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Martin Krist

Hexenkessel (Freak City 1)

Ist Teil der Reihe
Freak City
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4.5/5
2 Bewertungen
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1.99
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ZUSAMMENFASSUNG
"Und ich sagte noch: Das wird blutig. Verdammt, er wollte nicht hören." Patsy und Milo wollen an das große Geld. Doch nicht nur der rechtmäßige Besitzer hat was dagegen, sondern auch ein Mörder, der seit Wochen seine blutige Spur durch die Stadt zieht. Pearl, Ermittler wider Willen, muss indes eine Broadway-Diva aufspüren. Doch weder die Cops noch die Familie der Sängerin hegen daran großes Interesse. Schon bald gerät er selbst ins Visier. Welcome to FREAK CITY. Noch härter. Noch abgründiger. Die neue Serie von Martin Krist. Jede Episode in sich abgeschlossen. "Martin Krist steigt hinab in die dunkelsten Hinterhöfe New Yorks - FREAK CITY ist dirty, rough und vor allem: wahnsinnig spannend!" (Judith Arendt) "Pearl ist ein Detektiv, wie es seit Magnum keinen mehr gab: Hart, intelligent und ein Magnet für Ärger." (Denise Börner)
BIOGRAFIE
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REZENSIONEN
Bewertet von kupfisbuecherkiste und papierfliegerin
kupfisbuecherkiste
papierfliegerin
kupfisbuecherkiste
New York. Patsy steckt in der Klemme: Die Ehe ist zerbrochen, die Tochter lebt beim Vater, und Patsy hat sich nicht gerade als zuverlässig erwiesen, sich regelmäßig um die Tochter zu kümmern. Das soll sich jedoch jetzt ändern. Um ihr Ziel zu erreichen, plant sie mit ihrem neuen Freund Milo einen Einbruch. Dessen Ausführung gerät komplett aus den Fugen: beim Einbruch taucht der Eigentümer mit einer Waffe auf. Als ein berüchtigter Serienkiller ebenso den Tatort betritt, gelingt Patsy und Milo gerade so die Flucht. Überstürzt holt Patsy ihre Tochter Christie bei ihrem Examen ab, und bringt damit nicht nur die Familie in allergrößte Gefahr. Zeitgleich treibt Pearl die Schulden für seinen Auftraggeber ein. Als dieser ihn um Hilfe bittet, den Serienmörder zu fangen, der die Stadt in Atem hält, muss Pearl feststellen, dass es auch in den Reihen der New Yorker Polizei schwarze Schafe gibt. Die Jagd nach dem Mörder nimmt eine sehr unerwartete Wendung. Hexenkessel ist der erste Teil einer neuen Thrillerreihe von Martin Krist. Dieser hat sich in den letzten Wochen zu einem meiner Lieblingsautoren gemausert. Seine Geschichten bewegen sich auf einem Niveau, das in einer eigenen Liga spielt. Spannend und schnell, ohne an Qualität zu verlieren. Seine Protagonisten sind Menschen, die ihre Macken haben. Pearl ist ein griesgrämiger Ermittler, der vom Leben gezeichnet ist. Ein wahrlich sympathischer Kotzbrocken, oder um meinen Freund zu zitieren: Er ist das Ekelpaket der Herzen. Aber auch die weiteren Protagonisten fügen sich nahtlos ein, überzeugend zu wirken. Martin Krist schafft es, auf wenigen Seiten eine Spannung, aber auch eine Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen. Martin bringt die Geschichte ohne unnötige Schnörkel auf den Punkt und konzentriert sich dabei auf das Wesentliche. Stephan Lehnen trägt seinen Teil zur Spannung bei. Die Geschichte wird durch seine fast kratzige Stimme lebendig, und hält den Leser in der Welt von Freak City gefangen. Absolutes Hörerlebnis, bei dem ich auf die weiteren Folgen mit Stephan Lehnen im Ronin Hörverlag hoffe.
