mojoreads
Community
Ich, Eleanor Oliphant
Gail Honeyman

Ich, Eleanor Oliphant

!
4.3/5
13 Bewertungen
!Paperback
11
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Ich wusste nicht, wann ich mich zuletzt so gut gefühlt hatte - so leicht, so wach, so lebendig. Vielleicht fühlte Glück sich so an? Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Auf Äußerlichkeiten legt sie wenig Wert, erledigt seit Jahren klaglos einen einfachen Verwaltungsjob und verbringt ihre Freizeit grundsätzlich allein. Ein Leben ohne soziale Kontakte oder nennenswerte Höhepunkte - Eleanor kennt es nicht anders. Doch das ändert sich schlagartig, als Eleanor sich verliebt. Veränderungen müssen her! Nur wie? Der neue Kollege Raymond erweist sich als unerwartete Hilfe ... und plötzlich findet sich Eleanor mittendrin im Leben. "Witzig, bewegend, unvorhersehbar" Jojo Moyes Ich, Eleanor Oliphant gewann 2017 den Costa Award für den besten Debütroman
BIOGRAFIE
Gail Honeyman lebt und arbeitet in Glasgow. Sie bekam bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Ich, Eleanor Oliphant ist ihr erster Roman. Die Rechte wurden in 30 Länder verkauft.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
27.04.2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783404176793
Sprache
German
Seiten
526
Schlagworte
Sunday Times Bestseller, Gefühle, Liebe, Graeme Simsion, Einsam, Rachel Joyce, Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, Liebesroman, Hochbegabt, romantische Komödie, ps ich liebe dich, wohlfühlen, Kinder / Eltern, Frauen / Männer, Liebe / Beziehung
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von gedankenvielfalt, sbs und 3 andere
gedankenvielfalt
sbs
breonna
einlachgummi
sara_tastenklecks
gedankenvielfalt
Eine meiner schwierigsten Rezensionen die ich je verfasst habe. Das Buch hat mir sehr viel Nerven gekostet, weil ich den Schreibstil überhaupt nicht leiden konnte. Er war für mich nicht harmonisch oder fließend, sondern genau das Gegenteil. Als ich mich dann ab Seite 100 endlich an den Schreibstil gewöhnt hatte, ging mir Eleanore eigentlich ausschließlich nur auf den Zeiger. Ich fand sie während der ganzen Geschichte nur unsympathisch. In dem Buch geht es um schwierige Themen wie u.a: Kindesmisshandlung, Depressionen etc., aber viel zu oft wurde hier auf eine für mich krampfhaft erzwungene lustige und humorvolle Schiene gefahren. Ich fand zwar einige Textpassagen durchaus lustig, aber es konnte mich nicht fesseln und mitreißen. Unrealistisch fand ich außerdem, dass Eleanore sehr häufig gute Tage hatte, wenn ich in so einem “Zustand” wäre, würden dann die negativen Tage nicht überwiegen? Ich fand die Umsetzung dieser tollen Grundidee zu schwammig, unrealistisch und teilweise zu überheblich. Richtige Emotionen blieben bei dem Hauptcharakter auch auf der Strecke, am Anfang suchte man vergeblich danach. Es war trocken und monoton und ich habe immer auf den Knall gewartet… Dieser kam aber nicht! Klar man hat erfahren warum und wieso Eleanore so ist, aber selbst das konnte mich nicht mehr beeindrucken, außer das ich mit ihr mitgefühlt habe. Ein Buch was sich für mich als Flop enttarnt hat. Ich kann den ganzen Hype darum nicht nachvollziehen und fühlte mich nur minimal unterhalten. Schwammige Charaktere und ein für mich unausgereifter Schreibstil haben mich einige Tage Lesezeit gekostet.
