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Ein wenig Leben
Hanya Yanagihara

Ein wenig Leben

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4.4/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe - ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. »Ein wenig Leben« ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe.
BIOGRAFIE
Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman »Ein wenig Leben« gewann sie den Kirkus Prizeund stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. »Ein wenig Leben« ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre. Eine TV-Serie, produziert von Scott Rudin (The Social Network, No Country for Old Men, Frances Ha, Grand Budapest Hotel), ist in Vorbereitung.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
04.09.2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783492308700
Sprache
German
Seiten
960
Schlagworte
New York, Bücher, Taschenbuch, Long Island, Amerikanische Literatur, Buch, Roman, Trauma, Missbrauch, Spiegel Bestseller, Maler, Anwalt, Homosexualität, Bestsellerautorin, Waisenkind
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REZENSIONEN
Bewertet von solaires_stories, Buchensemble und andere
solaires_stories
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solaires_stories
Ich kann eins sagen – es gibt wenige Bücher wie dieses. Und es wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen und ebenfalls auf meinem „Lieblingsbücher – Regal“ haben. Ich habe selten so ein ergreifendes Buch gelesen, das trotz der langsamen und exakt beschreibenden Erzählweise so unglaublich spannend und mitreißend war. Aber bevor ich ins Schwärmen über den Inhalt verfalle, will ich erst etwas zum Cover sagen. Die Farben und auch das Gesicht auf dem Cover (was ich normalerweise nicht so schön finde) bereiten einen schon im Vorhinein auf das Leid vor, das dieses Buch einem bereiten wird, und dennoch hat es eine melancholische Art der absoluten Schönheit. Es ist wunderbar schlicht gehalten und dadurch exakt so aussagekräftig wie jedes einzelne Wort des Buches. Ich denke mal kann schon heraushören, dass Hanya Yanagihara gerade zu einer meiner Lieblingsautorinnen aufgestiegen ist. Inhalt und Schreibstil Das Buch dreht sich vorwiegend um Jude und seine drei Freunde, und wie er mit ihrer Hilfe und Interaktion das Leben meistert und auch manchmal daran scheitert. Dieses Buch handelt von Freundschaft, grenzenloser Liebe und dem Kampf mit dem Leben in einem Ausmaß, wie es glücklicherweise nur wenige von uns erleben müssen. Der Schreibstil ist so reich und schmuckvoll und gleichzeitig schlicht und knallhart ehrlich, dass es mich trotz der Länge des Buches und der langsamen Vorgehensweise sofort in seinen Bann geschlagen hat. Es ist nicht wie bei manch anderem dicken Wälzer gewesen, dass ich die letzte Seite herbeigesehnt habe, stattdessen hatte ich panische Angst davor das Buch zu Beenden und Jude zu verlassen, sodass ich es in einzelne Teile unterteilt und nur Stück für Stück gelesen habe. Man fühlt sich ein wenig so wie Willem während man liest. Man erfährt Judes Geschichte, seine Vergangenheit und Gegenwart nur Stück für Stück und obwohl man sich vor der nächsten Offenbarung fürchtet, hungert man auch danach. Besonders schön fand ich Kapiteleinschübe die aus einer anderen Sichtweise geschrieben waren und einem einen Eindruck davon vermittelt haben, wie verquer Judes Selbstwahrnehmung ist und wie andere Menschen ihn in Wirklichkeit wahrnehmen. Ich würde so gern tiefer ins Geschehen gehen, um mich besser ausdrücken zu können, jedoch würde das einfach zu viel über den Inhalt verraten. Ich kann aber sagen, dass Judes Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Schrecken und Wunder bereithalten werden, die euch dazu bringen werden, das Buch für einige Sekunden zu schließen und das Ganze sacken zu lassen. Schlusswort Dieser Roman ist schwere Kost und grade wegen dieser schonungslosen Ehrlichkeit ein absolutes Wunderwerk der Literatur. Es hat mein Leben in einer Art beeinflusst, mit der ich nicht gerechnet habe, und auch Tage später noch denke ich über die Geschehnisse nach, die zwar fiktiv, aber dennoch allzu real sind. Tränen sind geflossen und ich habe leise in mich hinein gelächelt, während ich dieses Buch verschlungen habe. und obwohl ich normalerweise auf schnelle, spannungsgeladene Geschichten stehe, hat dieses Buch mich in seinen Bann gezogen und in dem Moment in dem ich diese Rezension schreibe, würde ich das Buch am liebsten noch einmal lesen. In einer Welt in der wir alle nur noch so schnell und so viel wie möglich konsumieren, ist diese Geschichte eine kleine Rarität, die einen dazu zwingt sein eigenes Leben mit anderen Augen zu sehen und zu reflektieren. Das Buch erscheint genau heute als Taschenbuch und ist somit für euch alle erhältlich! Die broschierte Ausgabe macht es einem leichter das Buch überall mit hin zu nehmen – und glaub mit – das werdet ihr wollen! (Das der Verlag mir ein Rezensionsexemplar zukommen ließ hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.)
