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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Emma, Gretchen und Penelope, junge Debütantinnen der Londoner Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, steht eine Zeit mit langweiligen Bällen, lästigen Knicksen und höflichen Konversationen bevor. Doch dann wird ein Mädchen unter mysteriösen Umständen ermordet und alle Hinweise deuten auf Emma hin. Als sie versucht, der Sache selbst auf den Grund zu gehen, findet sie mehr über sich und die gefährliche Wahrheit ihres Familienvermächtnisses heraus, als ihr lieb ist. Zudem bietet der attraktive und geheimnisvolle Cormac Fairfax an, ihr bei den Ermittlungen zu helfen. Aber kann sie ihm trauen?
BIOGRAFIE
Alyxandra Harvey lebt in einem viktorianischen Steinhaus in Ontario (Kanada) mit einigen Geistern unter dem gleichen Dach, die dort wohnen dürfen, solange sie sich friedlich verhalten. Die Autorin liebt mittelalterliche Gewänder, ist in der Lage, mehr als nur die Ballade von Alfred, Lord Tennyson »The Lady of Shalott« wiederzugeben, und musste sich schon häufig damit entschuldigen, dass sie im falschen Jahrhundert geboren sei. Das Mittelalter wäre ihr nur allzu recht, gäbe es heute nicht fließendes Wasser, Frauenrechte und Speiseeis. Ursprünglich wurde sie in Montreal geboren, schreibt seit ihrem neunten Lebensjahr, weil ihr während eines Familienausflugs langweilig wurde, und hat damit nie wieder aufgehört. Zwischendurch liest sie so viel wie möglich. Zum gewöhnlichen Lesestoff zählen hierbei Geschichtsbücher, Biographien, historische und romantische Phantastik, sowie natürlich Jugendbücher. Über all die Jahre sind die Geister bei ihr geblieben und haben sie beim Schreiben begleitet, haben ihr zugesehen, wenn sie ihren Café Latte mit Zimtgeschmack trank oder sich für Tätowierungen interessierte. Nach und nach zogen auch ein Ehemann und ein paar Hunde bei ihr ein, die sich heute mit den Geistern das Haus in Ontario teilen müssen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
10.12.2014
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783944544267
Sprache
German
Seiten
440
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von tanni888, l a r a ☀️ und 3 andere
tanni888
fairylightbooks
nadines_buecher
hoernchensbuechernest
archer
Alyxandra Harvey konnte bisher mit Ausnahme eines Buches (Stolen Away) jedes Mal bei mir so richtig punkten. Auch der Auftakt ihrer neuen Trilogie rund um drei Cousinen, die entdecken, dass sie Hexen sind, hat mich wirklich begeistert. Ich weiß auch nicht, wie diese Autorin es immer wieder schafft aus den ausgelutschesten Themen etwas Cooles zu machen. Hexen hatte ich, genau wie Vampire eigentlich schon aufgegeben, aber siehe da: Fail! A Breath of Frost zeichnet sich besonders durch drei Dinge aus: 1) Der Schreibstil. Ich fand schon immer, dass die Autorin toll schreiben kann, aber hier hat sie noch mal tiefer in die Kiste gegriffen und mehr an ihrem Stil gefeilt. Vielleicht liegt das auch an der Zeit, in der die Geschichte spielt, aber mit kam alles eleganter und detaillierter vor als sonst und das mochte ich sehr gerne. 2) Die Charaktere. Leute, die schon mal etwas von AH gelesen haben, wissen, dass es bei ihr nie einen kleinen Kreis an Figuren gibt, sondern immer gleich dutzende. Hier begrenzt sich das mal mehr oder weniger auf eine Hand voll, weshalb man diese im ersten Buch auch gleich viel besser kennenlernt. Emma ist die Haupterzählerin der Handlung, auch, wenn ihre Cousinen ebenfalls den Plot voran treiben. Ich mochte sie unheimlich gerne. Genau wie bei ihren Cousinen und auch diversen Nebencharakteren brauchte ich kaum einen Satz und schon waren sie mir sympathisch. Das ist eine Kunst die AH beherrscht :) 3) Die Handlung. Die war nämlich etwas ausgefallener als angenommen. Es gibt eine Schule für Hexen! Ich meine: HURRAY! Nach Hogwarts wurde es doch endlich mal wieder Zeit für so etwas Geniales. Das Buch kann man gut in Parts unterteilen: Die Cousinen finden heraus, dass sie anders sind, die drei lernen mit ihren Kräften umzugehen, BAM fettes Finale. Ich konnte mich während keiner der drei Phasen vom Buch losreißen. Das bedeutet, ich war hin und weg und total in der Story versunken. Dabei ist das Buch jetzt nicht übermäßig tiefgründig, aber einfach spaßig, spannend und spektakulär! :P Einige, kleine Liebesgeschichten, aber besonders die von Emma versüßen einem die ganze Hexenjagdt und den Kampf gegen das Böse noch dazu. Ich hatte echt kaum etwas auszusetzen an dem Konzept, dass hier wunderbar umgesetzt wurde. Einziges Manko: Zwischenzeitlich wuselten mir zu viele unbedeutende Charaktere in Nebenhandlungen auf einem Fleck herum, das hat etwas meinen Lesefluss gestört.