Wow
Wow! Dieses Buch hat in mir eine Fülle von Gefühlen ausgelöst von Wut, über Mitleid, bis hin zur Freude und totaler Ausgelassenheit – und meine Befindlichkeiten sind teilweise von einer Zeile zur nächsten von einem Extrem ins nächste umgeschlagen…für dieses Buch ist der Ausspruch „Wechselbad der Gefühle“ wie geschaffen. Während man im einen Moment den Arm schützend um Eleanor halten möchte, mag man sie aufgrund ihrer mangelnden Sozialkompetenz und Naivität im nächsten Moment nur noch schütteln, häufig konnte ich auch ein Lachen nicht verkneifen. Selbst in Lesepausen hatte ich immer wieder Eleanors Probleme im Kopf, gerade bei alltäglichen Interaktionen, fragte ich mich: „Wie würde Eleanor das wohl hinbekommen?“. Eleanor ist eine 30-jährige, alleinstehende und in sich gekehrte, gewöhnungsbedürftige Frau mit einer bedrückenden Geschichte, die sie bis heute im Griff hat. Dadurch ist sie vor allem eines: speziell…. Doch wie das Schicksal es will, ändert sich mit einer Begegnung so einiges und einen Wandlung nimmt ihren Lauf. Die Protagonistin erzählt ihre Erlebnisse und Gedanken aus der Ich-Perspektive, wie der treffende Buchtitel schon vermuten lässt, und ermöglicht so einen tiefen Einblick in ihr (Seelen-)Leben. Die Themen Freundschaft und Familie sind elementar und ich finde beide sehr schön ausgearbeitet, ohne jeden Kitsch, sondern an mancher Stelle etwas originell (durch manche Wendung, die man so nicht absehen konnte) und sehr tiefgründig, zumal sich erst nach und nach die kompletten Sachverhalte offenbaren. So hatte das Buch immer wieder Überraschungen parat, es wurde an einigen Stellen sehr spannend, aber auch Witz und Emotionalität kamen nie zu kurz. Ein anderes wichtiges Thema ist die Einsamkeit und welche teils fatalen Folgen sie haben kann. Hier musste ich nicht selten heftig schlucken, denn was Einsamkeit mit Menschen anrichten kann, war mir zwar theoretisch bewusst, aber hier wurde es so eindrücklich geschildert, dass es nicht immer leicht war weiterzulesen. Durch Eleanor lernt man auch die Nebencharaktere kennen und es ist der Autorin wunderbar gelungen auch diese vielseitig und nachvollziehbar darzustellen. Besonders gilt dies für Raymond. Diesen muss man einfach selbst kennen und schätzen lernen… Gewöhnlich sage ich nichts zum Cover, denn das sieht der Leser direkt und bedarf eigentlich keinen Kommentar, aber dieses hier hat mich so begeistert, dass ich das nicht unerwähnt lassen kann. Zumal das künstlerisch angehauchte Cover für mich perfekt zur Geschichte passt und nicht nur ein optisches Highlight setzt. Das Debüt von Gail Honeyman ist nahezu genial, es macht nachdenklich und ich hoffe inständig, dass wir noch viel von ihr zu lesen bekommen werden – entsprechend kann ich das Buch, welches sich zu einem meiner Lieblingsbücher entwickelt hat, nur empfehlen!
1 Wow
Wer in diesem Buch eine lockere, fröhliche Geschichte über eine sympathisch-schräge junge Frau erwartet, könnte eine Überraschung erleben. „Eleanor Oliphant“ – allein das wirft schon Fragen auf. Hatte die Autorin einfach Lust, ihrer Protagonistin einen schrägen Namen zu geben, passend zu deren ungewöhnlicher Persönlichkeit? Ist das überhaupt ein echter Name oder doch ein Pseudonym? Auf jeden Fall ist seine Trägerin etwas Besonderes: Sie ist scharfsinnig, pedantisch, voreingenommen, klug und gleichzeitig ein wenig naiv. Manchmal kommt sie sehr abgeklärt und erwachsen daher, manchmal wirkt sie wie ein Kind. Aber sympathisch fand ich sie trotz allem. Und ich glaubte, die Geschichte, die mich auf diesen Seiten erwartete, einigermaßen vorhersehen zu können. Ich hatte mich auf leichte Unterhaltung eingestellt. Als dann auch noch ganz klischeehaft ein Mann in das Leben dieser Frau trat, war für mich klar, wie alles ausgehen würde. So sehr habe ich mich lange nicht in einem Buch getäuscht. Nach und nach entfaltete sich die Lebensgeschichte von Eleanor Oliphant. Was sie sorgsam versteckt und in einem dunklen Winkel ihrer Seele verborgen hatte, wurde ans Licht gezerrt. Und Stück für Stück, Seite für Seite lernte ich sie noch einmal ganz neu kennen. Immer wieder überraschten mich unvorhergesehene Wendungen und Informationen, und am Ende, nach den letzten Worten, klappte ich das Buch zu und dachte noch lange darüber nach. „Ich, Eleanor Oliphant“ war für mich alles andere als seichte Lektüre, aber – und das macht es in meinen Augen zu einem sehr lesenswerten Buch – der Grundton ist aus vollem Herzen lebensbejahend und hoffnungsvoll. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Eleanors Scharfsinn und ihre spitze Zunge haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Wow
