Fredrik Backman

Kleine Stadt der großen Träume

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ZUSAMMENFASSUNG
Der große neue Roman von Fredrik Backman, Autor des Welterfolgs >Ein Mann namens Ove<. In Björnstadt halten die Menschen zusammen. Ihre Devise ist: hart arbeiten, nicht beschweren und dem Rest der Welt zeigen, woher wir kommen. Das Leben hier war noch nie leicht, aber nun steht die Zukunft auf dem Spiel. Alle Hoffnungen liegen auf den Schultern ein paar junger Leute. Da geschieht in einer eiskalten Nacht etwas, was kaum jemand glauben mag. Etwas, was für Björnstadt alles verändert. Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, Familien und Nachbarn - jeder muss für sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. Ein hoch spannendes und zutiefst berührendes Buch, das die wichtigen Fragen unserer Zeit stellt: Wie können wir Liebe und Familie bewahren? Was bedeutet Heimat? Was hält uns zusammen? Wem können wir glauben? Und für wen würden wir lügen? »Backmans Meisterwerk: gefühlvoll und zutiefst menschlich.« New York Journal of Books Vom international gefeierten Bestseller-Autor aus Schweden, Fredrik Backman.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
26 Oct 2017
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783810530431
Sprache
German
Seiten
508
Schlagworte
Männer, Stärke, Eisbahn, Britt-Marie, Training, Sport, Freundschaft, siegen, Ehre, Kinder, Putzfrau, fremd, Jugendliche, Zukunft, Tore
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REZENSIONEN
Bewertet von Sandra8811, krimine und 2 andere
sandra8811
krimine
sabrinak
hundertmorgenwald
Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Ich habe den zweiten Teil erhalten und wollte nicht starten ohne den ersten Teil zu kennen. Cover: Das eisige Cover finde ich cool. Man sieht direkt, dass es um ein nördlicheres Land bzw. Stadt geht. Inhalt: Als ihre Jugendmannschaft ins Halbfinale einzieht, setzt die Kleinstadt Björnstadt viel auf die Eishockey-Mannschaft. Der Einzug ins Finale könnte für die kleine Stadt einen großen Aufschwung bedeuten. Eigentlich stand die Stadt immer für Zusammenhalt und Gemeinschaft. Dies ändert sich jedoch in einer einzigen Nacht gravierend. Handlung und Thematik: Zu Beginn ist die Handlung sehr Eishockey-lastig. Das konnte man aus dem Klappentext nicht wirklich rauslesen. Da Eishockey alles andere als interessant für mich ist, fiel mir der Einstieg doch etwas schwerer. Dennoch war mir das kleine Städtchen bald sehr sympathisch. Es wirkte alles ein wenig wie in „Die Arena“ von Stephen King. Es plätscherte anfangs auch ein wenig dahin, dann nahm die Handlung plötzlich Fahrt auf. Ich wurde dann total mitgerissen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Es ging plötzlich um Vertrauen, Zusammenhalt und darum, den Blick für das wirklich Wichtige nicht zu verlieren. Die Menschen verloren sich im Hype des Eishockeys und Verschlossen ihren Blick dafür, Straftaten zu erkennen und zu ahnden. Am Schluss will man eigentlich nur noch wissen, wie das ganze weitergeht. Charaktere: In diesem Buch kommen wahnsinnig viele Charaktere aus Björnstadt vor. Man erlebt die Geschichte aus super vielen Perspektiven. Die Schicksale und Handlungen sind eng miteinander verwoben, was der Autor super gut rübergebracht hat. Ich will eigentlich gar nicht auf einzelne Personen eingehen, da ich jeden für sich authentisch und gut fand. Es kommen einfach super viele Menschen mit verschiedenen Hintergründen vor, vom rücksichtlosen Geschäftsführer bis hin zur liebenden Mutter. Schreibstil: Fredrik Backman hat eine tolle Art, Personen und Situationen zu beschreiben. Er schafft es, dass man sich so fühlt, als wäre man mit dabei. Seine Charaktere sind sehr authentisch und die Perspektivenwechsel gelungen. Leider brauchte ich allerdings ein wenig, dies zu erkennen. Anfangs war die Story sehr langweilig für mich, da ich mich der Sport Eishockey absolut nicht interessiert. Als dann später die tiefgründigeren Themen wie Zusammenhalt, Verrat und eine zerstörte Gemeinschaftsdynamik ins Spiel kamen, war ich Feuer und Flamme. Ich kämpfte mit mehreren Emotionen und war begeistert, wie sehr es mich mitgerissen hat. Ich bin mir nicht sicher, ob er dies auch geschafft hätte, wenn der Anfang nicht der gewesen wäre, der er war. Persönliche Gesamtbewertung: Anfangs bereute ich es, das Buch angefangen zu haben, da mich Eishockey langweilt, aber das Durchhalten hat sich gelohnt. Sehr bewegendes Buch! Eine vielfältige Stadt mit einer Erzählweise und Personenvielfalt wie ich sie bisher nur aus „Die Arena“ von Stephen King kannte.