Wow
l a r a ☀️
Meine Meinung Es ist 1814 in London. Emma und ihre Cousinen sind Debütantinnen der gehobenen Gesellschaft und haben schon keine Lust mehr auf die Bälle. Doch auf einmal bricht alles in Chaos aus, als an einem Ball ein Feuer ausbricht und Emma einem verwundetem Mädchen gegenüber seht, das am Ende des Abends tot ist. Sie merkt, wie sich etwas an ihr verändert und beginnt, der Sache nachzugehen. Während ihrer Recherchen trifft sie immer wieder auf Cormac Fairfax, der mehr über sie und ihre Familie zu wissen scheint, als sie selbst. Emma ist die 17 jährige Tochter des Earls Alphonse Day und führt ein Leben mit Anstandsdame, Bällen ud vielen Verboten. Sie bezeichnet sich selbst als Mauerblümchen und wünscht sich, von den Jungs beachtet zu werden und sagt selbst, sie passe nicht in die derzeitige Gesellschaft. Auch ihre Cousinen Gretchen und Penelope würden lieber an jedem anderen Ort, als auf den ganzen Bällen sein. Während die eine in den Büschen mit einem Jungen verschwindet, taucht die anderen am liebsten in der Bibliothek ab. Cormac Fairfax ist Erbe des Lord von Haworth und hat Emma vor einer Weile geküsst und sie versetzt. Doch auf einmal taucht er immer wieder auf und scheint wichtige Informationen zu haben, die Emma unbedingt braucht. Mit Ema konnte ich mich ganz schnell anfreunden, ich fand sie einfach klasse. Sie ist eine Rebellin, so weit wie man das als Tochter eines Earls, also Grafens, sein kann. Auch ihre Cousinen möchte ich mir gar nicht wegdenken, sie hatten alle drei einfach etwas an sich, das mir gute Laune bereitete. Cormac konnte ich ehrlich gesagt bis ganz zum Ende hin nicht einschätzen. Immer, wenn ich gerade dachte, er sei auf Emmas Seite, ist irgendwas passiert, was das Gegenteil bewies. Außerdem wäre da noch Moira, die auf den Dächern von London lebt. Der Leser liest den Prolog aus ihrer Sicht, aber erfährt sonst nicht wirklich viel über sie. Sie taucht hin und wieder aus und vor allem ganz am Anfang war ich sehr verwirrt, da sie im Klappentext ja nicht auftaucht und ich nicht wusste, wie ich sie zuordnen soll. Ich muss auch zugeben, dass ich auch nach Ende des Buchs nicht ganz sicher bin, was ihre Rolle bei dem ganzen war. Der Roman ist in der Er-/Sie-Form verfasst worden, aus unterscheidlichen Perspektiven. Zum größten Teil erfährt der Leser das Geschehen aus Emmas Sicht und wie gesagt auch aus Moiras, hin und wieder auch aus Cormacs und ich glaube auch als Penelopes Sicht. Der Schreibstil hat mir allerdings sehr gut gefalen, als ich einmal angefange hatte zu lesen, wollte ich gar nicht mehr aufhören. Die Umsetzung der Handlung ist ganz anders, als gedacht. Der Roman ist zwar als Fantasy-Roman gelistet, doch aus dem Klappentext konnte ich keine Fantasy-Elemente ziehen. Deswegen bin ich mir auch unsicher, wie viel vom Inhalt ich hier ohne Spoiler Warnung behandeln sollte, weil ich mir ja auch alles selbst erschließen musste, was negativer klingt, als es eigentlich ist. Die Handlung ist also anders, als vermutet, aber hat mir sehr gut gefallen. Mit der Zeit erfährt der Leser gemeinsam mit Emma immer über sie selbst und ihre Familie. Ich war anfangs sehr unsicher und habe vieles nicht verstanden, vor allem der Prolog aus Moiras Sicht hat mich ziemlich verwirrt, weil wie gesagt im Klappentext keine Rede von ihr war. Ich war schon ein wenig