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ZUSAMMENFASSUNG
Ein ungewöhnlicher Blick auf die Kinderjahre der Republik, ein berührender Heimkehrer-Roman Als Joseph aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückkommt, ist er trotz Lungendurchschuss topfit verglichen mit dem, was sonst noch aus dem Zug steigt. Dass er von seiner Frau Katharina, der schönen Tänzerin vom Rhein, nicht abgeholt wird, überrascht ihn kaum. Er ist Realist. Aber das Eifersuchtsdrama, in das er hineingerät, verblüfft ihn doch gehörig ... Mit unterkühlter Ironie schafft Martenstein die Balance zwischen Trauer, Melancholie und Komik. »Heimweg« ist ein großartiger Roman über die Geister der Vergangenheit und die falschen Versprechungen der Zukunft.
BIOGRAFIE
Harald Martenstein, geboren 1953, ist Autor der Kolumne »Martenstein« im ZEITmagazin und Redakteur beim »Tagesspiegel«. Er wurde unter anderem mit dem Henri-Nannen-Preis und dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet, 2010 bekam er den Curt-Goetz-Ring verliehen. Zuletzt erschienen »Nettsein ist auch keine Lösung«, »Im Kino« und »Jeder lügt so gut er kann«.

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REZENSIONEN
Bewertet von sursulapitschi
sursulapitschi
sursulapitschi
Nie hätte ich dieses Buch gelesen, wenn mein Mann mich nicht genötigt hätte. Es wäre mir einfach nicht begegnet und das wäre ein Jammer. Warum kennt es niemand? Es sieht harmlos aus und ist ein Kunstwerk. Mehrfach führt es den Leser in die Irre. Der erste gründliche Irrtum ist zu denken, es mit einer gängigen Nachkriegsgeschichte zu tun zu haben, wie die Buchbeschreibung suggeriert. Die haben wir hier auch, aber eigentlich sehr viel mehr. Dieses Buch ist ein großes Rätsel, ein Mysterium, ein Spaß, eine Familiengeschichte über Jahrhunderte hinweg, ein klein wenig hinterhältig, witzig und auch melancholisch, oft weise und viel zu wenig beachtet. Es zeigt auf originelle Weise, wie ein Krieg noch lange nach dem Ende das Leben beeinflusst. Seine Figuren sind eigen aber sympathisch und arrangieren sich immer wieder mit Marotten und Schicksalsschlägen. Harald Martenstein schreibt wunderbar, eindringlich, originell, mit viel Ironie und einigem Galgenhumor, manchmal etwas ausufernd, eine Geschichte, bei der sich der Leser mehrfach neu orientieren muss, bis ganz am Schluss die Dinge zusammen finden, auch wenn man es kaum glauben mag. Ich bin sehr beeindruckt.
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