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Matt Haig

Ich und die Menschen

Science Fiction
Ist Teil der Reihe
dtv
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4.5/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Ein Roman »mit einem ganz großen Herzen« Daily Express In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?
BIOGRAFIE
Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller >Ich und die Menschen<.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
21.08.2015
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783423216043
Sprache
German
Seiten
352
Schlagworte
Alien, außerirdische Intelligenz, Menschsein, Bestseller, Riemannsche Vermutung
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Buchensemble, haihappen uhaha und 3 andere
buchensemble
haihappenuhaha_books
kittycatinaxo
charlie
mlle_facettenreich
Buchensemble
Euer Merkwürden und ausradiertes Wissen In „Ich und die Menschen“ von Matt Haig wird ein Alien zur Strafe auf eine Mission in einem entlegenen Winkel des Universums geschickt. Es nimmt auf dem merkwürdigen Planeten namens „Erde“ die Gestalt eines 43-jährigen Mathematikprofessors an und – na klar, verursacht einen Autounfall und läuft danach seelenruhig nackt die Straße entlang. Es kennt die Gepflogenheiten der Menschen nicht, wird von Autofahrern, die vorbeifahren, angespuckt und grüßt freundlich zur Begrüßung zurück. So witzig das alles beginnt, steckt aber eine viel größere Mission dahinter. Das Alien versucht, in einer Tankstelle etwas zu Essen zu bekommen, sich in einer Buchhandlung zu orientieren und schließlich die Menschen zu verstehen. Da das nicht so recht gelingt und es immer noch nackt ist, landet es in einer Psychiatrie, bevor es endlich den Platz einnehmen kann, dessen Identität zuvor ausgelöscht wurde. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Eine Notiz im Handy erstellt Über 97 nachgedacht Den Spannungsbogen überdacht Mein Eindruck zu “Ich und die Menschen”: „Ich und die Menschen“ ist ein herrliches Buch. Es vereint Humor mit tiefgehender Philosophie, scheut sich aber nicht, eine spannende, konsistente Geschichte zu spinnen. Mir gefallen vor allem die Einzelheiten, die Details, an denen sich das Alien aufhängt und stutzt, weil die Menschheit wirklich komisch ist. Das sind Dinge, die wir im Alltag nicht vor Augen haben, ein Fremder aber merkwürdig findet. Die vollständige Rezension findest du beim Buchensemble.
Wow
haihappen uhaha
Highlights des Jahres Handlung: Mathematik Professor A. Martin ist nicht mehr er selbst, denn ein außerirdisches Wesen hat von ihm Besitz ergriffen. Es hat eine Mission zu erfüllen und muss sich hierfür unter die Menschen mischen und unter ihnen Leben. Zu dumm, dass ihm ständig die ECHTE Familie vom Professor dazwischenfunkt. Das nicht irdische Wesen hat sowieso schon alle Hände voll zu tun mit der Gattung Mensch zurecht zu kommen, die er nicht zu verstehen scheint, dann kommt auch noch seine „Menschen Frau“ Isobell ständig mit ihrer liebevollen Fürsorge und Scheidungsproblemen daher. Dann hasst ihn auch noch sein rebellischer Sohn Gulliver und hat die Schnauze voll vom Leben, es interessiert sich ja sowieso keiner für ihn. Irgendwo tief in Prof. A. Martins außerirdischem Herzen beginnt sich etwas zu regen und der Familie helfen zu wollen. Doch dann scheint seine Mission in Gefahr zu geraten. Meinung: Schon die Einleitung des Hörbuches brachte mich zum Schmunzeln und rechtgebendem Kopfnicken. Ein super Einstieg und eine angenehme Erzählerstimme wird uns geboten. Unser Außerirdischer Protagonist war super sympathisch, ironisch und witzig durch einen schwarzen Humor. Es wird viel philosophiert über die Gattung Mensch, Primzahlen und das Universum. Oft sind wahre Schmuckstückchen an Wahrheiten über uns Menschen, unser Leben und das „Sein“ darin enthalten, sodass ich mir viele Zitate rausschreiben musste. Einfach wundervoll und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Man lernt, dass Leben zu schätzen und Prioritäten richtig zu setzten. Gegen Ende wurde es immer skurriler und spannender, ein richtiges Drama mit Thrillerelementen. Es konnte mich wirklich begeistern und ist eins meiner Highlights des Jahres. Einen Stern habe ich abgezogen, weil ich leider kein Mathefan bin und mir die Primzahlen anfangs ziemlich auf den Keks gingen, da mir diese Passagen etwas langatmig vorkamen. Man hätte ruhig weniger Mathe einfließen lassen können, dann wäre es perfekt. Ein super Hörbuch!
1 Wow
Matt Haig's Schreibstil ist hervorragend. Geschrieben, wie ein Brief an eine außerirdische Macht, die nur wenig Wissen über die Menschen hat, erzählt der Ich-Erzähler seine Geschichte in kurzen, leicht verständlichen Sätzen. Allerdings benutzt er dabei so einige Worte, die nicht sehr geläufig sind. Für mich war diese Mischung wunderbar, denn sie zeugt von hoher Intelligenz und passte perfekt zur Geschichte. Die Story ist außergewöhnlich, teils lustig, teils zum Heulen schön. Fast schon grenzt sie an Poesie. Jedoch steht die Geschichte gar nicht so sehr im Vordergrund, denn das Schönste daran, ist die Philosophie zwischen den Zeilen, das Gefühl, dass man beim Lesen bekommt und die Aneinanderreihung tiefgründiger Aussagen. Der Hauptcharakter ist gewöhnungsbedürftig sympathisch. Er ist anfangs wie ein kleines Kind, welches seine neue Welt erkundet und dabei feststellt, dass es so vieles gibt, woran man festhalten kann. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu jemandem, den man nur ins Herz schließen kann. Isobel ist super. Sie ist überaus sympathisch und liebenswert menschlich. Gulliver ist ein typischer Jugendlicher. Er ist problembehaftet und doch außergewöhnlich. Ich habe alle Charaktere in mein Herz geschlossen. Dieses Buch ist nicht wie viele andere. Es ist eine Ode an die Menschheit, an Gefühle und das Leben im Ganzen. Es zeigt nicht nur die schlechten Seiten des Menschseins, sondern vielmehr die vielen kleinen Schönheiten, die uns jeden Tag begegnen. Ihr solltet es unbedingt lesen.
Wow
13. Eigentlich hättest du gar nicht zur Welt kommen sollen. Deine Existenz ist so unwahrscheinlich, dass sie ans Unmögliche grenzt. Am Unmöglichen zu zweifeln, heißt, an dir selbst zu zweifeln. - S. 324-325. »Inhalt« Professor Andrew Martin hat die Riemannsche Vermutung gelöst. Ein mathematisches Problem, das als unbeweisbar galt. Doch damit hat er eine Lebensform außerhalb des menschlichen Sonnensystems auf den Plan gerufen. Sie kennen die Gier, die Gewalt und den Hass, den die Menschen in sich tragen und wissen, dass sie noch nicht bereit für bahnbrechende Fortschritte sind. So schicken sie einen ihrer Art, alle Beweise und vor allen Dingen die Erkenntnisse zu eliminieren. Der Außerirdische erledigt gewissenhaft seinen Job, allerdings erkennt er, dass die Menschen nicht nur aus Schatten bestehen. Er ist neugierig und so bleibt er noch ein wenig, um zu verstehen, was es heißt, menschlich zu sein. »Die Existenz des Menschen ein Ding der Unmöglichkeit?« „Ich und die Menschen“ ist ein verstörend schönes Buch. Obwohl es im Grunde genommen sehr viel Kritik an uns Menschen übt, wird jede Anklage am Ende in wunderbares Lob verwandelt. Matt Haig beschreibt aus der Sichtweise eines namenlosen Außerirdischen das Leben der Menschen als Wunder. Ja, alleine ihre bloße Existenz ist ein Ding der Unmöglichkeit, so dass man ans Unmögliche glauben kann, denn das Unmögliche existiert nicht. Er beschreibt das Leben als ein Tanz aus Licht und Schatten. So viele tolle Metaphern lassen sich in „Ich und die Menschen“ finden, dass ich am Liebsten jede an meine Wand hängen würde. Die Kombinationen aus kritischen und philosophischen Ansätzen, die immer wieder auftauchen, gepaart mit einem unvorstellbar interessanten Plot und einzigartigen Sichtweisen, haben mich letztlich vollends für dieses Buch entbrennen lassen. »Lesen mit einem Lächeln« Dabei ist dieser Roman keineswegs belehrend. Er ist humorvoll aufgezogen und tatsächlich sind all die brillanten Einsichten des Außerirdischen in einer spannenden, witzigen und runden Handlung verpackt. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal beim Lesen so viel Spaß hatte und mich dabei ertappte, ganze Absätze, sogar Seiten nochmals und nochmals zu lesen und dann über sie nachzudenken, um dann mit einem Lächeln weiterzublättern. Ganz gleich was man sonst noch über diese speziellen Primaten sagen konnte, sie waren hartnäckig. Und sie kannten Hoffnung. O ja, sie wussten, was Hoffnung war. Hoffnung war oft zwecklos. Und oft ohne jede Vernunft. Wäre sie vernünftig, hätte sie wahrscheinlich Vernunft geheißen. - S. 207 »Belangloses wird Bedeutungsvoll« Matt Haigs Idee der Ausgangssituation für „Ich und die Menschen“ ist innovativ und genial. Ein Außerirdischer findet sich desorientiert auf der Erde wieder, um diese vor einer bahnbrechenden Entdeckung zu schützen und damit die Menschen vor sich selbst. Habt ihr schon einmal einen Roman gelesen, indem ihr im Kopf eines Protagonisten die Gedanken über die Lächerlichkeit des menschlichen Äußerlichen lest? Stellt euch vor, wie eure Nase verspottet wird, eure Lippen, die Ohren und Augen. Ich habe mich bald kringelig gelacht. Dann stellt euch vor, das geht ständig in all den Dingen, die für uns selbstverständlich erscheinen, so weiter. Warum stellen wir leere Behältnisse irgendwohin? Warum nennen wir eine gebratene Kuh Rind? Matt Haig vermischt Belangloses mit Bedeutungsvollem, während er nebenher nach dem Sinn des Lebens schürft. »Die Formel des Lebens?« „Ich und die Menschen“ bietet sicherlich kein Patentrezept auf diese Frage, die sich leider auch nicht so lapidar wie die Gleichung a²+b²=c² lösen lässt. Doch dieses Buch bietet kreative Ansätze. Vielleicht auch die nicht ganz unbedeutende Erkenntnis, dass es Wichtigeres gibt, als sich zu fragen, worin der Sinn liegt, wenn man doch lieber versuchen sollte, zu lieben und glücklich zu sein. Matt Haig zwingt in dieser Geschichte niemandem etwas auf (höchstens Emily Dickinson zu lesen), er erzählt in einem wunderschönen Erzählstil, was es heißt, menschlich und vergänglich zu sein und wie das gleichzeitig tragisch und schön sein kann. Küssen ist das, was Menschen tun, wenn Worte einen Ort erreicht haben, dem sie nicht mehr entkommen können. Es ist der Schalter zu einer anderen Sprache. - S. 232 »Sogwirkung« Gegliedert ist „Ich und die Menschen“ in drei Teile und häufig recht kurze Kapitel, die durch interessante Überschriften eingeleitet werden. Besonders spannend gestaltet sich das Lesen dieses Romans durch den Druck von außen, die Mission erfolgreich zu Ende zu führen. Das heißt, die anderen 'Außerirdischen' warten, dass 'Ich' alle Beweise der Riemannschen Vermutung löscht. So bestand der Sogfaktor nicht ausschließlich darin quasi sich selbst durch die Augen eines Fremden wiederzuentdecken, sondern ebenfalls in der Angst, dass 'Ich' schlimme Dinge tun würde. Oder dass die anderen Außerirdischen eingreifen würden. Hierbei hängt die Definition von 'Schlimm' vom Auge des Betrachters ab, doch solch Mäusemelkerei hat in einer Rezension nichts verloren. Zumindest verlieh die Kommunikation zwischen den anderen Aliens, von denen ich stets nicht mehr als einen flüchtigen Eindruck gewann, und des Protagonisten eine magnetische Sogwirkung, der ich mich nur zu gerne hingab! »Fazit« Matt Haigs „Ich und die Menschen“ ist ein enorm besonderes Buch, das mich sehr tief berühren konnte. Matt Haig hat seinen LeserInnen ein wunderbares Stück Leseglück geschenkt, das über das bloße Lesen dieser Lektüre hinausgeht. Matt Haig schreibt im Nachwort, dass dieses Buch sehr persönlich ist und die Idee in einer schwierigen Phase entstand. Dass in „Ich und die Menschen“ nicht nur ein Herz, sondern auch Liebe, Glück und die Welt liegen, das habe ich gemerkt. Danke.