Wow
papierfliegerin
Dieser Auftakt wird aus zwei verschiedenen Sichten erzählt – einmal begleiten wir Patsy, einmal Pearl. Die beiden Perspektiven führen erst sehr spät zusammen, handeln also den Großteil der Geschichte von zwei völlig unterschiedlichen Leben in noch unterschiedlicheren Klientel. Martin Krist schreibt dabei aus der dritten Person, sodass es gar nicht erst zu Verwechslungen in Bezug auf die momente Sicht kommen kann. Der Schreibstil liest sich sehr schnell und flüssig – kurze, knackige Sätze lassen einen nur so durch die Seiten rauschen und perfekt platzierte Cliffhanger am Ende eines jeden einzelnen Abschnitts sorgten dafür, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte. Auch die recht unverblümten Beschreibungen und der etwas derbere Tonfall sprachen mich total an und passten zum Genre. Trotzdem fehlte mir an der ein oder anderen Stelle Details, sodass ich vieles entweder meiner Fantasie überlassen musste, oder aber nur verschwommen vor meinem inneren Auge wahrnehmen konnte. Besonders die Figuren wirkten mir stellenweise zu oberflächlich dargestellt, allen voran Patsy, von der ich mir weder ein optisches, noch ein charakterliches Bild machen konnte. Mir fiel es schwer, mir ein Urteil zu bilden, weil meiner Meinung nach zu wenig Infos gegeben waren, um überhaupt sagen zu können, sie wäre undurchsichtig. Bei Pearl hatte ich das Problem eher weniger aber das löst die vorherige Problematik ja nicht. Nichts desto trotz hatte ich auch schon wesentlich schlechtere Stile, und da ich mich ja doch von den Worten des Autors gefangen nehmen und mitreißen lassen konnte, kann ich rückblickend sagen, dass ich zwar den ein oder andere negativen Aspekt bemerkte, mir Stil und Sprache aber von oben betrachtet gut gefiel. Meine Meinung zu den Figuren ist, wie schon angeschnitten, eher zwiegespalten. Zwar fand ich die Dialoge größtenteils sehr lebendig und echt, und mochte auch die rubbige Art und Weise, sie wie miteinander umgingen sehr interessant, aber die Figuren an sich konnten mich nicht richtig erreichen. Ich fand zwar Pearl sehr ansprechend, sehr undurchsichtig und mit seiner ruppigen, schroffen Art ein sehr interessanter Charakter. Alleine seine Herkunft und die wenigen Informationen zu seiner Vergangenheit, die ins Geschehen eingespeißt wurden, lassen Vorfreude auf Band 2 der Reihe bei mir entstehen. Ich bin unheimlich neugierig, was dieser Mann für Narben auf dem Körper trägt; wie sie entstanden sind, was er erlebte, was mit seiner Familie passiert ist – alles Fragen, die hoffentlich im Laufe der weiteren Teile beantwortet werden. Hier in „Hexenkessel“ blieb er, wie gesagt, ein wenig schemenhaft, aber da wir ihm definitiv wieder begegnen, störte mich das deutlich weniger, als es bei Patsy der Fall war – dazu aber gleich mehr. Pearl war halt Pearl – er kannte keine Regeln und machte sein Ding, er blaffte und er meckerte; er brachte sich in Gefahr und er kämpfte. Ich begleitete ihn unheimlich gern, gerade weil auch seine Aufgaben so ominös waren und man nie wusste, was er als nächstes tun und erleben musste. Ob man da von Sympathie sprechen kann, vage ich zu bezweifeln, aber da ich ihn gern begleitete und ihm stets nur das beste wünschte, behaupte ich einfach mal, dass er guter Protagonist war. Patsy dagegen ließ mich total ratlos zurück. Mir fehlten auch hier grundlegende Infos, wie Haarfarbe, Augenfarbe, Hautfarbe – aber auch eindeutige Charaktereigenschaften wären schön gewesen. Einerseits ist sie eine Vollblut-Mami, die alles für ihr Mädchen tun würde und die in