Libby Page

Im Freibad

!
4.8/5
6 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
WER SEIN LEBEN ÄNDERN WILL, MUSS AUCH MAL AUSSERHALB DER BAHNEN SCHWIMMEN Rosemary hat ihr ganzes Leben in Brixton verbracht. Jetzt ändert sich alles, was ihr vertraut ist. Die Bücherei schließt, aus dem Gemüseladen wird eine hippe Bar. Und das Freibad, in dem sie schon ihr Leben lang jeden Morgen schwimmt, soll einem Luxusbau weichen. Kate ist neu in London und einsam. Für ihre Zeitung berichtet sie über das Freibad, obwohl sie sich nicht gerne im Badeanzug zeigt. Kate und Rosemary werden Freundinnen und beschließen, den Pool gemeinsam zu retten. Denn er ist weit mehr als ein Ort zum Schwimmen - er ist das Herz der Nachbarschaft. »Zwei Frauen retten ein Freibad und einander. Bewegend und doch voller Freude.« The Guardian »Eine außergewöhnliche Hymne auf Frauen- freundschaften und die Kraft des Zusammenhalts.« Stylist
BIOGRAFIE
Libby Page, 25, arbeitet tagsüber im Marketing und verbringt die Nächte vor dem Notebook mit ihren Geschichten. Sie hat Modejournalismus studiert und schreibt nebenbei für den Guardian. Neben dem Schreiben ist Schwimmen ihre zweite große Leidenschaft. Das Freibad in ihrer Nähe hat sie zu ihrem ersten Roman inspiriert. Auf Instagram sind sie und ihre Schwester die Swimming Sisters.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.06.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783548290416
Sprache
German
Seiten
384
Schlagworte
Erschließung, london, Petra Hülsmann, Beste Freundinnen, Schwimmen, Bestseller Liebesromane, Frauenfreundschaft, Dora Heldt, body, Sommerroman, Sonnenmilch, Förderverein, neu in 2019, Älter werden, jojo moyes
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Anne (milkysilver..., Ladybug und 3 andere
milkysilvermoon
ladybug
sbs
miss_mesmerized
misery3103
Anne (milkysilvermoon)
Seit mehr als 60 Jahren schwimmt die 86-jährige Rosemary Peterson nun schon im Lido, dem Freibad im Londoner Stadtteil Brixton. Auch nach dem Tod ihres Mannes George hält die Seniorin an diesem liebgewonnenen Ritual fest. Doch das soll sich ändern. Die Immobilienfirma Paradise Living will das unrentable Freibad aufkaufen und abreißen lassen, um Platz für ein exklusives Fitness-Studio und Tennisplätze zu schaffen. Das wollen sich Rosemary und einige andere aber nicht gefallen lassen. Über ein Flugblatt wird Kate Matthews, Journalistin beim Brixton Chronicle, auf die Sache aufmerksam. Die einsame 26-Jährige beginnt nicht nur, regelmäßig über die Ereignisse rund um die geplante Schließung des Bades zu berichten, sondern freundet sich auch mit Rosemary und den übrigen Mitstreitern an. „Im Freibad“ ist der Debütroman von Libby Page. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 68 meist recht kurzen Kapiteln. Erzählt wird vorwiegend im Präsens, allerdings gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit. Der Leser lernt zwischendurch unterschiedliche Perspektiven kennen. Zumeist wird aber im Wechsel aus der Sicht von Rosemary und Kate erzählt. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist unaufgeregt, aber warmherzig, anschaulich und geprägt von tollen, teils ungewöhnlichen Sprachbildern und Vergleichen. Schon nach wenigen Kapiteln hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch nur ungerne zur Seite gelegt. Eine große Stärke des Romans sind die Charaktere. Vor allem die beiden Protagonistinnen Rosemary und Kate sind sehr sympathisch. Ihre Gedanken und Gefühle lassen sich sehr gut nachvollziehen. Sie werden authentisch und mehrdimensional dargestellt. Dabei gelingt es der Autorin, die menschlichen Schwächen nicht zu verschweigen und dennoch mit liebevollem Blick ein Bild ihrer Figuren zu zeichnen. Gut gefallen hat mir insbesondere die Entwicklung, die Kate im Laufe des Romans durchläuft. Die Nebencharaktere sind ebenfalls interessant und realitätsnah. Auch das Hauptthema des Romans, die Schließung eines Freibades, hat mich angesprochen. Damit wird in der Geschichte ein aktuelles Problem aufgegriffen: der Verlust von Infrastruktur, deren Betrieb sich für die zuständigen Kommunen nicht rechnet. Der Aspekt der Gentrifizierung wird zusätzlich im Roman gestreift. Insofern beinhaltet er durchaus gesellschaftskritische Komponenten. Dass die Geschichte auf Tatsachen beruht und es ein real existierendes Vorbild für das „Lido“ gibt, ist unter anderem im Nachwort der Autorin erfahren. Ein weiterer Pluspunkt. Eine wichtige Rolle nimmt die wachsende Freundschaft zwischen Rosemary und Kate ein. Auch darüber hinaus ist die Geschichte sehr anrührend, besonders wenn es um die Episoden aus Rosemarys Vergangenheit geht. Dabei wird der schmale Grat zwischen Kitsch und Emotionalität hervorragend gemeistert. Obwohl der Roman mit fast 400 Seiten recht umfangreich und die Spannung nicht durchweg gegeben ist, habe ich ihn zu keiner Zeit als langatmig empfunden. Das Cover, das an die Optik der englischen Ausgabe angelehnt ist, gefällt mir. Der deutsche Titel weicht vom Original („The Lido“) ab, passt aber ebenfalls gut. Mein Fazit: Mit „Im Freibad“ ist Libby Page ein berührender Roman mit Tiefgang gelungen, der eine ungewöhnliche Freundschaft in den Vordergrund stellt. Die Geschichte hebt sich auf angenehme Weise von seichter Sommerlektüre ab und wird mir noch längere Zeit in Erinnerung bleiben. Schon jetzt steht fest, dass das Buch zu meinen Lieblingen in diesem Jahr zählen wird.
Wow
Zieht unserem Freibad nicht den Stöpsel! Rosemary ist 86 Jahre alt und Veränderungen in ihrem Brixton machen ihr sehr zu schaffen. In ihrem Kopf muss sie ständig die gespeicherte Landkarte neu gestalten, weil nichts so bleibt, wie sie es kennt. Jeden Morgen schwimmt sie im Schwimmbad – und genau das soll jetzt abgerissen werden. Kate ist jung, Anfang 20, neu in London und einsam. Sie berichtet für ihre Zeitung von diesem Schwimmbad und lernt dadurch Rosemary kennen. Obwohl sie sich nicht gern im Badeanzug zeigt, will sie zusammen mit ihrer neuen Freundin Rosemary alles tun, um das Schwimmbad zu retten. Denn sie erkennt, wie wichtig dieser Ort für die ganze Nachbarschaft ist. Wahrscheinlich hat mich das Buch schon allein deshalb angezogen, weil ich selbst viel und leidenschaftlich gern schwimme. Nicht besonders gut, vielleicht ein bisschen wie Rosemary, aber immerhin. Würde man „mein“ Hallenfreibad schließen, würde man mir sehr weh tun. Ganz klar, dass ich von Anfang an Rosemary-Fan war. Der Stil ist ruhig und sanft, aber kein bisschen langweilig. Die Gedanken und Gefühle der unterschiedlichen Figuren bringt Libby Page wunderbar auf den Punkt, ohne sich in allzu viele Details bei Beschreibungen zu verlieren. Sie setzt auf Gefühl, nicht auf Spannung. Bei mir funktioniert das wunderbar! Die Rückblenden, Rosemarys Erinnerungen an ihre Kindheit und die Zeit mit ihrem Ehemann, sind sehr schön, fast heimelig, selbst die traurigeren Stellen. Hier hatte ich das Gefühl, ich erfahre Szenen aus der Jugend und Kindheit und Ehe einer lieben älteren Nachbarin, Verwandten, Oma. Da kann ich noch heute fasziniert lauschen. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein und immer mal wieder fragt man sich, welche von beiden denn nun die Ältere ist. Steckt in Rosemary doch noch so viel junge Frau und in Kate so viel gebremstes Leben. Wie die beiden Frauen durch ihren Plan so vieles in ihren eigenen und anderen Leben ändern, ist wunderbar zu verfolgen. Nichts steht, alles verändert sich. Aber wie und auf welche Weise, das ist zauberhaft! Sie helfen sich gegenseitig bei ihrer Entwicklung. Dazu gehört auch ein bisschen Mut, es tut manchmal weh, es ist auch mal beängstigend – aber gemeinsam kann man mehr erreichen: Für das Schwimmbad und für sich selbst. Es ist ein ruhiges Buch, aber ein starkes. Es lehrt den Leser, Dinge nicht nur mit den eigenen Augen zu sehen, sondern sich auch mal in die Position anderer zu denken. Nicht „was andere wohl von mir denken?“, sondern „wie würde ich das an Stelle von X oder Y sehen?“. Es zeigt, wie das Leben uns zu den Menschen führt, die wir brauchen. Es zeigt, wie wichtig Gemeinschaft ist. Deshalb bekommt es von mir die vollen fünf Sterne.
1 Wow
Eine Geschichte, die Mut macht Rosemary ist 87 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben in London, genauer Brixton verbracht. Auch während des Krieges blieb sie dort und wagte es sogar immer wieder dort ins Freibad zu gehen. Nun soll genau dieses Freibad, welches ihr komplettes Leben begleitete aus Kostengründen geschlossen werden. Das möchte sie sich so nicht gefallen lassen… Kate ist eine junge Journalistin und kommt in der Großstadt nicht richtig gut zurecht. Sie scheint immer depressiver zu werden, hat keine Freunde, aber immerhin bekommt sie ihre erste „richtige“ Story. Sie soll zur geplanten Schließung des Freibades schreiben. Das Zusammentreffen mit Rosemary und der Kampf für das Bad haben Auswirkungen auf sie. Rosemary, sehr bodenständig und einfach nur nett, möchte nicht kampflos aufgeben und hat ihre Mitstreiter, um das Bad zu retten. Der Leser erfährt nicht nur, warum das Bad für sie persönlich so wichtig ist, sondern auch warum andere Schwimmer sich dafür einsetzen. Kate unterstützt zunächst leicht zögerlich, später enthusiastisch die Bewegung und zwischen den beiden ungleichen Frauen entsteht eine tolle Freundschaft. Wird der Kampf für das Bad zu einem Erfolg? Das verrate ich natürlich nicht, aber mitteilen kann man in jedem Fall, dass die Autorin viele aktuelle Themen aufgreift und schön einbindet, die zum Nachdenken anregen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Insgesamt ist es ein wunderbares Buch über Freundschaft, Zusammenhalt und Möglichkeiten, etwas zu bewegen, wenn man nur mit genug Herzblut bei der Sache ist und selbst wenn es nicht gelingt, so bringt es doch Menschen zusammen, wenn man gemeinsam für etwas einsteht. Es ist nicht allzu verkitscht (manches kommt aber schon ein wenig in die Richtung, aber die Autorin bekam immer die Kurve, bevor es mir zu viel wurde), sondern überzeugt mit sympathischen Charakteren und einer Geschichte, die Mut macht. Ein schönes, sommerliches Buch, welches ich gerne weiterempfehle!
1 Wow
miss_mesmerized
Irgendwie hatte sie sich das aufregende Leben in London anders vorgestellt als sie zum Studium in die Metropole kam. Nun arbeitet Kate als Journalistin beim Brixton Chronicle und schreibt über unbedeutende Nachbarschaftsthemen, bevor sie sich abends allein in ihrer Wohnung einschließt. Doch alles ändert sich mit einem Bericht über das örtliche Freibad, das Eigentumswohnungen weichen soll. Bei ihrer Recherche trifft sie auf die 86-jährige Rosemary, die zusammen mit ihren inzwischen verstorbenen Ehemann George ihr ganzes Leben im Freibad verbracht hat. Für Rosemary ist es nicht nur ein Ort zum Schwimmen, es ist ihr Leben und es bricht ihr das Herz, dass dies nun bald nicht mehr sein soll. Gemeinsam machen sich die beiden Frauen daran, den Kampf aufzunehmen und ahnen nicht, dass sie dabei nicht nur ein Freibad, sondern auch sich selbst retten wollen. Libby Pages Debütroman ist die perfekte Sommerlektüre, nicht nur die Covergestaltung und der Titel, sondern die ganze Handlung, die sich erwartungsgemäß über weite Teile im Freibad abspielt, sind dafür prädestiniert. In lockerem Stil schafft die Autorin eine schnell vertraute Atmosphäre und fast ist es, als sei man selbst ein Teil dieser kleinen eingeschworenen Brixtoner Gemeinschaft, die sich da zusammenfindet. Auch wenn der Roman als leichte Strandlektüre daherkommt, liefert die Autorin doch auch Denkanstöße, die über den oberflächlichen Genuss hinausgehen. Kates Panikattacken und Einsamkeit in London sind glaubwürdig gezeichnet und legen eine feine Melancholie über den Text. Dies wird durch Rosemarys wehmütige, aber doch auch freudigen Erinnerungen an ihre Zeit mit George gespiegelt – die eine Frau steht am Anfang, die andere am Ende des Lebens und plötzlich entdecken sie die Gemeinsamkeiten. Der Roman thematisiert aber auch die wirtschaftlichen Nöte der Städte, die sich den Investoren geschlagen geben – ebenso wie Kates Zeitung letztlich – um zu überleben und bisweilen Entscheidungen fällen müssen, die aus finanzieller Sicht richtig, aber menschlich kaum vertretbar sind. Beglückt liest man jedoch, wie es in der anonymen Großstadt aber dennoch möglich sein kann, eine Gemeinschaft zu finden von Gleichgesinnten und Freunden, die sich umeinander sorgen und Freud und Leid teilen wollen. Ein Buch, das man gerne liest und am Ende bezaubert beiseitelegt.
1 Wow
Rosemary hat ihr ganzes Leben in Brixton verbracht und ist besonders dem Freibad eng verbunden. Sehr viele wichtige Ereignisse in ihrem Leben verbindet sie mit dem Schwimmbad. Doch nun soll es geschlossen werden, weil eine Wohnungsbaugesellschaft das Freibad in einen privaten Sportclub verwandeln will. Zusammen mit der Journalistin Kate versucht Rose alles, um das Freibad zu retten. Und während ihrer Zusammenarbeit werden die Frauen Freundinnen und bringen auch viele andere dazu, sich an der Rettungsaktion zu beteiligen. Wird es den Leuten gelingen, eine weitere Veränderung in ihrem Viertel zu verhindern? Ganz ehrlich: Wer beim Lesen nicht sofort schockverliebt in Rose und Kate ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Beide Frauen sind auf ihre Art bezaubernd. Über Rose, die ihr ganzes Leben in Brixton verbrachte, erfährt man in Rückblicken vieles aus ihrem langen Leben mit ihrem Mann George, bei dem das Schwimmbad eine große Rolle spielt. Viele Veränderungen musste Rose in ihrem Stadtteil schon hinnehmen, weshalb sie umso mehr um „ihr“ Freibad kämpft. Auch Kate, die relativ neu in Brixton ist, ist eine liebenswerte Person. Sie ist ängstlich und einsam, blüht aber durch ihre Freundschaft mit Rose auf. Mich hat diese Geschichte sehr berührt, weil sie schön zeigt, wie viel Menschen erreichen können, wenn sie sich zusammentun und für etwas kämpfen. Libby Page schafft es, einem die Menschen und das Stadtviertel so zu beschreiben, dass man alles bildlich vor sich sieht. Rose und Kate sind sympathisch und auch die Personen, die in kleinen Zwischenkapiteln vorgestellt werden, stehlen sich in das Herz des Lesers. Für mich ist „Im Freibad“ eine wirklich schöne sommerliche Lektüre, die richtig Lust macht, mal wieder ins Freibad zu gehen. Für mich ein Lesehighlight!
1 Wow

mojoreads

log.os GmbH & Co. KG

Dudenstraße 10

10965 Berlin


log.os India Private Limited

301, CScape Building, Pandurangapuram, HPCL Colony

Visakhapatnam, Andhra Pradesh - 530003, India.

+91-6302521306 | content-india@mojoreads.com


© 2019 mojoreads

Sprache auswählen :   
Select Language
Englisch