Angesprochen hat mich hier der Klappentext. Eine Frau die Probleme hat sich dem sozialen Leben anzupassen. Da kam gleich die Frage bei mir auf, Warum, Was ist da passiert. Dann noch eine angedeutete Liebesgeschichte, die zum Glück so überhaupt nicht kitschig oder Raum einnehmend war.  Eleanor Oliphant, die letzte Überlebende - das war ich. Eine glückliche Einzelkämpferin. Seite 230 Zum Inhalt: Eleanor Oliphant ist ende 20 und lebt in Glasgow. Seit Jahren hat sie ihren Job in der Buchhaltung und ihre Tage verlaufen immer gleich. Ein Beispiel, freitags ist Pizza Tag und dazu gibt es am Wochenende den wohlverdienten Wodka, damit es sich besser schlafen lässt. Freunde und Familie gibt es nicht, doch da wäre noch Mummy, aber mit der kann sie nur telefonieren. Eleanor lebt in ihrem Schneckenhaus, bis sie einem Musiker begegnet. Ok, nur sie hat ihn wahrgenommen, doch sie merkt sogleich, er ist der Richtige. Und dies ist der Wendepunkt, denn nun passieren ganz viele Dinge in ihrem Leben.  Der Schreibstil von Gail Honeyman hat mir sehr gut gefallen. Sie verleiht Eleanor einen wunderbar trockenen Humor.  Aus ihrer Sicht erzählt sie auch die Geschichte. So bekommt der Leser alle bedrückenden und teilweise auch seltsamen Gedanken von Eleanor mit. Wobei ich seltsam unter Vorbehalt sage, da sie für mich nachvollziehbar und schlüssig waren, wenn man den Kontext bedenkt, dies könnte aber auf jemand anderen anders wirken. Die Woge zwischen Humor und traurigen Szenen hält sich gut und der lockere Schreibstil trägt dazu bei, dass die Geschichte nicht zu bedrückend wirkt. Wahrscheinlich fermentieren Tränen im Laufe der Zeit,  aus all dem angestauten Salzwasser wird bittere Säure, die einem langsam zersetzt, Seite 406 Die Autorin hat es geschafft, mit Eleanor einen ganz besonderen Charakter zu schaffen. Mir war sie gleich sehr sympathisch. Wobei sie wohl nicht zu den Sympathieträgern im Allgemeinen zählt. Doch ich mag diese Art von Menschen, etwas schrullig, komisch, anders oder einfach besonders. Eleanor ist ein sehr ehrlicher Mensch und merkt oft nicht, wie sie ihre Mitmenschen damit verletzt. Noch dazu denkt sie, sie hätte die sozialen Gepflogenheiten drauf, doch da kommen manchmal ganz witzige Dinge bei raus. Sie kümmert sich kaum darum, was die anderen über sie denken. Doch es hat immer einen Grund, wieso ein Mensch so geworden ist, wie er ist und bei Eleanor verbirgt sie eine sehr traurige Vergangenheit dahinter. Zur Geschichte: Rückwirkend muss ich sagen, es gab keine wirklichen Spannungselemente. Trotzdem hatte ich beim Lesen keine Hänger, wollte immer weiter lesen und erfahren, was da in ihrer Vergangenheit passiert ist. Es ist schön mit zu erleben, wie Eleanor langsam aus ihrem Schneckenhaus heraus kommt. Nicht weil ich denke, man müsste sich der Masse anpassen, sondern weil man merkt, wie es ihr besser damit geht. Wie sie langsam Freundschaften schließt und sich immer wohler fühl. Auch das Ende hat mit gefallen, da es sehr gut zur Geschichte gepasst hat.   Fazit Eleanor Oliphant, ein besonderer Name für eine besondere Frau und ein besonderes Buch. Eleanor ist kein einfacher Charakter und ich schätze, viele werden sich an ihrer Art etwas stören oder sie nicht verstehen, trotzdem lohnt es sich in meinen Augen, sich auf sie und ihre Geschichte einzulassen.  Weil sie einem zeigt, dass Menschen nicht einfach so sind, wie sie sind.  Niemand ist einfach nur komisch, keiner passt nur in eine Schublade. Dinge haben einen Grund und bevor man beurteilt, sollte man vielleicht einfach mal akzeptieren. Und genau deswegen fand ich es auch schade, dass die Autorin nicht noch genauer auf Mummy eingegangen ist. Deswegen nur 4,5 Weingummis.