jeder Szene zeigt, wie aufopferungsvoll sie handelt. Andererseits wirkte sie dann auch wieder sehr selbstgerecht; beinah verantwortungslos, aber das war in ihrer Lage dann doch auch wieder nachvollziehbar. Mutig wollte sie sein, schaffte es aber oft nicht so recht, das umzusetzen. Gott bewahre: ich war nie in so einer Situation, und ich hab keine Ahnung, wie ich handeln würde, aber mir wirkte diese Frau einfach nicht rund. Ansonsten fieberte ich natürlich auch mit ihr mit, alleine schon Christie, ihrer Tochter, zu liebe und ich betete, dass alles nach Plan lief. Ich fand auch ihre Handlungen und Gedanken in den meisten Fälle nachvollziehbar und glaubhaft; so war sie mir auch smpathisch – abr die Distanz zwischen uns wollte bis zum Ende hin nicht weichen. Nebenfiguren fand ich ausreichend gut ausgearbeitet, sie spielten ja auch nur eine untergeordnete Rolle und unnötige Infos hätten nur die Rasanz aus dem Buch genommen. So gefiel mir gerade Christie, das Mädchen von Patsy, war sehr authentisch und goldig. Der Grundgedanke der Geschichte gefiel mir sehr gut! Dieses Einschlag vom düsteren New York, dieser spezielle Untergrund, den der Autor da beschreibt, nahm ich ihm absolut ab und kam enorm realistisch rüber. Auch die einzelnen Aspekte des Buches waren gut gewählt: so spielt nicht nur Mord und Todschlag eine Rolle, sondern auch Korruption, Schutzgeld und viel mehr, was alles gut zusammenspielt und am Ende eine rund herum gelungene Storyline ergibt. Die Umsetzung hingegen hatte für mich den ein oder anderen negativen Beigeschmack: so fehlte mir manchmal ein wenig der rote Faden. Schon zu Beginn passiert etwas, das zwar sehr spannend zu verfolgen war und dem Leser gleich mal die Augen öffnete, was einen im Laufe der Geschichte erwartet; aber dieses Ereignis wird nicht mehr aufgegriffen – es verlief also ins Leere. Auch andere Geschehnisse passten für mich nicht so recht ins Bild – oder besser gesagt: sie ergaben in meinen Augen keinen Sinn. Dadurch dass mir eben genau dieser Sinn fehlte, tat ich mir dann auch mit dem Ende schwer – weil das so unvorhersehbar war; da hätte man im Grunde überhaupt nicht drauf kommen können. Ich bin mir rückblickend nicht sicher, ob ich nicht irgendwas überlesen habe; oder ob ich einfach nicht aufmerksam genug dabei war, aber ich kann eine gewisse Enttäuschung zum Ende hin nicht verschweigen. Aber – und nun das große Aber: ich war wirklich von der ersten Sekunde an voll und ganz in dem Buch versunken, war total mitgerissen und konnte es nicht mehr aus den Händen legen. Der Lesespaß war über all die 224 Seiten absolut gegeben und ich hab nicht nur sehr mitgefiebert, sondern auch permanent gerätsel, geraten; alles wieder verworfen, neue Gedankengänge zusammen gesponnen – und das ist es, was ich letztlich von einem Thriller erwarte. FAZIT: „Freak City – Hexenkessel“ von Martin Krist ist ein durchaus gelungener Auftakt der besonders durch Spannung und Action überzeugt. Doch auch der Schreibstil und der Grundgedanke muss sich keineswegs verstecken. Leider gab es auch ein paar kleinere Kritikpunkte, die ich erwähnen musste. Trotzdem, und das finde ich immer viel wichtiger: ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, war total an die Seiten gefesselt und habe das Buch deshalb innerhalb von 12 Stunden komplett verschlungen und bis zum bitteren Ende mitgefiebert, als ginge es um mein eigenes Leben. Es ist definitiv noch Luft nach oben vorhanden; aber es wurde auch ordentlich Potential ausgeschöpft.
Wow

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