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ZUSAMMENFASSUNG
1934 schickt Eva, die in Wien dem Republikanischen Schutzbund angehört, ihre Söhne Slavko und Karl fort, um sie vor den Nationalsozialisten in Sicherheit zu bringen. Die "Schutzbundkinder" machen Ferien auf der Krim und kommen dann in ein luxuriöses Heim in Moskau. Bis Hitler den Pakt mit Stalin bricht. Slavkos Spuren verlieren sich, Karl wird aufgegriffen, kommt in eine Besserungsanstalt für Kinder und Jugendliche und schließlich als "Volksfeind" ins Arbeitslager. Im Gulag lernt er seine zukünftige Frau Nina kennen - die Mutter der Autorin. Karl will nach Wien zurück, sobald es die Umstände erlauben, seine Frau zwingt er damit in die Fremde ... Ljuba Arnautovic erzählt anschaulich, poetisch und mitreißend, wie Menschenverachtung und politische Willkür im 20. Jahrhundert das Schicksal der Menschen bestimmten - das Schicksal ihrer eigenen Familie.
BIOGRAFIE
Ljuba Arnautovic, geboren 1954 in Kursk (UdSSR), lebt in Wien. Nach dem Studium der Sozialpädagogik arbeitete sie für das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, als Russisch-Übersetzerin und Rundfunkjournalistin. Ihr erster Roman, Im Verborgenen, stand auf der Shortlist Debüt für den Österreichischen Buchpreis 2018.
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REZENSIONEN
Bewertet von sabinescholl
sabinescholl
sabinescholl
In „Junischnee“ konzentriert sich die Wiener Autorin Ljuba Arnautovic vor allem auf die Rekonstruktion ihrer bewegten Familiengeschichte. Sie liefert Eckdaten zum Aufwachsen ihres Vaters Karl in sowjetischen Heimen, wohin seine Mutter ihn zum Schutz vor den Nazis verschickt hatte. Als Jugendlicher flieht er, lebt auf der Straße, wird verhaftet und kommt in einen sibirischen GUlag. Die Autorin zeichnet nach, wie sich diese Vorbedingungen auf seine späteren Beziehungen übertragen, maßt sich aber k...
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