Wow
Charaktere Eleanor ist Ende zwanzig und wohnt alleine. Wenn sie abends vom Büro kommt, wartet eines ihrer Bücher, ihre Pflanze und bestimmt ein Pestogericht auf sie. In ihrer Sozialwohnung, spartanisch eingerichtet. Tag für Tag. Außer es ist Mittwoch. An diesem Tag ruft nach Feierabend ihre Mutter an. Aus dem Gefängnis? Jedenfalls hört es sich so an. Irgendwann hat sie nämlich einmal etwas Schlimmes angestellt. Mommy. Und dann musste Eleanor von einer Pflegefamilie zur nächsten. Bis sie dann irgendwann in ihrer Wohnung landete. Jane Eyre und ein Froschsitzsack mit aufgemalter Fliege auf der Zunge. Freunde kann das auch nicht ersetzen. Gut, dass sie eines Tages auf Raymond trifft. Er stolpert in ihr Leben und stellt es auf dem Kopf. Wer jetzt an eine klassische Liebesgeschichte denkt, sollte nicht den Musiker vergessen. Genau. Den gibt es auch noch. Eines Tages trifft ihn Eleanor auf einem Konzert. Oder besser gesagt: sie sieht ihn dort. Trotzdem ist ihr in wenigen Minuten klar, dass das ihr Mann ist. Sie gehören einfach zusammen. Doch dazu müsste sie noch ein paar Änderungen vornehmen. In diesem Buch durfte ich als Leserin sie dabei begleiten. Durch ihre verschrobene Art und ihre eigenwillige Meinung musste ich schon das ein oder andere Mal laut auflachen. Was mir bei Büchern eher selten passiert. Aber war es nicht der Gipfel der Respektlosigkeit, wenn man am Begräbnis eines Menschen teilnahm und die Lieder dann nur mitmurmelte (…)? Um dieses beschämende Manko wettzumachen, sang ich um so lauter (…). Einige Leute drehten sich nach uns um, als hätten auch sie Freude an unserem Gesangsbeitrag gehabt. (S. 314/315) Raymond scheint sie auch so zu akzeptieren…. Gefühl  Hach, ich hab so gelacht (wie bereits erwähnt)! Dann, als Eleanor im Laden war und… – werdet ihr schon merken. Aber auch an anderen Stellen. Oft dann, als sie mir einen Einblick in ihre Gedanken gegeben hat. Über die Gesellschaft, oder über Raymond. Wie sie von seinen Eigenarten genervt ist. Vollkommen klar. Wenn man nur mit sich selbst gelebt hat, ist es schwer, sich an andere zu gewöhnen. Und ein Schuss hat ja jeder irgendwie. Eleanor vielleicht ein bisschen mehr als wir. Wieso, werdet ihr noch merken. Jedenfalls berührt der Grund sehr. Oh ja, ihre Hintergrundgeschichte ist wirklich aufwühlend. Es erklärt einiges. Wie sie daran arbeitet und damit umgeht… – ach, ich finde das zum einen sehr mutig und dann natürlich sehr authentisch. Das ist die ganze Geschichte. Sie ist aber vor allem eines: etwas sehr besonderes. Eleanor ist mir doch ein bisschen an’s Herz gewachsen! Ah – wieso habe ich es nicht schon vorher gelesen? Schreibstil Es erklärt sich doch von selbst, dass ich diese Geschichte gefressen habe. Ein bisschen mehr als ein Tag und schwupps – war das Buch alle. Schon hatte ich die ganze Geschichte mitsamt der Druckerschwärze inhaliert. Wenn man meine monatelange Leseflaute und die über 500 Seiten bedenkt, sind nicht mehr Worte nötig, oder? Ich hoffe, dass die Autorin noch mehr Bücher schreiben wird. Dann werde ich auf jeden Fall noch ein Plätzchen frei halten. Mir wäre ein Regalboden recht.
Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook