ist nun völlig allein und die Reporter stürzen sich geradezu auf sie. Kate Waters gelingt es, Jeans Vertrauen zu gewinnen. Sie logiert sich mit Jean in ein edles Hotel ein und möchte deren Seite der Geschichte erfahren. Auch DI Bob Sparkes möchte endlich die Wahrheit erfahren. Er ist vom Fall abgezogen worden, ermittelt aber heimlich weiter. Jean beginnt zu erzählen … Fiona Barton hat mich von der ersten Seite an für die Geschichte gewonnen. Kaum ein Charakter in ihrem Roman ist „normal“, alle sind auf ihre Weise besonders, ausgefallen, extrem, speziell – anders, eben. Das ist nicht negativ gemeint, denn ich finde, das Buch lebt davon. Mir sind auch die unsympathischen Protagonisten irgendwann ans Herz gewachsen, denn man kann ihre Motivation verstehen, ihre Probleme nachvollziehen und hat auch Mitleid mit ihnen, weil sie mit allem völlig allein dastehen – alle, nicht nur Jean. Der Stil liest sich flüssig, die Perspektivwechsel sind sehr gelungen. Man kommt nicht aus dem Lesefluss, auch wenn die Sicht wechselt. Teils vervollständigt genau das auch das Bild und sorgt für Verständnis für die jeweilige Situation. Besonders Jean beschäftigt den Leser und fordert ihn auch. Als Außenstehender fragt man sich immer und immer wieder, wo Bella ist, wie es ihr geht, ob sie gerettet werden kann. Man neigt dazu, jeden einzelnen Protagonisten schnell zu verurteilen, denn alle agieren völlig anders, als „man“ sollte. Und genau das hat bei mir das Gegenteil ausgelöst: ich habe über diese Reaktion der Menschen nachdenken müssen und versucht, von einem anderen Standpunkt aus die Sache zu sehen. Und da kippte dann vieles und ich fand eine ganze Reihe Schuldiger. Fiona Barton ist nicht nur eine gute Beobachterin, sie schafft es auch, Journalismus von einer anderen Warte aus zu zeigen. Die Spannung bleibt die ganze Zeit über gleich, um ganz am Ende noch eine echte Explosion zu liefern. Wer aber erwartet, dass „etwas passiert“, wird enttäuscht werden. Die Spannung entsteht hier nämlich durch all das, was eben nicht passiert. An keiner Stelle wird irgendetwas zu brutal, zu bildhaft dargestellt. Das finde ich besonders gut, da eins der Hauptthemen des Buches Pädophilie ist. Auch die Informationen rundum sind so gehalten, dass man versteht, was gesagt werden muss, aber nichts wirklich ausgesprochen oder übertrieben dargestellt wird. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Das mag bei manchen die Spannung etwas beschneiden, für mich erhöht sie es. Nur der Schluss ist für mich nicht ganz so rund und gelungen. Hier hätte ich mir ein wenig mehr „danach“ gewünscht (wenn ich deutlicher werde, spoilere ich und das mag ich nicht). Deshalb vergebe ich für diesen ansonsten herrlich gelungenen Erstling der Autorin vier Sterne. Und ich bin gespannt, was sie sonst noch für die Leser auf Lager hat. Ihr nächstes Buch lese ich definitiv auch!
Wow
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