1 Wow
Ein tiefgründiger Roman, der die Probleme einer Gemeinschaft in den Fokus der Handlung stellt Abseits im Nirgendwo liegt eine Stadt, die dazu verdammt ist, vergessen zu werden. Nur die Hoffnung, dass eines Tages ein Wunder geschieht, hält sie am Leben. Deshalb kämpfen die Einwohner des kleinen Örtchens Björnstadt jeden Tag aufs Neue dafür, dass ihr Traum in Erfüllung geht und ihre Eishockeymannschaft siegt. Doch ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihrem Ziel ganz nahe sind, geschieht etwas, dass die eingeschworene Gemeinschaft zerbrechen lässt und die erhoffte Zukunft zerstört. „Stadt der großen Träume“ ist ein berührender Roman, der die Probleme einer eingeschworenen Gemeinschaft in den Fokus der Handlung stellt. Beginnend mit den jugendlichen Eishockeyspielern, über deren Freunde und Schulkameraden, bis hin zu den Eltern, Trainern oder der verwitweten Kneipenwirtin wird über jeden der Bewohner ausgiebig erzählt. Und mit der Zeit erfährt der Leser, was jeden Einzelnen bewegt, welche Rolle er in der Familie und der Gemeinschaft spielt und wie sich diese durch eine einzige Nacht, durch ein winziges Bruchstück in der Geschichte von Björnstadt verändern wird. Frederik Backman verfügt über einen Schreibstil, der sich angenehm flüssig liest und versteht es, mit viel Feingefühl und einem passenden Humor vor allem den kleinen, Dingen eine Bedeutung zu verleihen, die ihnen ebenbürtig ist. Ohne weitschweifig zu sein oder sich in Beschreibungen zu verlieren, greift er einzelne Szenen aus dem Leben seiner Figuren heraus, dreht und wendet sie und setzt sie zurück an ihren Platz. So erfährt der Leser, was in Björnstadt geschieht und fühlt sich schon bald mitten unter ihnen in ihrer kleinen Eishockeystadt im Nirgendwo. Wo er mit ihnen lieben und kämpfen kann, wo er Träume erlebt und Stellung bezieht und wo er mit erschreckender Deutlichkeit merken muss, dass jede Wahrheit zwei Seiten besitzt. Fazit: „Stadt der großen Träume“ ist ein tiefgründiger Roman, der mit einer hohen Realitätsnähe in Erscheinung tritt und nachvollziehbar thematisiert, was mit einer Gemeinschaft geschieht, wenn ihr hart erkämpftes Gleichgewicht ins Wanken gerät.
2 Wows
Ich habe dieses Buch im Schwedischen Original gelesen, daher nicht wundern, dass ich hier von "Björnstad" schreibe, da dies der Originaltitel ist, den ich nebenbeigesagt auch passender finde. Björnstad ist eine kleine Stadt in Schweden, in der sich alles um Eishockey dreht. Wunderbar, dass die Jugendmannschaft so gut wie lange nicht mehr ist und in den Kampf um den Meistertitel einzieht. Auf der Party nach dem Einzug ins Halbfinale feiert die Jugend im Haus der Familie Erdahl. Kevin Erdahl ist der Star der Mannschaft und alle Mädchen himmeln ihn ein wenig an. Ihm gefällt besonders Maya - die Tochter des Sportchefs. Nach ein wenig Feierei nimmt Kevin Maya mit auf sein Zimmer und vergewaltigt sie dort. Der Mannschaftsneuling Amat (aus einer sozial schwachen Siedlung) Platz ins Zimmer und Maya kann sich aus der Situation retten und fliehen. Erstmal sagt sie nichts, doch eine Woche später rückt sie mit der Wahrheit heraus und erzählt ihren Eltern was auf der Party geschehen ist. Daraufhin entbrennt ein in der Stadt ein Kampf um Gut und Böse, um Recht und Unrecht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wobei ich manche Stellen etwas überdramatisiert empfand (vielleicht werden die im zweiten Teil aufgegriffen und gewinnen dann an mehr Kontext). Und anfangs hatte ich auf etwas Schwierigkeiten dem häufigen Wechsel zwischen den Personen nachzuvollziehen, lag aber vielleicht auf an meinem Schwedisch und nicht am Buch ;)
Wow
hundertmorgenwald
