mojoreads
Community
Sophie Benedict

Grace und die Anmut der Liebe

!
2.5/5
2 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
!
KOMMENTARE
ZUSAMMENFASSUNG
„Wenn man eines Tages mein Leben erzählt, würde man erkennen, wer ich wirklich bin.“ Grace Kelly. 1947: Gegen den Willen ihrer Eltern zieht die erst siebzehnjährige Grace nach New York, um zur Schauspielschule zu gehen. Sie taucht ein in das schillernde Leben Manhattans und muss hart darum kämpfen, eine gute Schauspielerin zu werden. Gegen den Widerstand der mächtigen Männer der Filmbranche und trotz der gesellschaftlichen Erwartung an die junge Frau, sich zu fügen, gelingt es Grace, sich treu zu bleiben und dennoch eine Legende der Leinwand zu werden. In der Liebe indes scheitert sie immer wieder – bis sie Rainier begegnet, dem Fürsten von Monaco … Ein großer Roman über die Ikone Grace Kelly: Muse, Star und bedingungslos Liebende
BIOGRAFIE

Sophie Benedict ist das Pseudonym der Bestsellerautorin Steffi von Wolff. Die 1966 bei Frankfurt geborene Journalistin war jahrelang als Moderatorin und Redakteurin beim Radio tätig.

MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Dreamworx, hasirasi2 und andere
dreamworx
hasirasi2
buecherinmeinerhand
Liest sich wie eine Zusammenfassung von Wikipedia 1947. Ihre wohlhabenden und strengen Eltern sind nicht gerade begeistert, als die junge Grace Kelly von Philadelphia nach New York geht, um dort eine Schauspielausbildung zu beginnen. Ehrgeizig verfolgt sie ihre Pläne und verdient sich als Fotomodell bald schon etwas mehr Unabhängigkeit von ihren Eltern. Nach der Schauspielschule hatte sie einige Theaterengagements, doch erst 1950 sollte Grace Kelly erstmals mit einer kleinen Nebenrolle vor der Filmkamera stehen, wodurch sie in Hollywood endlich wahrgenommen wurde. Nach und nach entwickelt sich Grace‘ Karriere zum Superstar, was ihre Eltern mit Erstaunen quittieren, denn sie haben dies nie für möglich gehalten. Neben ihrem langsamen Aufstieg in der Film- und Theaterbranche sorgt Grace Kelly mit ihren vielen Affären für Gerede, das erst abebbt, als sie 1955 Fürst Rainier III. von Monaco bei den Filmfestspielen in Cannes begegnet, für ihn ihre Karriere als Schauspielerin aufgibt und ihn knapp ein Jahr später heiratet. Sophie Benedict alias Steffi von Wolff hat mit „Grace und die Anmut der Liebe“ einen teilbiografischen historischen Roman vorgelegt, der Auszüge des Leben der berühmten Filmschauspielerin und späteren Fürstin von Monaco, Gracia Patricia wiederspiegelt und sich über die Jahre 1947 bis 1956 erstreckt. Der Schreibstil ist pragmatisch und nüchtern zu nennen, zählt hauptsächlich altbekannte Fakten auf und gibt dem Leser so einen Überblick über die Entwicklung der jungen ehrgeizigen Grace Kelly, die sich mit viel Durchsetzungskraft, eleganter Erscheinung und einigem Talent von der Theaterschauspielerin zum Oscar prämierten Filmstar hocharbeitete. Das Buch gleicht ehereiner Aufzählung von Lebensstationen und hört leider genau dann auf, als Grace Kellys Leben sich in ein Märchen verwandelt mit der Hochzeit des Fürsten. Benedicts Erzählstil ist eng verknüpft mit der kühlen unnahbaren Art ihrer Protagonistin, wodurch der Leser immer auf Abstand bleibt und das Buch wie eine Art Abhandlung versteht. Da die Fakten um Grace Kelly überall nachlesbar sind, ist dieses Buch nur eine Zusammenstellung, die in großen Teilen sehr langatmig und vor allem langweilig zu lesen ist. Der Titel ist hier völlig irreführend und passt so gar nicht zu dem Inhalt des Buches. Die Charakterisierung Grace Kellys ist ebenfalls übernommen aus Überlieferungen, der wahre Kern der Frau wird dadurch leider nicht offenbar. Kelly, in einer streng gläubigen und sehr wohlhabenden Familie mit mehreren Geschwistern aufgewachsen, war das schwarze Schaf. Während alle Familienmitglieder sehr sportlich ambitioniert waren, wollte sie schon früh Schauspielerin werden. Dieser Wunsch stieß bei ihren Eltern auf Unverständnis, doch Grace blieb sich selbst treu, verfolgte ihr Ziel unbeirrt, welches sie mit viel Disziplin, Zuverlässigkeit und vornehmer Zurückhaltung erreichte. Als Fotomodell war sie ebenso sehr erfolgreich, allzeit versuchte sie, die Anerkennung ihrer Familie zu erlangen, die ihr erst mit der Hochzeit Fürst Rainiers zuteilwurde. „Grace und die Anmut der Liebe“ ist leider ein müder Abklatsch von Dingen, die man sich bei Interesse an Grace Kelly selbst anlesen kann, ohne dieses Buch lesen zu müssen. Dieser Roman bringt einem weder neue Erkenntnisse noch die Person näher, zudem sorgt er nicht für unterhaltsame Lesestunden aufgrund der sehr langatmigen pragmatischen Erzählweise. Hier geht der Daumen leider nach unten, keine Empfehlung!
3 Wows
Die Herzensbrecherin „… was gibt es denn Schöneres, als jemand anderen zu spielen, jemand anderes zu sein, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist?“ (S. 7) Seit ihrer frühesten Kindheit weiß Grace Kelly, dass sie nur eins werden will – Schauspielerin. Doch ihre Eltern sind dagegen. Die Vorfahren ihrer Mutter sind aus Deutschland nach Amerika eingewandert, die ihres Vaters aus Irland. Mit viel Disziplin und Durchsetzungskraft haben die Kellys ein Millionenimperium aufgebaut und waren nebenher erfolgreiche Sportler, da passt ein musisch begabtes und interessiertes Kind so gar nicht ins Konzept. Man erwartet Höchstleistungen von Grace und ihren 3 Geschwistern, oder wenigstens eine passende Ehe! Trotzdem setzt sich Grace durch, studiert in New York Schauspiel und modelt nebenher sehr erfolgreich. Grace wird immer wieder von ihren Lehrern und Kritiker gelobt – nur ihre Eltern sind stets unzufrieden. „Irgendwann wird dieser Zirkus ja vorbei sein. Dann kommst du wieder heim und heiratest.