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Die ungleichen Gleichen
Andreas Lukas

Die ungleichen Gleichen

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3/5
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14.9
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ZUSAMMENFASSUNG
Was geschieht, wenn zwei junge Menschen, sie und er, sich zufällig im Café am Fluss begegnen, beide aus ganz unterschiedlichen Kulturen und fremd in der Stadt? Ein Einblick in zwei Schicksale - er Flüchtling, sie in ländlicher Umgebung aufgewachsen. Sind diese wirklich so verschieden, wie es zunächst wirkt? Vier Welten im Wechselspiel, im Diskurs, im Gegensatz und in Korrespondenz, die jeweils zurückgelassene und die auf ganz andere Weise unbekannte in dieser Stadt, im Hier und Jetzt. Tut sich eine 5. Welt auf, gar eine gemeinsame? "Die ungleichen Gleichen" ist eine wahre Geschichte, weil viele sie so oder so ähnlich erlebt haben und erleben könnten. Sie ist gleichzeitig eine erfundene Geschichte, die Momente festhält, die über eine gelungene Orientierung des Lebens entscheiden können.
BIOGRAFIE
Andreas Lukas, aufgewachsen im Saarland unweit der französischen Grenze, lebt in Wiesbaden. Er promovierte in Politikwissenschaft und war lange in der Verlags- und Medienlandschaft tätig als Chefredakteur, Programmchef, Verlagsleiter, Geschäftsführer, Herausgeber und Autor zu Führungs- und Personal­themen. Er schrieb u. a. das vielbeachtete Buch "Abschied von der Top-Down-Kultur - Verantwortungsbewusst führen, besser mit-einander umgehen". Sein Debütroman "Nie mit, aber auch nicht ohne" erschien 2017 und erfuhr eine große Resonanz.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
14.08.2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783946732419
Sprache
German
Seiten
243
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REZENSIONEN
Bewertet von monerl
monerl
(2,5 Sterne) Kurzmeinung Genre: Roman, fiktiv Handlung: Zwei junge Menschen, die sich zufällig in einer fremden Stadt begegnen und trotz unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Erfahrung Gemeinsamkeiten entdecken, die ihnen womöglich einen neuen und gemeinsamen Weg bereiten. Jeder trägt sein eigenes schweres Päckchen und ist in seinem Leben verunsichert. Gibt es eine Zukunft ohne belastende Erinnerungen aus der Vergangenheit? Charaktere: Der Flüchtling Dario und das Mädchen Ann-Kathrin. Beide sind recht oberflächlich gezeichnet. Ich konnte mich zwar in sie hineinversetzten, aber ich hatte keine so richtige Vorstellung von ihnen. Dafür werden sie zu spärlich beschrieben. Dario kämpft sehr mit seinen Gefühlen alleine in der Fremde zu sein. Seine Erinnerungen an seine Großmutter Saro, seine Familie und sein altes Leben übermannen ihn permanent. Er muss sehr dagegen ankämpfen, positiv in die Zukunft zu schauen. Ann-Kathrin ist in eine neue Stadt geflohen, um sich frei und unabhängig zu fühlen, von etwas, das zu Hause geschehen ist. Auch zu ihr konnte ich keine so richtige Bindung erfahren. Sie ist gefangen in ihren Erinnerungen und in ihren gedanklichen Gesprächen mit ihrem Großvater Jako. Spannung: Man wartet das ganze Buch über auf die Begegnung von Dario und Ann-Kathrin, die jedoch erst zum Schluss stattfindet. Das Buch ist keine Liebesgeschichte. Man wartet ebenso auf die Details aus der Vergangenheit beider Charaktere. Leider gibt es vereinzelt hierzu nur kleine Häppchen, die das Nötigste an Informationen abdecken, um eine Vorstellung zu den Randbedingungen zu haben. Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich und nicht leicht. Viele Sätze mit überfrachteten Informationen störten meinen Lesefluss. Man merkt, dass der Autor bisher eher Sachbücher geschrieben hat. Er schafft es viele Informationen zu übermitteln, dabei bleibt die Emotionalität etwas auf der Strecke. In der zweiten Hälfte bessert sich das aber sehr. Der Schreibstil wird viel flüssiger. Ende: Das Ende ist positiv und gelungen, auch wenn es zu schnell und zu kurz abgehandelt wurde. Es passt jedoch zur Art der Geschichte. Sonstiges: Mich irritierte, dass man sehr lange nicht erfährt, wie die beiden jungen Menschen heißen. Dies schaffte große Distanz zwischen mir als Leserin und den Figuren. Des Weiteren habe ich gemerkt, dass mich ebenso irritierte, dass der Autor Dario als Flüchtling benennt, ihn von seiner zerbombten Heimat im Krieg erzählen lässt, aber zu keiner Zeit benennt, woher er eigentlich kommt. Auf S. 179 heißt es: “Es hieß, dass die Russen und Amerikaner wechselseitig unsere Gegend bombadieren würden.”. Das lässt mich aus aktuellem Anlass auf Syrien schließen. Ich hätte es aber lieber gehabt, dies direkt vom Protagonisten zu erfahren. Fazit: Ich bin etwas zwiegespalten, was diesen Roman angeht. Zum einen finde ich es sehr gut, dass das Thema der verschiedenen Kulturen aufgenommen wurde und dabei aufgezeigt wird, dass die einzelenen Menschen in ihrer Ungleichheit vieles gleich haben und sich damit auch ein gemeinsamer Weg finden kann. Der Autor zeigt auch gut auf, welche Gefühle und Schwierigkeiten Geflüchtete in einem fremden Land, einer fremden Umgebung ohne Familie und Freunde haben, mit welchen Problemen sie kämpfen müssen. Als Gegenpol zeichnet er eine junge Frau, die sich in ihrer Heimat (Deutschland) genauso unverstanden und fremd fühlen kann, als wäre sie nicht von hier. Dabei hätte ich mir aber eine umfassendere Geschichte gewünscht, in denen die Protagonisten nicht nur im schnellen Wechsel in kurzen Kapitel vorgestellt werden und wir dabei nur kurze Sequenzen in ihre Gedanken erhalten. Ich hatte mir mehr “dazwischen” erhofft: mehr Verbindung, mehr Leben, mehr Informationen, mehr Tiefe. Der Autor schafft es sogar thematisch die NS-Zeit, die Nachkriegszeit in Deutschland sowie die Gastarbeiter einzuarbeiten. Für die Geschichte von Dario und Ann-Kathrin war das m.M.n. nicht unbedingt nötig. Inhaltlich hätte der Roman gutes Potential gehabt, das alles zu Verbinden und zu vertiefen, wenn dem Roman mehr Seiten spendiert worden wären. Wer es kurz und knapp mag und offen für Gedanken und Gefühle anderer Menschen ist, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Wer lieber ausschweifende und detaillierte Romane liest, der wird eher etwas enttäuscht sein.
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