Erster Satz: An einem späten Abend Ende März nahm ein Teenager eine doppelläufige Schrotflinte in die Hand, ging damit geradewegs in den Wald, richtete die Waffe gegen die Stirn eines anderen Menschen und drückte ab. Inhalt: Björnstadt ist so klein und liegt so weit außerhalb, dass sich dort Hirsch und Elch „Gute Nacht“ sagen. Ein Supermarkt, eine Kneipe – und der Eishockey-Club. Für den leben die Björnstädter. Es gibt keinen Jungen, der dort nicht mitspielt. Eishockey ist nicht nur ein Sport, sondern auch ein knallhartes Geschäft. Sponsoren gibt es nur, wenn die Jungs gewinnen. Besonders auf Kevin, dem Star der Mannschaft, liegen alle Hoffnungen. Gewinnen die Junioren, fließen Gelder und der Club kann ausgebaut werden. Doch dann kommt es zu einem brutalem Unglück und über Nacht ist das Dorf gespalten. Wie entscheidet man sich? Für die Wahrheit oder die Lüge? Für sein Gewissen oder für das Geld und den Ruhm? Für Integrität oder die Gemeinschaft? Meine Meinung: Backman ist es gelungen, ein tiefgreifendes Psychogramm einer Stadt zu zeichnen. Die Geschichte ist inhaltlich keineswegs leicht, doch packend und mitreißend. Viele Menschen kommen in dem Buch vor und Backman hat es geschafft, alle Charaktere fein und tief zu skizzieren. Zwei Figuren gab es, auf die ich das ganze Buch über einen ziemlichen Groll hatte, doch gegen Ende wurde auch hier klar, warum sie so sind, wie sie sind. Und das sie sich innen drinnen etwas anderes wünschen. Wie das Dorf auf das Unglück reagiert hat, hat mich sehr mitgenommen. Die Stimmung war regelrecht greifbar. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt ein Buch gelesen/gehört habe, in dem das Soziogramm in einer so großen Gruppe (der Dorfgemeinschaft) so klar abgebildet wurde. Also auf Deutsch, wer mit wem warum wie agiert hat und für wen Stellung bezogen hat. "Hass kann manchmal extrem stimulierend wirken. Wenn man die Welt in Freunde und Feinde aufteilt, ist sie leichter zu verstehen und weniger angsteinflößend. Wir und die anderen, die Guten und die Bösen. Die einfachste Art, eine Gruppe zu Einen, geschieht nicht aus Liebe, denn Liebe ist kompliziert und stellt Ansprüche. Mit Hass ist es einfacher. Also entscheidet man sich in einem Konflikt immer zu erst für eine Seite, was leichter ist, als zwei Gedanken gleichzeitig im Kopf zu behalten. Danach sucht man nach Fakten, die bestätigen, was man glauben will, weil es am unkompliziertesten ist und das Leben normal weiter laufen lässt. Als Drittes entmenschlicht man seinen Feind. Es gibt viele Arten, dies zu tun. Doch nichts ist leichter, als ihn seines Namens zu berauben." Den Spannungsbogen hält Backman gut, in dem er immer wieder auf das Unglück hindeutet. Sinngemäß wie: Maja hatte einen Infekt, steht aber trotzdem auf. Doch am Abend wird sie sich wünschen, liegen geblieben zu sein. Thema Eishockey: In den negativen Rezensionen wird sich beschwert, es ginge nur um Eishockey. Obwohl ich nichts mit Eishockey zu tun habe, hat mich das überhaupt nicht gestört, denn jede Szene sagt was über das soziale Gefüge einer Gruppe aus und welchen Regeln diese unterliegt. Sei es nun in der Vorstandsebene oder auf dem Spielfeld. Daneben gibt es immer wieder viel Wortwitz, der gerade im Hörbuch unheimlich trocken rüber kommt. "Als Sühne stapfenden Schrittes aus der Dunkelheit auftaucht, muss sie husten. Wenn sie weniger geraucht hätte, 40, 50 Jahre weniger, wäre es ein Kichern." Generell finde ich, dass Heikko Deutschmann das Buch perfekt liest. Diversität: Homosexualität kommt am Rande vor. Und Amat ist mit seiner Mutter vor dem Krieg geflüchtet. Mögliche Trigger: Kindstot spielt eine Rolle. Ein weitere möglicher Trigger ist das Hauptthema des Buches. Ihr findet es, wenn Ihr bei Amazon in den 2er-Stern Rezensionen guckt. Falls Ihr nicht für Trigger anfällig seid, schaut dort lieber nicht nach. (Kritisiert wird auch nicht das Trigger-Thema, sondern zu viel Eishockey). Fazit: Ich habe alle Bücher von Backman gelesen. Von der Tiefgründigkeit ähnelt es Ove, ist in meinen Augen aber noch tiefschichtiger. Mir hat von all seinen Büchern das hier am Besten gefallen. 5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
2 Wows

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