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ZUSAMMENFASSUNG
Sie sind jung und verliebt und haben alles, was sie brauchen. Aber ihr Pariser Leben langweilt sie, also nehmen Louise und Ludovic ein Sabbatjahr und umsegeln die Welt. Bei einem Ausflug auf eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn reißt ein Sturm ihre Jacht und damit jegliche Verbindung zur Außenwelt mit sich fort. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet urplötzlich in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Nicht weniger aufreibend ist das psychologische Drama, das sich zwischen den Partnern entspinnt. Wer trägt die Schuld an der Misere? Wer behält die Nerven und trifft die richtigen Entscheidungen? Und was wird aus der Liebe, wenn es ums nackte Überleben geht? "Herz auf Eis" wagt sich an die Frage, was mit uns und unseren Beziehungen geschieht, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.
BIOGRAFIE
Isabelle Autissier, 1956 in Paris geboren und dort aufgewachsen, lebt heute in La Rochelle. Mit sechs Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Segeln; 1991 machte sie Furore als erste Frau, die allein im Rahmen einer Regatta die Welt umsegelte. Seit den Neunzigerjahren widmet sie sich dem Schreiben. "Herz auf Eis" war für den Prix Goncourt nominiert und wurde in zahlreiche Länder verkauft.

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REZENSIONEN
Bewertet von czytelniczka73 und trinschen
czytelniczka73
trinschen
czytelniczka73
"Das ist es,der primitive Drang zu leben,der zum Handeln zwingt und sich hinwegsetzt über alle Regeln und Gesetze,ja selbst die eigenen Gefühle" Zweifellos ist dieses Buch was ganz Besonderes und für mich persönlich das Lesehighlight des Jahres.Ein Abenteuerurlaub,der sich plötzlich in ein Albtraum verwandelt...gestrandet auf einer unbewohnten Insel...Klingt abenteuerlich und anfangs erinnert die Geschichte tatsächlich bisschen an Robinson Cruzoe,weil man beeindruckt von dem Einfallsreichtum der Protagonisten ist und gleichzeitig von den Augen vorgeführt kriegt wie machtlos wir gegen der Naturgewalt sind,wie "verweichlicht " im Vergleich mit den früheren Generationen und von der Zivilisation abhängig.Allerdings ist dieses Buch kein Abenteuerroman,die Autorin geht mit ihrer Geschichte viel tiefer,es ist fast ein Psychodrama.Unfassbar ehrlich und schonungslos wird hier ein Überlebenskampf beschrieben,ganz ohne Romantik und Heldentum,ab gewissen Punkt ist nur eigenes Überleben wichtig,ohne Rücksicht auf Verluste.Das klingt ein wenig brutal und gefühllos,aber der Überlebenswille gehörtzu den menschlichen Urinstinkten,warum haben dann Überlebende später Schuldgefühle,weil sie überlebt haben?Es ist kein leichtes Thema das sich die Autorin hier vorgenommen hat,aber die Geschichte ist ihr einfach grandios gelungen,erschüternd,nachhalend und sehr nachdenklichmachend.Auf die vielen etisch-moralischen Fragen kriegt man in dem Buch keine Antworten,den Urteil überlässt die Autorin dem Leser,da kann jeder für sich entscheiden wie er das Verhalten von Luize und Ludovic findet.Allerdings ist das gar nicht so einfach...Ich hoffe einfach nur,dass ich niemals so eine Entscheidung"Allein leben oder zu zweit sterben" treffen muss.
4 Wows
Ich habe das Buch aus einem öffentlichen Bücherschrank mitgenommen, weil es einen unglaublich schönen Einband hat (Ausgabe der Büchergilde Gutenberg). Inhaltlich lag es eher am Rande meines Lesegeschmacks, aber ich probiere ja immer gerne etwas Neues aus. Der Anfang war dann auch wie erwartet: Ein Pärchen strandet auf einer einsamen Insel, aus dem netten Ausflug wird ein Kampf ums Überleben. In Rückblicken erfährt man das eine oder andere über den Hintergrund beider Personen und schnell hat man ein Bild im Kopf. Es prallen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander, ihre Rollen entwickelten sich dann aber anders, als ich es erwartet hatte. Wer sich Gelesenes gerne bildhaft vorstellt sollte vorgewarnt sein: es gibt sehr detailierte Beschreibungen von Jagdszenen, vom Verkommen der beiden Charaktere, vom Sterben. Da die Handlung sehr zügig voranschritt, war ich nicht überrascht, dass sich das Buch in zwei Teile gliedert, ein dort und ein hier. Nach den eher beklemmenden Beschreibungen der Insel zurück ins lebendige Paris geworfen zu werden, war schon ein kleiner Leseschock. Beschrieben wird dann das danach, hierzu möchte ich nichts weiter schreiben, weil ich sonst den Inhalt verraten würde. Nur so viel: Ich war nach dem Ende des Buches ein wenig verstört. Ja, ich kann jede Entscheidung verstehen, die getroffen worde, aber das Buch hat mich nicht so schnell losgelassen, ich habe mir hinterher oft die Frage gestellt: Wie hätte ich mich entschieden? Auf jeden Fall ist das Buch sehr lesenswert, unterhaltsam, aber keine leichte Kost.
5 Wows

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