“ (S. 182) Selbst als sie den Oscar gewinnt, sind sie nicht stolz, sondern nur überrascht – sie hatten es ihr schlichtweg nicht zugetraut. Zudem sind sie nie mit ihren Freunden bzw. Liebhabern einverstanden. Diese sind fast immer älter, oft ihre Lehrer oder Kollegen. Obwohl Grace mehrfach verlobt war, ist es durch den Einfluss ihrer Eltern nie zu einer Hochzeit gekommen. Erst Fürst Rainier von Monaco ist ihnen recht. „Grace bewegte sich mit natürlicher Anmut und Eleganz, sie war eine junge Frau, die wusste, dass das Leben vor ihr lag, und die fest entschlossen schien, ihren Weg durch diese Welt zu finden.“ (S. 31) Sophie Benedict hat hier einen sehr interessanten biografischen Roman geschrieben, bei dem die Liebe leider zu kurz kommt (für die diese Reihe so berühmt ist). Sie schreibt unterhaltsam, flüssig, liefert viele Fakten und zeigt Grace` Verbindungen mit berühmten Künstlern auf, lässt den Leser aber leider nicht in ihr Herz schauen. Grace bleibt unnahbar - scheint trotz der Affären unberührbar. Überhaupt könnte man den Eindruck gewinnen, dass sie ihre Partner danach auswählte, ob sie sie in ihrer Karriere voranbringen oder ihr den unnahbaren Vater ersetzen. Zudem hört das Buch ausgerechnet da auf, wo es spannend wird – als sie Fürst Rainier kennenlernt und ziemlich schnell heiratet, nach nur einem gemeinsam verbrachten Nachmittag wegen eines Fotoshootings. Ich hatte das Gefühl, dass sie ihn nicht aus Liebe nimmt – auf die sie vorher immer so viel Wert gelegt hat, sondern aus Berechnung und Pflichtgefühl. Ihre Karriere ist auf dem Höhepunkt, sie hat Angst, bald aussortiert zu werden, und einen besseren Zeitpunkt zum Abtreten gibt es bekanntlich nicht. Außerdem sind ihre Eltern endlich stolz auf sie.
5 Wows
Bücher in meiner Hand
Ich weiss noch, wie ich als Fast-Teenager berührt war vom Unfalltod der Fürstin von Monte Carlo, der damals durch die Tageszeitungen ging und in Zeitschriften breitgetreten wurde. Gracia Patricia Grimaldi, die elegante Fürstin, die früher Schauspielerin war, so las man. Als ich älter wurde und "Über den Dächern von Nizza" mit ihr und Cary Grant guckt, wusste ich wieder, wieso die Fürstin so rüber kam. Anmutig und höflich, aber sehr zurückhaltend, so wird sie auch in der Romanbiografie von Sophie Benedict dargestellt. Grace Kelly hatte einen grossen Traum - sie wollte Schauspielerin werden. Das Talent besass sie, der Wille zur harten Arbeit auch. Doch ihre Eltern wollen davon nichts wissen. Das Kind soll heiraten, aber bloss nicht Schauspielerin werden. Der Roman zeigt somit auch das Leben einer jungen Frau, die sich immer um die Anerkennung ihrer Eltern bemühte. Einmal ein "gut gespielt" wäre schon ein Kompliment gewesen, doch kein gutes Wort kam über die Lippen der Eltern. Auch mit der Männerwahl waren sie nicht zufrieden. Erst als Grace Fürst Rainier heiraten wollte, kam das Einverständnis. Die Begegnung mit Rainier erlebt man im Roman leider erst am Schluss. Aber auch diese Etappe in Grace Leben wird, wie der Rest des Buches, sehr nüchtern und kurz erzählt. Der Roman wirkt mehr wie eine etwas längere Biografie, ein wenig so wie die früheren Reclam-Biografien zu berühmten Künstlern. Die Leser erleben in "Grace und die Anmut der Liebe" Grace Ausbildung zur Schauspielerin, ihre Filmproduktionen inklusive ihren Männerbeziehungen und Affären mit. Gefühle werden nur sparsam erwähnt. Die Leidenschaft der Protagonistin für ihren Beruf und ihre Liebschaften spürte ich nicht, die für den Beruf noch eher. Auch wenn ich mir von diesem Roman mehr Emotionen und Wärme gewünscht hätte, passt die nüchterne Berichterstattung der Autorin aber doch irgendwie, denn Grace wirkt - laut Sophie Benedict - ausserhalb ihren Rollen genau so distanziert und beherrscht. Dennoch passt dieser Band nicht so wirklich zu den anderen Büchern der Reihe der "Mutige(n) Frauen zwischen Kunst und Liebe", weil hier die Leidenschaft und die Emotionen eindeutig fehlen. Fazit: Was bleibt, ist eine sachlich beschriebene Romanbiografie - interessant, aber emotionslos. 3.5 Punkte.
Wow

KOMMENTARE

!
Noch keine öffentlichen Anmerkungen.
Deine öffentlichen Anmerkungen erscheinen hier gemeinsam mit der korrespondierenden Textstelle. Private Anmerkungen bleiben natürlich privat.
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook