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Kathleen Flynn

Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript

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ZUSAMMENFASSUNG
September 1815: Rachel und Liam, zwei Zeitreisende, landen auf einem Feld im ländlichen England. Sie tarnen sich als reiche Unternehmer, kommen aber in Wirklichkeit aus einer technologisch fortgeschrittenen Zukunft. Denn Rachel und Liam haben eine kühne Mission: Sie wollen Jane Austen treffen, sich mit ihr anfreunden und ihr verschollenes Manuskript retten - indem sie es stehlen! Über Austens Lieblingsbruder Henry infiltrieren sie Janes Umfeld und kommen der berühmten Autorin nahe. Doch je tiefer die Freundschaft wird, desto schwerer fällt es Rachel, sich auf ihren Auftrag zu konzentrieren. "Das Buch ist ein Muss für alle Jane-Austen-Fans." Stuttgarter Nachrichten "Clever, fesselnd und originell. Wer würde nicht gern in der Zeit zurückreisen und Jane Austen treffen? Flynns Beschreibung von Jane ist wundervoll, genauso muss sie gewesen sein. Dieses Buch bekommt einen Ehrenplatz in meinem Austen-Regal." Syrie James, Bestsellerautorin von Die geheimen Memoiren von Jane Austen "Ein bezaubernder Austen-artiger Stil und humorvolle Dialoge." Booklist
BIOGRAFIE
Kathleen Flynn ist Redakteurin der New York Times - und lebenslanges Mitglied der Jane Austen Society of North America. Für ihr Debüt hat sie intensiv recherchiert und nicht nur sämtliche Austen-Romane und Sekundärliteratur gelesen, sondern auch die Orte besucht, an denen die Autorin gelebt hat.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
02.05.2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783959671880
Sprache
German
Seiten
396
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REZENSIONEN
Bewertet von Anne (milkysilver... und susan kon
milkysilvermoon
susankon
Anne (milkysilvermoon)
England im September 1815: Dr. Rachel Katzman (33) und Prof. Liam Finucane (37), zwei Zeitreisende, landen auf einem Feld nahe dem ländlichen Leatherhead in der Grafschaft Surrey. Die Ärztin und der Schauspieler kommen aus einer technologisch fortgeschrittenen Zukunft und befinden sich auf einer heimlichen und heiklen Mission. Die beiden wollen die berühmte Jane Austen treffen und sich mit ihr anfreunden, um an das verschollene Manuskript von „The Watsons“ zu gelangen und Briefe, die die Autorin an ihre Schwester Cassandra geschrieben hat, zu stehlen. In ihren Rollen als Mary und William Ravenswood, ein Geschwisterpaar von den Westindischen Inseln, schleichen sie sich in das Leben von Janes Lieblingsbruder Henry ein und kommen dabei auch der bekannten Autorin nahe. Doch dann gibt es Komplikationen. Wird der Auftrag trotzdem noch gelingen? „Jane Austen – Jagd auf das verschollene Manuskript“ ist der unterhaltsame, kreative Debütroman von Kathleen Flynn, der in die Regency-Epoche entführt. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 20 Kapiteln. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Rachel. Die Handlung umfasst einen Zeitraum von etwas über einem Jahr. Dieser Aufbau funktioniert gut. Der Schreibstil ist angenehm, sehr flüssig und anschaulich. Dank vieler eindringlicher Beschreibungen fiel es mir leicht, in die Geschichte einzutauchen. Gut gefallen hat mir, dass die beiden Hauptprotagonisten Rachel und Liam weder stereotyp noch klischeehaft wirken. Sie werden als Menschen mit Ecken und Kanten und somit sehr realitätsnah dargestellt. Vor allem bei Rachel ist eine Entwicklung festzustellen. Auch die sympathische Art und Weise, wie Jane Austen beschrieben wird, erscheint mir durchaus authentisch. Die übrigen Charaktere sind ebenfalls vielschichtig. Die Grundidee finde ich ziemlich geistreich. Die Verbindung von Science-Fiction-Elementen mit einer Zeitreise und der Jane-Austen-Thematik erzeugt eine gelungene und reizvolle Mischung. Das Worldbuilding in Bezug auf die ferne Zukunft sowie die Erklärungen und Ereignisse in den Jahren 1815/1816 wirken glaubhaft und schlüssig. Zwar hatte ich im Vorfeld mit einem anderen Verlauf der Geschehnisse gerechnet, dennoch konnte mich der Inhalt des Romans überzeugen. Die Handlung ist abwechslungsreich und bietet einige Überraschungen und Wendungen, die dafür sorgen, dass es beim Lesen zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Ein Pluspunkt des Romans ist es, dass auf unterhaltsame Art interessante Infos über das Leben im 19. Jahrhundert und Gesellschaftskritik in die Geschichte eingewoben worden sind. Darüber hinaus erfährt man beim Lesen so einiges über die Familie Austen. Um Wahrheit und Fiktion zu trennen, wäre ein Nachwort schön gewesen. Aber auch so fühle ich mich dazu motiviert, mich weiter mit Jane Austen zu beschäftigen. Das Cover ist für meinen Geschmack leider ein wenig zu kitschig und nicht so passend wie das Original. Auch der Titel weicht in der Übersetzung vom amerikanischen („The Jane Austen Project“) ab, ist aber dennoch treffend. Mein Fazit: Obwohl ich nach dem Lesen des Klappentextes eine andere Geschichte erwartet hatte, hat mich „Jane Austen – Jagd auf das verschollene Manuskript“ von Kathleen Flynn keineswegs enttäuscht. Der originelle Roman hat mir schöne Lesestunden beschert und ist nicht nur für eingefleischte Fans von Austen empfehlenswert.
Wow
Die Autorin spielt mit der Idee, dass in naher Zukunft Zeitreisen möglich sind. Diese Zeitreise zu Jane Austen beginnt mit so anschaulichen Schilderungen der Zeit um 1815 in England, dass die Lesenden in diese Zeit mitgenommen werden. Die Perspektive der Reisenden aus der Zukunft, für die der damalige Alltag so fremd ist, lenkt den Blick auf die Besonderheiten. Anlaß der Zeitreise ist der Fund eines Briefes von Jane Austen mit Hinweisen darauf, dass sie doch noch ein Manuskript mehr als bisher bekannt, auch vollendet hat. Durch das Buch zieht sich die Frage, inwiefern durch eine Zeitreise die geschichtliche Entwicklung verändert wird, weil es kaum möglich ist, das Leben der Personen, denen man in der Vergangenheit begegnet, nicht zu beeinflussen und es auch kaum möglich ist, sich selbst durch die Erlebnisse in der früheren Zeit nicht zu verändern. Jede Situation, jede Begegnung, eröffnet ein Wahrscheinlichkeitsfeld. Das heißt, dass es nicht nur eine, sondern mehrere mehr oder weniger ähnliche Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Eines der wenigen Bücher in letzter Zeit, die ich in einem Zug ohne zwischendurch andere Bücher zu lesen, gelesen habe. Die Liebesgeschichten, die nach Ansicht der Erzählerin im Buch nicht so wichtig genug genommen werden sollten, wirken wenig überzeugend auf mich. Die Autorin hätte von mir aus dann auch darauf verzichten können. Ob Fans von Jane Austen, die sich weit besser als ich in ihren Büchern und ihrer Biografie auskennen, das Buch mögen, kann ich kaum einschätzen. Es geht weniger um eine Annäherung an das Leben der realen Jane, als um eine alternative Wirklichkeit.
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