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ZUSAMMENFASSUNG
Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor sie zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach. Roxane Gay, eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA, erzählt eine Geschichte, die so noch nie geschrieben wurde: schonungslos offen, verstörend ehrlich und entwaffnend zart spricht sie über ihren »wilden und undisziplinierten« Körper, über Schmerz und Angst, über zwanghaftes Verlangen, zerstörende Verleugnung und Scham - „Ich war zerbrochen, und um den Schmerz dieser Zerbrochenheit zu betäuben, aß ich und aß und aß.“

BIOGRAFIE
Roxane Gay, geboren 1974, ist Autorin, Professorin für Literatur und eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen und literarischen Stimmen ihrer Zeit. Sie schreibt u.a. für die New York Times und den Guardian, ist sie Mitautorin des Marvel-Comics »World of Wakanda«, Vorlage für den hochgelobten Actionfilm Black Panther (2018), dem dritterfolgreichsten Film aller Zeiten in den USA. Roxane Gay ist Gewinnerin des PEN Center USA Freedom to Write Award. Sie lebt in Indiana und Los Angeles.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
22.04.2019
Ausgabe
eBook
ISBN
9783641227586
Sprache
German
Seiten
320
Schlagworte
Autobiografie, Hunger, USA, Essstörung, starke Frau, Geschenke für Frauen, Feminismus, Körper
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REZENSIONEN
Bewertet von travlinbone_nika, princessofbookish... und 3 andere
travlinbone_nika
lisa_marie
read_a_cupcake
franzireads
rikaha
travlinbone_nika
„Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sich schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Erfolgsgeschichte. Aber eine, die erzählt werden muss.“ Bereits der Klappentext verdeutlicht gut, dass es sich bei „Hunger“ von Roxane Gay um keine leichte Kost handelt. Mit viel Gefühl und tiefen Einsichten schreibt die Autorin über ihre eigenen Erlebnisse in einer grausamen Welt. Doch sie macht dem Leser auch Hoffnung darauf, dass es nach jedem Chaos auch wieder nach oben gehen kann. Die Tiefgründigkeit der Geschichte verdichtet sich, als die Autorin nicht nur über das Erlebte schreibt, sondern auch den Schreibprozess selbst reflektiert. Wie hat es sich für sie angefühlt, diese Geschichte zu schreiben? Zu wissen, dass diese Worte von vielen Lesern wahrgenommen werden, die Schlussendlich alle über ihre Vergangenheit Bescheid wissen. Ich persönlich stelle mir diesen Schreibprozess als äußerst schwierig vor, wenngleich er womöglich auch eine Art heilende Wirkung haben kann. Wie eine Therapie, in der man sich alles von der Seele schreibt. Toll fand ich an diesem Buch, dass die Autorin nicht nur allein auf das Thema „Dicksein“ zu sprechen kommt. Neben ihren Erfahrungen als dicke Person, berichtet sie auch generell vom Frausein, dem damit einhergehenden Sexismus und ihrem erlebten Rassismus in der heutigen Welt. Es ergibt sich eine vielschichtige Geschichte, in der jeder Leser sein Plätzchen finden kann. „Ich bin all unsere traurigen Geschichten leid, nicht leid, sie zu hören, sondern der Tatsache leid, dass wir diese Geschichten zu erzählen haben, dass es so viele dieser Geschichten gibt.“ Hunger (R. Gay): S. 256 Gleichzeitig gelingt es ihr, alle Nicht-Betroffenen darauf aufmerksam zu machen, wie es für Betroffene ist und sensibilisiert so für einen besseren Umgang miteinander. Sie macht aufmerksam auf Situationen, die Nicht-Betroffene ausnutzen oder unbedacht verschlimmern. Selbst jetzt, nur kurze Zeit später nach der Lektüre dieses Buches, nehme ich meine Umwelt anders wahr und versuche mich anderen gegenüber aufmerksamer zu verhalten. Interessant fand ich auch den Titel, der im ersten Moment ironisch und verwirrend klingen mag. Hunger. Auch hier schafft es Roxane Gay einen Begriff zu finden, der so viele Gefühle in sich vereint, dass er einfach passt. Denn wir hungern nach so viel mehr, als nur nach Essen. „Wir wünschen und verlangen und wünschen und verlangen, wir sind so voller Sehnsucht. Wir hungern.“ Hunger (R. Gay): S. 254 Leider habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt anzubringen. Während die Autorin so viel Wahres beschreibt und erklärt, was die LeserInnen berührt und sensibilisieren kann, so kommt es auch regelmäßig zu kleineren Wiederholungen. Zum Beispiel werden verschiedene Lebenssituationen einige Kapitel später erneut angesprochen. Nicht immer mit neuem Input. Auch ist die erzählte Reihenfolge an der einen oder anderen Stelle in meinen Augen nicht stringent genug. Wir springen teilweise zwischen den Jahren und den Themen hin und her. Nichtsdestotrotz ergibt sich im großen Ganzen ein sehr stimmiges Werk, dass ich gerne gelesen habe.
Wow
princessofbookishkingdoms
"Ich glaube, wir sollten unsere Definition von Schönheit auf unterschiedliche Arten von Körpern ausdehnen" Ich finde diese Aussage ist sehr wahr und beschreibt das Buch ziemlich gut. Dieses Buch ist ehrlich. Dieses Buch ist berührend. In Hunger wird schonungslos offen über die innere Leere, das Alleinsein und über das Verlangen und den Hunger gesprochen. Ich fand die Geschichte sehr bewegend und gerade weil sie so ehrlich war, war sie so echt. Ich konnte viele der Gedanken nachvollziehen, die die Autorin beschreibt, denn jeder hat einmal Selbstzweifel und weiß nicht weiter. Jeder hat mal Angst vor dem Leben. Dieses Buch ist trotz seiner dramatischen Geschichte sehr hoffnungsvoll. Es macht Mut, dass man trotz seiner Zerbrochenheit irgendwann heilen kann und man dennoch geliebt wird. Roxane Gay gibt intime Einblicke in ihr Leben, was das Buch so bewegend macht und die Autorin so menschlich und nahbar. Das Buch ist zudem sehr feministisch, denn es wehrt sich offen gegen Frauenbilder, die leider sehr verbreitet sind. Denn auch dicke Frauen können viel leisten und bewegen in der Welt. Es regt zum Nach- und Umdenken an, denn eine Person sollte nicht auf Grund ihres Körpers bewertet werden und dennoch passiert dies viel zu oft. Dadurch ist das Buch auch sehr gesellschaftskritisch. Ich fand das sehr gut und den Schreibstil sehr fesselnd. Man wollte wissen, was als nächstes passierte, doch an manchen Stellen war es so schockierend, dass man es eigentlich auch nicht wissen wollte. Auch die kurzen Kapitel fand ich toll, weil sich das Buch dadurch sehr gut lesen lies und eine gewisse Dramatik entwickelte. Dieses Buch ist besonders, es ist gut. Ich würde euch das Buch sehr empfehlen, da es ein Thema behandelt, das allgegenwärtig ist und sehr wichtig. Ich werde auf jeden Fall noch mehr von Roxane Gay lesen und bin gespannt, was sie noch zu sagen hat.
Wow
read_a_cupcake
Ich bin über das Bloggerportal das erste mal über dieses Buch und auch Roxane gestoßen. Und mir, als selbst Betroffene, war sofort klar: dieses Buch muss ich lesen. . Ich bin kein allzu großer Fan von Biografien oder Sachbüchern. Wenn es jedoch um meine Krankheit geht, darum die Sicht anderer zu lesen und evtl was aus dem Buch mitzunehmen, bin ich gern bereit aus meinem Schneckenhaus zu kriechen. . Der Schreibstil ist einfach, aber sehr direkt. Viele Sätze und Formulierungen wiederholen sich aber leider viel zu oft, was recht „nervend“ wirkt. . Roxane erzählt nicht nur die Geschichte ihres Körpers, sondern auch die Hintergründe. Sie nimmt uns mit in ihr Leben. (Vorwiegend ihre Vergangenheit) Es gibt viel ungeschönte Wahrheit. Das Buch bzw der Inhalt ist definitiv nicht für jeden etwas. Man sollte sich mit dem Thema schon beschäftigen um auch einiges verstehen zu können. . Die erste Hälfte vom Buch, war für mich persönlich der beste Teil. Man lernt Roxane kennen, erfährt wie sie aufgewachsen ist, wie ihr familiäres Umfeld aufgebaut ist, was ihr passiert ist und wie sie damit umgeht. Sie bringt Gefühle und Gründe für Ihre „Taten“ sehr gut auf den Punkt. . Die zweite Hälfte hat mir nicht ganz so zugesagt. Man erfährt zwar immer noch was über Roxane und ihren „Hunger“, aber es ist in meinen Augen leider nur noch Nebensache. Auf mich wirkt es eher wie eine nochmalige Zusammenfassung des bereits gelesenen. . Mich hat das Buch zwiegespalten zurück gelassen. In meinem Kopf sind viele Fragen aufgetaucht. Hat mich zum nachdenken angeregt, aber auch (gering) enttäuscht.