Wow
Cathy | Mlle Facettenreich
„Ich liebe dich“, sagte sie. Und in diesem Augenblick verstand ich den Sinn der Liebe. Der Sinn der Liebe war: Sie half dir beim Überleben. S. 266 Eine außerirdische Lebensform kommt als Mensch getarnt auf die Erde, um Wissen zu eliminieren, für das die zu Gewalt und Hass neigende Menschheit noch nicht bereit ist. Kann der Mensch doch eins am besten: sich selbst und den Planeten Erde kaputt machen. Auf arrogante und idiotische Weise. Problematisch wird es nur, wenn man plötzlich erkennt, dass nicht alles schlecht ist, was die Menschen tun … DER INHALT Andrew Martin, Professor am Camebridge College hat das Geheimnis um die Primzahlen gelüftet. Aber die Menschheit ist noch nicht bereit für dieses Wissen, darum stirbt Andrew Martin und sein Platz wird eingenommen von einem Außerirdischen. Dieser hat den Auftrag herauszufinden, wer noch alles um das Primzahlen-Geheimnis weiß, damit er diese Menschen ebenfalls umbringen und das komplette Wissen darum auf der Erde vernichten kann. Was als simple Aufgabe beginnt, gerät ins Wanken, als der neue Andrew lernt, dass die Menschen so viel mehr sind, als eine dumme, zu Gewalt neigende Spezies. Es gibt nämlich durchaus Menschen, die erhaltenswert sind. Einige von ihnen jedenfalls. MEINE MEINUNG Was dieses Buch so besonders macht ist, dass man alles, was der neue Andrew Martin über die Menschen und das Leben auf der Erde lernt, eigentlich schon weiß. Dass die Menschen nicht nur schlecht sind, sondern auch zu Empathie fähig, Mitgefühl haben für andere Menschen, andere Lebewesen. Man hat viele solcher Menschen um sich und kann die meiste Zeit ignorieren, dass es eben auch anders zugehen kann. Der Luxus in einer Blase zu leben. Er erinnerte mich daran, dass die Erde ein Ort des Todes war. Hier zerfielen Dinge, lösten sich auf, starben. Das Leben eines Menschen war auf allen Seiten von Dunkelheit umgeben. Wie um alles in der Welt ertrugen sie das? Idiotie, verursacht vom langsamen Lesen. Das war die einzige Erklärung. Gleichzeitig fragt sich Andrew aber auch immer wieder, wie die Menschen es mit all dieser Vergänglichkeit überhaupt aushalten ohne wahnsinnig zu werden. Und genau diese Überlegung hat mich in heftige Grübeleien gestürzt. Natürlich war mir das alles klar, dass wir Menschen sterben, dass Menschen und Haustiere sterben, die man liebt, dass man niemals alles schaffen kann, in diesem kurzen Leben. Nicht nur sterblich zu sein, sondern auch noch gezwungen, einen Teil der wertvollen begrenzten Zeit auf Erden mit lesen zu verbringen. Kein Wunder, dass die Menschen eine primitive Spezies waren. Kaum hatten sie annähernd genug Bücher gelesen, um mit dem erworbenen Wissen irgendetwas anfangen zu können, waren sie schon tot. Auf die Erde gekommen, mit dem Wissen, dass die Menschen gewalttätig sind, arrogant und geldgierig, entdeckt Andrew, dass das Leben als sterblicher Mensch beängstigend ist, aber durchaus erstrebenswert, wenn man bedenkt, dass die Menschen neben all der Gewalt, Arroganz und Einfältigkeit eben auch Lieben, Musik und Gedichte schreiben und die Erde an sich, trotz ihres Regens durchaus seinen Charme hat. Blumen waren, nach der Liebe, die beste Werbung für die Erde, die man sich vorstellen konnte. S. 223 Mich persönlich hat das Buch zuerst mehr als schwermütig gemacht. Andrew hat schon recht. Wofür das alles, am Ende stirbt man eh. Warum also so viel Energie aufwenden, warum sich überhaupt die Mühe machen? Ich war erschüttert und musste mich sogar fragen, ob das Buch gut für mich ist, wenn es mich zu solchen düsteren Gedanken bewegt. Ich habe trotzdem weitergelesen und glücklicherweise treibt einen dieses hinterfragende Buch nicht einfach bloß in eine kleine Depression und lässt einen dort dann alleine zurück. Es holt einen auch wieder raus aus den dunklen Grübeleien und macht einem mehr als deutlich, dass es sich lohnt Mensch zu sein und zu leben und zu lieben, mit all den Schmerzen, die es auch bringen mag und auch mit dem Wissen, dass all das endlich ist. Zudem macht Matt Haigs wunderbare Sprache, der Satzbau, die Details dieses innere Leiden wirklich mehr als wieder gut. (Wobei ich sagen muss, dass ich die deutsche Übersetzung gelesen habe, die scheint aber wirklich ordentlich zu sein. Das nächste Buch von Matt Haig liegt aber schon bereit – diesmal auf englisch, um meine Meinung zu seiner Sprache zu bekräftigen.) Tee schien alles besser zu machen. Er war ein aus Blättern gewonnenes Getränk, das heiß genossen wurde und in Krisenzeiten dazu diente, die Normalität wiederherzustellen. S. 216 „Oh“, sagte ich, obwohl ich wusste, dass es nicht in den Kontext passte. Aber etwas anderes fiel mir nicht ein. „Oh“ war immer das Wort, auf das ich zurückgriff, um Pausen zu füllen. „Oh“ war wie verbaler Tee. S. 217
Wow
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