enttäuscht und wollte das Buch erst einmal zur Seite legen, aber mit dem ersten richtigen Kapitel leg sich die Verwirrung. Wo ich anfangs verwirrt war, und von den ganzen parallelen Storys überfordert war, fügt sich mit der Zeit immer mehr zusammen, bis letztendlich das letzte Puzzelstück zur Klarheit führt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir den Showdown am Ende des Buches noch ein kleines bisschen größer vorgestellt hatte. Fazit Ein schöner Auftakt der Reihe. Es ist anders als erwartet, sehr viel … magischer, sage ich mal. Emma habe ich gleich am Anfang in mein Herz schließen können und der Schreibstil ist auch wirklich schön. Anfangs war alles sehr verwirrend, aber mit dem Perspektivenwechsel zu Emmas Sicht legt sich die erste Verwirrung und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Es ist alles sehr verworren, aber gemeinsam mit Emma lüftet der Leser die Geheimnisse und ich wurde einfach total in den Bann gezogen.
Wow
nadines_buecher
Die Story: London, 1814. Drei adlige junge Damen, allesamt Debütantinnen, Emma Day, Tochter von Lord und Lady Hightower, Penelope Chadwick, Tochter eines reichen Brauereibesitzers und Lady Lovegrove, Gretchen Thorn, Tochter von Lord und Lady Wyndham teilen ein Schicksal, das ihre Mütter Theodora, Bethany und Cora in einer langen Ahnenreihe an sie weitergegeben haben: Sie haben allesamt magische Kräfte, entstammen der alten Hexenfamilie der Lovegroves. Doch bisher wissen die drei Cousinen nichts von Zauberei, Magiern, Bewahrern und dem Orden, denn Emmas Mutter hat nach einer in den Augen des Ordens unverzeihliche Tat noch vor der Geburt ihrer Tochter und ihrer Nichten einen Zauber gewirkt, der die drei Mädchen Magie gegenüber unempfänglich macht und sie so vor dem Orden schützt. Tragisch, dass Lady Hightower durch den Zauberspruch psychisch krank geworden ist, ihr Dasein seither im Familienanwesen der Lovegroves in einem Zimmer, dessen Wände mit einem Wald bemalt ist, fristet, sehnsuchtsvoll in den nahen Wald von Windsor blickt und ihre eigene Tochter nicht erkennt. Auch Emma kennt ihre Mutter nur wenig, da ihr Vater Besuche bei der Mutter nicht forciert. Jedoch besitzt Emma eine Lebenskiste ihrer Mutter mit verschiedenen, auch geheimen, Schubfächern, aus dem sie beispielsweise einen gläsernen Parfumflakon hat den sie als Erinnerungsstück mit sich trägt. Als dieser Flakon nun zerbricht – durch Zufall oder nicht – auf einem der Debütantinnenbälle, die der pummeligen aber lebenslustigen Penelope, der impulsiven Gretchen und der cleveren Emma eher lästig sind als dass sie sich dort einen künftigen Ehemann suchen wollen, entfesseln sich gute und böse magische Kräfte, in London gehen gruselige Dinge vor, der Orden und die Bewahrer werden auf die drei Mädchen aufmerksam, da besonders Emma immer dort zu finden ist, wo eine junge Hexe ermordert wurde. Emma kann sich zunächst keinen Reim darauf machen, doch mit Hilfe ihres Verehrers Cormac Fairfax, Lord Blackburn, kommt sie zusammen mit ihren Cousinen auf die Spur ihres magischen Erbes. Cormac, ein Bewahrer der Hexen und Mitglied des Ordens der Fehlverhalten von Hexen ahndet, der aber selbst als Erbe einer Hexenfamilie mit einem tragischen Schicksal leben muss, gelingt es, Emma selbst vor dem Tribunal des Ordens mit List und Tücke zu retten. Jedoch wird Penelope, Gretchen, ihrem ebenfalls begabten Zwilling Godric, und Emma auferlegt, die Hexenschule Rowanstone für junge Damen und Ironstone für Gentleman zu besuchen und zu lernen, mit ihren magischen Kräften umzugehen. Emma steht immer wieder auf dem Prüfstand, muss beweisen dass sie von der vermeintlichen Missetat ihrer Mutter nichts weiß. Gemeinsam mit ihren Freunden, zu denen nun auch der Madcap Moira gehört, eine Hexe die auf den Dächern Londons lebt und sich mit kleinen Gaunereien am Leben hält, muss Emma gleich mehrfach gegen Kreaturen die aus durch den Bruch des Flakons geöffnete Portale aus der Unterwelt nach London kommen und die Schwarzmagerinnen Greymalkin, drei rachsüchtige Geister, die wieder eine menschliche Gestalt annehmen wollen und dazu Magie aussaugen, kämpfen. Besuche bei ihrer Mutter führen die junge Frau auf die Spur nach einem weiteren Geheimnis, das Emma zunächst verwirrt als ihr plötzlich ein Hirschgeweih wächst und das eng mit dem Wald verbunden ist, den Lady Theodora so liebt. Emma muss sich schließlich entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Die Charaktere: Die Autorin beweist sehr viel Liebe fürs Detail was ihre magischen Figuren und deren Umwelt betrifft. Die auf Etikette bedachte pingelige Lady Cora, die mutige und kluge aber leider gebrochene Lady Theodora, die künstlerisch begabte und freigeistige Lady Bethany. Deren Töchter, die rebellische Gretchen, die ebenfalls schlaue und mutige, aber auch oft einsame Emma, die lebensfrohe und selbstbewusste Penelope. Die Vaterbilder, die gezeichnet werden, im kühlen Lord Hightower, der mit seiner Tochter nicht viel zu tun hat, dem gebildeten Lord Wyndham und dem beschützenden und bereits schon liberalen Mr. Chadwick. Moria, das zaubernde Straßenmädchen das als Junge verkleidet ganz London von oben kennt, sich durchzusetzen weiß und wenig Angst kennt als Ziehkind des Einäugigen Joe, der ebenfalls eine Hexe ist und einen bunten Laden mit magischen Kameen besitzt. Den Enkel des Kutschers der Chadwicks, Cedric, der ebenfalls magische Kräfte hat und schon als Kind mit Lady Penelope spielen, lernen, Reiten und Klavier spielen durfte. Die beiden Bewahrer Tobias und Virgil, die Cormac in Schach halten muss, Cormac selbst der zwischen dem Orden und Emma hin und hergerissen ist, seine fünf doch so unterschiedlichen aber immer hilfsbereiten Schwestern. Daneben die tierischen Vertrauten aller Hexen, die ihnen bei Gefahr immer hilfreich zur Seite stehen und die – ganz anders als die schwarze Katze die Hexengestalten oftmals auf der Schulter sitzend angedichtet werden – buchstäblich in der Hexe selbst wohnen, ihren Herzen entspringen. Ebenso muss es natürlich eine Widersacherin geben, die den drei Cousinen noch zusätzlich das Leben schwer macht: Lady Daphne, Tochter des ersten Legats des Ordens, sehr begabte Hexe und perfekte Lady. Die Jungs gehen auf die Schule Ironstone, das Eisen wird aufgegriffen, das für Hexen so wichtig ist und Schutzfunktion hat, die Mädchen besuchen Rowanstone, Hinweis auf die Vogelbeeren der Eberesche, mit denen sich Hexen ebenfalls schützen können. Die Atmosphäre: London an sich ist schon ein magischer Ort, dass die Hexenfamilien um die es geht dort wohnen passt wunderbar. Oft werden die Leser durch den Londoner Nebel und den obligatorischen Regen geschickt, in die ärmeren Gegenden bis hin zu den