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Krimi
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Zeitgeschichte
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ZUSAMMENFASSUNG
Der Tod Hatun Sürücüs und das Geständnis ihres Bruders Ayhan haben bundesweit eine Debatte über Parallelgesellschaften ausgelöst. Das Gewaltverbrechen wurde zum Sinnbild für misslungene Integration. Wie aber konnte es zu der Tat kommen? Und wie beurteilt der Mörder sie heute, sechs Jahre danach? Erstmals und exklusiv mit den ARD-Autoren spricht er ausführlich über die Hintergründe und Umstände des Mordes. Andere, die zu Zeugen des Geschehens wurden, schildern ihre Sicht der Dinge: die beste Freundin des Opfers, Hatuns großer Bruder, der polizeilich gesucht wird, die Kronzeugin im Prozess, die seitdem mit neuer Identität im Zeugenschutz lebt... Ein Buch, das zu verstehen sucht.
BIOGRAFIE
Jo Goll, geboren 1966, ist Redakteur und Reporter für die ARD-Tagesschau, Autor für "Kontraste" und den rbb-Reporterpool. In den letzten Jahren hat er zahlreiche TV-Reportagen und -Dokumentationen verfasst, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Deiß und Goll haben für die ARD eine 45-minütige Fernsehdokumentation über den Fall Hatun Sürücü verfasst.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.07.2011
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783455502374
Sprache
German
Seiten
255
Schlagworte
Ehrenmord, Kurden, Berlin, Schwester, Geschichte2005
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REZENSIONEN
Bewertet von annluzie
annluzie
Mutig und gut recherchiert widmen sich die beiden Journalisten Matthias Deiss und Jo Goll von der rbb-Redaktion Investigatives und Hintergrund in ihrem Buch dem tragischen Fall von Hatun Sürücü, die am 17. Januar 1982 in Berlin geboren, am Februar 2005 von ihrem jüngeren Bruder Ayhan, in Neukölln in Berlin, mitten in Deutschland, ermordet wurde. Ein großer Dank den Autoren für die aufschlussreiche, brisante Berichterstattung, die auch das teilweise Scheitern der deutschen Justiz beschreibt. In der Folge, durch das Abtauchen-können der älteren Brüder Mutlu und Alpaslan in die Türkei, wo sie 2017 freigesprochen wurden, die vermutlich eigentlichen Drahtzieher und trotz der Verurteilung des jüngeren Bruders und Täters Ayhan zu einer Jugend-Gefängnishaftstrafe von 9 Jahren und 3 Monaten, nach der er 2014 in die Türkei abgeschoben wurde. Das Buch "Ehrenmord - Ein deutsches Schicksal" galt als Vorlage für den Film "Nur eine Frau", der jetzt Frühjahr 2019 in den deutschen Kinos zu sehen ist. Nach Hatun Sürücü wird eine Brücke an der Sonnenallee im Berliner Stadtteil Neukölln benannt. Ein beeindruckendes ergreifendes Buch.
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