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Klappentext Sie schreibt die Geschichte ihres Hungers. Sie schreibt die Geschichte ihres Körpers. Es ist keine Geschichte des Triumphs. Es ist die eines Lebens, das in zwei Hälften geteilt ist. Es gibt das Vorher und das Nachher. Bevor sie zunahm und danach. Bevor sie vergewaltigt wurde und danach. Roxane Gay, eine der brillantesten, klügsten und aufregendsten weiblichen Stimmen der USA, erzählt eine Geschichte, die so noch nie geschrieben wurde: schonungslos offen, verstörend ehrlich und entwaffnend zart spricht sie über ihren »wilden und undisziplinierten« Körper, über Schmerz und Angst, über zwanghaftes Verlangen, zerstörende Verleugnung und Scham - „Ich war zerbrochen, und um den Schmerz dieser Zerbrochenheit zu betäuben, aß ich und aß und aß.“ (Quelle: Randomhouse Verlag) Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gewählt, aber dennoch ist er passend. Er ist zwar ziemlich direkt, jedoch nicht unangenehm. Meinung Ich war anfangs eher skeptisch, ob das Buch das richtige für mich ist, doch nach ein paar Seiten war ich durchaus positiv überrascht. Ich finde es gut, dass jemand so offen über seinen Körper spricht. Roxane erzählt ihren Kampf und ihr Leiden. Roxane erzählt nicht davon, wie sie ‚endlich gelernt hat abzunehmen‘, sondern wie es ist, mit etwas mehr Gewicht auf den Hüften durchs Leben zu laufen. Sie spricht über ihren Körper, und nicht davon, wie die Gesellschaft einen Menschen formen will. Fazit Eine unglaublich emotionale und bewegende Geschichte. Ich kann dieses Buch jedem nur wirklich wärmstens empfehlen.
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Rikas Bookshelf
Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal von Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen. Ich muss gleich vorne weg mal sagen, dass ich mich sehr über dieses Buch freue. Es ist mein erstes Sachbuch, dass ich Rezensiere. Sie schreibt davon wie sich alles geändert hatte, nachdem sie mit 12 vergewaltigt wurde. Wie sie sich mit essen getröstet hat und versucht hat sich ihren Körper so zu gestaltet, dass nie wieder jemand ihr etwas antun würde. Sie sieht ihren Körper als Panzer, den sie nicht anlegen kann. Sie mag ihren Panzer nicht, aber sie hat noch mehr Angst vor dem was passieren könnte, sobald sie sich wieder verwundbar macht. Aber sie schreibt nicht nur wie ihr Körper durch diese Vergewaltigung sich verändert hat. Sie zeigt auch was es mit ihrem Kopf gemacht hat. Ich bin erstaunt wie offen Roxane Gay mit all dem umgeht was sie in ihrem Leben miterlebt hat. Sie spricht von ihrer Vergewaltigung, von emotionalem Trauma, von ihren Ängsten und von ihren Wünschen. Sie redet darüber, dass sie weiß, dass ihr Gewicht ein Problem ist, doch immer wenn sie beginnt abzunehmen, stellt sie wieder fest, dass es nur eine Auswirkung von ihrem Trauma ist und dass sie um Gewicht zu verlieren sich mit ihrer Vergangenheit aus einander setzen muss. Außerdem fand ich es sehr interessant davon zu lesen, wie sie sich mit ihrem Gewicht fühlt und wie sie ihre Präsens wahrnimmt und wie sie befürchtet, dass andere sie wahrnehmen. Und ich finde dass ist etwas was uns allen gut tut, darüber zu lesen, wie andere mit ihrem Körper klar kommen und was für eine Geschichte dahinter stecken könnte. Sind wir doch mal ehrlich, kaum jemand ist mit seinem Körper immer zufrieden und tut es nicht auch mal gut zu lesen, dass man nicht allein ist mit seinen Problemen? Ich bin sehr begeistert, davon, wie das Buch geschrieben ist. Es sind kurze Kapitel, die jeweils eine Geschichte ihrer Vergangenheit erzählt,doch die aufeinander folgenden Kapitel greifen immer wieder auch was aus dem vorherigen Kapiteln auf und bauen auf einander auf. man könnte es so hintereinanderweg lesen. Jedoch habe ich gemerkt. dass es mir nicht gut tut Gedanken von anderen zu lesen, wenn diese gegen sich selbst gehen. In kleineren Dosen ist es für mich aber etwas, was ich gut von mir selbst trennen kann. Fazit Ich habe noch nie ein so gutes nonfiction Buch gelesen! Ich will noch mehr von ihr lesen und werde auch in ihre fiktionalen Werke reinschauen. Wenn ihr euch mehr mit Übergewicht und Gründen von Übergewicht beschäftigen wollt, kann ich euch dieses Buch nur empfehlen, aber auch wenn ihr einfach nur neugierig seid auf dieses Buch, weil Emma Watson es in ihrem Buchclub empfiehlt, dann solltet ihr es dennoch lesen.
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