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Klassiker bei Null Papier
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ZUSAMMENFASSUNG
Die kluge, selbstbewusste aber auch verwöhnte junge Emma Woodhouse lebt ein Leben ohne finanzielle Nöte. Um sich die Langeweile auf dem elterlichen Besitz zu vertreiben, versucht sie sich - mal recht, mal schlecht - als Arrangeurin zwischenmenschlicher Beziehungen. Nicht selten intrigant und gegen die Opfer ihrer Bemühungen handelnd, erkennt sie ihr sinnloses Unterfangen, als sie selbst für den wahren Gentleman Mr. Knightley entflammt. Wie dumm, dass sie diesen ursprünglich für die schöne Harriet Smith vorgesehen hatte. Jane Austens Werk gilt als richtungweisend für die englische Literatur, sowohl stilistisch als auch inhaltlich. "Ich werde eine Heldin schaffen, die keiner außer mir besonders mögen wird." [Jane Austen] Null Papier Verlag
BIOGRAFIE
Jane Austen wird am 16. Dezember 1775 geboren, als siebentes Kind der Pfarrersfamilie. Sie ist das zweite Mädchen und wird ihrer Schwester Cassandra lebenslang eng verbunden sein. Leider vernichtet Cassandra die meisten Briefe ihrer jüngeren Schwester nach deren frühem Tod, weshalb über die große Dame der englischen Literatur nicht allzu viel bekannt ist. Die Eltern legen viel Wert auf Bildung; das Haus beherbergt eine große Bibliothek, die ständig erweitert wird und den Kindern zugänglich ist. Jane ist bereits recht belesen, als sie im Alter von zwölf Jahren selbst zu schreiben beginnt. Die junge Dame verfasst bevorzugt scharfzüngige Kurzromane und Theaterstücke, lässt einige Arbeiten jedoch unvollendet oder wird sie später wieder aufgreifen. Thematisch ist sie von Beginn an ihrer Sache sicher: Das England des Regency mit seinen sozialen Sitten, insbesondere mit der abhängigen Stellung der Frau, wird von ihr satirisch kritisiert.
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Bewertet von lesebesessen
lesebesessen
lesebesessen
Historischer Klassiker. Auf alle Leser, die „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen als schwere Kost erlebt haben, wartet hier eine richtig harte Prüfung: das ist wirklich harter Stoff. Emma betätigt sich als „Heiratsvermittlerin“, ohne selbst irgendeine Absicht zu haben, zu heiraten. Ich bin einigermaßen hart im Nehmen und habe mich noch durch absolut fast jeden Roman durchgekämpft (ich habe erst zwei Romane abgebrochen), aber „Emma“ toppt das alles. Bereits nach 50 Seiten war das Ergebnis ihres ersten Vermittlungsversuchs abzusehen, aber die Bombe war noch nicht geplatzt – also durchhalten. Nach 100 Seiten verdichten sich die Hinweise, aber die Lunte schwelt immer noch – die Geduld schwindet (noch über 400 Seiten!). Da Jane Austen selbst aus der Zeit stammt, könnte das sogar ein Tatsachenbericht sein: guter Stoff für Literaturwissenschaftler. Also sind die Frauen zur damaligen im Allgemeinen auf die Rolle des Beobachters und hoffen darauf, dass irgendein Mann sie erhört und wählt. Das Jahrhundert passt jedenfalls dazu. Für die in diesem Jahrhundert geltenden gesellschaftlichen Gesprächsinhalte und Lebensinhalte, kommt halt kein Inhalt hinzu welchen wir heutzutage als „Spannung“ bezeichnen. Die härteste Phase kommt im Mittelteil, als sich die hässlichen Ergebnisse ihrer „Vermittlungsversuche offenbaren“. Da zum ersten Mal verspürt sie echte Schuld und Scham. Erst nach drei Viertel der Geschichte gibt es eine drastische Wendung und die hat mich bei der Stange gehalten. Das Finale ist völlig unerwartet und überrascht dann sogar positiv. Jane Austen entwaffnet uns. Sie schreibt aus einer Zeit, die heute nicht präsent ist, mit Abhängigkeiten, die nicht mehr existieren. Emma bricht einfach aus der Norm aus, ergreift die Initiative und stiftet mehr Unheil als sie hilft. Und das wir ihr selbst auch bald klar. Und dann kommen weitere Prüfungen auf sie zu, die sie alle selbst ausgelöst hat. Und sie schämt sich. Fazit: Jane Austen hat uns vorgewarnt: "Ich werde eine Heldin schaffen, die keiner außer mir besonders mögen wird". Und dieses Versprechen hat sie perfekt gehalten! In „Stolz und Vorurteil“ gab es eine Ursache, dann ein tiefes Tal mit Erkenntnis und Bewältigung mit Heilung und positivem Ende. Hier muss man bis auf die letzten Seiten durchhalten: harter Stoff. Die Nachricht an die Gesellschaft ist klar. Auch das Ende kann mich nicht voll besänftigen: drei Sterne.
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