1 Wow
960 Seiten emotionale Achterbahn Ein wenig Leben wollte ich eigentlich nicht lesen. Zu viel Hype. Zu dick. Außerdem: Ein Entwicklungsroman über vier Freunde in New York, in dem es um deren Beziehung zueinander geht, hat mich thematisch wenig angesprochen. Und dann habe ich es doch gekauft, aus einem Impuls heraus, weil ich so viel Positives darüber gehört hatte. „Berührend“, „herzzerreißend“, „Jahreshighlight“, „absoluter Must-Read“, wurde es genannt. Also habe ich es mitgenommen, dieses wunderbare Buch mit dem poetischen Originaltitel A Little Life. Und dann stand es in meinem Regal, so herumgedreht, dass ich jeden Tag einen Blick auf das Cover hatte, den „Orgasmic Man“, das ewig verzerrte Gesicht, ob vor Schmerz oder Ekstase wusste ich nicht und weiß es auch jetzt nicht. Überhaupt weiß ich nicht, was ich jetzt mit mir anfangen soll, jetzt, nach dieser Lektüre. Was ich weiß, ist das: Ein wenig Leben hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und nicht wieder losgelassen, auch jetzt nicht, wo ich es längst wieder zugeschlagen habe. Und, dass es um viel mehr geht, als bloß um Freundschaft: Es geht um ein ganzes Leben. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Die Danksagung überflogen und beim letzten Absatz über Jared Hohlt hängengeblieben Die Widmung noch einmal gelesen: „To Jared Hohlt in friendship; with love“ Hanya Yanagihara gegoogelt Mein Eindruck zu Ein wenig Leben: Der erste Eindruck ist immer haptisch. Ganz besonders bei Ein wenig Leben*, also eigentlich bei der englischen Version A Little Life, denn ich habe mich dazu entschieden, es im Original zu lesen, damit bei der Übersetzung nichts verlorengeht. „Ganz schön viele Seiten“, dachte ich. 816, um genau zu sein – 960, in der deutschen Fassung. Sieben Abschnitte, der erste gleich betitelt wie der letzte. Dünnes Papier, empfindliches Cover, ein Gebrauchsgegenstand, der mich die nächsten „Sekunden, Minuten, Stunden, Tage“ begleiten würde. Stärker als ich dachte, und vor allem schneller, nämlich von der ersten Seite an, zogen mich die vier Freunde JB, Jude, Malcolm, Willem, in ihren Bann. Im erstenAbschnitt springen wir durch die Perspektiven von JB, Malcolm und Willem. Wissen wir über Jude zuerst nur, dass wir nichts über ihn wissen, erleben wir den ganzen zweiten Abschnitt aus seiner Sicht. Und dann ist auch klar, warum wir zuerst die anderen drei so gut kennenlernen mussten. Denn sobald wir einen kleinen Einblick in Judes Abgründe bekommen, wollen wir nichts anderes mehr sehen, können uns auf nichts anderes mehr konzentrieren. Damit ändert sich alles. Der gesamte Fokus wird verschoben: haben wir zuerst alle vier Freunde als Zentrum der Geschichte angenommen, wird jetzt klar, dass sich in Wahrheit alles, nein, alleum Jude drehen, wie blasse Monde um ihre Planeten, von dem sie angezogen werden, ohne ihn je ganz erreichen zu können … oder doch? S. M. Grubers vollständige Rezension findeset du beim Buchensemble: https://www.buchensemble.de/ein-wenig-leben/
Wow
Das ist ein Roman, bei dem ich noch immer nicht weiß, wie es mir damit geht. Zum einen nervt mich die stellenweise Langatmigkeit, die man hätte deutlich kürzer fassen können, die Wehleidigkeit des Protagonisten, aber zum anderen gehören die einzelnen Details, in die sich die Autorin teilweise verlieren zu scheint zum Gesamtbild des Protagonisten Jude. Um ihn und seine Geschichte zu verstehen muss es so sein, wie es ist. Und ich bin letztendlich dann doch begeistert von diesem Buch, das mich zum einen zu tiefst erschüttert aufgrund der Situationen die Jude er- und durchlebt, erträgt und ausblendet, um dann an anderer Stelle die gewaltigen Emotionen im positiven Sinn mit ihm zu durchleben. Eine Achterbahnfahrt des Lebens mit vielen Höhen und noch mehr Tiefen, die mich bis ins Mark erschüttern und die vielen schönen emotionalen Höhepunkte, die mich zu Tränen rühren, machen diesen Roman einzigartig schön. Melancholisch, einfühlsam erzählt er die Lebensgeschichte von Jude über einen Zeitraum von 50 Jahren so intensiv, wortgewaltig und sprachlich so bezaubernd großartig, dass ich nach knapp 1000 Seiten eine Art der Traurigkeit spüre, dass der Roman zu Ende ist. Empfehlenswert ist dieser Roman auf jeden Fall. Das Beste was ich seit langem gelesen habe.
3 Wows
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