Docks. Man kann die Orte förmlich sehen, spürt sich auf einem von Moiras Dächern oder von einem der Gargoyles hoch oben beobachtet, kann das Rattern der Kutschenräder hören und das Rumpeln im Inneren als deren Passagiere spüren. Das schmutzige London des 18. Jahrhunderts findet ebenso Platz wie feine Herrenhäuser und detailliert beschriebene Ballkleider und –frisuren. Dass Hexen nicht nur verschroben sein müssen und vermeintlich ärmlich wohnen müssen sondern dass es sie in allen Gesellschaftsschichten gibt macht die erzählte Geschichte noch dichter. Dass Magie Farben und Gerüche hat, die durchaus nach dem immer wieder zitierten Schwefel auch angenehm sein können, finde ich ein wundervolles Detail dieses Buchs. So werden beim Lesen alle Sinne angesprochen. Individualität ist auch bei Hexen gefragt, so dass jede eine andere Art von Begabung hat. Die Gestaltung: Das hellblaue Cover ist hübsch, die Eiskristalle werden bei jeder Kapitelüberschrift wieder aufgenommen. Die Schriftart der Kapitelüberschriften sowie des Titels passt herrlich zu einem Buch mit magischen Inhalt. Schon das Design unterstützt die Lesefreude. Das Mädchen auf dem Buchumschlag wirkt allerdings einen Hauch zu perfekt. Kritisches: Es dauerte eine Weile, bis ich mich in das Buch eingefunden hatte und heraus hatte, um wen es im aktuellen Kapitel gerade geht. Die vier Teile des Buchs, deren Titel jeweils mit der Vorsilbe „un“ beginnen, hätten meiner Meinung nach nicht sein müssen, helfen lediglich den Zeitsprung der zwischen Emmas Ankunft in Rowanstone und ihrer Eingewöhnung dort zu verarbeiten. Die vielen Schreibfehler im deutschen Buch und einige holprige Übersetzungen bringen den Lesefluss immer wieder ins Stocken, was sehr schade ist. Denn eigentlich ist die Story so angelegt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, möchte ich wissen, wie es weitergeht mit den drei Hexen-Cousinen.
Wow
hoernchensbuechernest
Meine Meinung: Der Einstieg in die Geschichte viel mir sehr schwer. Hexen, Schwarzmagier, Madcaps, Vertraute und all dies im Jahr 1814? Mir schwirrte zu Beginn ziemlich der Kopf. Leider blieb dieses Gefühl bis ich ca. 100 Seiten gelesen hatte. Dann erfahren wir mehr über all die fantastischen Dinge und Wesen. Für mich war dieser Zeitpunkt jedoch viel zu spät. Ich hätte mir gewünscht, dass wir nach und nach mehr über Hexen und ihre Vertrauten erfahren und nicht so lange Zeit rätseln müssen. Zum Glück ist die Geschichte zu jeder Zeit spannend und trotz meiner Verwirrtheit las ich gerne weiter. Sehr interessant fand ich die Zeit in der die Geschichte spielt. Ich habe bereits einige Bücher über diese Epoche gelesen und mag diese Zeit sehr gerne. Daher konnte mich der Mix aus vergangener Zeit und Magie überzeugen. Auch die Idee, dass Hexen einen eigenen Vertrauten haben hat mich begeistert. Sowieso sind alle fantastischen Elemente in der Geschichte schön dargestellt und mal etwas anderes. Die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, die ich nicht erwartet habe, mir aber richtig gut gefiel. Vor allen Dingen die Tatsache, dass Emma, Gretchen und Penelope vom Rest der Hexenwelt als die "Bösen" angesehen werden, war mal eine etwas andere Idee. Richtig begeistert war ich von den drei Hauptprotagonistinnen Emma, Gretchen und Penelope. Sie bilden zusammen ein umwerfend tolles und amüsantes Team. Penelope ist die ruhige und besonnene der Dreien. Während Gretchen lieber ein Junge wäre und nichts mit Frauendingen wie z.B. Nähen, Kleider oder auf Bällen den richtigen Mann zu finden anfangen kann. Emma ist nach dem Korb den Cormac Fairfax ihr gegeben hat zutiefst verletzt und enttäuscht, aber warum hüpft ihr Herz immer noch verräterisch sobald Cormac in ihrer Nähe ist? Die Liebesgeschichte zwischen Cormac und Emma bezauberte mich. Cormac scheint immer zur richtigen Zeit an Ort und Stelle zu sein, auch wenn Emma zu Beginn noch denkt, dass er nichts Gutes im Schilde führt. Fazit: Eine individuelle und atemberaubende Geschichte voller tollen Ideen ließ mich in die Zeit um 1814 eintauchen. Gerade die drei Hauptprotagonistinnen schloss ich schnell im mein Herz. Und ich bin wahnsinnig gespannt wie die Geschichte mit Gretchen als Hauptperson im nächsten Band fortgesetzt wird. Ein paar mehr Erklärungen an manchen Stellen, hätte ich mir jedoch gewünscht, daher gibt es 4 von 5 Hörnchen.
Wow
Chief Propaganda Officer
Der Anfang ist wirklich stark. Man wird gleich in eine Welt geworfen, die im Großen und Ganzen wie "unser" viktorianisches London ist, doch gleichzeitig extrem von Magie durchzogen ist. Wir lernen Moira kennen, die bei einer Toten einbricht und dabei von einer Art Seelentier (erinnert sich jemand an den Goldenen Kompass? Ein bisschen so!) begleitet wird. Diese Moira ist ein starker Charakter, die auf den Dächern lebt und ständig auf der Hut vor einer Art Magiepolizei sein muss. Leider ist nach dem Prolog der Handlungsstrang mit Moira zu Ende und man trifft eine ziemlich lange Zeit nicht mehr auf sie, denn man lernt Emma und ihre Cousinen Gretchen und Penelope kennen, die sich als Debütantinnen in der höheren Gesellschaft ziemlich langweilen, denn alles, was Spaß macht, ist natürlich für junge Damen verboten. Die drei stolpern über eine gewaltige Verschwörung, die sich zum Teil direkt mit Emmas Familiengeschichte deckt und sie müssen versuchen, nicht nur mit ihren erwachenden magischen Fähigkeiten fertig zu werden, sondern auch den gesellschaftlichen Normen entsprechen und die Gefahr abzuwenden, die ganz London betrifft. (Dabei treffen sie übrigens auch wieder auf Moira.) Eigentlich ist alles vorhanden, um eine spannende Geschichte zu erzählen. Die Verbindung aus Viktorianischer Epoche, Magie und eine Art Kriminalfall sollte doch ziehen, zumal auch die Mädels nicht unsympathisch sind. Trotzdem fehlt da was, ein Spannungsbogen, der durchweg gehalten wird, ein roter Faden, der die Geschichte besser verbindet. Es wurde zwischendurch recht verwirrend. Einerseits wurde so getan, als würde Magie etwas Schlechtes sein, andererseits scheint so gut wie jeder magisch begabt zu sein. Auch die Auflösung fand ich etwas unbefriedigend (wobei ich das nicht bewerte, immerhin sollen Gretchen und Penelope ja auch noch ihre Story kriegen). Extrem störend fand ich, dass sich viele Rechtschreibfehler in dem Buch fanden - es muss doch so was wie ein Lektorat geben, oder? Bin mir noch nicht sicher, ob ich irgendwann die Nachfolger lesen werde, empfehlen kann ich dieses Buch aber Leuten, die mit komplexen Entwürfen was anfangen können und nicht gleich überfordert sind, wenn mehr als drei oder vier Namen in einer Geschichte auftauchen.
Wow
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