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Emilia Galotti
Ist Teil der Reihe
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ZUSAMMENFASSUNG
Die bürgerliche Emilia Galotti steht kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Grafen Appiani, als sich der Prinz Gonzaga in sie verliebt. Um diese Heirat, die überdies eine Liebesheirat ist, zu verhindern, ist ihm und seinem Diener Marinelli jedes Mittel recht, und so lässt Marinelli das Paar auf dem Wege zur Trauung überfallen. Während Appiani im Kampf tödlich verwundet wird, werden Emilia und ihre Mutter auf Gonzagas Schloss gebracht. Doch Emilia möchte sich lieber das Leben nehmen, als der Verführung des Prinzen zu erliegen und ihre Unschuld zu verlieren. Ihr Vater kommt ihr jedoch zuvor und ersticht seine Tochter. In seinem 1772 vollendeten Drama griff Lessing ein bei Livius überliefertes sagenhaftes Ereignis auf, wonach die bereits verlobte Römerin Virginia von ihrem Vater ermordet wurde, weil er glaubte, sie nur so vor den Nachstellungen des Decemvir Appius Claudius schützen zu können. Neben der Gegenüberstellung der unterschiedlichen Auffassungen von Liebe ist "Emilia Galotti" auch ein politisches Stück: Indem sich die bürgerliche Familie Galotti dem Willen des Prinzen widersetzt, rebelliert sie gegen den Adel und hat die Moral auf ihrer Seite. Daher wird das Stück heute auch als Drama der bürgerlichen Emanzipation verstanden.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.01.1978
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783872911483
Sprache
German
Seiten
-
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von bines_brimborium
bines_brimborium
bines_brimborium
Ich weiß nicht so recht, was ich zu diesem Stück sagen soll... Ich muss sagen, ich habe mir mehr erhofft. Für mich war Emilia Galotti immer DAS Muster eines bürgerlichen Trauerspiels mit Liebe und Leidenschaft und ach... Hat Emilia jetzt eigentlich irgendetwas an diesem Prinzen gefunden? Ich weiß nicht... das Bürgertum ist hier wieder am Ende der absolute Verlierer und ihm wird auch im ganzen Stück eigentlich nur Übel mitgespielt. Ja, immerhin ist es sympathisch dargestellt und der Adel ist wieder "böse", aber wirklich gut steht das Bürgertum jetzt auch nicht da, sondern eher als... dusselig irgendwie. Emilia ist zwar rechtschaffend usw. aber einfach unheimlich nervig und blöd. Auch ihre Familie scheint nicht wirklich helle zu sein. Da sind der Prinz und Gräfin Orsina ihnen weit überlegen. Insgesamt ist Orsina auch die einzige, die mir in dem Stück wirklich gefallen hat. Sie ist verletzt und will sich rächen, das ist doch mal eine interessante Figur, schade, dass sie nur so kurz vorkam. Sie ist zwar böse, aber zurecht! Der Prinz ist ja sowieso das größte Schwein im ganzen Stück. Was der sich alles herausnimmt! Ekelhaft! Aber ich mache das Drama zu schlecht. Man konnte es sehr gut und schnell lesen und es war sehr spannend, weil es einige unerwartete Wendungen gab. Der Plot war also spannend, aber auch nicht besonders tiefsinnig. Alles hat mich ein wenig an eine Seifenoper erinnert. Liebe, Eifersucht bliblablub. Nachdem ich Minna von Barnhelm gelesen habe, muss ich sagen, dass dieses Stück von Lessing von der Komplexität und dem Tiefsinn überhaupt nicht daran herankommt. Dafür ist Emilia Galotti eben unterhaltsamer. Auch wenn es kaum Tiefgang hat und die Personen allesamt (abgesehen von Orsina) irgendwie schrecklich sind.
Wow
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