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Karl der Große und der Feldzug der Weisheit
Maria Regina Kaiser

Karl der Große und der Feldzug der Weisheit

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ZUSAMMENFASSUNG
ES IST DAS JAHR 803. Karl der Große, bedeutender Herrscher des Abendlandes, ist seit drei Jahren Kaiser, gekrönt von Papst Leo III in Rom. Karl hat erfolgreiche Kriegszüge hinter sich. Das Langobardenreich hat er erobert, die Sachsen unterworfen, das Christentum verbreitet. Jetzt kommt ausgerechnet eine junge Sächsin an seinen Hof. Siggilind unterhält den Herrscher in langen Nachtstunden mit ihren Liedern, hört von ihm die Geschichte seines Lebens und erfährt: Kultur ist stärker als das Schwert.
BIOGRAFIE
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PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
10.08.2020
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783962690953
Sprache
German
Seiten
139
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REZENSIONEN
Bewertet von gletscherwoelfchen und mabuerele
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803 n.Chr., am Hofe Karls des Großen: Die junge Sächsin Siggilind bittet um Einlass, um den berühmten Kaiser einmal persönlich zu erleben und mehr über sein Leben und sein Wirken zu erfahren. Sie möchte ihn mit ihren Liedern unterhalten. Doch zunächst scheint es unmöglich für Siggilind, auch nur einen Fuß in seine Burg zu setzen... Ich habe kürzlich bereits "Kleopatra und der Mantel der Macht" der Autorin Marina Regina Kaiser gelesen und war vollkommen begeistert davon. Umso mehr habe ich mich auf die Geschichte rund um Karl den Großen gefreut und wurde definitiv nicht enttäuscht. Bereits das toll aufgemachte Cover sowie dessen knallige Farben haben Lust auf mehr gemacht, der gut gewählte Einstieg in das Buch konnte mich noch mehr überzeugen. Alles beginnt mit einem Brief der Protagonistin an ihren Sohn, in welchem sie von ihren Erlebnissen am Hofe des Kaisers berichtet. In einem ähnlichen Stil wird fortgefahren, Abwechslung bieten kurze, informative Sachkapitel. Diese sind hervorragend recherchiert und ermöglichen einen guten Einblick in die historischen Gegebenheiten. Gut gefallen hat mir daran vor allem, dass diese keineswegs langweilig und ermüdend waren. Durch ihre Kompaktheit waren sie nicht zu langwierig, aber dennoch äußerst lehrreich - und das auch für Laien, die sich vorher noch nicht eingehend mit Karl dem Großen beschäftigt haben. Ein großes Lob möchte ich unbedingt auch an den schön strukturierten Zeitstrahl am Schluss des Buches, der noch einmal alles passend zusammenfasst, ein ausführliches Glossar sowie kleine, erklärende Fußnoten aussprechen. Dadurch bleiben keine (Verständnis-)Fragen offen und die Geschichte wird auch für jüngere Leser gut verständlich. "Karl der Große und der Feldzug der Weisheit" ist ein überaus empfehlenswertes Kinderbuch, welches Geschichte lebendig und für Kinder optimal zugänglich macht. Ich hoffe noch auf viele weitere Bände dieser Reihe! 5/5 Sterne
Wow
„...Und merk dir: Die guten Dinge im Leben erreicht man nur mit Anstrengung. Wer eine guter Reiter werden will, muss jeden Tag reiten. Um gutes Brot zu backen, musst du jeden Tag Brot backen. Genauso ist es mit dem Lesen, dem Schreiben und der Musik...“ Diese Worte hört die sächsische Sängerin Siggilind von Karl dem Großen. Wie ist es dazu gekommen? Siggilind war angereist, um vor dem Kaiser zu singen. Doch lange musste sie vor den Toren der Pfalz ausharren, bis sie endlich das Gelände betreten durfte. Damit war sie aber noch nicht beim Kaiser. Die Autorin hat ein abwechslungsreiches und spannendes Kinderbuch geschrieben. Die Rahmenhandlung besteht aus zwei Briefen. Ersteren schreibt Siggilind im Jahre 817 an ihren jüngsten Sohn Richard. Mit diesem Brief sendet sie ihm auch die Erzählung ihrer Begegnung mit dem Kaiser im Jahre 803. Richards Antwortschreiben beendet das Buch und rundet die Geschichte für mich als Leser ab, weil darin die Dinge ergänzt werden, die Siggilind nicht mehr erwähnt. Siggilind darf vor dem Kaiser singen. Dabei erhält sie auch die Gelegenheit, ihm Fragen zu stellen. Hier zeigt sich, dass dem Kaiser nicht nur seine Eroberungen und die Siege in verschiedenen Kriegen wichtig waren, sondern er wollte etwas für die Bildung seines Volkes tun. Deshalb sorgt er auch dafür, dass Siggilind Lesen und Schreiben lernt. Erst ist sie davon nicht begeistert. Doch das ändert sich. „...Damals überblickte ich nicht, worauf ich mich einließ. Es fiel mir nicht leicht, Buchstaben zu schreiben, […] Aber ich dachte nie daran aufzugeben...“ Sehr detailliert wird das Leben in der Palastschule beschrieben. Siggilind wird wie eine Gleiche unter Gleichen behandelt. Das Buch aber hat noch einen dritten Aspekt. Nach jeweils zwei oder drei Kapitel folgen theoretische Ausführungen zu den Problemen der Zeit, das heißt auch, die im Gespräch zwischen Siggilind und Karl angesprochenen Themen werden vertieft und ergänzt. So geht es um die Bautechnik zur Zeit des Kaisers, die Kleidung, die Kriege und Karls Einsatz für die Sprache. Natürlich spielt auch das normale Leben eine Rolle. „...Der Weinbau spielte in den südlicheren Gegenden eine große Rolle: Wein desinfiziert Wasser. […] Insofern war es bei verunreinigten Trinkwasser lebenserhaltend, den Trunk Wasser mit Wein zu mischen...“ Ein Glossar und in Zeittafel ergänzen das Buch. Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Erneut hat die Autorin bewiesen, die sie historische Sachverhalte kindgerecht und spannend darstellen kann.
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