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Die fingierte Revolution

Die fingierte Revolution

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ZUSAMMENFASSUNG
Wunschdenken und osteuropäische Realität anhand der exemplarischen Geschichte Bulgariens Bulgarien ist Nato-Mitglied und ab 2007 auch EU-Mitglied. Laut Brüssel verfügt es über eine funktionierende Marktwirtschaft. Die Zusammenarbeit ist bilateral und vertrauensvoll, heißt es. Wer will bezweifeln, dass dieses Land zur europäischen Gemeinschaft gehört? Seit dem Fall des eisernen Vorhangs hat Ilija Trojanow sein Herkunftsland regelmäßig bereist. Sein bitteres Resümee: die alte Nomenklatura herrscht nach wie vor überall, die Wirtschaft ist nicht privatisiert, sondern piratisiert, es gibt keine Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern eine fatale Mischung von Korruption und Elend. Eine provozierende Analyse, die auch für andere ehemalige Ostblockländer gilt.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
20.06.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783423343732
Sprache
German
Seiten
252
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von susan kon
susankon
„Fingierte Revolution“ ist ein treffender Buchtitel für diese „literarischen Reportage“. In der ersten veröffentlichen Fassung hieß das Buch „Hundezeiten“, zwar auch passend, aber die gemeinte Anspielung ist nicht für viele sofort verständlich. Dieses Buch ist aus westdeutscher Sicht geschrieben. Es erklärt gut die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Beobachtungen, die ich auf meinen Reisen in Bulgarien gemacht habe und die Einzelheiten, die mir aus meinen Gesprächen mit Bulgaren vertraut sind. Die geschilderte Mafiaverstrickung gilt wohl in den anderen exkommunistischen Staaten in Osteuropa inklusive DDR und Russland ähnlich. Der Autor ist mit vielen Welten unserer Erde vertraut. Einige Stationen: Geboren in Bulgarien, Schulzeit in Kenia, Studium in Deutschland, Jahre in Südafrika und Indien. Aufmerksam geworden bin ich auf den Autoren durch die Dokumentation „Vorwärts und nie vergessen – Ballade über bulgarische Helden“ zu politischen Gefangenen. Mit dem Roman „Macht und Widerstand“, exemplarisch am Beispiel eines Anarchisten und eines Angehörigen des Staatssicherheitsapparates greift der Autor das Thema, wie die alten Herrschaftsstrukturen bis heute in Bulgarien fortwirken wieder auf.
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